Panzerwelse sind unruhig

Henny

Mitglied
Hi,

Frank, Du hattest ja um qualifizierte Antworten gebeten. Mein folgender Text ist nicht qualifiziert, weil meine Aussage nicht evaluiert ist und auch nicht auf eine solche Quelle zurückgreift. Ich beziehe mich nur auf meine Beobachtungen und Eindrücke von meinen wenigen Fischen.

Ich sehe keinen großen Unterschied zwischen drei, vier oder sechs Tieren.

Anne, Du hattest geschrieben, dass Dir zwei von sechs Tieren wegen mangelnder Fütterung verstorben sind. Also waren die Corys eventuell alle vorher schwach und inaktiv. Dann hast Du zwei Tiere dazugekauft und besser gefüttert. Vielleicht liegt das aktivere Verhalten einfach an der besseren Fütterung. Oder das M/W-Verhältnis hat sich durch den Zukauf verändert, wer weiß...Oder Du hast denen ein Buch vorgehalten, wo 'mindestens fünf Tiere' steht. :wink:

Diese immer wieder angebene absolute Zahl von fünf Tieren halte ich für Quatsch. Fünf Tiere sind eine Minigruppe und ob das dann drei oder fünf Tiere sind, verändert meiner Meinung nach gar nichts (außer ggf. ein M/W-Verhältnis, das man aber auch schon mit drei Tieren herstellen kann).
Wenn man wirklich über Gruppen spricht, dann fangen die für mich ab ca. 15 Tieren (auch keine absolute Zahl), je nach AQ-Größe, überhaupt erst an, wenn nicht sogar deutlich drüber.

Ich denke, dass Corys keine Einzeltiere sind, weil sie sich ab und zu wirklich mit Artgenossen zusammenfinden, je nach Art mehr oder weniger.
Und um Leuten klarzumachen, dass man diese Tiere besser in Gruppen hält, kommt diese Zahl 'fünf'. Irgendeine Zahl muss ja angegeben werden und die 'fünf' hat sich für Corys in der Literatur einfach so eingebürgert. Genauso wie bei Salmlern oft die '10' steht.
Die verschiedenen Cory-Arten mit ihrem unterschiedlichen Verhalten sind dabei ja auch null berücksichtigt.
So sehe ich das ganz unqualifiziert.

Viele Grüße von Andrea
 


Hallo,

also.. da könnten Wir ewig drüber diskutieren, wieviele Tiere den nun als Gruppe anzusehen sind. Ich habe 7 C.sterbai und Ich finde es ist eine schöne Gruppe.. die (mittlerweile) heute Sandboden bekommen :dance: Naja, egal.. ich finde eine "Gruppe" kann man ab, 7 aufwärts sagen.. 7 ist eine gute Zahl um eine Art Hirarchie in der Gruppe zu bilden. Je mehr Tiere desto besser, aber Ich Plädiere auf 7 Tiere..

Alex
 
Hi,

der Diskus steht hinter dem Cory, leider nicht auf der selben höhe.

Wenn ich mal wieder eines der Weibchen zu fassen bekomme messe ich gerne mit Bild aber du verstehst sicher das ich mich da nun nicht extra hinter klemme.

LG Dani
 
Guten Morgen,

in der Nacht sind alle 12 Neons gestorben.
Der Nitritgehalt war bei 2g.
Habe jetzt zwei mal das Wasser hintereinander gewechselt, weil nach dem ersten Wechsel noch 0,5g Nitrit enthalten war.
Ob der Nitritgehalt von den toten Fischen gestiegen ist?
Meint Ihr die Probleme sind nicht auf den dunkelwerdenden Sand zurück zu führen?
 


pumukl schrieb:
Meint Ihr die Probleme sind nicht auf den dunkelwerdenden Sand zurück zu führen?
nein. Dein Becken kann die Fische nicht verkraften. Die Tiere sitzen also in Gülle. Das Becken ist nicht "eingefahren" und du wechselst zu wenig Wasser. Um das ganze mit einem blauen Auge über die Bühne zu bringen, musst du jetzt für einigen Wochen sehr viel und häufig Wasser wechseln. Spätestens jeden zweiten 50% wäre sinnvoll.
 
Hi!



FKS schrieb:
Syrena schrieb:
Hey, jaa ich beobachte an eigenem Aquarium ich hatte mir 6 gekauft. 2 sind wegen mangelder Fütterung gestorben.
Danach haeb ich mich sher über die Tiere informiert. Ihr verhalten hat sich verändert. se Waren imerm alleine und haben sich unter meienr Wurzel versteckt. habe sie auch nur bei der Fütterugn gesehen.
Seit dem Tot der 2 anderen Pandas habe ich viel merh gefüttert udn mir auch schnel 2 neue gekauft.
jetzt laichen sie ständig und ich ziehe zur Zeit 5 kleien Pandas auf.

