Plan einer blutigen Anfängerin...

Hallo liebe Aquarienfachleute,

ich (Claudia, Jahrgang '74) habe mich hier angemeldet, in der Hoffnung, von Eurer Erfahrung zu profitieren und etwas Hilfe bei meiner Planung zu bekommen.
Zunächst muß ich sagen: ich habe in meinem Leben noch kein Aquarium gehabt, seid also bitte geduldig mit mir :roll: .
Allerdings habe ich mich für mein neuestes Projekt schon etwas einzulesen versucht und bin jetzt ein wenig in eine Sackgasse geraten.

Möglicherweise ist die ganze Idee, die ich hier vorstellen möchte überhaupt nicht umsetzbar, auch das könnt Ihr mir dann gerne sagen - lieber wäre es mir natürlich, wenn ihr mir eventuell Tipps geben könnt, wie das Ganze doch noch machbar wird. :D

Sooo, genug der Vorrede, ich werde mal versuchen, meinen bisherigen Plan zu beschreiben.

Im Grunde geht es um ein Aquarium mit Anschluss an ein Paludarium. Insgesamt werden nach derzeitigem Planungsstand (ändert sich ungefähr stündlich :) ) ständig ca. 110-130 l Wasser im Umlauf sein.

Meine Idee hierzu ist folgende:

Ich baue ein Aquarium (Momentane Maße: 90*45*34), das längs in zwei unterschiedlich große Kammern unterteilt ist (eine bepflanzte, bewohnte (?) Kammer und eine kleinere "Filterkammer", die gleichzeitig als Reservoir für das Paludarium dient).

So soll es in etwa aussehen:



Das Trennglas zwischen den beiden Kammern ist deswegen nur unten Links offen (so geschützt, daß kein Fisch hindurchschwimmen kann), damit das Wasser, das vorne rechts von oben aus dem Paludarium kommt, einmal durch das komplette Becken muß, um zum Filter zu kommen.
Im Filterbecken ist die Filtermatte quer eingesetzt, damit sie eine möglichst große Fläche hat. Dahinter befinden sich dann Pumpen/UVC-Klärer, etc.

In der kleinen Kammer wird das Wasser durch einen UVC-Klärer geleitet, ein Teil des so geklärten Wassers wird dann wieder in die große Kammer, der Rest nach oben in das Paludarium gepumpt.
Dort läuft es nach einer stufige Kaskade in einen "Bachlauf" und letztlich (durch ein Überlaufrohr) durch einen Filter wieder in das darunter befindliche Aquarium.

Der Wasserkreislauf soll also insgesamt etwa so aussehen (Was die Form des Paludariums und die Aufteilung/Maße des Aquariums betrifft, ist dieses Bild nicht mehr der aktuelle Stand, aber der Wasserkreislauf ist soweit noch der eingezeichnete):




Ich hoffe, ich habe das Projekt einigermaßen verständlich rübergebracht.

Nun meine Fragen:

Kann das so funktionieren?
Meine Hoffnung war, daß praktisch beide Teile voneinander profitieren:

Daß Kaskade und Bachlauf mehr Sauerstoff ins Wasser bringen, die Besiedelungsfläche für Filterbakterien erhöhen und durch entsprechende Bepflanzung auch etwas Nitrat aus dem Wasser gezogen werden kann, was für das Aquarium - so hoffe ich - zumindest nicht schlecht sein kann.
Andererseits würde das Aquarium in meiner Vorstellung für eine Vergrößerung der Wassermenge sorgen, was hoffentlich einen relativ stabilen Betrieb des Paludariums gewährleistet.

Ist meine Idee, praktisch eine Art HMF im kleinen Aquarienteil zu betreiben, so umsetzbar?

Falls es so nicht geht: kann man die Grundidee retten, indem man etwas verändert?

Oder ist das Alles totaler Quatsch?

