Besatzplanung 400l / 160x50x50

Hi Leute,

da mein Becken jetzt endlich bestellt ist und in einigen Wochen da sein sollte, bin ich schon langsam am Besatz planen.

Einrichtung habe ich mir so vorgestellt:

Dunkelgrün = Hintergrundbepflanzung, vermutlich Val. spiralis
Mittelgrün = mittelhohe Pflanzen (ca. 15-25 cm)
Hellgrün = niedrige Pflanzen (ca. 5 cm)
Braun = Wurzeln
X = Höhlen für die ZBB

Auf Grund (neue Rechtschreibung.. :-? ) des harten Wassers hier, werde ich es mit einem Vollentsalzer aufbereiten.

Ich möchte auf jeden Fall Zwergbuntbarsche.
Wieviele Paare sind in meinem Becken möglich?
Folgende Arten würden mir gefallen:
A. agassizii > M. ramirezi > A. borelli oder A. cacatuoides oder P. pulcher

Als Schwarm werde ich entweder Rotkopfsalmler (Hemigrammus bleheri) oder Keilfleckbärblinge (Trigonostigma heteromorpha),
wenn diese in der schwarz-blauen Variante bis dann noch bei uns im Handel zu bekommen sind..
Wichtig ist mir das Schwarmverhalten. Dabei dachte ich so an 20-30 Stück.

Kann ich dazu noch Corydoras (am liebsten julii oder eine andere kleinbleibende Art) setzen?

Was würde für den oberen Beckenbereich dazu passen?

Schöne Grüße aus der Bodenseeregion
Christoph
 


JoKo

Mitglied
amaru schrieb:
Als Schwarm werde ich entweder Rotkopfsalmler (Hemigrammus bleheri) oder Keilfleckbärblinge (Trigonostigma heteromorpha),
wenn diese in der schwarz-blauen Variante bis dann noch bei uns im Handel zu bekommen sind..
Wichtig ist mir das Schwarmverhalten. Dabei dachte ich so an 20-30 Stück.

Wenn Dir das Schwarmverhalten wichtig ist, dann nimm die bleheri. Keilfleckbärblinge zeigen das so gut wie gar nicht. Die bleheri haben am ehesten von allen üblichen "Schwarmfischen" noch so etwas wie Schwarmverhalten...bei der Beckengrösse aber gleich das doppelte, mindestens(!) 50 Stück.

Kann ich dazu noch Corydoras (am liebsten julii oder eine andere kleinbleibende Art) setzen?

Ja. Die Salmler interessieren sich nicht für die Corydoras und umgekehrt.

Schöne Grüße aus der Bodenseeregion

Bodensee und hartes Wasser? Bekommst Du das Trinkwasser aus dem Bodensee? Falls ja: sowohl die Zwergbuntbarsche, als auch die Salmler und Corydoras kommen damit bestens zurecht.
 
Hi Joko,

JoKo schrieb:
Wenn Dir das Schwarmverhalten wichtig ist, dann nimm die bleheri. Keilfleckbärblinge zeigen das so gut wie gar nicht. Die bleheri haben am ehesten von allen üblichen "Schwarmfischen" noch so etwas wie Schwarmverhalten...bei der Beckengrösse aber gleich das doppelte, mindestens(!) 50 Stück.
Ich wollte den Schwarm eigentlich mit Absicht nicht zu groß machen - bin ein Fan von eher wenig besetzten Becken.

JoKo schrieb:
Ja. Die Salmler interessieren sich nicht für die Corydoras und umgekehrt.
Hatte eher Bedenken, weil die ZBB und auch die Corydoras eher den Bodenbereich bewohnen!?

JoKo schrieb:
Bodensee und hartes Wasser? Bekommst Du das Trinkwasser aus dem Bodensee? Falls ja: sowohl die Zwergbuntbarsche, als auch die Salmler und Corydoras kommen damit bestens zurecht.
Wir haben Grundwasserquellen hier, aber das wird nicht sehr abweichen.
Ich habe Grundwerte von PH 7,6 - GH 15 - KH 10.. das ist für M. ramirezi doch eher hart oder?! :)

.. und hast du ne Idee wieviele ZBB-Paare möglich sind?

Schöne Grüße
Christoph
 

Z-Jörg

Mitglied
Hi Christoph,
ich würde dir auch die Rotköpfe empfehlen.
Wenn du ein Paar Apistogramma u. dazu Ramis nimmst u. dein Becken gut bepflanzt ist, könnte es mit Corys klappen.
Von den P.pulcher würde ich dir abraten.
Für den oberen Bereich vielleicht Beilbäuche als "Schwarm" , Fafis o. Skalare.
 

