Automatischer Wasserwechsel

Schönen guten Morgen,

nach knapp 11 Jahren mit meinem jetzigen 200 Liter Aquarium, wollte ich mir mal etwas Neues zulegen. Es soll eine Maßanfertigung werden. Ein Panoramaaquarium 377 Liter. Die Verbindung zum Außenfilter wird durch eine Bohrung durch den Schrank und den Aquariumboden hergestellt. Dabei kam mir jetzt eine Idee für den Wasserwechsel.

Das Aquarium werde ich zusammen mit einem ProfiLux III betreiben. Wäre es nicht möglich, vor den Filter zwei T-Stücke zu setzen. Zwischen diesen beiden T-Stücken ein Magnetventil. An das erste T-Stück vom Aquarium aus gesehen kommt ein Schlauch zum Abwasser mit Magnetventil, an das zweite T-Stück das Frischwasser ebenfalls mit Magnetventil.

Jeden Tag zu einer bestimmten Zeit schließt das Magnetventil, das das Wasser vom Aquarium zum Filter durchlassen würde. Gleichzeitig öffnen die beiden Magnetventile für Abwasser und Frischwasser. Nach einer voreingestellten Zeit, wenn genug Wasser abgelassen wurde, schließt das Magnetventil Abwasser. Wenn im Aquarium ein Schwimmschalter anspricht (ausreichend Frischwasser zugeführt), schließt das Magnetventil für das Frischwasser und das andere Magnetventil gibt den Durchfluss vom Aquarium zum Filter wieder frei.

Da ich in der Vergangenheit alle 2 Wochen etwa 25 bis 30 Prozent WW gemacht habe, müsste ich nun also pro Tag rund 2 Prozent des Wassers wechseln. Wenn ich den Bodengrund vom Gesamtinhalt abziehe, komme ich auf rund 300 Liter Wasser. Dementsprechend müsste ich jeden Tag 6 Liter tauschen. Das Frischwasser würde zunächst durch den Filter geleitet und erst dann ins Aquarium.

Oder mache ich hier einen Denkfehler?
 


Morgen,
oh man viel Text. Aber es liest sich etwas kompliziert, dein Vorhaben :wink: . Ich Überlege mir die ganze Zeit schon wie ich so ein "automatischen Wasserwechsel" bei mir (700l) einbauen kann. Wenn ich, wie du, ein neues Becken machen lassen würde, dann mit einem Ablauf/Überlauf. Wegen mir links oben der Überlauf und rechts unten die Frischwasserzufuhr. Mittels Zeitschaltuhr ein Magnetventil jeden Tag für etwa 15 Min. (Die Zeit müsste man ausrechnen) Frischwasser einlaufen lassen. Auf der anderen Seite läuft das "Altwasser" dann automatisch ab in den Gulli. Somit benötigst du nur ein Magnetventil und eine Zeitschaltuhr. Da das Wasser auf gleichen Niveau bleibt, kann der Filter ruhig weiterlaufen.
So würde ich das machen :) . Leider habe ich keine Möglichkeit mehr mein Becken mit einem Überlauf zu versehen, das ist mir zu riskant.
Mal schauen wie ich das anstelle - Tunze??? - Keine Ahnung.
 
Hallo,

Ich denke mit den zwei ventilen ist nicht die die beste variante für deinen Filter wenn es nen Topffilter ist.
Kann mich ja täuschen aber wenn er ohne durchfluss läuft ist das auf dauer bestimmt nicht gesund, wenn du ihn in dieser zeit ausmachst so ist es bei mir blässt er erstmal kurz zeug rein aus den schläuchen wenn ich ihn wieder starte

Mit nem überlauf wäre doch das beste.


Grüsse Becke
 

der_andy

Mitglied
Der_Becke schrieb:
Mit nem überlauf wäre doch das beste.
Vorallem sicher. Da schwimmt nicht die Bude, wenn mal der Schwimmer verkantet oder ein Magnetventil versagt.

Das mit den drei MAgnetventilen leuchtet mir noch nicht ein.