Vielen Dank schon mal an Alle, die meinen Roman bis hierher durchgehalten haben :)
Ich hoffe, Ihr könnt mir ein wenig auf die Sprünge helfen.

LG,
Claudia
 

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  • Aquarienentwurf.pdf
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  • Froschterrarium_II.pdf
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Moin.

Kann man so machen, mit einer Filterkammer im Aquarium. Aber warum? Möglich wäre auch ein Außenfilter, der das Wasser aus dem Becken und in einen Bachlauf pumpt. By the way: was soll denn eigentlich in das Paludarium einziehen? Braucht es unbedingt einen Bachlauf? Für Sauerstoff im Wasser und Nitratverringerung brauchst du keinen.
 
Hallo Felix,

hui - das ging ja fix :shock: :D !

Ist denn die Filterkammer nicht von der Funktion her soetwas wie ein Außenfilter - nur eben fest installiert?

Warum meinst Du denn, wäre ein separater Außenfilter besser?

Wirklich brauchen tu ich den Bachlauf nicht - ist eigentlich vorrangig Eigennutz, weil ich schon ewig ein Paludarium bauen wollte. Ich habe allerdings schon des öfteren gelesen, daß die Froschart, die dort hoffentlich einzieht (eine Mantella-Art), durch Wasserinstallationen zur Verpaarung angeregt werden soll - das ist aber nur ein "Nebengrund", da ohnehin noch nicht 100%ig sicher ist, daß ich diese Frösche überhaupt bekomme.

Aber bis es soweit ist, daß da überhaupt was einzieht, dauert es sicher noch eine ganze Weile - bin ja noch am Planen, Bau dauert sicher einige Zeit, dann Einlaufen, ...

Grüße,
Claudia
 
Moin.

Der Außenfilter hätte den Vorteil, dass mehr Platz im Aquarium für die Tiere ist. Der Nachteil ist, dass sich auch Wasser außerhalb der Anlage befindet, ist halt immer ein kleines Risiko. Ich beschäftige mich selber gerade mit dem Thema Frösche (Dendrobaten). Ein Bachlauf birgt halt immer das Risiko, dass der Landteil des Paludariums total versumpft. Mehr Infos dazu findest du hier: dendrobatenforum.info.
 
Hi Felix,

Ja - davor, daß irgendwie Wasser ausläuft habe ich eine Heidenangst. Darum wäre mir das halt so lieber. Natürlich kann immer noch bei den Schlauchleitungen etwas schief gehen oder der Abfluss vom Bachlauf zum Aquarium verstopfen, oder sonst irgendein Horrorszenario eintreten :? . Aber mit einem externen Filter hätte ich halt noch eine zusätzliche Gefahrenstelle - mir reichen die zwei genannten schon völlig :roll:

Vielen Dank für den Link - das Forum kenne ich tatsächlich schon. :D

Ich hoffe, ich plane das Ganze schon so, daß der Boden nicht versumpfen wird. Zum Beispiel wird die Bodenplatte ja nach vorne zum Bachlaufbecken hin geneigt sein und es wird eine Drainageschicht geben, so daß eventuell ungeplant laufendes Wasser in das Glasbecken vorne ablaufen kann.
Natürlich kann man sich vorher nie absolut sicher sein, was das betrifft. Aber versuchen würde ich es gerne. Wenn es nicht klappt, kann ich immer noch die Pumpe abbauen und beides in ein Terrarium und ein Aquarium trennen. (Darum baue ich auch nicht alles in einem, was ja auch möglich wäre.)

LG
Claudia
 
Moin.

Wenn das mit den Bachlauf nicht klappen sollte, kann man doch trotzdem ein schönes Aquaterrarium draus machen. Schau dir mal das hier an -> KLICK. Ohne Bachlauf und ohne Außenfilter und sieht super aus! Vielleicht kannst du dich ein bisschen an diesem Aufbau orientieren.
 
