Quarantänebecken

Fritz5

Mitglied
Moin,

wie die meisten von Euch wissen habe ich ja bisher nur ein Aquarium seit etwas mehr als einem Jahr (350l).

Jetzt, wo ich Eure ganzen Pläne und Spontanideen lese, denke ich darüber nach, ob es für mich vielleicht langsam mal sinnvoll wäre, ein kleines Qurantänebecken einzurichten, falls ich mal einen Kranken haben sollte.

Könnt Ihr für diesen Zweck Becken samt Ausrüstung - also Filter und Heizstab / Maße - empfehlen?

Es muss ja dann eigentlich nichts rein, außer ein bisschen Sand, ein paar Pflanzen, vielleicht Schnecken und ein Versteck?!

Danke für Input und VG

Fritz5
 


Ago

Mitglied
Hallo!

Mein erster spontaner Gedanke: Da Schnecken nicht alle Medikamente vertragen, würde ich in ein Quarantänebecken keine einsetzen oder nur solche, die sich in Süßwasser nicht vermehren und die ich bei Bedarf einsammeln und umsetzen kann.
 

Fritz5

Mitglied
Hi,

jau das ergibt Sinn. Dann kommt da am besten gar nichts oder nur leicht umsiedelbares Lebendes rein.

VG

Fritz5
 
G

Gelöschtes Mitglied 43263

Guest
Quarantänebecken machen nur in Ausnahmefällen Sinn.

Besetzt eure Aquarien nur mit einer oder zwei Arten, dann kann man sich das sparen und den Fischen die Quarantänezeit ersparen.
Und: Augen auf beim Fischkauf!
Fischsuppe ist zum Essen und nicht fürs Aquarium.
Bei einer Erhaltungszucht nimmt man sowieso am besten nur diese Art ins Becken.
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo Friedrich,
Eigentlich hast du recht, ein Artbecken, oder mit wenigen Arten ist natürlich sinnvoll. Doch leider hat nicht jeder so viel Platz, dass er so viele Becken stellen kann, wie er verschiedene Arten möchte. Deshalb kommt es eben zu einer Fischsuppe. So mancher kommt dann auch von alleine drauf, das weniger manchmal mehr ist, aber glauben tun es die wenigsten am Anfang.
L. G. Wolf
 

Ago

Mitglied
Hallo Ihr zwei,

zwischen Artbecken und Fischsuppe gibt es aber noch einen großen, akzeptablen Bereich namens Gesellschaftsbecken. Unter Fischsuppe verstehe ich das mehr oder weniger (meist mehr) wahllose Zusammenwürfeln von Fischen, die nicht unbedingt zusammen passen und an deren Auswahl man erkennen kann, daß es dem Besitzer mehr um "haben wollen" als um Tierwohl geht.

Nichts spricht gehen die durchdachte Vergesellschaftung von drei, vier, vielleicht sogar fünf Arten, wenn sie zusammen passen und der nötige Platz vorhanden ist.

Das Risiko, sich die "Pest" ins Becken zu holen, ist bei der zweiten Fischart genauso hoch wie bei der vierten, genauso wie beim Aufstocken vorhandener, auf natürliche Weise reduzierter Fischbestände. Und das "Pest"risiko durch Frost-, Lebendfutter, Pflanzen oder die Luft lässt sich durch Artbecken auch nicht reduzieren.
 

scapine

Mitglied
Aus meinen Quarantänebecken werden immer Dauerlösungen - was mache ich falsch? ;-)

Im Ernst: Sobald ich anfange, Bodengrund einzufüllen, Pflanzen zu setzen, ist es im Grunde schon zu spät und das Becken bleibt. Ich habe für Krankheitsfälle und Neuzugänge eine Plastikbox, in die ich ggf. Heizer und Luftheber lege und ein bissl Hornkraut werfe - sonst nichts! Und das räume ich dann auch wieder weg, das nimmt hier sonst echt überhand.
 


Fritz5

Mitglied
Hallo,

danke erstmal für die Kommentare.

Ich versuche gerade einzuschätzen, ob mein Bestand schon als Fischsuppe gilt oder noch akzeptabel ist (siehe Signatur).