2 Beobachtungen, die falsch interpretiert wurden. Es macht auch keinen Sinn, dass sich die Tiere bei 4 Individuen völlig anders verhalten als bei 6 Tiere. Und dass sie seitdem laichen hat damit auch nichts zu tun.

Frank: Ich hab die vermehrte Fütterung erst mit allen sechsen Angefangen , da ich erst hinterher drauf gekommen bin.

Andrea: Die Zahl "5" hatte ich persönlich auch so aus einem Buchgelernt.
Das Verhältnis hat sich auch geändert, da hast du recht11 ich hab 2 Männchen dazugekauft.
Übrigens danke für deien Beitrag, den fand ich aml ganz gut ;)
 
Jo Anne,
also? Wo ist der Sinn in deinem Beitrag zum Thema? Du hast bisher keinen Beweis gebracht, dass es für die Tiere relevant ist ob die Gruppe aus 4 oder 6 Tieren besteht.
 
Achso FKS (oder wie du heisst),

aber, es sollte, doch eine Gewisse Gruppendynamik entstehen, also.. "Außenseitertiere" und "Anführer" da finde Ich 7 Tiere am optimalsten, als kleinstmögliche Gruppe. Je größer, desto besser.

Alex
 
FKS schrieb:
Garkeen schrieb:
Deine Corydoras sind Schwarmfische
Zitat Mergus Atlas Band 1:
"Schwärme von einigen Dutzend Tieren sind häufig, meist sind es aber je nach Gewässergröße und Jahreszeit nur drei bis sechs Tiere, die in einem eng abgegrenzten Gebiet auf Nahrungssuche sind".
Und nu?

Hallo Frank,

ich hab mich bisher auf alle anderen Quellen verlassen in denen einen Gruppen/Schwarmhaltung von mehreren Tieren angegeben wird, was übrigens auch hier im Forum so gut wie immer propagiert wird. Hier decken sich mehr oder weniger die meisten Quellen auch wenn der Mergus den von Dir zitierten Satz bringt.

Insgesamt widersprechen sich leider auch vielfach Angaben in der Literatur, so sagt z.B. Prof. Dr. Günther Sterba, dass Panzerwelse möglichst großflächig gehalten werden sollen, also in Becken mit einem Rauminhalt von >100 L, bei niedrigen Wasserstand ca. 20 - 25 cm. Hat er deshalb recht obwohl der Mergus von Becken ab 60cm spricht? Im übrigen spricht jedoch Sterba auch von kleinen Trupps.

Den Grad der Genauigkeit/Wahrheit abzuschätzen obliegt hier wohl jedem selber, was mit Sicherheit nicht einfach ist. Also greifen hier die "Erfahrungswerte" die Beurteilung ob eine Gruppe mit 3 Tieren oder eine mit 6 nun besser geeignet ist. Ich kann hier auf keinen ausreichenden Erfahrungsschatz zurückgreifen und mich daher nur auf die Mehrheit verschiedener deckungsgleicher Quellen berufen wobei ich persönlich auch denke, dass der Unterschied zw. einer Gruppe von 4 und einer von 6 Tieren nicht gravierend ist. Doch wo willst Du denn dann die Grenze ziehen? Denn der Unterschied zw. 6 und 8 oder 10 und 12 ist auch marginal.

Mir ist Dein Standpunkt bei der ganzen Diskussion allerdings noch nicht klar Frank. Findest Du eine Haltung von 3 Corydoras angemessen oder plädierst Du zu der Haltung einer größeren Gruppe? Wie viel Tiere empfiehlst Du konkret?

lg
Sascha
 
Hallo!

Krumbiator schrieb:
aber, es sollte, doch eine Gewisse Gruppendynamik entstehen, also.. "Außenseitertiere" und "Anführer" da finde Ich 7 Tiere am optimalsten, als kleinstmögliche Gruppe. Je größer, desto besser.

Oh oh, Moment mal. Das Wörtchen "Gruppe" hat in diesem Fall erstmal mit der bloßen Anzahl der Tierchen zu tun. Ob man soziologische Betrachtungen auf Fische übertragen kann, na, da bin ich sehr skeptisch :lol: Zumindest bei Panzerwelsen. Lange lange nicht alle Gruppen im Tierreich sind auch strukturiert bzw. entwickeln eine fixe Struktur aus "Anführer" etc.- zumal mir der positive Sinn von "Außenseitertieren" auch nicht einleuchten mag.