Ja - auch das kannte ich schon :D - ist wirklich total schön!!!
Dennoch würde ich es lieber ersteinmal getrennt versuchen. Ich muß ersteinmal gucken, wie ich mit einem Aquarium überhaupt zurechtkomme (Terrarienerfahrung habe ich schon ein bißchen - da bin ich also zuversichtlich).

Sowas wie in dem Verlinkten Beitrag ist dann vielleicht für später mal was.

Sozusagen Paludarium 2.0 :wink:
 


Hi nochmal,
ja - ich hatte eh vor, das Aquarium erst eine Weile einlaufen zu lassen, um mich damit anzufreunden, und dann ggf. den Rest dazuzuschalten.

aber im Grunde hast Du mir ja meine wichtigste Frage schon beantwortet: prinzipiell ist das so machbar.

Danke :thumleft:

Claudia
 

Diddy

Mitglied
Hallo,

wenn du Angst hat mit den Außenfilter, wäre ein richtiger HMF was für dich. Das mit der Trennscheibe würde ich lassen, dann lieber in eine Ecke den HMF -> also Matte mit Radius in Ecke geklemmt, Pumpe und Heizer dahinter und fertig. Das mit der Trennscheibe halte ich für unnötig, die Matte trennt die Fische von der Pumpe, da wird nix angesaugt.

Zum Paludarium selber kann ich nichts sagen, da müssen andere Leute ran.

Was mich wundert ist der Unterschrank: der sollte schon über die gesamte Tiefe des AQ gehen, ansonsten wird es kippelig.
Im AQ brauchst du auch keinen UV-Filter. Die UV- Filter (eigentlich - Klärer) sorgen dafür, dass alle Keime, Bakterien und Algen platt gemacht werden, das Resultat sind sog. Immunleichen, die Fische sind an das normale Keimniveau nicht gewöhnt und bekommen bei einer höheren Keimbelastung ziemlich schnell Probleme.

Bei den Pflanzen in AQ solltest du dir Arten aussuchen, die nicht viel Licht brauchen. Da fallen mir spontan Anubias und Javafarn ein.

Ansonsten: tolles Projekt. :thumleft:
 
Moin Diddy,

vielen Dank für Deine Antwort. Tja - ich bin eine von der Sorte "warum einfach wenn's auch kompliziert geht" (ihr hättet mal den ersten Aquarienentwurf mit drei Kammern sehen sollen - da blick ich schon selber kaum noch durch) :lol:

Mit dem HMF-Filter: Ich hatte das so verstanden, daß die Filterfläche so groß wie möglich sein sollte. Daher hatte ich diese extra Kammer angedacht, in die ich dann halt quer die Filtermatte reinstellen wollte.
Aber Du hast recht: hinten links in der Ecke ein gebogener ist natürlich viiiel einfacher :autsch:
Dann müßte ich also irgendwie dafür sorgen, daß hinter der Filtermatte vor allem Wasser im unteren Bereich angesaugt wird - oder?

Zu dem UVC-Klärer: das Wasser, das von oben aus dem Palu kommt ist ja auch wieder verunreinigt (durch Kot und eventuell Futterreste der Tiere, die dort leben). Da hatte ich die Befürchtung, daß das für das Aquarium ein bißchen zuviel wird und wollte ein wenig "sauberes" Wasser aus der Filterkammer direkt ins AQ pumpen. Wenn Du meinst, das ist trotz der erhöhten Belastung von oben nicht nötig ist das natürlich prima - wieder ein Gerät gespart :D

Mit dem Unterschrank: Da bin ich inzwischen auch schon soweit, daß er fast bis ganz vorne geht, also das Aquarium praktisch komplett darüber steht. Sowieso ist inzwischen der Unterschrankin der aktuellen Planung noch ein gutes Stück niedriger geworden, da ich Paludarium und und Aquarium immer mehr vergrößert habe :D
Wenn ich endlich die gesammte Planung abgeschlossen habe und bevor ich wirklich anfange zu bauen, kann ich ja noch mal Bilder einstellen. (Kann sich nur noch um Jahre handeln :roll: ).

