Hilfe bei richtiger Auswahl für Südamerika-Becken

Xango

Mitglied
Moin allerseits!

Ich habe mich gegen Ende letzten Jahres von meinem Sohn zu einem Aquarium überreden lassen und beschäftige mich nun schon seit geraumer Zeit sehr intensiv mit dem Thema - Papa hat definitiv auch eine Menge Spaß daran! :cool:

Seit dem 25.12. (ratet mal was der Anlass war) steht unser 123L Fluval Flex mit recht dichter Bepflanzung, auch bei den Wurzeln wurde nicht gespart und Verstecke gibt es in rauhen Mengen. Da wir uns für Soil als Bodengrund entschieden haben, standen Wasserwechsel fast täglich auf dem Programm und es scheint sich gelohnt zu haben. Etwas eigenartig finde ich, dass nach wie vor kein Nitrit-Peak erreicht wurde, obwohl wir von Anfang an Schnecken dabei hatten, weil sich ein paar Exemplare mit den Pflanzen reingeschmuggelt haben. Uns wurde gesagt, dass wir wohl einfach Glück hatten - durch die häufigen Wasserwechsel dem aus dem Weg gehen konnten. Vor etwa 1 1/2 Wochen gab es vom lokalen Fachhändler dann grünes Licht für die ersten Fische und wir bekamen die ersten 4 Orangeflossen-Panzerwelse. Inzwischen sind es 8, wobei es eigentlich 9 waren. Aus mir und auch dem Händler unerklärlichen Gründen ist einer leider gleich am Tag nach dem Umzug gestorben. Werte alle super, wie gesagt kein Nitrit. Eisen ist auffällig gering, aber wir helfen nun mit entsprechendem Dünger nach. Der Sauerstoff-Gehalt war sehr niedrig, was den Panzerwelsen aber eigentlich keine Probleme bereiten sollte. Inzwischen haben wir eine Luftpumpe und auch dieses Problem ist gelöst.

Weil die Algen inzwischen ganz schön zuschlagen, wurden uns Amano-Garnelen empfohlen und wir haben 10 Stück vor ein paar Tagen eingesetzt. Alle unbeschadet dabei und sie scheinen an ihrem neuen Zuhause Gefallen zu finden. Ein wenig scheu sind sie, aber das ist bei denen wohl normal. Auf jeden Fall sehr interessante Tiere, mit denen wir zwar nicht geplant haben, die uns aber nun viel Freude bereiten.

Was wir im Übereifer aber nicht beachtet haben, ist die daraus resultierende Einschränkung beim weiteren Besatz.
Ursprünglich hatten wir mal Schmetterlings-Zwergbuntbarsche und Kupfersalmler als Ergänzung zu den Panzerwelsen vorgesehen. Beides wurde uns inzwischen ausgeredet - die Einwände machen für mich durchaus Sinn. Der Händler legt uns den Kakadu-Zwergbuntbarsch nahe, weist aber darauf hin, dass die Amano-Garnelen zwar nicht unbedingt gefressen, aber durchaus getötet werden könnten. Dazu liest man im Netz auch anderes, aber mir fehlt da ohnehin die Erfahrung und ich kann nur hoffen. Was haltet ihr stattdessen vom Borellii? Der soll ja sehr friedlich sein. Und wie verhält es sich in der Hinsicht mit den Panzerwelsen? Erfahre jetzt erst, dass die Buntbarsche ziemlich stressen können. Ist damit von ZBB generell abzusehen?

Zwischenzeitlich standen die Brilliantsalmler als Kupfersalmler-Ersatz zur Wahl, aber als ich gesehen habe wie groß die werden können, hat sich auch dieser Fisch erledigt. Rotkopfsalmler lachen uns gerade an, aber besonders klein bleiben die ja auch nicht. Vielleicht einfach den Klassiker/Neonsalmler?