Grüße,
Andy
 
Moin Moin,

Bei meinem AQ geht es zwar nicht Vollautomatisch. Aber Eimer schleppen und Schäuche ausrollen brauch ich auch nicht.
Mein Filter vom AQ steht im Hauswirtschaftsraum. Hier habe ich über T-Stücke und Absperrhähne einen Gartenschlauch an die Abwasserleitung fest angeschossen und einen an die Wasserleitung. Jetzt kann ich mit den Absperrhähnen den Wasserfluss da hin lenken wo ich das Wasser hin haben möchte.
Aquariumeingang zu und Abwasserleitung auf dann pumpt die Pumpe das Wasser in den Abfluss. Dann Pumpe ganz aus und die Absperrhähne so stellen dass das Wasser aus der Wasserleitung ins Becken läuft. So brauche ich beim WW keinen Schlauch ausrollen nichts ansaugen und auch keine Eimer schleppen. Das wäre auch für mich ein KO-Kiterium für die Anschaffung eines AQ gewesen. Und meine Frau freut sich auch das ich nicht so viel mit Wasser im Wonzimmer herumkleckere.
 

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Hallo Rainer =)

Coole Sache mit deinen Absperrhähnen. Würde ich auch gerne so bauen, aber ich habe leider weder ein Wasserhahn noch ein Abfluss bei mir im Zimmer ^^.

Aber ich benutze auch die AQ-Pumpe zum Entleeren. Habe mir dazu im Rücklauf eine Kupplung mit Gardena-Verbindern
eingebaut. muss nur um stecken und schon läuft das Wasser ohne ansaugen in den Abfluss im Bad. =)
 
Schon mal Danke für Eure Beiträge.

Der Filter würde nicht trockenlaufen können. Denn wenn dieser kein Wasser mehr aus dem Aquarium erhält, wird er mit Frischwasser versorgt. Ich versuche das mal ganz einfach zu skizzieren:

Aquarium
|
MV1 |
Ablauf ------------|
|
| MV2
|
MV3 |
Frischwasser -----------|
|
Zulauf zum Filter

Wenn die Zeit für den Wasserwechsel erreicht ist, schließt MV 2. Gleichzeitig öffnen die MV 1+3. Dadurch wird der Filter weiterhin mit Wasser versorgt.

Ist genug Wasser abgelassen worden, schließt das MV 1.

Sobald der Schwimmer anspricht, schließt MV 3 und MV 2 öffnet wieder.

Zur Sicherheit würde über dem ersten optischen Schwimmer, ein kleines Stück höher noch ein mechanischer Schwimmer eingebaut.

Klar, der Überlauf wäre auch noch eine Möglichkeit. Würde aber wieder etwas Platz vom Aquarium wegnehmen.
 


Hi,
Sonnenklee schrieb:
Dementsprechend müsste ich jeden Tag 6 Liter tauschen
völlig ineffizient. Da kann man es auch direkt bleiben lassen.
Das zeigt auch mal wieder, dass den meisten Leuten gar nicht bewusst ist warum man Wasser wechselt!
 
Der Wasserwechsel wird durchgeführt, um die Schadstoffe im Wasser zu senken und eine gleichbleibende Wasserqualität zu sichern. Würde man ihn nicht machen, würden Nitrit und Nitrat stark ansteigen. Das ist nicht gut für die Fische. Außerdem würde es die Algenbildung fördern. Durch geringere Mengen WW, dafür aber in kleineren Abständen, sollte die Wasserqualität doch beständiger sein.
 

Mudskipper

Mitglied
Sonnenklee schrieb:
Durch geringere Mengen WW, dafür aber in kleineren Abständen, sollte die Wasserqualität doch beständiger sein.

Moin,

allerdings sind 6 Liter bei 377Bruttolitern ein Witz.
Nehmen wir mal grob 300 Nettoliter an, dann wären das 10% in 5 Tagen, was quasi Altwasser wäre.
Geht bzw. kann gehen(ohne eine Altwasser-Diskussion zu starten) je nach Besatz, hat aber mit einem effizienten Austausch nichts zu tun

10% täglich - ab da wird es interessant.

lg
 
Wie eingangs geschrieben, wechsel ich alle 2 Wochen etwa 25 bis 30 Prozent des Wassers. Das hat sich bei mir gut eingespielt. Die Wasserwerte stimmen. Ist aber natürlich auch eine Frage, wie der Besatz aussieht und wie das mit den Pflanzen ist.

Natürlich ist es auch weiterhin möglich, alle 2 Wochen automatisch 80 Liter oder jede Woche 40 Liter Wasser zu tauschen, statt den WW täglich durchführen zu lassen.

Der Bodengrund wird eh weiterhin manuell gesäubert.