Vorläufig versuche ich gerade herauszufinden, wie schwer das Ganze werden darf, ohne daß ich Probleme mit meiner Wohnung bekomme. Derzeit bin ich schon bei etwas über 200 Kg Gewicht (ohne Tiere :D ) angekommen.
Natürlich würde ich den Aquarienteil gerne so groß wie möglich machen, aber ich trau' mich nicht so recht...
Ich wohne im Erdgeschoss, das Haus ist nicht sehr alt (aus den 70ern), daher denke ich eigentlich, daß ich ziemlich hohe Gewichte hinstellen kann. Aber so ganz blicke ich durch dieses ganze Statiker-Kauderwelsch noch nicht durch...

Kann mir da noch jemand einen Tipp geben? (Ich weiß: das Thema gab's hier schon öfter. Hab' auch schon einiges dazu durchgeackert, aber irgendwie habe ich das Gefühl immer weniger zu kapieren, je mehr ich dazu lese - ich steh' inzwischen irgendwie voll auf'm Schlauch.)

Einen schönen Tach Euch allen 8) ,
Claudia
 

Diddy

Mitglied
gekkie schrieb:
Mit dem HMF-Filter: Ich hatte das so verstanden, daß die Filterfläche so groß wie möglich sein sollte. Daher hatte ich diese extra Kammer angedacht, in die ich dann halt quer die Filtermatte reinstellen wollte.
Aber Du hast recht: hinten links in der Ecke ein gebogener ist natürlich viiiel einfacher :autsch:
Dann müßte ich also irgendwie dafür sorgen, daß hinter der Filtermatte vor allem Wasser im unteren Bereich angesaugt wird - oder?
Zum HMF (das heißt Hamburger Mattenfilter): die Filterfläche sollte der Pumpenleistung angepasst sein und die wiederrum dem AQ. Man sagt dass 1-2 mal Stunde der Beckeninhalt umgewälzt werden soll, bei dir wäre also eine Pumpe mit 300 l/h sinnvoll, mehr eigentlich nicht. Die Matte wird so dimensioniert, dass die Anströmgeschwindigkeit bei 5-10 cm/min liegt, also ein Fläche zwischen 500 und 1000 cm² hat. Eine ausführliche Anleitung und Berechnungswerkzeuge dazu gibts auf deters-ing.
Wo das Wasser hinter der Matte angesaugt wird ist vollkommen egal. Es stellt sich ein Druckunterschied zwischen AQ und Raum hinter der Matte ein. Der Druckunterschied sorgt dafür, dass die Matte gleichmäßig angeströmt wird.

Zu dem UVC-Klärer: das Wasser, das von oben aus dem Palu kommt ist ja auch wieder verunreinigt (durch Kot und eventuell Futterreste der Tiere, die dort leben). Da hatte ich die Befürchtung, daß das für das Aquarium ein bißchen zuviel wird und wollte ein wenig "sauberes" Wasser aus der Filterkammer direkt ins AQ pumpen. Wenn Du meinst, das ist trotz der erhöhten Belastung von oben nicht nötig ist das natürlich prima - wieder ein Gerät gespart :D
Die Reinigung macht der Filter. Ein UV-C Klärer tötet alles ab, was durch ihn durch fließt, da werden aber keine Nährstoffe abgebaut, das passiert im Filter (und in geringen Maße auf Oberflächen). Im Paludarium ist im Prinip der gesamte Bereich der vom Wasser umströmt wird auch ein Filter.

