Passen Sumatrabarben in mein Becken?

Hallo,

ich mal wieder ne Frage:

Ich hab in meinem 300l Becken jetzt 3 gelbe Antennenwelse, 5 Panda-Panzerwelse und 30 grüne Neons. Geplant sind auf jeden Fall noch 2 siamesische Rüsselbarben und ein Pärchen Purpurprachtbarsche.
Würden dazu auch noch 10 Sumatrabarben passen? Ich hab Sorge, dass sie sich bei der Reviereinteilung mit den Purpurprachtbarschen in die Haare (oder in die Schuppen?) kriegen könnten.
Die Sumatrabarben würden dann am Mittwoch einziehen, die Rüsselbarben und die Barsche erst später, da mein Fischladen momentan keine hat.

Eine andere Frage habe ich noch. Macht es irgendeinen Unterschied, ob ich einmal im Monat 100l Wasser wechsel oder alle zwei Wochen 50l?

Danke und liebe Grüße
Manuela
 


Hallo Manuela,

die Sumatrabarben sind nicht revierbildend, sondern schwirren im ganzen Becken umher. Nach meinem Kenntnisstand sind sie schwierig nur für sehr ruhige Fische, da recht hektisch, und für langflossige Fische, da sie gerne Flossen anknabbern.

Wasserwechsel ist nichts als ein Verdünnen des alten Wassers mit neuem: bei einem einmaligen Wechsel tauschst du eine etwas größere Menge aus, da du bei mehrfachen kleinen Wechseln das "verdünnte" Wasser tauschst. Praktisch halte ich das aber offen gestanden für völlig irrelevant.

Gruß

Mokantin
 
Hallo,

Danke für deine Antwort.

Ich hatte im Zierfischverzeichnis gelesen, dass Sumatrabarben revierbildend seien.
Dort steht: "Außerdem haben sie einen ausgeprägten Spieltrieb und die Männchen bilden Reviere, die nicht unbedingt klein sind."

Nach deiner Erfahrung dürfte es aber keine Probleme mit den Purpurprachtbarschen geben?

Was ich über die Sumatrabarben gelesen habe, klingt wirklich spannend und ich würde sie sehr gerne in meinem Becken halten.

Liebe Grüße
Manuela
 
Hi Manuela,

habe keine Buntbarsche... nur Sumatrabarben und div. andere Arten... sofern das ZFV recht hat, kann sich die Revierbildung wohl nur auf die eigene Art beziehen. Das ist mir dann aber noch nie aufgefallen und bei Schwarmfischen auch recht schwer vorstellbar? Wie soll denn ein Schwarm mit Revieren funktionieren? :shock:

Ach so: hatte zuerst nur 9 Stück, die haben sich ziemlich gejagt. Seit ich den Besatz verdoppelte, ists viel ruhiger im Becken. Also ruhig viele kaufen.

Gruß

Mokantin
 

Pagan

Mitglied
Also ich halte die Sumatrabarben für riskant. Ich habe nicht mal halb so viele Fische wie du in einem 200L Becken und selbst das ist schon schwer sauber zu halten. Ich spreche jetzt von Überbesatz, nicht davon ob die Barben zu deinem Besatz passen würden. Das könnten sie durchaus, da du keine langflossigen, langsamen Fische im Becken hast. Die Tierchen sind sehr "verspielt" und zupfen gerne an den Flossen von anderen Fischen, zumindest hört man das sehr oft. Das atet für die betroffenen Fische meist in Stress aus und somit sind sie dann anfälliger für Krankheiten, die durchaus in den meisten Fällen ansteckend sind (Pünktchen zum Beispiel).

Ich rate ab. Das wird ne "Fischsuppe" wenn du noch (sollte man zumindest) 7-8 Sumatrabarben dazusetzt...
 
Also mein Schwarm Sumatrabarben ist nur untereinander revierbildend.
D. h. es sind immer 2 oder 3 die meinen sie müssen den Chef spielen und jagen einige Artgenossen (meist aber immer nur die gleichen) durchs Becken.
Andere und vorallem Kleinere Fische z.B. Neos interssieren sie gar nicht.
Auch bei der Fütterung kommen z.B. meine Keilfleckbarben ohne Stress ans Futter.
 


