Besatz Juwel 800, 110 Liter

Hallo an alle,
nachdem ich hier schon viel super Tips bekommen habe wollte ich einmal nach dem geplanten Besatz fragen. Die die meine Fragen bislang gelesen haben wissen, dass es noch Theorie ist, aber so bin ich nunmal. Aquaritik ist Neuland für mich und ich will möglichst keine Fehler begehen. Also jetzt zu meinen Voraussetzungen:

Beckengröße: 80x36x45, 110 Liter (Juwel Rekord 500)
Bodengrund: 0,4-0,8 mm Quarzsand, 5-6 cm (dem Forum sei Dank)
Wasserwerte: pH-Wert: 8,2 +-0,1
Carbonathärte: 2,5 +-0,3 °dH
Gesamthärte: 0,86 +-0,05 mmol/l
Grad deutscher Härte: 4,8 +-0,3 °dH
Eisen: < 0,005 mg/l
Filter: Bioflow Super, ca 500 l/h Durchsatz, Innenfilter (Bin auf der Suche Nach nem Außenfilter, falls das mit dem nicht klappt)
Licht: 2x 18W T8 von Juwel

So, das müssten die wichtigsten Angaben sein. Wasserwerte beziehen sich auf Werte der Wasserwerke, nicht auf Messungen am eingefahrenen Aquarium.

Wunschbesatz:
Angefangen wird mit TDS, Red Fire Garnelen, etwa 20 Stück und 2 Ancistrus spec.
Danach sollen etwa 20 Paracheirodon innesi dazu kommen
Danach etwa 8 Corydoras paleatus
Zu guter letzt Macropodus opercularis

Ich denke, das ist realistisch, oder? Meine Sorge besteht noch darin, dass sie sich so wohl fühlen, dass viele neue Fische dazu kommen. Ist die Sorge begründet, oder eher nicht? Damit Fische laichen brauchts oft ja besondere Bedingungen, oder? Möchte vermeiden Fische zu haben wo ich nicht weiß wohin damit. Einfach wegkippen oder so wäre ein schlechtes Vorbild für die Kinder in meinen Augen.

Wenn an dem Besatz grundlegend nix verkehrt ist würde ich gerne noch ein paar Tips bezüglilch Pflanzen bekommen. Bin wahrlich kein Pflanzenkenner und die Auswahl ist für mich allein wegen der Lateinischen Namen zu verwirrend. Sollam Anfang halt schnell wachsen, hinten höher, an der Seite wo der Filter ist auch, Mittig und vorne niedriger, vielleicht etwas für die Garnelen und ganz klar Wurzeln für die Welse.

Und wenn jemand noch nen Tip hat wegen dem Filter wäre ich sehr dankbar. Folgendes Ist noch bedenklich: Er hat Schlitze in etwa halber Höhe für die Zufuhr des Wassers zum Heizstab. Soweit ich das überblicke besteht da keine direkte Verbindung zur Pumpe. Das zu filternde Wasser wird von der Oberfläche geholt, auch durch relativ große Schlitze. Ist das gefährlich für die Fische und Garnelen? Nen Strumpf bekomm ich nicht drüber. Aber ich würd anfangs gern den Filter probieren, allein weil der dabei war und ich den ja auch bezahlt habe. Klappt das nicht kommt nen Eheim Classic oder Tetra ex 800 dran. Aber dann erst nach Beschwerde bei Juwel. Bis dahin denke ich Positiv.

So, hoffe Ihr habt noch ein paar gute Tips für mich parat.

Grüße, Andi
 


Moderlieschen

Moderator
Teammitglied
Hi Andi,

wenn ich mich richtig erinnere hatte Andrea (Henny) mal ziemliche Probleme mit der Kombination Corydoras paleatus und Macropodus opercularis. Das gab ein schlimmes Gemetzel.
Zwar nicht von Anfang an, aber irgendwann fing es an, dass die Corys durch die Makropoden übelst verletzt wurden.