Vorläufig versuche ich gerade herauszufinden, wie schwer das Ganze werden darf, ohne daß ich Probleme mit meiner Wohnung bekomme. Derzeit bin ich schon bei etwas über 200 Kg Gewicht (ohne Tiere :D ) angekommen.
Natürlich würde ich den Aquarienteil gerne so groß wie möglich machen, aber ich trau' mich nicht so recht...
Ich wohne im Erdgeschoss, das Haus ist nicht sehr alt (aus den 70ern), daher denke ich eigentlich, daß ich ziemlich hohe Gewichte hinstellen kann. Aber so ganz blicke ich durch dieses ganze Statiker-Kauderwelsch noch nicht durch...
Da sollte man, wenn man auf Nummer Sicher gehen will einen Statiker fragen, der schaut sich das an und kann genau sagen, ob es hällt.
 
Alles klar - Danke :thumleft:

Dann werd' ich mich nochmal weiter in den HMF einlesen. :study:

Werde mich vermutlich nochmal mit ein, zwei dummen Fragen melden :p

Bis denne,
Claudia
 
Hi Felix,

soweit bin ich noch gar nicht.
Jetzt muß ich ersteinmal die Planung abschließen (auch die Statikfragen klären). Danach weiß ich ja erst sicher, wie groß das Becken wirklich wird.
Bauen dauert sicher auch ein Weilchen.
Dann werden ersteinmal nur Pflanzen einziehen und wenn das soweit alles gut gegangen ist, werde ich mich um einen lebendigen Besatz kümmern.
Kann sich also nur noch um Jahre handeln, bis ich hier mit meinen Besatzfragen aufschlage :wink:

VG
Claudia
 
Moin.

Hmm.... ich würde es andersrum machen. Erst Fische aussuchen, die mir gefallen, und danach das Becken planen. Macht meiner Meinung nach mehr Sinn.
 
Das kann ich nachvollziehen. Aber ich gehe da halt ganz anders ran.
Ich denke mal, bei den angedachten Beckengrößen (irgendwas zwischen 80*40*35 und 90*50*35) habe ich später genügend Auswahl.

Ich bin da nicht so wählerisch - finde eigentlich praktisch alles Unterwassergetier interessant.
(Womöglich hilft es mir sogar, daß ich durch die späteren Beckenmaße ein wenig eingeschränkt bin. Sonst hätte ich vermutlich arge Entscheidungsprobleme!!!)

Vielleicht kommen am Ende sogar nur ein paar Garnelen rein, wer weiß? Wie gesagt: damit setze ich mich dann später auseinander... Ersteinmal schauen, welche Größe überhaupt machbar ist.
 
Moinsen miteinander,

sooo - der Bauplan ist dann jetzt soweit fertig:



Auf der ersten Seite sieht man das Ganze einmal in der Frontansicht und einmal von der rechten Seite.
Das Aquarium ist nach vorne ausziehbar (auf Möbelrollen), Der Unterschrank ist von der Seite zugänglich (Drahtkörbe o.ä. zum Ausziehen).
Der Wasserkreislauf ist nach wie vor so geplant, wie im ersten Beitrag angegeben (hinterm HMF aus dem Aquarium hoch - dann über Kaskade und Bachlaufbecken wieder zurück ins AQ.)
Die kleine schwarze Struktur im Bachlaufbecken (in der Seitenansicht zu sehen) ist ein Schwimmklappschalter, der bei zu hohem Wasserstand hier die Wasserfall-Pumpe abstellt, damit bei einer eventuellen Verstopfung des Abflusses nichts überlaufen kann.

Die zweite Seite zeigt eine Explosionsskizze des Aquarienauszugs - für Euch wahrscheinlich weniger interessant (und ohne Erläuterung auch eventuell nicht verständlich), aber dort sieht man auch etwas genauer die Planung zu den Glasteilen (Bachlaufbecken und Aquarium).
Allerdings konnte ich in dieser Skizze nicht jedes Detail (wie den genauen Abfluß-Plan zwischen Bachlaufbecken und Aquarium) unterbringen. Dann wäre es doch zu unübersichtlich für mich geworden.