JoKo

Mitglied
amaru schrieb:
Ich wollte den Schwarm eigentlich mit Absicht nicht zu groß machen - bin ein Fan von eher wenig besetzten Becken.

Ich auch :wink: 50 wäre da aber wirklich nicht viel. Dann nimm am Anfang 30. Mehr können es immer noch werden falls Du das dann doch noch willst.

Hatte eher Bedenken, weil die ZBB und auch die Corydoras eher den Bodenbereich bewohnen!?

Ach, ZBB...da war doch was :oops:
Nimm ein Trio Apistogramma cacatuoides. Dann ist für beide Platz.

Wir haben Grundwasserquellen hier, aber das wird nicht sehr abweichen.

Bodensee: GH9, KH7.

Bei Deinem Wasser solltest Du von ramirezi Abstand nehmen. Der oben erwähnte A. cacatuoides geht aber problemlos.
Viele Corydoras ebenso wie. z.B. C. paleatus.
 
Guten Morgen!

Z-Jörg schrieb:
ich würde dir auch die Rotköpfe empfehlen.
Wenn du ein Paar Apistogramma u. dazu Ramis nimmst u. dein Becken gut bepflanzt ist, könnte es mit Corys klappen.
Von den P.pulcher würde ich dir abraten.
Für den oberen Bereich vielleicht Beilbäuche als "Schwarm" , Fafis o. Skalare.
Na denn werdens wohl wirklich Rotköpfe werden, hab ich mir schon gedacht!
Darf ich frech nachfragen, warum du von P. pulcher abraten würdest?
Bzgl. oberen Bereich: interessante Vorschläge, werd mir das mal durch den Kopf gehen lassen


JoKo schrieb:
Ich auch :wink: 50 wäre da aber wirklich nicht viel. Dann nimm am Anfang 30. Mehr können es immer noch werden falls Du das dann doch noch willst.
So seh ich das auch - ich werd (vermutlich als erstes) die Rotköpfe so mit 25-30 Stück einsetzen, und dann schauen wie es wirkt, und bei Bedarf aufstocken.

JoKo schrieb:
Bei Deinem Wasser solltest Du von ramirezi Abstand nehmen. Der oben erwähnte A. cacatuoides geht aber problemlos.
Viele Corydoras ebenso wie. z.B. C. paleatus.
Ich glaub, du hast oben überlesen, dass ich das Wasser mit einem Vollentsalzer aufbereiten werde. :)

Schöne Grüße
Christoph
 

Z-Jörg

Mitglied
Hi Christoph,
wieso frech, ich frage auch wenn ich was wissen will "wieso, weshalb, warum..." :wink:
Die P.pulcher sind schon recht robust u. können auch, zumindest in Paarung, recht ruppig werden. Ausserdem vermehren sie sich rasch u. der Nachwuchs ist schwer loszuwerden.
 


fischolli

R.I.P.
Moin Christoph,

ich sag mal was zu den Barschen. Aufgrund deines doch recht großen Beckens hast du mehrere Optionen, die funkionieren können (nicht müssen!)

1) verschiedene Apistogramma-Arten

Es könnte durchaus hinhauen, zwei Arten in dem Becken zu halten, da sie genug Platz haben, sich aus dem Weg zu gehen. Alllerdings solltest du darauf auchten, dass die dann alle in etwa das gleiche Alter und die gleiche Größe haben. Ein voll ausgewachsenes Paar gegen ein ganz junges geht höchstwahrscheinlich schief. Ich würde jeweils nur ein Weibchen nehmen, wenn du Corys dazu setzen willst. Die Kombi Apistogramma/Corydoras klappt bei mir nicht besonders gut, ich vermeide es inzwischen, sofern möglich.

2) Apistogramma und Mikrogeophagus ramirezi

Funktioniert auch in kleineren Becken relativ gut. Die funken irgendwie auf verschiedenen Wellenlängen, nur beim Brüten gibt es mal Zoff. Allerdings werden die Ramis es schwer haben, ein Gelege durchzubringen.

3) Gruppenhaltung beider Arten

Du kannst auch überlegen, von nur einer Art eine größere Gruppe einzusetzen. In deinem Becken halte ich 15-20 Tiere für problemlos machbar. Die funktioniert in halb so grossen Becken wie deinem mit diversen Arten erstaunlich gut. Da die Möglichkeit, ausgedehnte Reviere zu bilden, aufgrund der Individuendichte stark eingeschränkt ist, gibt es nur sehr wenige Agressionen.