Mehr als ein richtiges Becken ist bei mir nicht gewollt, aber wenn mein Bestand zu gemischt ist, sagt mir gerne direkt was ich verändern sollte.

Falls meins noch als akzeptables Gesellschaftsbecken durch geht, ist mir jetzt noch nicht klar, ob ein Quarantänebecken sinnvoll/notwendig ist, oder nicht. (Ich denke ich würde es auch schaffen, dieses dann leer zu lassen.)

Ich hatte bisher einmal ein Problem mit einem "taumelnden" Panzerwels, aber ein Eimer ohne Heizstab und Filter war keine hilfreiche Lösung.

Mein Ziel ist es ja nur, "Wackelkandidaten" vielleicht doch noch helfen zu können, ohne dass ich sie zu früh erlösen muss.

VG

Fritz5
 

Sibylle

Mitglied
Quarantänebecken machen nur in Ausnahmefällen Sinn.

Besetzt eure Aquarien nur mit einer oder zwei Arten, dann kann man sich das sparen und den Fischen die Quarantänezeit ersparen.
Und: Augen auf beim Fischkauf!
Fischsuppe ist zum Essen und nicht fürs Aquarium.
Bei einer Erhaltungszucht nimmt man sowieso am besten nur diese Art ins Becken.
Ich muss sagen, ich möchte auf ein Gesellschaftsbecken nicht verzichten. Nun ja… ein bisschen mehr zueinander passende Fische wie ich sie habe wären sinnvoll. Aber nur auf eine oder 2 Arten möchte ich mich in meinem großen Becken nicht beschränken. Und ich glaube so geht es auch noch anderen
 

BeowulfAgate

Mitglied
Fritz, das ist bei weitem noch keine „Fischsuppe“meiner Meinung nach!

ICH würde die Mollys versuchen abzugeben und stattdessen die Neons und Corydoras noch aufstocken, dann wäre das für mich gesehen harmonischer. Mollys hatte ich noch nicht, man hört aber das diese andere Fische nerven und härteres Wasser als die Neons brauchen. Zur „Not“ geht bei der Größe des Beckens auch eine zweite eher kleinbleibende Art von Fischen, die eher im Trupp unterwegs sind, oder halt ein Pärchen Zwergbuntbarsche.
 

Fritz5

Mitglied
Hi Norbert,

Danke für den Hinweis. Jo das mit den nicht optimalen Wasserwerten ist mir nun schon bewusst.
Die Mollys sind schon anstrengend und vermehren sich auch wie blöde, vermutlich auch der Grund, warum sich die Sterbai nur selten zeigen, aber ich mag die auch irgendwie…

Mal sehen wie viele ich beim nächsten Mal “wegbringen“ erwische. Ich habe das Glück, dass ich sie zum Verkäufer zurückbringen darf und das Pech, dass ich die großen meist nicht eingefangen bekomme…

VG
Fritz5
 

Ago

Mitglied
Hallo Fritz,

ich habe mir Deine Signatur genau angesehen, für mich ist das ein relativ durchdachtes Gesellschaftsbecken. Zwei Schwärme in großzügigen 350 Litern, dazu noch eher bodenorientierte Corydoras und zwei L-Welse. Das ist für mich weit , weit entfernt von Fischsuppe!

Mit den Mollys hat Norbert Recht, die mögen es lieber etwas härter. Das ist aber auch das einzige, was meiner Meinung nach nicht ganz optimal ist.