Ich wäre für eure Einschätzung und Tipps sehr dankbar und freue mich auf den regen Austausch hier im Forum!
Und eins gleich noch vorweg: Wir haben hier in aller Euphorie definitiv ein flottes Tempo drauf, das ich jetzt runterfahren werde. In ein paar Wochen plane ich dann den nächsten Schwung Fische, aber erstmal wollen wir besser verstehen, was damit auf uns zukommt.
 


Fritz5

Mitglied
Hi und willkommen!

zu Buntbarschen kann ich nix sagen.

Ich habe auch Sterbai (Orangeflossen-PW) und Amanos. Letztere waren bei mir lange nicht schissig; erst seitdem ich noch Streifenhechtlinge haben, sind sie etwas zurückgezogener.

Die ziehen wohl schon Algen, aber bemerkbar macht sich das denke ich nur bei höherer Anzahl und wenn man nichts Leckereres füttert (was doof für die Sterbai wäre…). Daher ist es besser, das “Algenproblem“ nicht durch Einsetzen von Tieren unter Kontrolle halten zu wollen.

Wenn Euer Becken (macht doch mal ein Foto!) dicht bepflanzt ist, würde ich das einfach aussitzen. Wenn schnellwachsende Pflanzen dabei sind, sollte es nach der Einlaufphase recht fix keine größeren Probleme mehr mit Algen i.d.R. geben.

(Ich hatte beim Einfahren nur ne Menge Fadenalgen; habe dann auch als erstes Amanos eingesetzt und die Algen gingen irgendwann einfach weg. Vielleicht habt ihr ja Glück und könnt die Amanos mal beim flitzenden Paarungsschwimmen beobachten. Das ist schon sehr lustig anzuschauen, von daher sowieso keine schlechte Wahl die Tiere!)

Neons gehen sicherlich (fast) immer (Eure Wasserwerte wären für Besatzempfehlungen noch interessant!), die habe ich auch in der Konstellation mit drin.

Ich empfehle noch, vor dem nächsten Fischkauf auf jeden Fall immer erst hier nachzufragen, ob das Vorhaben sinnvoll ist. Verkäufer erzählen nicht immer unbedingt alles so geschickt (, wobei Deiner ja immerhin auch schonmal von bestimmten Konstellationen abgeraten hat).

Gegebenenfalls kann man auch noch über eine Aufstockung der Sterbai nachdenken. Ich hatte erst 8, nun 18. In ner großen Gruppe sind sie nochmal schöner anzusehen, insbesondere beim Füttern, wobei meine letztlich trotzdem recht scheu geblieben sind. (Achtung: mein Becken ist etwas größer: 350l bei 120x50 cm^2 Grundfläche.)

Ich antworte deswegen so ausführlich, da ich einen ganz ähnlichen Start(-besatz) hatte und auch die Anfangseuphorie voll verstehen kann.

Der Ansatz mit dem Warten ist aber durchaus aus mehreren Gründen clever: man will irgendwann immer irgendwas neues/zusätzliches reinsetzen und da ist es besser, wenn man noch Luft nach oben hat, als wenn man Besatz austauschen muss. (Ich bin eher ein Fan davon, einmal angeschaffte Tiere auch „durchzuziehen“, solange alles passt.)
 
Hallo,
auch von mir ein willkommen im Hobby.
Welche Maße hat das Flex genau? Und was sind Eure Wasserwerte?
Mich würde mal interessieren warum Euch von den Kupfersalmlern abgeraten wurde.
Und auch ich würde gerne ein Bild des Beckens sehen:)
 
G

Gelöschtes Mitglied 45257

Guest
Hallo,

Das Fluval Flex hat 80x39x40cm. Was für Rotkopfsalmler zu klein ist. Die sollte man nicht unter 1M besser 1,20m halten. Das sind ausgiebige Schwimmer die dort nicht glücklich werden.

Um Algen vorzubeugen würde ich mit dem Dünger etwas sparsamer sein. 25% der angegebenen Dosis sind erstmal ausreichend. Bei Mangelerscheinungen der Pflanzen kann man das ganze dann nach und nach erhöhen. Ansonsten sind Algen in der Einlaufphase völlig normal.