Das Bild ist mal ganz auf die Schnelle gemacht (also über Sch...-Qualität und Wasserflecken großzügig hinwegsehen :lol: )
Das ist ein Standard 112l-Becken (80x35x40). Auf dem Bild sieht man nur 2, aber da sitzen ca. 15 A. panduro drin, die ich für einen befreundeten Aquarianer zwischenhältere. Obwohl mind. 5 Weibchen in voller Brutpflegefärbung rumschwimmen und auch scheinbar Gelege bewachen (aus denen nie was hochkommt), gibt es sehr wenig Zoff im Becken. Und es ist total interessant, das zu beobachten. Ausserdem ist immer was los im Becken.

Gruß
 

fischolli

R.I.P.
Hä,

ich seh das Bild, ist doch wie immer mit Img-Befehl verlinkt. Versteh ich nicht, sehen andere das auch nicht?

Gruß
 

Z-Jörg

Mitglied
Ich sehe es auch u. ich staune über die neuen Erkenntnisse, dass man soviele Apstogramma zusammen halten kann, war mir neu.
 
Hi,
Z-Jörg schrieb:
ich staune über die neuen Erkenntnisse, dass man soviele Apstogramma zusammen halten kann, war mir neu.
in der Tat kann man für Apistogramma paarweise oder Guppenhaltung empfehlen. 2 Pärchen oder die ach so angepriesenen Haarems gehen oft in die Hose. Pflegt man aber zB 5-6 Männchen mit 2-4 Weibchen in einem 160 Liter Becken, geht das idR richtig gut. Die Aggressionen der Tiere verteilen sich besser und keiner wird so richtig unterdrückt. Mein bisheriges Maximum waren 23 adulte Apistogramma rubrolineata auf 100 Liter.
 
Hey,

Martin Krüger hat hier und hier auch schonmal über 60-80 A. macmasteri im 2m Becken berichtet.

Wie mein Edit schon zeigte, ich seh das Bild inzwischen auch. Vielleicht beim Editieren noch was mit dem Bild verändert, Olli?

MfG
 
Hi!

Das sind ja tolle Infos :)

Gut, dann werdens wahrscheinlich 2 Päärchen - Gruppenhaltung finde ich zwar interessant, aber die Möglichkeit Revierbildung durch Individuendichte zu unterdrücken, hat mir schon bei Malawis nicht gefallen.
Außerdem finde ich den Wiedererkennungswert bei Paarhaltung schön. :)

Zu Olli:
Du sagst Apistogramma/Corydoras klappt bei dir nicht besonders gut?
Allgemein garnicht (zb in Konstellation 1 A.-Paar + 1 M. ramirezi-Paar + Corys) oder gilt das nur für die Möglichkeit mit 2 Arten A.?
Mir gefallen Corys zwar sehr, aber wenn es ungünstig ist, bevorzuge ich auf jeden Fall die Zwergbuntbarsche.

Zu Jörg:
Ok, dann lieber keine P. pulcher - danke für den Hinweis! (wäre aber bei 2 Paaren in dem Fall sowieso kein Thema geworden, da gefallen mir die Apistogrammas und Ramirezis besser..)

Oh mann.. ich freu mich schon unheimlich auf das Becken..
Die 2 Monate mit aufs Becken warten und dann Einfahren werden hart :mrgreen:

Schöne Grüße aus der eiskalten, aber sonnigen Bodenseeregion
Christoph
 
Hallo,

nur eine kleine Anmerkung zu Hemigrammus bleheri. Die Tiere ziehen durchaus in den unteren Regionen ihre Bahnen.
Und sie sind schnelle Räuber.
Dazu dann noch Apistogramma und Corydoras und es wird ziemlich eng in der Bodenregion. Zumindest in Hinsicht auf Nachwuchs bei Apistogramma.

Bei der Beckengröße würde ich mit zwei oder drei Paaren Apistogramma starten und dann mal abwarten wie sich das entwickelt.
Aus meiner Erfahrung heraus kann sich die Population an Zwergbuntbarschen da gut entwickeln, da sich die Tiere direkt in eine Rangordnung eingewöhnen und Beissereien und Gezicke unterbleibt fast gänzlich.

Bei den Keilfelckbarben sollte man den Blick mal auf Heteromorpha espei richten, die bleiben gut zusammen und machen richtig Spass. Und sie bleiben in den oberen Regionen.

