Leitwert

Hallo

ich bilde mir ein, schon eine ganze Menge über AQ-Chemie zu wissen.
Aber da taucht hin und wieder bei einigen Experten der Begriff Leitwert auf.
Im Prinzip weiss ich was das ist, aber welche Schlüsse kann man daraus ableiten, und welche anderen Messungen werden dadurch überflüssig.
Vielleicht hat auch jemand einen Link. Würde mich gerne mal in das Thema einlesen.

Gruß Herbert
 


Hallo,
Wunderflunder schrieb:
Hallo
ich bilde mir ein, schon eine ganze Menge über AQ-Chemie zu wissen.
Aber da taucht hin und wieder bei einigen Experten der Begriff Leitwert auf.
Im Prinzip weiss ich was das ist, aber welche Schlüsse kann man daraus ableiten, und welche anderen Messungen werden dadurch überflüssig.
Vielleicht hat auch jemand einen Link. Würde mich gerne mal in das Thema einlesen.
Gruß Herbert
die Leitfähigkeit ist ein Summenparameter für den Gehalt an Ionen im Wasser.
Je höher der Leitwert, desto höher der Gehalt an Ionen.
Es werden keine anderen Messungen dadurch überflüssig.

Gruß Knut
 
Danke Frank

Da hätte ich auch selber drauf konnen müssen.

@ Knut
wenn ich den Artikel von Olaf richtig verstanden habe, kann man sehrwohl auf die ein oder andere Messung mal verzichten, und sich über den Leitwert schnell einen Überblick über die Wasserqualität machen.
Man könnte z.B. einen NO3 anstieg am Leitwert erkennen.
Ich kann mich erinnern, irgend wann, irgend wo mal in einem Beitrag von dir gelesen zu haben, dass du fast ausschließlich Leitwertmessung machst.

Gruß Herbert
 
Hallo,

ja, ich messe ebenfalls den leitwert meines Wassers. Da ich die Vorgänge und Abläufe in meinem Aquarium kenne, kann ich aus der Änderung der Leitfähigkeit gewisse Rückschlüsse ziehen.
Ich denke so hat es auch Olaf gemeint. Es gibt Aquarien, in denen ist der Nitratwert relativ konstant, da kann man aus der Änderung des Leitwertes nicht auf den NO3 Wert schliessen.
Wie gesagt, die Leitfähigkeit ist ein Summenparameter, Rückschlüsse auf einzelne Werte/Ionen sind nur sehr bedingt möglich.
 
Hallo Knut

kann man sagen, dass die Messung der Leitfähigkeit ein so genanter
Quick-Check ist und das, wenn die unverändert ist, eigentlich
alles OK sein müßte. Man müste also nur bei Abweichungen nach den Ursachen suchen.

Herbert
 
Hallo,

theoretisch: NEIN! Es kann ja der eine Stoff ansteigen, der andere sich verringern und in der Summe bleibt die Leitfähigkeit konstant.
praktisch: JA! wenn du dein Wasser gut kennst, dann kann dir die Änderung der Leitfähigkeit schon gewisse Aussagen erlauben.

zweite Aussage:
a) ein Wasser mit einer geringen Leitfähigkeit ist immer auch ein weiches Wasser
b) ein Wasser mit hoher Leitfähigkeit muss nicht gleichbedeutend mit einem harten Wasser sein, die hohe Leitfähigkeit kann auch durch Ionen verursacht sein, die nicht zu den Härtebildnern gehören.


Gruß Knut
 


Hallo,

Wunderflunder schrieb:
Man könnte z.B. einen NO3 anstieg am Leitwert erkennen.
Ich kann mich erinnern, irgend wann, irgend wo mal in einem Beitrag von dir gelesen zu haben, dass du fast ausschließlich Leitwertmessung machst.

die Nitratwert würde ich nicht aus der Leitfähigkeit ableiten wollen. Mag zwar irgendwie gehen, aber ich mache das nicht.

Ich benutze die Leitfähigkeit um zwischen hart/weich/salzarm/salzreich zu unterscheiden. In Verbindung mit demp H sagt die Leitfähigkeit nämlich sehr viel aus. Nicht genug um das Wasser voll zu erklären, wohl aber um für die Fische ein jedes Wasser herzustellen bzw. Fischwasser hinreichend gut anzusprechen.
Ich wüsste keine reale aquaristische Situation, in der ich nicht aus pH und Leitfähigkeit die geeigneten Maßnahmen ableiten könnte. Wie gesagt, es geht um reale Situationen und keine erzwungenen Sondersituationen.
 
A

Anonymous

Guest
Hallo,

Mag sein, dass der Leitwert in manchen Situationen halbwegs aussagekräftig ist - sicherlcih auch bei der Zucht - da wende ich den Leitwert schon seit etwa 25 Jahren an. In der sonstigen Aquarienpraxis ist er zuweilen auch ein Wasserwechselanzeiger, jedenfalls bei relativ stark besetzten Aquarien wo die Leitwerttendenz steigend ist und nach 2 Wochen auch den doppelten Wert haben kann / hat.
In meiner Aquarienpraxis hat sich der Leitwert in verschiedenen Fällen als durchaus trügerisch herausgestellt. Beispiel aus der Praxis: Aquarium mit relativ geringem Besatz und gutem Pflanzenwuchs und Düngung der Pflanzen mit Aquariumdünger: Der Leitwert fiel (durch Sinken der KH) aber Chlorid, Phenole und Phosphat sowie insbesondere Kalium (Dünger) stiegen gleichzeitöig und brachten eine nette Algenplage. Nur vom Leitwert und pH hätte ich das Wasser als recht gut bezeichnet - tatsächlich war es überreif zum Wasserwechsel.
Also besonders bei eher fallendem Leitwert ist die Aussage des Leitwertes alleine so eine Sache - sagt nix was sonst an "seltsamen" Stoffen im Wasser ist.
Bei der Wasserherstellung selber aus bekanntem Wasser geb ich Olaf recht - mit genug Erfahrung braucht man sonst kaum was. Im Betrieb tut sich weit mehr als Leitwert - nur dann kommt oft die Ansicht: "Die Fische zeigen schon an wenn was nicht passt" - das find ich für Tierquälerei, denn Probleme sollte man tunlichst vorher erkennen und nicht die Fische leiden lassen. Bei ALgen ist das wieder harmloser - die tun ja meist nur unseren Augen weh ;-)

mfG Anton Gabriel
 


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