Auf der kleinen Grundfläche würde ich auch Panzerwelse nicht mit Zwergbuntbarschen vergesellschaften. Egal welche Art. Sobald die SBB ein Gelege haben gibt es Stress im Becken weil Panzerwelse keine Reviergrenzen kennen und die beiden Arten sich dann gegenseitig stressen. Wenn man die Wasserwerte mal außer acht lässt spricht eigentlich nichts gegen Kupfersalmler. Auch mich würde interessieren warum euch das ausgeredet wurde.

Grüße
Antonio
 

Xango

Mitglied
Vielen Dank euch für die flotten Antworten und das herzliche Willkommen! Ich erzähle euch sicher nichts Neues, wenn ich nun erwähne wie schnell Meinungen bei der Aquaristik auseinandergehen und man als Einsteiger etwas orientierungslos von einem Vorhaben zum Nächsten springt. Ich bin definitiv noch im Schwamm-Modus und versuche so viel wie möglich zu lernen, das große Ganze zu verstehen. Momentan plapper ich aber einfach nach, was mir der ein oder andere eben so verklickert.

Die Kupfersalmler wurden als äußerst agil und für die Kakadus als großer Stressfaktor beschrieben, daher der Abschied von dieser Idee. Nun stellen sich die Sterbais, so langsam komme ich in euren Fachjargon, auch als ein solches Problem dar. So wie sich eure Antworten lesen, sind die ZBB wohl leider nicht mehr möglich, womit die Kupfersalmler aber wieder im Rennen wären. Mein Sohn wird jetzt sehr enttäuscht sein, dass wir mit den ZBB unsere "Hauptdarsteller" verlieren. Kommt euch eine einsteigerfreundliche Alternative in den Sinn, die ähnlich Eindruck machen kann?

Antonio hat ja schon die Maße geschrieben (Danke dafür!) und nun habe ich extra nochmal die aktuellen Wasserwerte genommen, um ein möglichst aktuelles Bild zeichnen zu können:

Temp: 25,5
KH: 8
GH: 8
pH: 7,5 (Leider trotz seit einer Woche etwa 25 Erlenzapfen im Becken keine Reduzierung.)
02: 10 (Endlich durch die Luftpumpe stabilisiert.)
Fe: 0,1 (Auch deutlich besser geworden, wenn auch nach wie vor im unteren Bereich.)

Zu den Werten zwei Gedanken meinerseits: Für die Sterbais und die Amanogarnelen scheinen die Werte ja in Ordnung zu sein, daher bin ich jetzt versucht gar nicht mehr gegen den pH-Wert zu kämpfen, sondern als Basis für die folgende Besatzungswahl zu nehmen. Finde den Gedanken nicht schön laufend mit Chemie gegenhalten zu müssen und auch bei jedem Wasserwechsel einen Mehraufwand zu erzeugen.

Das Eisen ist mit Sicherheit aufgrund dieses Universaldüngers gestiegen, der uns beim Laden empfohlen wurde. Dass dadurch aber nun auch die Algen blühen, macht total Sinn und ich würde nun einen reinen Eisendünger kaufen, um gezielt zu korrigieren. Was meint ihr? Finger weg?
Wie ihr auf den Fotos vielleicht sehen könnt, haben die Pflanzen nach wie vor ziemlich deutliche Mangelerscheinungen. Inzwischen habe ich auch ein zweites Aquasky 2.0 Licht eingebaut, womit wir im Zweifelsfall wohl eher schon zuviel beleuchten. Habe die Leuchte hinten relativ hoch eingestellt, während die Vordere etwas gedimmt wird. Dachte, dass ich damit den Pflanzen etwas Gutes tue, aber bisher freuen sich nur die Algen.

Und nun Manege frei für eine kleine Fotoschau. :) Den Tisch habe ich übrigens aus Altholz gebastelt, das wir hier noch herumliegen hatten.
Danke nochmal für eure Hilfe!