Vielleicht kann sie sich gelegentlich kurz dazu äußern, wie das letztendlich ausgegangen ist. Ich glaube, sie musste die Tiere damals trennen.
Momentan ist Andrea zwar nicht "anwesend", aber die kommt schon wieder :wink:

Grüße Petra
 

Z-Jörg

Mitglied
Wenn man mal ausgewachsene Makropoden sieht, sollte man meinen, das 110l eh zu klein sind.
Lieber die Makropoden gegen Fadenfische ersetzen.
 
Hallo Jörg, Hallo Petra,

die Makropoden habe ich ins Spiel gebracht, weil die ja eher oben im Becken schwimmen. Aber wenn es Probleme gab lass ich das mal lieber. Dachte nur ein Pääärchen für die obere Region wäre noch auflockernd fürs Bild. Mal sehen, die Fadenfische sind auch sehr schöne Tiere. Aber ich lass mir das nochmal durch den Kopf gehen.

Ist, abgesehen von den Makropoden denn was negatives zu befürchten bei meinem Besatzwunsch? Hab Angst, das es sich am Boden etwas knubbelt und die Tiere zu wenig Platz haben. Oder ist die Sorge unbegründet?

Grüße, Andi
 

fischolli

R.I.P.
Moin,

zwei Ancistren und 8 Corys dürfte bei der Beckengrösse gehen. Ich würde dann den Bodengrund nicht komplett "zubauen" mit Pflanzen und Holz, damit die Corys auch Platz zum gründeln haben.

Bei den Fadenfischen kämen sowohl T. lalius als auch T. chuna infrage. Die größeren Arten dann eher nicht. Für Macropodus opercularis finde ich das Becken auch knapp, obwohl es bei dichter Bepflanzung gehen würde. Das die Corys vermöbeln, hab ich noch nie gehört, ich kann mich auch an Hennys Berichte dazu nicht erinnern. :shock:

Gruß
 
Hallölle,
wollte halt auch sichergehen, dass Garnelen und 2 Welsarten nicht zu viel sind für den Bodenbereich. Und Platz zum grundeln lass ich denen schon, hab ja extra deswegen auf Sand umgesattelt.

Gibt es bei den Arten eine empfohlene Anzahl an Männchen/Weibchen oder ist das eher egal? Wenn es wichtig ist, ab wann erkennt man das Geschlecht?
Und ist bei dem Besatz mit vermehrtem Nachwuchs zu rechnen?

Grüße, Andi
 

fischolli

R.I.P.
Hi,

Gibt es bei den Arten eine empfohlene Anzahl an Männchen/Weibchen oder ist das eher egal? Wenn es wichtig ist, ab wann erkennt man das Geschlecht?
Und ist bei dem Besatz mit vermehrtem Nachwuchs zu rechnen?
Von welcher Art sprichst du jetzt?

Gruß
 


Hallo,
von den 2 Ancistrus spec.und den 8 Corydoras paleatus. Es soll harmonisch sein und natürlich nicht Nachwuchs ohne Ende kommen. Dann wüsste ich nicht wohin damit.

Grüße, Andi
 

Moderlieschen

Moderator
Teammitglied
Hi Olli,

fischolli schrieb:
Das die Corys vermöbeln, hab ich noch nie gehört, ich kann mich auch an Hennys Berichte dazu nicht erinnern. :shock:
Habe den Thread (zumindest einen, ich glaub es waren ursprünglich zwei) wieder gefunden.
aquarium-talk-f9/mal-wieder-ein-versuch-t113789.html
Du warst sogar an der Diskussion beteiligt :wink: . Wir hatten damals verzweifelt versucht, den/die Täter für die schlimmen Verstümmelungen herauszufinden.
Und letztendlich waren es die Makropoden.

Grüße Petra
 

fischolli

R.I.P.
Moin,

keine Zeitung da.. *grummel*. Also müßt ihr meine schlechte Laune aushalten. :mrgreen:

Ich weiss doch nicht mehr, was ich vor zeeip Jahren von mir gegeben habe! Ich bin ein alter Mann!

Aber, stimmt schon, damals blieben nur die Makropoden als Übeltäter übrig. Sehr merkwürdig, hab ich ansonsten noch nie gehört. Sind das Nachkommen von Hennys Killer-Makropoden?