Zur Bepflanzung möchte ich nur anmerken das Vallisneria spiralis zur unkontrollierten Vermehrung neigt und es schon einigen Aufwand erfordert die Pflanzen zu etablieren wo sie denn gewünscht sind.

Beste Grüße
Martin
 
Hi,

wow die H. espei sind ja wunderschön!
Hab die leider noch nie bei uns im Handel gesehen..
Werd mich aber auf jeden Fall erkundigen, ob die wer bestellen könnte.

Hast du mit Absicht von 2-3 Apistogrammas gesprochen und die M. ramirezi nicht erwähnt? Würdest du die M. weglassen?

hmm,.. vielleicht lass ich den ZBB auch den Platz und lass die Corys ganz weg..

Schöne Grüße
Christoph

Edit.. Hälfte vergessen..
Was würdest du statt V. spiralis nehmen?
Soll einigermaßen dicht und nicht durchblickbar werden..

.. und danke an alle für die rege Teilnahme!!! :)
 

fischolli

R.I.P.
Hi Christoph,

bei den M. ramirezi solltest du bedenken, dass du auch höhere Betriebskosten hast, da die es schon etwas wärmer mögen als die Apistogramma. Eine gut funktionierende Heizung ist da Pflicht. Das passt allerdings wieder dann, wenn du anstatt der Corys ein paar L-Welse halten willst, was sehr gut mit den Barschen geht. Die meisten Hypancistren und Peckoltia und Co. wollen es auch gern etwas wärmer.

Bei mir gin Corys und Barsche eigentlich nie richtig gut. Die Barsche haben irgendwann das gesamte Becken zum Revier erklärt und dann bezogen die Corys sofort Prügel, wenn sie ihre Schnauze mal auf freien Grund gesteckt haben. Aber, andere haben da gute Erfahrungen, ist also nicht allgemeingültig. Blöd ist nur, wenn man merkt, es geht nicht und die Fische nicht trennen kann. Weggeben ist meist schwierig und/oder mit Einbußen verbunden.

Wie geschrieben, die Kombi Apistogramma und Ramis geht an sich recht gut.

Gruß
 
Hi Olli,

wie klein die Welt doch ist - hab grad dieses Wochenende bei euch ZBB-Höhlen bestellt :lol:
(leider habe ich aus den 2 Mailadressen nicht auch noch zufällig deine gewählt :mrgreen: )

Interessanter Einwand mit den Betriebskosten / Temparatur.
Wobei L-Welse natürlich auch nicht uninteressant wären.

Die Corys werde ich wohl weglassen - da ist mir das Risiko zu groß, dass es dann nicht hinhaut - dann lasse ich den Platz lieber den ZBB.

Im Internet stehen sowohl bei den Apistogramma-Arten als auch bei den T. espei 23-28 Grad.
Da ich im Wohnraum durch meine bessere Hälfte sowieso immer 23-24 Grad habe, könnte ich die Heizung dann ganz weglassen? Oder würdest ihr dennoch auf ~25 Grad heizen?

Gibt es auch L-Welse die mit diesen Temperaturen klar kommen und nicht zu groß werden?

Schöne Grüße
Christoph
 

fischolli

R.I.P.
Hi Christoph,

leider habe ich aus den 2 Mailadressen nicht auch noch zufällig deine gewählt
Das hast du gut gemacht, sollen die anderen faulen Säcke auch ruhig mal was tun. Weil 90% der Bestellungen landen komischerweise bei mir. :lol:

Nun sind wir bei einem ganz wichtigen Punkt mit der Heizung. Genau das geht nämlich in normal beheizten Räumen sehr gut, also das Weglassen eines Heizers, meine ich. Ich behaupte sogar, den Fischen tut es ganz gut, wenn nachts mal die Temperatur etwas absinkt, ist schließlich in der Natur nicht anders. Dazu heizen die Beleuchtungen ja auch noch mit, sofern du nicht schon neueste LED-Technik einbaust.

Doch, es gibt auch eine Reihe Welse, die mit diesen Temperaturen gut klar kommen. Zum einen die meisten Ancistren, aber es gibt da bestimmt noch andere. Eventuell mal die Datenbank von L-welse.com durchstöbern. Wenn es nicht unbedingt L-WElse sein müssen, geht das bei den Hexenwelsen z.B. gut. Da gibt es sehr ansprechende rote Formen. Und bei den Störwelsen (Sturisoma) kannste auch mal kucken.

Ach ja, die passenden Höhlen für die Viecher haben wir dann auch. :mrgreen:

Gruß
 


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