Ersteinmal werde ich nur den ganzen Holzaufbau machen (es sei denn, es schreit hier noch jemand "Halt- so wird das nie was!" :stopp: :cry: ). Dann wird erst das Glas bestellt. Um diese Planung noch zu überdenken habe ich also noch jede Menge Zeit. Das Holz würde ich allerdings bald bestellen wollen, damit es nach Monaten der Planung endlich auch mit dem Bauen losgehen kann...

Zum Aquarium habe ich jetzt noch eine Frage:

Wenn ich also ein Becken von 90x45x34 baue, wie dick muß das Glas sein (ich habe hier in einem meiner Bücher zwar Angaben gefunden, aber mit nur etwa 32cm Wassersäule scheint mein Plan für ein so langes Becken doch eher unüblich zu sein - dafür standen da keine Maße drin.)

Vorläufig plane ich 10mm Bodenplatte, 8mm rundum. Ist das realistisch? Übertrieben/zuwenig? (Habe ein leicht gestörtes Verhältnis zu Glas :wink: und panische Angst vor Rissen... :lol: )

Außerdem konnte ich nirgends Angaben zu den Stegen zur Verstärkung der Seitenscheiben finden: wie breit und wie stark sollten diese mindestens sein, um eine Wirkung zu haben?

Grüße,
Claudia
 

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Hallo liebe Forenmitglieder,

ich krame hier meinen alten Thread mal wieder raus. Finde es persönlich immer ganz nett, solche Entstehungsgeschichten zu lesen. Daher möchte ich eigentlich gerne weiterhin Fragen, die zu dem Becken auftreten hier im Thread behandeln.

Hier mal eine kurze Schilderung, wie weit das Vorhaben jetzt gediehen ist:

-Der Korpus steht, muss aber auch von außen noch fertig "dekoriert" werden.
-Die beiden Becken sind soweit fertig geklebt. (Ich hatte mich dann nach langem Forschen und fragen in verschiedenen Foren für 8mm Bodenplatte und 6mm Seitenwände bei beiden Becken entschieden.)
-Momentan bin ich "basteltechnisch" mit der Inneneinrichtung des Landteils beschäftigt: es sind bereits jede Menge Glasfasergewebe und Kunstharz zu Wasserfallrückwand, Bodenteil mit "Bachlauf" und zwei Seitenteilen geformt worden. Sie müssen nun noch zusammen- und eingebaut werden und bekommen dann noch einen "Anstrich" mit Fliesenkleber und Lehm.

An "Zutaten" für den Wasserkreislauf habe ich nun schon eine Pumpe hier (NJ 1700), passender Schlauch kommt hoffentlich morgen an - war garnicht so einfach so einen dicken zu finden :roll: , außerdem liegt auch schon die Filtermatte für den HMF parat und wartet auf Verbauung.

Und hier ein einigermaßen aktuelles Bild:



Nun aber mal zum eigentlichen Grund dieses Beitrags:

So langsam bin ich dann schon auch dabei, über Einrichtung der Becken (vorläufig vor allem des unteren AQs) und möglichen Besatz nachzudenken.

Dazu hätte ich zwei Fragen:

1. Wie lange dauert es wohl ungefähr, bis aufgebundene Moose und andere Pflanzen sich selbst "festhalten"?
Ich würde zum Aufbinden gerne organisches Material verwenden, das sich mit der Zeit zersetzt und würde je nach Anwachszeit entscheiden, was ich genau nehme... Kann man das einigermaßen pauschal sagen?

2. Hat jemand hier Erfahrungen mit Barbus jae?
Die kleinen Fischchen würden in die engere Auswahl kommen, wenn ich in das (Brutto) ca. 130l fassende untere Becken mal was Lebendes reinsetze.
In meinen Fischbüchern stehen sie aber leider nicht drin. Ich habe zwar ein paar Angaben zur Haltung im Netz gefunden, würde aber gerne noch jemanden mit eigener Erfahrung "löchern". Schließlich bin ich ja absolute Anfängerin auf dem Gebiet und möchte den Tierchen auch ein angemessenes zu Hause bieten.