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G

Gelöschtes Mitglied 45257

Guest
Hey,

das Becken sieht wirklich super aus. Vor allem die Polysperma wird auch ohne viel zutun sehr schnell wachsen. Ich hab meine fast komplett aus dem Becken geworfen weil sie jede Woche 15cm gemacht hat.

Die Luftpumpe brauchst du übrigens nicht. Einfach den Filterauslass Richtung Oberfläche stellen mehr braucht es nicht. Mit dem Sprudler treibst du nur CO2 aus was deine Pflanzen brauchen.

Wie du vielleicht gesehen hast wird dein wasser durch die vielen Zapfen bernsteinfarben. Das ist super für die Fische, nur wird dein Bodendecker das nicht mit machen. Die brauchen extrem viel Licht um gut zu wachsen. Wirkliche Mangelerscheinungen sehe ich jetzt auch nicht an den Pflanzen. Die werden wohl zum Teil noch in der Umstellung auf Submers (unter Wasser) sein.

Den Dünger würde ich mal komplett weg lassen und erstmal nach den Wasserwerten den Leitungswasser googeln. Vor allem Nitrat Phosphat und Kalium wären interessant für eine ungefähre Richtung wegen dem Dünger. In zwei meiner Becken kommt nur noch frei Schnauze NpK wöchentlich beim WW mit rein und die Pflanzen wachsen.

Die Wasserwerte sind okay für die meisten Bewohner. Ist im Mittelharten Bereich. Nur extreme Weichwasserfische (wie es der SBB zb auch ist) würden sich da nur bedingt wohl fühlen. Ansonsten habt ihr da bis auf die Größe des Beckens wenig Einschränkungen. Ich würde in das Becken aber nur einen Schwarm packen und davon dann vielleicht 15-20 Stück je nach Größe. Das Becken ist nicht riesig und auch mit nur einem Schwarm kann es ein tolles Gesamtbild geben. Der Hingucker sollte das Becken selbst sein. Und das ist es jetzt schon :)

Grüße
Antonio
 

Fritz5

Mitglied
Hi,

ich finds auch gelungen!

Ich werfe mal noch Fadenfische und Guramis in den Ring. Da musst Du Dich aber informieren. Ich hatte beides noch nicht, weiß aber, dass die auch gerne mal für „Südamerika“-Becken empfohlen werden. (Platz/Bedürfnisse aber bitte vorher abchecken. Bin mir nicht sicher, obs geht oder nicht.)
 


BeowulfAgate

Mitglied
Ich finde das euch der Einstieg sehr gut gelungen ist, definitiv. Da hat man hier und in anderen Foren schon weitaus schlimmeres gesehen.

Das Fluval Flex hat ja hinten die abgegrenzte Filterkammer mit zwei Ausströmern, davon würde ich zumindest einen in Richtung Wasseroberfläche richten, die Oberfläche sollte dann leicht kräuseln. Dadurch kommt genügend Sauerstoff ins Becken und der Sprudelstein ist überflüssig.

Wenn noch genügend Euphorie in der Geldbörse vorhanden ist, könnte man noch über eine CO2-Anlage nachdenken, besonders im Zusammenhang mit der Lichtaufrüstung und dem Soilbodengrund. Wäre noch gut den Hersteller des Soils zu kennen und den Dünger der verwendet wird. Die Wasserwerte sehen doch nicht schlecht aus, außer FE (0,05-0,1 sind ok) wären dann noch Nitrat und Phosphat interessant, dann kann man weitersehen.

Und wenn die Kupfersalmler wieder im Rennen sind, was spricht dagegen eine gute Gruppe davon einzusetzen, ich bin ein Fan von kleinen Salmlern in einer größeren Gruppe. Und dazu dann eventuell oberflächenorientierte Fische wie z.b. Ringelhechtlinge, sind auch schön bunt. Eine Überlegung wären auch noch kleiner bleibende Neocaridinas die es in richtig schönen Farben gibt, die würde ich aber vor den Salmlern einsetzen damit sie sich gut einleben können.