Gruß
 

Moderlieschen

Moderator
Teammitglied
Hi Olli,

fischolli schrieb:
Ich weiss doch nicht mehr, was ich vor zeeip Jahren von mir gegeben habe! Ich bin ein alter Mann!
Jetzt aber...ich bin ne alte Frau und wusste es trotzdem.
Gerade bei älteren Leuten funktioniert das Langzeitgedächtnis meist besser als das Kurzzeitgedächtnis.
Also, nicht so schlimm, wenn die Zeitung fehlt. In 5 Minuten wüsstest du eh nicht mehr, was drin stand :lol:

Und hier gehts noch nicht um "Killer"-Makropoden, sondern lediglich um die eventuell gleichzeitige Haltung von Macropodus opercularis und Corydoras paleatus.

Guten Morgen Olli! Zeit zum Aufwachen :mrgreen:

OT Ende :wink: .

Grüße Petra
 
Hallo an Alle,
jetzt ist es soweit. Seit Sonntag ist das Becke gefüllt. Endlich wurde aus der Theorie Praxis. Ich habe den Filter mit Starterbakterien gefüttert und schon Donnerstag Abend in Betrieb genommen. Ohne alles im Becken. Aber so konnte ich den Filter und die Heizung testen.
Am Sonntag kam dann der Sand rein, die Wurzel, die Pflanzen und die Garnelen mit den Schnecken. Zusätzlich noch ein Starter von JBL. Hab lange überlegt ob ja oder nein zu so Startern. Da es maximal hieß überflüssig aber nicht schädlich hab ichs halt gemacht. Bislang keine Auffälligkeiten. Sogar die Luft ist mitlerweile aus dem Filter entwichen. :dance: Schnurrt jetzt leise wie ein Kätzchen. Muß immer schauen, ob die Oberfläche sich bewegt, weil man nix hört tagsüber.

So, nun gehts an den Besatz. Wie hier schon angesprochen waren 2 Ancistrus spec.und den 8 Corydoras paleatus im Gespräch. Jetzt, wo es langsam ernst wird beschleicht meinen Sohn die Befürchtung, dass die beiden Ancistrus spec. eher versteckt bleiben und sich nicht wirklich blicken lassen. Abgesehen davon, dass ich vergessen hatte, für Röhren noch Platz zu lassen :autsch:
Mal die Frage an die Erfahrenen Wels-Halter. Ist es so, dass diese sich tagsüber total zurückziehen? Und könnte man die im jetzigen Stadium schon einsetzen? Also 2 Stück, mehr nicht. Wobei ich Angst habe 2 Männchen zu erwischen, weil die ja relativ klein abgegeben werden. Sollte man dann eher ältere Tiere nehmen? Ab wann sind sie zu unterscheiden?

Und noch eine Frage kam auf. Wäre es möglich anstatt der Corydoras paleatus die Corydoras sterbai zu nehmen? Von den Werten her müsste es gehen. Einzig das Gemüt kenne ich nicht. Daher die Frage.

Grüße, Andi
 

fischolli

R.I.P.
Moin,

es stimmt schon, Harnischwelse und damit auch Ancistren sind keine Aktivitätsbolzen und leben bei mir auch ziemlich versteckt. Vor allem bei dichter Bepflanzung und Holz/STeinen im Becken sieht man nicht viel von denen, ausser bei Fütterung.

Wenn es darum geht, kann ich dir Leliellia sp. rot (roter Hexenwels) empfehlen. Die turnen den ganzen Tag gut sichtbar bei mir im Becken rum. und sind hübsch und total friedlich.

