Leitwert in Süßwasser

Hallo zusammen,

ich habe seit ca 3 Monaten einen Fluval G3 - eigentlich bin ich sehr zufrieden - wäre da nicht die Anzeige des Leitwertes.

Zur Vorgeschichte: ich hatte vor dem Anschluss des G3 massivste Bartalten - jetzt nicht mehr wirklich. Von vorher 100% habe ich sie mit Hifle von Zeolit und dem Tri-Ex einsatz von G3 (gegen Phosphat, Nitrat und Aktivkohle Fach) welchen ich nach je 3 Wochen wechsle auf nun mehr ca 0-5% in den Griff bekommen. Seit dem ich allerdings die neue Patrone eingesetzt habe (ca. 2 Woche her), seigt der Leitwert des Wassers im Tages-/ Wochenverlauf massiv an.

Aus der Leitung kommt mein Wasser mit einem Wert von ca 275 - 300 µS. Bleibt es nun im Aquarium so steigt dieser (dank 48 Tage Rückblick des Filters) kontinuierlich an. Jetzt gerade liegt er bei 525 µS. Der letzte TWW von 50% liegt nun 7Tage zurück. Der Wertverlauf: Tag 1: 302, Tag 1 nach 6 Stunden 336, Tag 2 385, Tag 3 429, Tag 4 489, Tag 5 492, Tag 6 502, Tag 7 (heute) 525.

Da der Filter ab 500 warnt, und dies als kritisch ausweist, bin ich momentan sehr skeptisch. Dem Besatz macht es derzeit offenbar nicht viel aus - jedoch bin ich irritiert und werde jetzt wieder einen Wasserwechsel machen.

Nach reichlichem googlen habe ich meist nur grundsätzliche Disskussionen gefunden ob man den Wert überhaupt messen sollte, ob jemand überhaupt misst, was er ist oder Beiträge die das Erhöhen des Wertes beschreiben, aber nicht wirklich zum senken/ halten.

Meine Frage daher: ist es normal das der Leitwert steigt je "älter" das Wasser wird - und wie kann ich einen kontinuierlichen Wert halten ohne jede Woche in Panik zu geraten weil der Filter "schreit" :)

Danke,
LG Boo
 


A

Anonymous

Guest
Hallo,

erstens heist das Ding "Leitfähigkeit" und nicht "Leitwert" und zweitens halte ich einen derart starken Anstieg für nicht normal. Hast Du irgendwas im Aquarium, was sich auflösen könnte? Steine, Bodengrundzusatz, ...?

Es ist zwar normal, daß der Wert steigt, schließlich führt man mit dem Fischfutter Material zu, das im Endeffekt mineralisiert wird. Aber ein so starkes Ansteigen ist schon komisch.

Viele Grüße
Robert
PS. In meinem 240er Pflanzenbecken konnte ich die Leitfähigkeits-Tendenz zwischen zwei Wasserwechseln zwischen fallend, gleichbleibend und steigend einstellen, je nachdem, wie viel ich düngte. Ich habe mich dann für "gleichbleibend" entschieden.
 
Hey Boo
Mach dir nichts draus- Leitwert und Leitfähigkeit kann man absolut gleichwertig für das gebrauchen, was du da gemessen hast.
:?

Gruß
Franzi
 
A

Anonymous

Guest
Hallo,

Cory2010 schrieb:
Mach dir nichts draus- Leitwert und Leitfähigkeit kann man absolut gleichwertig für das gebrauchen, was du da gemessen hast.
Nein, kann man nicht. Leitwert und Leitfähigkeit sind die Bezeichnung zweier unterschiedlicher Größen. Wenn man nicht mal weiß wie das heist, was man da misst, sollte man besser gar nicht messen.

Viele Grüße
Robert
 

JoKo

Mitglied
Cory2010 schrieb:
Hey Boo
Mach dir nichts draus- Leitwert und Leitfähigkeit kann man absolut gleichwertig für das gebrauchen, was du da gemessen hast.
:?

Gegeben sind ein 1m langer Kupfderdraht mit 1mm² Querschnitt.
- Welchen Leitwert hat dieser Kupferdraht und wovon hängt dieser ab?
- Was für eine Leitfähigkeit hat dieser Kupferdraht und wovon hängt diese ab?
 
Moin,

jaja, die Karbonathärte ist eigentlich Säurebindungsvermögen und der Leitwert ist gefälligst die Leitfähigkeit.

Ich kann das ja ganz gut verstehen, dass man sich daran hochziehen kann, das geht mir in meinem Job auch nicht anders
(Nein es gibt keine Unkosten und nein man kann kaum was von der Steuer absetzen, von den Einkünften schon usw...)

Nur die Welt geht da auch nicht von unter und jeder weiß was gemeint ist...also wo ist das Problem ?
 


JoKo

Mitglied
fluethke schrieb:
...und der Leitwert ist gefälligst die Leitfähigkeit.

Das sind zwei Begriffe die nichts miteinander zu tun haben ausser dass beides etwas mit elektrischem Widerstand zu tun hat. Wäre es in Deine Augen ok wenn einer nach dem "Widerstand im Süsswasser" fragen würde? Das wäre nämlich auf dieselbe Art falsch.

Leitfähigkeit mit Leitwert gleichzusetzen ist in weitestem Sinne in etwa so, wie wenn Du statt "Karbonathärte" lieber "pH-Wert" sagst...

Nur die Welt geht da auch nicht von unter und jeder weiß was gemeint ist...also wo ist das Problem ?