Aber wie schon gesagt, schönes Becken und bei der Vorstellung hab ich auch keine Bedenken das ihr das gut hinkriegt.
 

cheraxfan2

Mitglied
Ich hatte beides noch nicht, weiß aber, dass die auch gerne mal für „Südamerika“-Becken empfohlen werden.
Hi,
und jedesmal kräuseln sich mir die Fußnägel. :) Fadenfische haben in Südamerika gar nichts verloren. Eigentlich fällt mir jetzt gerade überhaupt kein Fisch aus Asien ein, der in einem Südamerikabecken nicht deplaziert wirken würde, genau wie die Afrikaner. Andersrum geht es eher manchmal, das man eine südamerikanische Art in ein Asienbecken bringt.
 

Fritz5

Mitglied
Haha okay sorry. Deswegen hab ich extra dabei geschrieben, dass ich es nicht so genau weiß. Habe wohl Guramis und Fadenfische in einen Topf geschmissen. Aber ich hab ja auch Hechtlinge und Neons/Sterbai in einem Becken…Böser Fritz! :)
 

Magic_Fish

Mitglied
Naja, da die Südamerikaner fast das gleiche Biotop haben wie viele Fische aus Asien, würd ich die nicht so strikt trennen…

LG
 

cheraxfan2

Mitglied
Naja, da die Südamerikaner fast das gleiche Biotop haben wie viele Fische aus Asien, würd ich die nicht so strikt trennen…
Da geht es nicht um Wasserwerte, die passen optisch nicht. Die asiatischen und afrikanischen Arten wirken anders als die Südamerikaner und diese Wirkungen passen nicht zusammen, es ist natürlich auch Ansichtssache.
 

J0K3R

Moderator
Teammitglied
Ich bin da definitiv bei Hans ! Dieser Kontinental übergreifende Kischmisch macht einfach kein Ordentliches Bild auch wenn vielleicht die Wasserwerte zusammen passen würden. Im Endeffekt muss es aber jeder für sich selbst wissen.

Beste Grüße
 

Fritz5

Mitglied
Hi,

ich find meine Mischung problemlos (Hechtlinge bei dem anderen Südamerikastandard). Aber bin ja bekanntlich auch kein Ästhet.
 

cheraxfan2

Mitglied
Schmarrn, die Hechtlinge gehen doch. Was ich meine sind vor allem Labyrinther, die kleinen Bärblinge, die Barben, die vielen Spezialisten unter den asiatischen Fischen.
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Schmarrn, die Hechtlinge gehen doch. Was ich meine sind vor allem Labyrinther, die kleinen Bärblinge, die Barben, die vielen Spezialisten unter den asiatischen Fischen.
Hallo Hans,
Es gibt Leute, die können keinen Bärbling von einem Salmler unterscheiden. Warum soll dann kein Fadenfisch mit einem Neon in einem Aquarium schwimmen.
L. G. Wolf
 

cheraxfan2

Mitglied
Es gibt Leute, die können keinen Bärbling von einem Salmler unterscheiden. Warum soll dann kein Fadenfisch mit einem Neon in einem Aquarium schwimmen.
Hi Wolf,
bei solchen Leuten ist das ja auch egal. Wenn einer Putenschnitzel nicht von Schweineschnitzel unterscheiden kann, ist es auch egal was er isst. :)
 