C. sterbai möchte deutlich höhere Temperaturen als der paleatus und wird auch deutlich teurer sein.

Gruß
 
Hallo Olli,
also die C. sterbai bekomme ich in der Nähe für etwa 3 Euro pro Fisch. Wobei der Preis da nicht das Ausschlaggebende sein sollte. Eher obs passt und die Temperaturen sind ein wichtiger Faktor. Aber die würden dann doch eher zu den Leliellia sp. rot (roter Hexenwels) passen, oder? Die mögens doch auch lieber so um 25, 26 Grad oder irre ich da?
Wieviele sollten da gehalten werden? Einzeln, kleine Gruppe, Paar?
Den Ancistrus spec. sollte man ja als Paar halten und nicht einzeln, richtig? Das Problem ist, dass ich ungern Fische schicken lasse. Weiß nicht, habs noch nie gemacht, aber irgendwas sträubt sich da in mir. Begründet, keine Ahnung. Auf jeden Fall scheints so, dass die Leliellia sp. nur in größerer Entfernung zu bekommen sind. Also 100km aufwärts. Da wirds für nen Transport auch wieder ungünstig.
Schön sehen sie aus, gar keine Frage. Vielleicht ist ja jemand aus der Nähe Siegburg hier, der Zufällig welche abzugeben hat? :dance:
Ansonsten, gibts noch Alternativen?

Grüße, Andi

EDIT: Wie ist es denn mit den L134 (Peckoltia sp.). Finde da Angaben von Wassertemperatur zwischen 25 Grad und 29 Grad. Da kochen die C. paleatus ja fast schon. Denke halt, das Becken ist nicht riesig, und bevor ich Höhlen und Verstecke für einen Fisch platziere, den ich eh kaum sehe und wenig Beziehung als Anfänger zu habe, lasse ich das mit diesem lieber sein.
 
Hallo an Alle,

ich berichte ja an anderer Stelle immer mal wieder wie es weiter geht mit unserem Aquarium. Soll ne Art kleiner Dank für diejenigen sein, dir mir mit wertvollen Tips und Ratschlägen weitergeholfen haben.

Das Becken wurde am 18.10 befüllt und eingerichtet und sofort mit 20 Red Fire Garnelen und ein paar TDS bestückt. Am 23.10. sind 10 quirlige Corydoras Panda dazu gekommen.

Jetzt ist die Überlegung, welche Fische noch dazu passen. Paracheirodon innesi gefallem unserem Sohn am besten. Er hat sie nur im Schaubecken in der Aquarienhandling gesehen. Dort ist das Verhalten total anders als in einem Becken. Es ist aber nunmal sein Becken und letztlich entscheidet er. Wir versuchen Ihn aber zu lenken.

Alternativ wurde mir mal Poecilia reticulata genannt. Dann aber nur Männchen wegen der Sprunghaften Vermehrung.

Beide werden wohl an den Garnelennachwuchs gehen. Wobei ich tendentiell mehr sowas bei Guppys lese als bei den Neons.

Vielleicht hat noch jemand einen Tip für einen Fisch? Folgende Wünsche hätten wir, wobei davon nicht immer alles erfüllt sein müsste:

friedlicher Fisch
Gruppenfisch (dürfen wenns passt gerne 15-20 sein. Mehr kommen nicht dazu)
Nachzuchten von Händlern in der Nähe (Siegburg)
Verträgt sich mit Corydoras Panda und Red Fire Garnelen
Lässt so manchen Garnelennachwuchs mal ausgewachsen werden
lebt überwiegend im mitleren (bis oberen Bereich)


Wenn wir uns für einen entschieden haben werden wir natürlich die Pflanzen dementsprechend ändern. Diese waren für den Start gedacht und ich glaube besser hätten wir es als Anfänger nicht machen können. Optisch vielleicht, meinte damit eher den recht raschen Besatz ohne nennenswerte Nitrit-Probleme.

Also, über Tips zu anderen Fischen wären wir sehr dankbar.

Grüße, Andi
 

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fischolli

R.I.P.
Hi,

erstmal, Becken sieht top aus. :thumright:

Neonalmler, egal ob der P. innensi oder der axelrodia sehen auf den ersten Blick bestechend schön aus. Im Aquarium sind es dann aber meist die langweiligsten Fische, die ich kenne. Stehen bloß blöd zwischen den Pflanzen rum und geraten nur in Wallung, wenn sie einer scheucht (was weder die Garnelen noch die Corys machen) oder wenn es Futter gibt. Werden also für Kinder schnell uninteressant. Da sind Guppys dann doch ne ganz andere Nummer. Immer in Action und sehen auch schick aus. Ich würde unbedingt Weibchen dazunehmen. Wenn du einen schönen Endler-Stamm bekommen kannst, wird man Nachwuchs auch gut los. Gibt bestimmt Züchter im örtlichen Aquarienverein, sonst mal hier bei "suche" kucken, ob jemand in deiner _Nähe ist.