Ebs

Mitglied
Hallo,

kann Hanny nur zustimmen.
Setz deine Sumatrabarben rein, sie kommen sich auch nicht mit den Pupurprachtbarschen ins Gehege, da diese sich auch meist im Bodenbereich aufhalten.

Ich selbst hatte diese Zusammensetzung auch schon und nie Probleme.

Oft hat man gar keine eigenen Erfahrungen, sondern hat mal was gehört von der "Rüpelhaftigkeit" der Sumatras, und gibt das ungeprüft nur weiter.
In einem gut bepflanzten und gut gepflegten Becken sind keine Probleme zu erwarten.
Dass es mal einen stänkerischen Fisch geben kann (auch Fische haben Charaktereigenschaften) ,der alles diurcheinanderwirbeln kann, hat man auch bei anderen Fscharten und liegt dann nicht an der Art.

Gruß Ebs
 
aCiD schrieb:
Also ich halte die Sumatrabarben für riskant. Ich habe nicht mal halb so viele Fische wie du in einem 200L Becken und selbst das ist schon schwer sauber zu halten

Guten Morgen,

hm, scheint ein Missverständnis zu sein. Ich hab kein 200l sondern ein 300l Becken.

Auf jeden Fall vielen Dank für eure Antworten. Dann können morgen ja 10 Sumatrabarben einziehen.

Liebe Grüße
Manuela
 
hallo,

ich halte auch sumatrabarben in einem 300l becken.
aus meiner erfahrung muss ich sagen, dass 10 stück ziemlich knapp sind.
die besten erfahrungen habe ich in einer gruppe ab 15 tieren gemacht.
bei mir war es so, dass sie die ersten 2 tage recht ruhig zueinander waren und das becken erkundet haben. danach wurden die rangkämpfe ausgefochten. von den 21 stück die ich kaufte überlebten 15. diese sind nun über 1,5 jahre ein gang und kommen "gut" miteinder zurecht..!

mit den szebraschmerlen und den streifenhechtlingen kommen sie auch sehr gut klar..!
 

JoKo

Mitglied
Hi,

Mokantin schrieb:
.... kann sich die Revierbildung wohl nur auf die eigene Art beziehen. Das ist mir dann aber noch nie aufgefallen und bei Schwarmfischen auch recht schwer vorstellbar? Wie soll denn ein Schwarm mit Revieren funktionieren? :shock:

Sumatrabarben sind keine Schwarmfische wie Heringe. Die Barben leben in grösseren Gruppen locker zusammen. Die "Reviere" der Männchen wechseln, sind nicht dauerhaft. Ein Männchen hat auch nciht immer ein Revier besetzt.
Die Reviere werden gegen andere Männchen verteidigt und Weibchen werden durch Imponiergehabe ermutigt doch endlich....wenn Dir das noch nie bei Deinen aufgefallen ist, hast Du sie noch nie wirklich aufmerksam beobachtet.

Zum Thema Schwarmfisch empfehle ich:
http://www.scalare-online.de/aquaristik ... fisch.html

Und zum Thema Verhalten von Barben: "Barben und Bärblinge" von Helmut Stallknecht, erschienen im Tetra-Verlag .... genauso wie sein Werk "Man nennt sie Salmler" sehr lesenswert.
 
Hallo Jochen,

hab mich heute morgen eine Viertelstunde vor's Becken gesetzt und beobachtet... davon abgesehen dass die Barben so wuselig sind, dass ich die nicht mal sicher zählen kann, schwimmt bei mir regelmäßig eine größere Gruppe relativ gemeinsam, und einige Tiere sondern sich ab und gehen einzeln auf Futtersuche. Die große Gruppe hält sich aber überall im AQ auf, nicht innerhalb eines bestimmten Revieres. Auch konnte ich nicht feststellen, dass einzelne, bestimmte Tiere nicht zu der Gruppe gehören, vielmehr wechselt das wie in einem Bahnhof... Hierarchiekämpfe habe ich schon zu anderer Zeit verschiedentlich beobachtet, ich könnte aber nicht sagen, welches ein dominantes Männchen wäre...

Wenn die Tiere unter Stress gesetzt werden (neulich hatte ich einen Nitritanstieg wg. einer unbemerkt verstorbenen großen Schnecke), sammeln sie sich im Schwarm. Ansonsten bilden sie, wie du sagst, eine lose Gruppe, aber mit mehr Sozialleben als z.B. meine Keilfleckbärblinge.

Gruß

Mokantin
 


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