Passende Wasserwerte könnte ich bestimmt hinbekommen - bis auf die Temperatur: Ich konnte nirgends etwas dazu finden, ob sie im Sommer auch höhere Temperaturen vertragen. Ich bin ziemlich sicher, dass die bei mir in der heißen Zeit auf über 25°C steigen werden.
Außerdem möchte ich auf jeden Fall Amano-Garnelen und eventuell noch eine Zwerggarnelenart einsetzen. Würden die Fische sich mit denen vertragen? Von der Einrichtung her müsste das doch zusammen gehen? (In den Randzonen verkrautetes, mit Wurzeln und Steinen strukturiertes, nicht sehr helles Becken mit Sandboden.)

So, das war es für's erste mal wieder - bei mir werden es leider immer Romane - sorry :oops:

Über Antworten würde ich mich freuen.
LG
Claudia
 

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Und nun der Besatz...was nehme ich nur?

Hallo liebe Leute,

ich probiere es heute nocheinmal hier mit meinen Besatzfragen in der Hoffnung auf Eure kompetente Hilfe. :)

Da ich ja zu Barbus jae nicht allzuviel herausfinden konnte und genau die gleichen Probleme bei Barbus hulstaerti hätte (die mich auch noch interessiert hätten), bin ich mittlerweile schweren Herzens von diesen Arten abgekommen. :cry:
Würde mich aber nach wie vor über Meinungen/Erfahrungen/Infos zu Ihnen freuen

Momentan liebäugle ich dann aber mit folgendem Besatz für das "große" Becken (ca. 90x46x34):

Untere Beckenregion: 1.1 Nanochromis parilus
Mittlere/obere Beckenregion: >10 Leuchtaugenfische (hier bin ich taxonomisch verunsichert: in meinem Buch heißen sie Poropanchax normani, sie scheinen aber auch unter dem Gattungsnamen Aplocheilichtys zu laufen (?)und auch die Trivialnamen haben Synonyme... :( )

könnte ich zu dieser Kombi noch 1.1 Microctenopoma ansorgii dazusetzen? Oder kommen die sich dann mit den Leuchtaugen in die Quere? Oder wird es dann bei der geringen Beckenhöhe vielleicht auch schon zu voll/wuselig (ist ja mein erstes AQ - ich kann das absolut nich einschätzen!!

Meinen teilweise etwas widersprüchlichen Informationen zufolge müßten diese Fische alle mehr oder weniger aus der Region des Kongobeckens kommen und von den Ansprüchen an Wasser und Einrichtung kompatibel sein - ist das richtig?

Als Ausweichvariante hätte ich noch die Westafrikaversion:
Unten: 1.1 Pelvicachromis taeniatus
Oben: eine kleine Gruppe Pseudepiplatys annulatus(1.3 müßte gehen oder?) (auch da gibt es wohl einige Synonyme - u.a. Epiplatys a. - ich meine die, die Andrea (Henny) mit ihren Schnecken mitgekauft hat)

Bei beiden Varianten überlege ich, noch Garnelen mit einzusetzen (obwohl mir das natürlich das Afrika - Konzept kaputtmachen würde...hmmm...)
Aber abgesehen davon: spräche da etwas dagegen?

Welche der Varianten haltet ihr für Anfänger-geeigneter (oder sollte ich lieber nochmal komplett umdenken?)

Wie ist das vom Verhalten her - hat jemand hier Erfahrungen mit einer oder mehreren der genannten Arten?

LG
Claudia

P.S.: Weiß niemand zu meiner Frage im vorigen Post bezüglich der Anwachszeit aufgebundener Pflanzen Antwort? Oder habe ich die Frage zu allgemein gestellt?
 


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