Ich hatte damals einen deutlichen Unterschied im Verhalten bei 5 und dann 8 C. paleatus feststellen können. 5 Tiere waren bei mir ausgesprochen ruhig, lebten eher versteckt. 3 dazu und sie waren sofort mutiger, viel aktiver. Ob es an der bloßen Anzahl lag oder tatsächlich Geschlechterverhältnis oder konditioniertes mutigeres Verhalten der neuen Tiere dafür verantwortlich war, kann ich aber natürlich nicht sagen.
Bloße 3 Tiere im Becken meiner Mutter waren unruhig, zeigten stereotypes Verhalten. Im größeren Becken mit mehr Artgenossen legte sich das Verhalten schnell. Nur eine Beobachtung, ohne Wertung erstmal.

Muss mans denn so fix vorschreiben? Gibts Probleme bein wenig Tieren -> man muss etwas ändern (mehr Tiere, Beckengröße, was auch immer). Gibts keine, ists gut. Ich unterstelle Fischen jetzt mal keine besonders ausgeprägte Psyche; wenn was schief läuft merkt mans irgendwann am Verhalten, oder?

Gruß,
Denise
 
Hallo Krummbeingenerator (oder wie du heißt)
aber, es sollte, doch eine Gewisse Gruppendynamik entstehen, also.. "Außenseitertiere" und "Anführer" da finde Ich 7 Tiere am optimalsten, als kleinstmögliche Gruppe. Je größer, desto besser.
was, für, eine, "Gruppendynamik"? Wieso, 7? Und wieso denkst du, dass das, was du findest, am "optimalsten" ist?
 
Hallo Frank!

Ich kanns, wie gesagt, nur an meinen C. paleatus und an den ehemaligen Albinos meiner Mutter festmachen.
Meine C. paleatus waren zu fünft kaum zu sehen, recht schüchtern und wenig aktiv. 3 dazu- sofortige Veränderung. Heute: durchaus auch ruhig, aber ständig am gründeln, unerschrocken, immer die ersten am Futter, häufiges Paarungsschwimmen. Für mich hätten Marmorcorys, die sich über längere Zeit ohne direkten Grund verschreckt verstecken, kein normales Verhalten.
Die Corys meiner Mutter waren d :study: s Gegenteil- immer nervös an den Scheiben lang, fast durchgehend. Rein in die große Gruppe --> auch mal entspannt, normales panzerwelstypisches, verfressenes Verhalten eben.

Gruß,
Denise
 
Hi,
hälst du es für logisch, dass die 5 oder 8 Individuen für die Tiere einen Unterschied macht? Denkst du das eine der jeweils anderen Verhaltensweisen beider Gruppen für die Art nicht typisch ist?
 

Mudskipper

Mitglied
Moin,

ein paar Beispiele:

22 Corydoras "C65" in einem 80x40x40:
entspannt, aber tendenziell scheu, sehr gruppenorientiert.

22 Corydoras "C65" in dem selben Becken mit drei C.sterbai und einem C.sodalis:
entspannt, weniger Scheu, weniger grupenorientiert.

Der gleiche Besatz in einem 100x50x30
alle drei Arten sehr entspannt, überhaupt nicht scheu, mal mehr mal weniger Gruppenbildung.

sechs Corydoras "CW22" in einem 50x50x25
tendenziell scheu, zurückgezogen

die gleichen Corys in einem 50x30x25, keine Deckung vorhanden:
völlig tiefenentspannt und unscheu

drei Corydoras sterbai alleine in einem 80x40x40:
entspannt, nicht scheu, oft auch einzeln unterwegs

20-25 Corydoras "venezuelanus" in einem 50x50x25:
entspannt, nicht scheu

die gleichen Fische in einem anderen Becken mit gleichen Maßen, aber anderer deko/Beleuchtung:

scheu, zurückhaltend, wieder umgesetzt - alles wieder gut.

Zwei Corydoras venezuelanus alleine in dem50x50x25(die klassische beim rausfangen der Gruppe übersehen-Situation)Becken, wo sie scheu waren: tiefenentspannt, unerschütterlich.


Wer wagt es hier ein Muster zu erkennen :mrgreen: .

lg
 
Moin.

Hmm.... interessante Beobachtungen. Aber warum wird dann immer die Grupenhaltung empfohlen und das nicht nur in Internetforen sondern auch in der Literatur? Der Mergus ist das einzige Verzeichnis das ich kenne, wo etwas anderes zu lesen ist.
Halte selber keine Panzerwelse, frage nur aus Interesse.
 


Oben