Für mich schließ das auch nicht eine kleine Salmlerart aus oder eine kleine Bärblingart. Bei den SAlmlern kuck doch mal nach Hyphessobricon amandae. Friedlich und viel lebhafter als Gubsen. Bei den Bärblingen geht es von den ganz kleinen Boraras-Arten über die kleinen Rasboras-Arten. Die sind in der Regel auch viel munterer als Neons.

Für deine Garnelen sehe ich bei der Bepflanzung auch gute Chancen, dass da was durchkommt. Wobei meine kleinen Salmler noc nie aktiv Garnelen gejagt haben.

Gruß
 

Henny

Mitglied
Hi Leute,

die Andrea ist wieder da! :dance:
Ich habe die Beiträge in diesem Thread gerade schnell überflogen.

Andi, das Becken ist wirklich schön! :thumleft:

Ich hatte ja in den letzten Jahren sehr viele Makropoden (opercularis und spechtii) in unterschiedlichen Becken und habe die auch in größeren Mengen hochgezogen und verkauft. Den letzten Schwung von 56 Tieren habe ich vor ca. zwei Monaten verkauft, und werde aus Zeitgründen momentan keine weiteren Tiere aktiv nachziehen.
Definitiv haben die Makropoden damals meinen Corys die Augen ausgebissen. Ich habe das leider auch beobachten dürfen. Das hatte aber Gründe, die ich heute verstehe, aber jetzt nicht ohne Nachfrage erkläre.
Das bedeutet aber weder, dass Makropoden grundsätzlich Killer sind, noch dass man Makropoden nicht mit Corys vergesellschaften kann.
Makropoden sind neugierige und recht dominante Charaktertiere. Deswegen mag ich sie auch so gerne. Aber sie sind mit Vorsicht zu geniessen. Die haben auch keine Hemmung, den Pfleger mal eben in den Finger zu beissen. :lol:
Makropoden brauchen ein gut abgestecktes Revier, zum Teil dichte Pflanzen und gute Rückzugsmöglichkeiten für das gejagte Tier.
Bei Makropoden bedeutet ein Männchen und ein Weibchen nicht zwangsweise eine harmonische 'Ehe'. Ich habe es letztendlich so gehalten, wie es Leute mit Skalaren machen: Mehrere halbstarke Tiere zusammensetzen und sich die Paare finden lassen. Das können aber die meisten Aquarianer nicht umsetzen.

In 110 Liter würde ich nur ein ganz 'sicheres' Paar setzen. Makropoden sind keine Streckenschwimmer, aber sie sind sehr aktiv. Auch bei einem 'guten' Paar, kann es zu Hetzjagden kommen, da muss sich (meistens das Weib - es kann aber auch andersrum gehen :wink: ) verstecken können. Deswegen sind 110 Liter schon sehr knapp bemessen. Da würde es einen Dschungel brauchen.
Falls auch ohne aktives Zutun Nachwuchs durchkommt, müsste der definitiv abgegeben werden.

Ich halte momentan nur noch in einem Becken (240 l) ein 'Altpaar' M. spechti zusammen mit Bitterlingsbarben und C. trilineatus. Das klappt prima. Trotz der gierigen Bitterlingsbarben ist ein zusätzliches Weibchen durchgekommen, das jetzt fast ausgewachsen ist, und als 'Zweitfrau' bleiben wird. Es gibt von einer späteren Paarung zwei weitere Jungtiere, die jetzt ca. 3-4 cm groß sind. Diese beiden Tiere werden bald gehen müssen.

Falls diese beiden Jungtiere nicht gehen, wird es zwischen den Makropoden bald zu Mord und Totschlag kommen, und es ggf. sogar Übergriffe auf Corys oder Bitterlingsbarben geben.