Xango

Mitglied
Moin! Freut mich, dass mein Thema hier zur Diskussion anregt, allerdings hätte ich wohl einen anderen Titel (Wie wärs mit "Tropen-Becken"?) wählen sollen, denn offen gesagt ist mir die ursprüngliche Herkunft der Fischart relativ egal, solange sie eben im Becken harmonieren. Damit meine ich natürlich auch optisch, aber das ist nunmal höchst subjektiv und damit bleibt für mich ein harmonisches Miteinander. Denke nicht, dass Fische wie wir Menschen intellektgeschwängerte Xenophobie ausleben. Übrigens bin ich Brasilianer und damit sollte genug Südamerika im Haus sein. ;)

das Becken sieht wirklich super aus. Vor allem die Polysperma wird auch ohne viel zutun sehr schnell wachsen. Ich hab meine fast komplett aus dem Becken geworfen weil sie jede Woche 15cm gemacht hat.
Vielen Dank! Auch für die lobenden Worte der anderen Foristen! Freut mich natürlich, dass ich mich hier als Anfänger nicht ganz blöd anstelle.
Die Polysperma wuchern in der Tat ordentlich und ich muss definitiv einmal die Woche ordentlich zurückschneiden. Vielleicht werde ich auf Dauer auch die ein oder andere entfernen.
Die Luftpumpe brauchst du übrigens nicht. Einfach den Filterauslass Richtung Oberfläche stellen mehr braucht es nicht. Mit dem Sprudler treibst du nur CO2 aus was deine Pflanzen brauchen.
Ich glaube euch das natürlich, habe aber gestern mal die Luftpumpe auf ein absolutes Minimum gestellt, den einen Filterauslass wie empfohlen nach oben gestellt und schon fangen die Panzerwelse wieder an auffällig oft nach oben zu schwimmen, um Luft zu schnappen. Habe jetzt noch nicht Sauerstoff gemessen, aber die Pumpe nun doch wieder ein wenig höher gestellt, weil ich mir um die Amanos Sorgen mache.
Ich vermute ich verstehe irgendwas noch nicht, aber soweit der Stand.
Wie du vielleicht gesehen hast wird dein wasser durch die vielen Zapfen bernsteinfarben. Das ist super für die Fische, nur wird dein Bodendecker das nicht mit machen. Die brauchen extrem viel Licht um gut zu wachsen. Wirkliche Mangelerscheinungen sehe ich jetzt auch nicht an den Pflanzen. Die werden wohl zum Teil noch in der Umstellung auf Submers (unter Wasser) sein.

Den Dünger würde ich mal komplett weg lassen und erstmal nach den Wasserwerten den Leitungswasser googeln. Vor allem Nitrat Phosphat und Kalium wären interessant für eine ungefähre Richtung wegen dem Dünger. In zwei meiner Becken kommt nur noch frei Schnauze NpK wöchentlich beim WW mit rein und die Pflanzen wachsen.
Ja, die Färbung habe ich erwartet und finde sie erstmal nicht schlimm, hatte mir von den Zapfen aber mehr Auswirkung auf den pH-Wert erhofft. Vielleicht bin ich aber auch zu ungeduldig. Die Eleocharis waren Nachzügler und haben von Anfang an nicht besonders glücklich gewirkt. Nach und nach entferne ich sie gerade wieder, weil die Sterbais mit offenem Boden ohnehin glücklicher sind - soweit mein Wissensstand. Die Lilaeopsis scheinen aber bisher gut zu funktionieren - laut Verkäufer nicht besonders lichthungrig.

