Fragen zur Düngung



Christian12

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Was ich mich frage, wieso mißt Du den Kaliumwert nicht mit wenn der doch durchaus schon als problematisch bekannt war?
Berechtigte Frage. Problematisch war der weil ich mit NPK täglich gedüngt hatte.

Irgendwo hatte ich gelesen, dass das SaltyShrimp ein vernünftigen K Gehalt hat und damit hab ich den Wert ja von über 40 runter bekommen.

Also mit anderen Worten ich habe mich beim Kalium sowie schon immer beim Ca und Mg auf das Aufhärtesalz verlassen. Das ist der Grund warum ich kein K gemessen hab.

Dazu noch etwas, da ich ja immer 16.8 g in 70 L verwendet hatte und auch damit ein GH von 6 gemessen hatte. Zwar hat es nach dem 6ten Tropfen nicht absolut sofort den Umschlag gegeben, aber ok.
Nun habe ich die 70 L mit 14 g aufgehärtet und es war auch GH6 aber der Umschlag war deutlich schneller.
D.h ich habe diesmal 2 g Salz auf 10 L Osmosewasser genommen.

Die Garnelen auf deinem Bild vom Februar sehen auch knallig rot aus. Sind die bei Tageslicht auch so gefärbt? Ob zu viel rot im Spektrum den Pflanzen schadet, kann ich nicht sagen.
Mein Fachhandel meinte ich soll die Abstufungen der Lampe so laufen lassen: Rot > Grün > Blau. Also mehr rot als die anderen.
Das verstärkt den Effekt enorm, da der rote Lichtanteil am größten ist.

Da die Pflanzen alle gut aussahen, bis ich aufgehört hatte zu düngen, glaube ich nicht dass die Lampe oder auch die Huminstoffe das Problem sind.
Aufgehört hatte ich, da der Kaliumwert deutlich zu hoch war und die Pflanzen langsamer wuchsen. Da gab es auch verschiedene Tipps, aber ich hab den von Swenja aufgegriffen, einfach mal nicht zu düngen.
Daraufhin wuchs es für knapp 2 Wochen richtig gut und nach 2 bis 2 ½ Wochen ging es langsam bergab und da hab ich zu spät eingegriffen.

In der Zeit hab ich noch rumexperimentiert und wieder Siporax aus der Pumpe genommen, da auch die Frage im Raum stand, ob ich nicht sogar überfiltriere.

Zum anderen wir durch die Humnistoffe auch das Licht gedämpft und auch die Farben kommen natürlich anders rüber.
Das ist ganz klar so. Das Foto aus dem Februar kann ich nicht mehr zeitlich zum Wasserwechsel einordnen. Das von gestern ist nach dem Wasserwechsel. Da wirkt alles deutlich weniger rot. Also die Wurzeln bringen weiterhin noch Farbe ins Wasser. In zwei Tagen würden die Fotos schon anders aussehen.

Es ist aber schon ein vielfaches besser geworden.
Diese Fotos sind aus Mitte November, jedoch kann ich hier nichts genaues zur Lampeneinstellung mehr sagen. 15./16. November ist ein Wochenende, vermutlich hab ich da auch den Wasserwechsel gemacht, aber sicher bin ich mir da nicht. Man, waren die Hexenwelse mal klein. Niedlich.
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Aber in der rot/braunen Suppe sind auch alle Pflanzen und Tiere gewachsen, es hatte halt etwas von einem Schwarzwasserbecken. Es sah auch in echt nicht ganz so schlimm aus, aber es war sehr rot das alles.


Ganz gefährlich :D. Vor allem das "lieber zu viel". Wenn dann würde ich die Dosis vorher abmessen.
Würde ich auch gerne, zumindest solange das noch in der Findungsphase ist. Aber.. die letzten Wochen haben gezeigt, dass ich in einer Woche 10 mg NO3 gut wegbekomme. PO4 hält sich länger, deshalb "nur" etwas 0.6 mg.
Es kann auch sein, dass nach einer Woche noch 1 pder 2 mg NO3 drin sind. - so die letzten Messungen, wenn ich da wöchentlich bei war.

Meine Idee für diese zwei Wochen Blindflug wären, dass ich am Wochenende einfach nochmal 5-6 mg NO3 nachkippen lasse und vermutlich nichtmal PO4, bzw wenn nur 0.1 oder 0.2 mg PO4.
Es kann sein, dass beides nach 2 Wochen leer ist, oder gerade erst leer gelaufen ist. Aber selbst wenn nichts verbraucht werden würde, wäre ich bei 16 mg NO3 was nun viel ist, aber für eine Woche eigentlich kein Weltuntergang sein sollte. Aber daran glaube ich nicht, ich glaube eher an ein nahezu leeres Becken.