Stimmt schon. Es geht aber auch nicht die Welt unter wenn man korrigiert wird...wo ist das Problem?
Ich persönlich lerne gerne dazu und bin froh wenn mich dann jemand korrigiert.
 
Hi,

der Leidwert hat was mit Erkrankungen zu tun.
Die Leidfähigkeit was mit Foren. :mrgreen:
Leidwert wird in Meinungen pro m² gemassen, Leidfähigkeit in Postings per Jahr.

Beste Grüße
Martin
 
Loong schrieb:
Leitwert und Leitfähigkeit sind die Bezeichnung zweier unterschiedlicher Größen. Wenn man nicht mal weiß wie das heist, was man da misst, sollte man besser gar nicht messen.

na na... solange ich die Zahl einigermaßen passend messe und weiß in welchen Bereichen sie sein kann bzw. sollte und wie ich sie ggf. verändern kann, ist es absolut nicht von Bedeutung ob ich sie perfekt definieren kann.

oder anders... bevor ich Zeit investiere um technisch/wissenschaftliche Definitionen zu lernen, beschäftige ich mich lieber mit den Herkunftsgewässern meiner Fische oder fange Lebendfutter für sie. Da haben alle Beteiligten mehr von. technisch/wissenschaftliche Definitionen machen sich nur gut in Diskussionen in Foren. Da kann man mit sowas schön auf die Tonne hauen, gebe ich zu.
 
Hallo nochmal
okok, ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil :oops:
ABER: bisher konnte dem Armen keiner irgendwie helfen, oder? Vielleicht etwas mehr Energie dahinein, statt in die Begrifflichkeiten...

Gruß
Franzi
 
Hallo,

boo schrieb:
Meine Frage daher: ist es normal das der Leitwert steigt je "älter" das Wasser wird

ja. Das kann ein normales Verhalten sein.

- und wie kann ich einen kontinuierlichen Wert halten ohne jede Woche in Panik zu geraten weil der Filter "schreit" :)

etwas Theorie: Selbst wenn der Wert unverändert bleibt, bedeutet das nicht dass sich nichts getan hat. Man kann quasi reines Wasser auf verschiedene Arten auf einen Leitfähigkeitswert bringen. Die Zahl selbst sagt nichts darüber aus aus welchen Einzelstoffen sie entstanden ist. Genauso können sich Veränderungen im Wasser so einstellen, dass der Wert unverändert bleibt. Ob das so in der Praxis eintreten wird ist was anderes.

Das Futter als Ursache wurde schon genannt. Der Anstieg ist dafür normal zu hoch. Es kann (selten aber möglich) sein, dass Du eine sehr starke Nitrifikation hast. Der "Nachweis" dafür wäre ein deutlich fallender pH-Wert. Kennst Du dessen Bewegung?
 
Moin,

ohne genauere Beschreibung des AQ stochert man im Dunkeln.
Was geht da an Futter rein?
Wie viele Tiere welcher Art sind da drin?
Wie ist das AQ bepflanzt?
Werden Dünger verabreicht und wenn ja welche in welcher Dosierung?

Das alles fließt ja in den Summenparameter Leitfähigkeit ein.

Um der Sache auf den Grund zu gehen wären auch tägliche Messungen von KH, GH, pH, NO3 und Fe mal sinnvoll um Rückschlüsse ziehen zu können was sich da anreichert.

Beste Grüße
Martin
 
A

Anonymous

Guest
Hallo,

prima, lasst die Beliebigkeit regieren, ab morgen ist es egal, ob wir pH-Wert sagen und Gesamthärte meinen oder Nitratwert schreiben und Phosphatwert meinen. Madrid oder Mailand, Hauptsache Italien, ist ja eh alles dasselbe und jeder weiß, was gemeint ist, nicht?

Cory2010 schrieb:
ABER: bisher konnte dem Armen keiner irgendwie helfen, oder?
Ich denke schon. Abgesehen davon hat er nicht mal meine Fragen beantwortet, es scheint dem Threadstarter alles doch ziemlich egal zu sein.

Viele Grüße
Robert
 
Hallo

Loong schrieb:
prima, lasst die Beliebigkeit regieren, ab morgen ist es egal, ob wir pH-Wert sagen und Gesamthärte meinen oder Nitratwert schreiben und Phosphatwert meinen. Madrid oder Mailand, Hauptsache Italien, ist ja eh alles dasselbe und jeder weiß, was gemeint ist, nicht?

Wenn Du Recht hättest, könntest Du ja mal darstellen welche Risiken durch Verwechselung der Begriffe bestehen.
Würde man z.B. Temperatur und pH vertauschen oder Härte und Nitrat, dann mag ich Dir folgen. Also, welche Risiken ergeben sich für die Praxis bei der Verwechselung der Worte "Leitfähigkeit" und Leitwert"? - Gibt es für beide ein spezielles Pülverchen zur Korrektur, werden beide bei den Angaben zu den Wasserwerten in den Habitaten angegeben und könnten vertauscht werden?
 
A

Anonymous

Guest
Das ist nicht der Punkt. Der Punkt (für mich) ist, daß mit so einer dir-egal-mir-egal-sche*ß-egal-Einstellung der Beliebigkeit Tür und Tor geöffnet wird.

Und dem trete ich entgegen. Wenn jemand nicht mal richtig benennen kann, was er da misst, dann kann er das Messen auch bleiben lassen.

In diesem Sinne,
Robert
 


Oben