Hallo Andrea,
ich schreite zum Fullqoute. :mrgreen:
Henny schrieb:
Okay, dann mache ich mal mit dem Thema weiter...
Hi erstmal,
ich bin mit meinem Bodengrund immer noch am Rumüberlegen. Auf jeden Fall möchte ich feinen Sand haben, max. bis 0,8 mm Körnung. Mein Becken soll auch das Thema 'Südamerika' haben.
Eigentlich habe ich mich schon für braunen Gümmer-Sand entschieden, der sehr teuer ist.
Quarz- oder Mauersand sind natürlich viel günstiger, die Qualität dürfte ja auch nicht übel sein, sonst würde z.B. Martin ihn nicht empfehlen.
Es gibt auch in Südamerika viele Flusssysteme, die sehr hellen Sand als Boden haben.
Ich hoffe der Link funtioniert:
http://www.google.de/imgres?q=rio+xingu ... s:37,i:192
Martin, Du hattest hier in einem anderen Thread mal zwei Bilder von Deinen AQ's mit weißem Quarzsand eingestellt (ich finde den Thread aber gerade nicht), die sahen echt super aus. Allerdings waren die auch so dicht bepflanzt, dass von dem Sand kaum was zu sehen war.
Billigen Sand gibt es ja anscheinend nur in sehr hell.
Helle Sande sind ja eigentlich typisch für die Baubranche.
Da spielt die Farbe letztlich keine große Rolle.
Sie müssen in 1000en Tonnen verfügbar sein und wir Aquaristiker greifen dankend drauf zurück.
Die schiere Menge macht sie eben so günstig.
Nico, ich weiß nun nicht, wie Dein AQ strukturiert sein soll, aber mir wird es vorne Freiflächen für die Corys zum Gründeln geben. Zwei Überlegungen lassen mich eher zu dem teuren Gümmer-Sand tendieren:
1. Ich habe Sorge, dass ganz heller Sand die Fische trotz überwiegend dichter Bepflanzung blendet und auch die Bodenfische blass werden.
2. Bei ganz hellem Bodengrund denke ich eher an Meerwasser (Karibik) oder die afrikanischen Seeen, aber nicht an einen südamerikanischen Fluss-/Bachlauf. Da stelle ich mir den Bodengrund eher dunkel(braun) vor, nach dem was ich so an Bildern und Videos gegoogelt habe.
Zu 1.: Bin ich da bezüglich der Fische zu vorsichtig?
Nein, vom Bauchgefühl her hast Du schon recht.
Der olle Rotzbengel Flüthke hatte hier mal sehr augenöffnende Bilder seiner Corydoras auf verschieden hellen Böden eingestellt.
Die finde ich nun nicht wieder.
Die Kernproblematik mit hellen Böden ist aber eigentlich hausgemacht, bzw. entsteht erst in der Aquaristik.
Ein heller Boden reflektiert nur das Licht was von oben reinkommt.
Man kann nun davon sprechen, dass die Fische von oben und unten mit Licht "überstrahlt" werden.
In der Natur findet man genug helle Böden, dazu aber auch trübe Wässer, die nicht alles Licht durchlassen.
Oder eben eingetönte Wässer, die ebenfalls die Beleuchtung dämpfen.
Oder verschattete Gewässer, die eben nicht die volle Dröhnung an Licht bekommen.
Oder auf einem hellen Boden liegen Sedimente von Hölzern und Blättern.
Nur ist es eben in der Aquaristik ein komischer Spagat.
Man möchte möglichst klares Wasser, viel Licht damit die Pflanzen gedeihen und vor allem auch noch seine Pfleglinge sehen.
Mildert man nun die Luxusbeleuchtung mit 0,4W pro Bruttoliter etwas ab in dem man Schwimmpflanzen breitwürfig auf der Wasseroberfläche verteilt, ist man eigentlich ein Narr der Energie verschwendet.
Und niemand würde auf den Gedanken kommen und sein Aquarienwasser so mit Schwebstoffen einzutrüben, das eben für etwaige Bewohner ein schönes diffuses Licht herrscht.
Geht man dabei und erzeugt ein "Dunkelwasser" mit nem Haufen Wurzeln, Blättern und Erlenzapfen ist es mit Pflanzenpracht auch schnell vorbei.
Will man also wirklich "straight" sein und keine Kompromisse machen, dann muss man sich eingestehen, dass eben der üppige Pflanzendschungel nicht hundertprozentig zu den Fischen passt.
Geht man nun dabei und schaut sich Biotopaufnahmen an, findet man auch dunklere Böden.
Diese sind aber meist nicht so fein wie die propagierten Sande.
Und tatsächlich sieht man dann auf solchen Biotopbildern auch weniger gründelnde Fische (Ausnahmen gibt es).
Sondern eher Freiwasserarten.
Da gibt es dann auch schon mal lecker Pflanzen.
Nur alles zusammen, wie wir uns das im Aquarium vorstellen kann man eben nicht haben.
Irgendeine Art wird immer Abstriche machen müssen.
Oder man ist sich selbst gegenüber so fair und sagt "Artenbecken" oder "Biotop".
Dann wird das Becken auf die Bewohner abgestimmt mit allen Vor- und Nachteilen.
Nur ist das dann in vielen Fällen nicht das was viele Leute sich unter einem "Schauaquarium" vorstellen.
Zu 2.: Weiß jemand von Euch, ob es in südamerikanischen Flüsschen richtig hellem Bodengrund gibt?
Nico, ich will Dich in keinster Weise von dem hellen Quarzsand abbringen, aber vielleicht spielen meine Überlegungen auch für Dich einen Rolle. Wenn nicht, dann sorry, dass ich mich in Deinen Thread eingemischt habe.
Viele Grüße von Andrea
Bezüglich helle Böden in Südamerikanischen Flüssen:
Einfach mal in die Google Bildersuche mit "Rio Ucayali" oder "Rio Xingu" und wie sie alle heissen füttern.
Oder das Buch "Die Buntbarsche Südamerikas" (ich glaub so heisst, weiss ich jetzt nicht genau) bemühen, da sind Biotopaufnahmen drin vom Feinsten.
So, genug gequasselt. :mrgreen:
Beste Grüße
Martin