Wenn ich für 2 oder 3 Wochen nicht zuhause bin, dünge ich vorher nur minimal. Auf jeden Fall weniger als wäre ich zuhause geblieben
Ich hab nun die negative Erfahrung mit "kein Dünger" gemacht. Das steckt noch drin. Das hat optisch fast alle Pflanzen getroffen. Nur bei der Cryptocoryne Flamingo kann ich das nicht sehen, aber da kann halt kein Grün rausgehen. Die anderen beiden Cryptocorynen haben sich ja nicht aufgelöst, sondern nur entfärbt.
 

1_hajo

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Ich würde an deiner Stelle die Lichtfarben auf Normallicht einstellen. Vielleicht mit einem minimal höheren Rotanteil.

Das Becken sieht einfach nur fürchterlich unnatürlich aus und hat mit Schwarzwasser nichts zu tun. Stört dich der Anblick nicht?
 

Christian12

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Die Handykamera bekommt den Farbton nicht richtig eingefangen, da sieht es immer rot aus. Warum auch immer. Es sieht auf den Bildern immer schlimmer aus als es ist. Dazu ist es jetzt auch bei weitem nicht mehr so stark, da muss schon viel aus den Wurzeln raus sein.
Anfangs war es schon nicht so hübsch, nach etwa 2 Monaten wurde es merklich besser.
Mittlerweile hab ich mich wohl auch daran gewohnt. Aber klar, wenn ich mit den Lampeneinstellungen spiele, bekomme ich alles mögliche hin.

Ich hab mich nur an den meisten Lichtempfehlungen "gehalten". Bzw danach geguckt was mit diesen Lampen oft gemacht wird. Da hatte ich damals an mehreren Stellen diese Farbabstufung gesehen. Also mehr rot als grün und mehr grün als blau. Und mir mein Profil zusammen gebastelt.
 

Christian12

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Ok, werde ich erst in 2 Woche nachholen, bzw. Dann würde ich eh ein Wasserwechsel machen und messen.
Aber Mg und Ca waren offenbar ja nie das Problem. Das Licht auch nicht, ob es nun natürlich oder unnatürlich aussieht ist für mich Nebensache.

Ich hätte es vermutlich auch einfach mit dem hohen Kaliumspiegel laufen lassen können, dann wären die Pflanzen super langsam gewesen. Vielleicht wäre dann später irgendwas passiert und die Pflanzen wären eingegangen. Aber zu Zeiten der täglichen Düngung sahen die echt gut aus, sind nur immer langsamer mit dem Wachsen geworden.
Und wie gesagt, die erste Zeit ohne Dünger war gigantisch, was die Nymphoides und Froschbiss gewachsen waren.

Ich muss einfach gucken, dass ich im Mai noch irgendwie die Peristaltikpumpen angesteuert bekomme und mein self-made Dosiersystem zum Laufen bekomme. Dann muss ich das nicht per Hand verkippen und kann es auch nicht vergessen.

Ich weiß auch nicht ob die vorhandene Nymphoides noch gerettet werden kann. Vielleicht sollte ich in 2 Wochen einfach ein neuen in vitro Topf holen und sehen was die Pflanzen machen. Wenn die wachsen ok, wenn nicht umso schlechter, dann läuft da irgendwas richtig schlecht. Aber was jetzt noch nach ist, ist ja schon ziemlich tot und es ist ungewiss ob die überhaupt gerettet hätte werden können.
Ich hab auch vor kurzem noch viel Froschbiss entsorgt. Das Zeug wächst immerhin wieder, aber die Wurzeln sind meist recht kurz. Das war auch beim hohen Kaliumspiegel der Fall, erst als der Dünger aufhörte und es explodierte wurden die Wurzeln immer länger.

Oder ich brauche einen höheren K Wert. Ich hatte ja über 40. Wobei ich da nichtmal sicher bin. Ich hatte das mal verdünnt und unverdünnt bei niedrigen Werten gemessen und verdünnt kam seltsamerweise weniger raus als unverdünnt. Und den Wert von 40 hab ich mit 5 mL Aquarium und 10 mL Osmose gemessen. Vielleicht war es auch mehr. Nach dem ersten Wasserwechsel bin ich mit der 5 mL Aquarium plus 10 Osmose auf ~ 24 gewesen glaube ich, da find es an zu wachsen.
Mag das Sinn machen, dass ich versuch K auf 15 - 20 zu bringen? Oder ist das einfach nur dumme Verzweifelung?
 


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