Wenn ich das richtig sehe, wird allgemein von meiner Idee nicht viel gehalten. Sprich, der Rat an mich wäre, es lieber zu lassen und weiterhin manuell durchzuführen.
 
Hi,
Sonnenklee schrieb:
Natürlich ist es auch weiterhin möglich, alle 2 Wochen automatisch 80 Liter oder jede Woche 40 Liter Wasser zu tauschen, statt den WW täglich durchführen zu lassen.
einfach die zweiwöchentliche oder wöchentliche %-Menge an WW auf "pro Tag" runter zu rechnen, ist aber nicht korrekt im Sinne des Wasserwechsels. Das meine ich mit "den meisten Leuten gar nicht bewusst ist warum man Wasser wechselt".
 
Ich bin ja auch für Vorschläge, Ratschläge und Kritik offen. Mein Ziel war es nicht, hier nur Zustimmung zu hören. Dann hätte ich mir meinen Post auch sparen können.

Generell habe ich die Ansicht, Technik soll das Leben erleichtern. Und wenn ich schon einen Aquariencomputer habe, der den Wasserwechsel automatisch durchführen kann, so wäre es doch logisch, diese Funktion auch zu nutzen. Den Wasserwechsel auf die tägliche Menge runterzurechnen habe ich analog zu den Durchflussaquarien gemacht. Aber es ist ja auch vollkommen in Ordnung, einen wöchentlichen bzw. zweiwöchigen Rhytmus beizubehalten.

In dem automatischen Wasserwechsel sehe ich einfach den Vorteil, wenn mal wieder 4 bis 5 Wochen niemand zuhause ist, dann muss ich mich nur um die Fütterung der Fische kümmern. Es ist einfacher eine Person zu finden, die die Fische füttert und begutachtet, als jemanden, der auch noch zweimal einen Wasserwechsel macht. Zudem gewährleistet der automatischer Wasserwechsel, man kann ihn nicht "vergessen", mal verschieben, ... Denn ich denke, jeder von uns hat es schon erlebt, dass man einen Wasserwechsel zwar machen wollte, ihn dann aber doch um 1, 2, 3 Tage verschoben hat. In erster Linie sollte der automatische WW somit den Fischen zu Gute kommen. Meine Idee fand ich irgendwie sinnig von der technischen Anordnung her. Aber wie das mit Ideen so ist, manchmal vergisst oder übersieht man einfach gewisse Dinge.
 
Sonnenklee schrieb:
Wenn ich das richtig sehe, wird allgemein von meiner Idee nicht viel gehalten. Sprich, der Rat an mich wäre, es lieber zu lassen und weiterhin manuell durchzuführen.

Moin Moin,

Von der Idee halte ich schon viel. Am überlegen war ich auch schon. Allein aus technischer Spielerei. Wenn ich dann mal ganz zu Haues bin werde ich da auch mal herangehen und ein Computerprogamm basteln, welches den WW organisiert. Man kann da auch noch weiter gehen und den WW von den Wassermesswerten abhängig machen. Also auch noch eine automatische Messung mit anschließen. Wenn dann NO2 zu hoch ist wird automatisch 70 % gewechselt. Und wenn die WW ok sind nur 5 %. Wenn im Sommer das Wasser zu warm wird kommt nur kalter Wasser ins AQ. Aber man kann es auch übertreiben.

Wie ist denn bei deiner Lösung die Zuverlässigket. Wenn da mal ein Schwimmer klemmt oder so? Und wie machst du das mit der Wassertemperatur? Oder lässt du das 12 Grad kalte Wasser aus der Leitung ins Becken laufen?

Aber 6 Ltr pro Tag halte ich auch für zu wenig.

Ich wechsle jetzt 2mal die Woche 30 Ltr bei 190 Ltr AQ. Wenn ich das automatisiere würde ich 10 Ltr pro Tag wechseln. Das sind dann ca. 5 % am Tag oder 36% pro Woche.
An deiner Stelle würde ich 15-20 Ltr jeden Tag wechseln. Rechne mal 19 Ltr pro Tag das sind dann auch 5 % oder 35 % pro Woche. Das müsste ausreichen.

Viel Spaß noch mit deiner Technik
 
rmo schrieb:
Wie ist denn bei deiner Lösung die Zuverlässigket. Wenn da mal ein Schwimmer klemmt oder so? Und wie machst du das mit der Wassertemperatur? Oder lässt du das 12 Grad kalte Wasser aus der Leitung ins Becken laufen?