Makropoden und Garnelen gehen gar nicht! Makropoden hauen sogar Amanogarnelen im Zwanzigerpack weg! So dicht kann kein Dschungel sein! Also davon Finger weg!

Tja: Mokropoden sind auf meiner Sicht optisch und vom Verhalten ganz großartige Fische. Es macht einen Riesenspaß, diese Tiere zu pflegen. Ich möchte sie nicht missen, auch wenn ich die Menge reduziert habe. Aber man muss ihnen die Bedingungen bieten, die sie brauchen. Sonst können sie agressiv werden.

Andi: 110 Liter finde ich knapp. Wenn Du Deinen Focus auch gerne auf andere Fische legst, würde ich an Deiner Stelle erstmal von Makropoden Abstand nehmen.
Aber behalte diesen tollen Fisch gerne im Hinterkopf, das lohnt sich definitiv...
 
Hallo Olli, Hallo Andrea,

Danke für das Lob. Uns gefällt das Aquarium so auch sehr gut. Wobei, und das ist wichtiger, die Bewohner scheinen sich darin pudelwohl zu fühlen. Die Pandas zeigten anfangs etwas scheu als man zum Becken kam, aber wenn man dort einen Moment verweilt kamen sie raus und machten weiter wie zuvor. Also alles Top.

So wie es aussieht ist die Entscheidung auf die Paracheirodon innesi gefallen. Wir waren in einem Zoo-Geschäft und dort schwammen ganz kleine in einem Becken. Die Reaktion war ähnlich wie bei Welpen und kleinen Kätzchen. Hatte keine Gelegenheit dort was zu fragen weil zu viel los war und wir keine große Zeit hatten. Aber so wie es jetzt aussieht werden 20 von den Winzlingen bei uns Einzug halten. Ich habe lange gehadert, weil Olli ja sagte sie werden mit der Zeit sehr ruhig und damit eher langweilig. Der Züchter, bei dem wir die corydoras gekauft haben meinte sie seien eher kleine Hektiker. Wenns ein Mittelding wird ist doch alles gut. So weit ich gelesen habe kommt es, vielleicht mehr als bei anderen Arten, auf die Beckenbepflanzung an. Dann sind wir halt gefordert das bestmögliche Becken zu bieten. Hat auch seinen Reiz.

Versuch mich jetzt mal an Artemia-Eiern. Die wollen bestimmt was lebendiges haben ab und an. Und die Zoo-Handlung ist ne halbe Stunde Fahrt weit weg. Einfache Fahrt. Beim letzten mal war nichts wirklich tolles mehr an Lebendfutter dort. Daher für den Winter Artemia und im Sommer an Mülas wagen. Den Fischen solls ja gut gehen.

So, melde mich wieder, sobald die Bewohner eingezogen oder die Fische doch nicht genommen wurden, weil etwas letztlich doch nicht passte.

Grüße, Andi
 

fischolli

R.I.P.
Hi,

genau, selber testen ist die richtige Vorgehensweise.

Oh ha, es geht jetzt schon an die Futterzuchten. Da gibt es viele nette SAchen, neben diversen Würmern u.a. flugunfähige Fruchtfliegen, die besonders spaßig werdne, wenn sie sich mit den flugfähigen Wildformen kreuzen. Immer wieder netter Diskussionsstoff mit nicht aqua-verrückten Ehepartnern. :lol:

Gruß
 
Hallo Olli,
deswegen fange ich mit Artemia an. Die können nicht raus und einen stechen :D

Es heißt ja immer, dass man am besten Lebendfutter gibt. Zumindest recht häufig. Da in annehmbarer Entfernung kein Lebendfutter zu bekommen ist muß ich selber ran. Mülas und sonstiges Getier was eventuell Nebenwirkungen hat wenn man nicht aufpasst wird wenn erst im Sommer und dann nur weit genug vom Haus weg gezüchtet.

Aber was tut man nicht alles für seine Tiere. Immer nur Tiefkühlpizza wollen wir ja auch nicht essen, oder? Und man wächst bekanntlich mit seinen Aufgaben, also gehe ich jetzt mal die Sache mit den Artemias an.

Grüße, Andi
 


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