Leute, bitte! Lasst doch mal den Quatsch mit dem "zuviel Protein". Das ist ein Ammenmärchen!
Beschäftigt euch mal mit der
Biologie von Decapoden, vor Allem mit dem Abschnitt "Häutung". Dann kommt ihr schnell dahinter, daß Häutungsprobleme meist etwas mit fehlenden Härtebildnern zu tun haben.
Also: oft ist das Wasser zu weich und dann kommt es bei fehlender Proteinfütterung zu Problemen NACH der Häutung, nämlich, daß der neue Panzer nicht richtig aushärten kann. Warum? Entweder zieht die Garnele die benötigten Härtebildner aus dem Wasser, wenn dies nicht möglich ist, dann muss sie sie aus der Nahrung ziehen. Woher bekommt sie die? Bevorzugt aus Frostfutter, welches zu einem hohen Anteil aus Schalentieren bestehen sollte, wie Daphnien, Artemia, Mysis etc. (Eine weitere Ursache können neuerdings gern eingesetzte Polyphosphate sein, mit denen Garnelen gar nicht gut zurecht kommen).
Geht einfach mal davon aus, daß Garnelen in freier Wildbahn kein vorselektiertes Futter bekommen und sich dort an dem bedienen, was vorhanden ist. Das besteht meist aus einer guten Mischung aus Proteinen und pflanzlichem Futter. Und was machen jetzt die freilebenden Garnelen? Einen großen Bogen um das tierische Futter? Mitnichten! Garnelen gehören zur Aufräumtruppe, die fressen Aas.
Also, Cocos, schau Dir mal Deine Wasserwerte an, schau mal auf den pH-Wert, betrachte objektiv, ob viel Futter liegen bleibt, achte bei der Fütterung darauf, daß Du mehr Schalentiere fütterst... und beschreibe bitte mal, wie sich bemerkbar macht, daß es sich um Häutungsprobleme handelt.
Ach ja: Um welche Garnelen handelt es sich denn überhaupt?