Mit der Frage nach einem Quarantänebecken kannst Du Glaubenskriege anzetteln. Da gibt es kein richtig oder falsch. Ich persönlich habe kein Quarantänebecken und plane auch nicht, mir eins anzuschaffen. Wenn ein einzelner Fisch erkrankt, gibt es zwei Möglichkeiten: Die Krankheit ist ansteckend, dann macht es Sinn direkt das ganze Becken zu behandeln. Oder die Krankheit ist nicht sonderlich ansteckend, dann kann ich dem einen Patienten den Stress eines Umzugs und den Aufenthalt in einer Notunterkunft ersparen. Vielleicht ist es genau das, was ihm zum Schluss das Leben rettet. Aber da ist nur meine Meinung. Und wer weiß, vielleicht ändert sich die, wenn ich mal böse Ausfälle durch frisch eingeschleppte Seuchen haben sollte.
 

cheraxfan2

Mitglied
Hi Ignarius,
auch wenn ich Dir teilweise recht gebe weil ich auch kein großer Freund von Gesellschaftsbecken bin, so ist es trotzdem eine Frage der Zielsetzung ob man eines will oder nicht.
Nach meiner Meinung ist ein Quarantänebecken immer sinnvoll, bei mir kommt jedes neue Tier in Quarantäne. Niemals würde ich fremde Tiere in meinen Bestand einfach so einsetzen, dann lasse ich sie lieber wo sie sind. Hier spielen sicherlich meine Erfahrungen mit der Guppyhochzucht und jetzt mit der Garnelenzucht eine große Rolle.
 
Zuletzt bearbeitet:

Fritz5

Mitglied
Hallo Anke,

danke das hilft weiter. Als Anfänger weiß man halt nicht immer so fix, ob etwas ansteckend ist und man alles behandeln soll oder ob man erlösen muss.
Bisher habe ich noch gar keine Erfahrungen mit Fischkrankheiten, möchte mich aber so langsam vorbereiten, damit ich nicht wie „Heinz Doof“ dastehe, wenn mal was ist.

Neuzugänge sind auch erstmal nicht geplant, so dass eine Seucheneinschleppung zumindest über Fische erstmal nicht passieren sollte.

Wenn ich Tiere kaufe, dann immer bei einem kleinen Laden, der nur Fische hat und dem vertraue ich voll und ganz, d.h. fürs Einsetzen würde ich auf Quarantäne verzichten.

Hmm..viele interessante Erfahrungen/Meinungen, aber ich bin mir immer noch nicht sicher, ob ich mir eins anschaffen sollte oder nicht.

VG

Fritz5
 

Moderlieschen

Moderator
Teammitglied
Hi,
ich hatte auch mal ein Quarantänebecken, 20l. Natürlich viel zu klein, um eine Gruppe neugekaufter Fische wochenlang in Quarantäne zu halten. Also hätte es nur dazu gedient, einzelne kranke Fische zu isolieren und behandeln.
Aber es wurde nie einer krank.
Somit sind irgendwann Garnelen in das Becken eingezogen.
Nach einiger Zeit schien es mir zu klein für Garnelen, also musste ein größeres her, 30l.
Jetzt steht es also wieder leer und trocken da.
Vielleicht sollte ich das 20l Quarantänebecken mal wieder aktivieren, Wasser einfüllen...und Sand...und eine Pflanze...und evtl. noch eine Schnecke
a014.gif

Für einzelne kranke Fische tut's m.M.n. auch eine etwas größere leere Plastikdose (Hundekekse) mit Luftsprudler.
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo Petra,
Ich denke auch, da muss Wasser rein,
Und Sand und Pflanzen und Schnecken und Garnelen. sonst trocknet dir der Silikon aus. ;):D
L. G. Wolf
 

mraqua

Mitglied
Moin,
Ich hab kein Quarantäne Becken.
Aber wenn ich eins hätte würde es nicht dauerhaft laufen, sondern bei Bedarf aufgestellt werden.
Sonst wird dieses Becken doch auch schon eine etablierte Bakterien Kultur haben mit der die eingesetzten Fische eventuell nicht klar kommen.
Für einen kranken Fisch könnte ich ein 12 oder ein 25 Liter Becken innerhalb von Minuten aufstellen, bei Skalaren würde ich vorübergehend eine Mörtelwanne nehmen und dann eventuell einen größeren Glaskasten kaufen.
 

MOOSKUGEL

Moderator
Teammitglied
Moin,

Quarantänebecken werden gestellt, wenn man sie braucht!
Nackter Glaskasten ohne Boden, Pflanzen und Deko. Je nach Bedarf Luft und Heizstab, fertig.

Gruss Heiko
 


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