Wenn du keine Mangelerscheinungen erkennst, wunderbar. Anfangs haben die Polysperma vor allem extrem gespargelt und Wurzeltriebe an allen Ecken bekommen. Die Blätter oben waren sehr hell, fast schon transparent. Aber das hat sich mit der zweiten Leuchte und dem Düngerzusatz tatsächlich sehr verbessert.
Die Wasserwerte sind okay für die meisten Bewohner. Ist im Mittelharten Bereich. Nur extreme Weichwasserfische (wie es der SBB zb auch ist) würden sich da nur bedingt wohl fühlen. Ansonsten habt ihr da bis auf die Größe des Beckens wenig Einschränkungen. Ich würde in das Becken aber nur einen Schwarm packen und davon dann vielleicht 15-20 Stück je nach Größe. Das Becken ist nicht riesig und auch mit nur einem Schwarm kann es ein tolles Gesamtbild geben.
Das nehme ich mir zu Herzen und wir werden wohl auf Salmler verzichten. Lieber ein paar Sterbais mehr, denn die sind uns sehr sympathisch und dafür noch eine Fischart, die vielleicht den oberen Bereich belebt und mit den aktuellen Bewohnern harmoniert.
Wenn noch genügend Euphorie in der Geldbörse vorhanden ist, könnte man noch über eine CO2-Anlage nachdenken, besonders im Zusammenhang mit der Lichtaufrüstung und dem Soilbodengrund. Wäre noch gut den Hersteller des Soils zu kennen und den Dünger der verwendet wird. Die Wasserwerte sehen doch nicht schlecht aus, außer FE (0,05-0,1 sind ok) wären dann noch Nitrat und Phosphat interessant, dann kann man weitersehen.
CO2-Anlage wollte ich eigentlich vermeiden, weil langfristig mein Sohn das Becken pflegen soll und ich alles so einfach wie möglich halten will. Aber vielleicht kommt irgendwann der Mut auf. Soil ist von JBL, die PlantSoil-Variante. Darunter habe ich VolcanoMineral von JBL gepackt, damit eine gute Durchlüftung stattfinden kann. Der Dünger ist von Hobby und heißt Plant Fit (Phase 6) - da habe ich einfach gekauft, was mir der Verkäufer in die Hand gedrückt hat. Danke für den Tipp mit Nitrat und Phosphat! Werde ich heute noch nachholen und hier schreiben. Nitrat checke ich nach wie vor fast täglich, weil ich immer noch Angst habe, dass der Nitrit-Peak um die Ecke kommt, aber ich habe nichts protokolliert.
Und wenn die Kupfersalmler wieder im Rennen sind, was spricht dagegen eine gute Gruppe davon einzusetzen, ich bin ein Fan von kleinen Salmlern in einer größeren Gruppe. Und dazu dann eventuell oberflächenorientierte Fische wie z.b. Ringelhechtlinge, sind auch schön bunt. Eine Überlegung wären auch noch kleiner bleibende Neocaridinas die es in richtig schönen Farben gibt, die würde ich aber vor den Salmlern einsetzen damit sie sich gut einleben können.
Im Prinzip spricht wohl nicht mehr viel dagegen, aber wie ich oben schon schrieb, werde ich vielleicht die Schwarmfische auf die Sterbais reduzieren. Muss ich mir noch überlegen, aber ich will das Becken auch nicht vollstopfen, im Zweifelsfall lieber weniger Fische. Die Idee mit zusätzlichen Garnelen gefällt uns gut, nur befürchte ich bei Neocaridinas eine baldige Überpopulation, oder irre ich mich?

Ich habe gestern noch ein wenig gelesen, gegoogelt, recherchiert und bin auf Black Mollys gestoßen, die nach einer sehr harmonischen Lösung klingen. Bis auf die Sache mit den stabilen Werten, aber dann würden wir eben noch 2-3 Monate warten, bis diese folgen. Und wie bei Neocaridinas die Frage, ob ich eine mögliche Vermehrung irgendwie vermeiden kann? Was haltet ihr von denen?
Paradiesfische und Honigguramis lachen uns auch an, aber bei beiden sehe ich große Minuspunkte. (Ich meine nicht die Herkunft!)

Alles sehr spannend und ihr helft mir hier schon richtig gut weiter. Danke, Danke!
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo,
Auf drei Dinge gehe ich kurz ein. Erlenzapfen beeinflussen den Ph Wert nur ganz schwach, kaum der Rede Wert.
Die Nadelsimse wird emerse gezogen und braucht eben Zeit sich umzustellen, dass ist ganz normal.
CO2 kann ja der Papa einstellen und der Sohn braucht dann nur noch die Farbe des Dauertests kontrollieren. Im Normalfall braucht man nichts mehr machen.
L. G. Wolf
 


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