Hallo Wolf,
würde schätzen, daß wir in der Aquaristik in >98% der Fälle Polyamid-Membranen benutzen.
Einer der größten Hersteller dieses Membrantyps schreibt folgendes:
"Membranes that have dried out after use may irreversibly lose water permeability."
Vielleicht sind meine Englisch-Kenntnisse nur zu schwach- villeicht ist es aber auch wirklich schwammig formuliert.
Meines Erachtens kann man im Einzelfall nicht so recht vorhersagen was passiert und ob die dünne Polyamidschicht durch Wässerung wieder weitestgehed in die alte räumliche Struktur zurückfindet.
Polyamid ist ein relativ schwer einschätzbarer Werkstoff, der sehr unterschiedliche Eigenschaften haben kann- je nach chemischer Beschaffenheit und Verarbeitung. Durchaus denkbar, daß es zu irreversiblen Änderungen des Kunststoffgefüges kommt, welche die Wasserdurchlässigkeit der Mikroporen beeinflussen.
Ebenso denkbar, daß zusätzlich kleinste Lufteinschlüsse welche den Wasserduchfluß verhindern der Hauptfaktor sind für eine mangehafte Wiederbenetzung und Quellung der Membrane (was aber eigentlich langfristig reversibel sein sollte).
Wie dem auch sei- es gibt ernst zu nehmende Hinweise darauf, daß auch "moderne" Membranen nicht austrocknen sollen.
In meiner neuesten UOA welche ich seit 4,5 Jahren betreibe liegen die Membrangehäuse waagerecht mit den Anschlußfittings nach oben.
Oft liest man man müsse Umkehrosmoseanlagen unbedingt in vertikaler Ausrichtung betreiben. Die "liegende" Position hat zumindest einen ganz dicken Vorteil (und nur akamische Nachteile)... :wink:
Gruß,
Dirk