Ich würde zunächst einen optischen Schwimmer nutzen. Ein kleines Stück höher würde ein zweiter, mechanischer Schwimmer angebracht, der ebenfalls den Frischwasserzufluss unterbricht. Wenn ich ganz sicher gehen will, könnte ich auch noch einen dritten Schwimmer anbringen, der dafür sorgt, dass im Notfall Wasser abgelassen wird.

Bei den 6 Litern WW täglich hätte ich Kaltwasser genommen. Wenn die Menge jedoch größer wird, dann würde ich einen Durchlauferhitzer zwischenschalten.

Allerdings, wenn die zugeführte Wassermenge mehr wird, dann ist wohl die Frischwasserzufuhr über den Filter nicht mehr so sinnvoll. In dem Fall wäre es sicherlich besser, oberhalb des Wasserspiegels einen Auslauf einzuplanen oder?
 

Starmbi

Mitglied
Hallo Sol-Trifolium!

Machen wir mal eine kleine Rechnung auf:
Du wechselst alle 2 Wochen ca. 1/3 Deines Wassers.
Das wären dann 100l.
Das machst Du nicht, weil es Dir Spaß macht, sondern weil Du die Abfallstoffe entsorgen möchtest.
D.H. Du hast z.B. einen Anfangsgehalt von 20 mg/l Nitrat, der dann im Laufe von 2 Wochen z.B. auf 30 mg/l klettert.
Nach einem Wasserwechsel von 1/3 bist Du dann wieder auf 20 mg/l. So schön, so gut....

Leider funktioniert es nicht den Wasserverbrauch von einmal 2 Wochen einfach durch 14 (Tage) zu teilen, weil Du den Verdünnungfaktor nicht berücksichtigt hast.
In diesem Rechenbeispiel werden durch Deine Fische ca. 0,7 mg/l/Tag Nitrat ins Becken gebracht. So kommst Du nach 2 Wochen auf den Wert von 30 mg/l (20+14*0,7), den Du mit einem Schlag durch 1/3-Wasserwechsel wieder auf den Anfangswert von 20 mg/l reduzieren kannst.
Wenn Du jeden Tag einen Wasserwechsel machst, um zum gleichen Ergebnis zu kommen, brauchst Du statt 2% pro Tag, ca. 3,45% pro Tag.
Du wechselst ja auch einen Anteil des frisch hinzu gegebenen Wassers wieder.
Das sind dann statt 100l ca. 145l in zwei Wochen.
FKS schrieb:
völlig ineffizient. Da kann man es auch direkt bleiben lassen.
Klar, es geht mehr Wasser drauf (und auch Dünger).
Dafür schwankt der Nitratgehalt statt um 10 mg/l nur um 0,7 mg/l, ist also wirklich konstanter.
Ob das wichtig ist, ist eine andere Sache, ich würde das ruhig mal antesten.
rmo schrieb:
Also auch noch eine automatische Messung mit anschließen. Wenn dann NO2 zu hoch ist wird automatisch 70 % gewechselt.
Eine etwas detailliertere Anweisung dazu, würde mich brennend interessieren.

Gruß

Stefan
 
A

Anonymous

Guest
Hallo,

@FKS
FKS schrieb:
völlig ineffizient. Da kann man es auch direkt bleiben lassen.
Diese Aussage ist nicht richtig. Da die Fische nicht alle gleichzeitig kurz vor dem Sonntag-nachmitäglichen Wasserwechsel kacken, sondern immer, kann man selbstverständlich - beispielsweise - einen wöchentlichen 50-Pozenz-Wechsel ohne Nachteile auf 7 % jeden Tag runterbrechen. Starmbis diesbezügliche Rechnung ist falsch, weil er nur einen kurzen Ausschnitt betrachtet. Er möge das ganz mal bitte 10 Perioden oder länger durchspielen. Dann käme er zu einem anderen Ergebnis, nämlich, daß es egal ist.

Deine Behauptung zeigt mal wieder, daß manchen Leute gar nicht bewusst ist, wie sich die Wasserwechselsequenz auf Dauer auswirkt.

@rmo
rmo schrieb:
Man kann da auch noch weiter gehen und den WW von den Wassermesswerten abhängig machen.
Und welchen Wassermeßwert hältst Du als Wasserwechselindikator für geeignet?

Wenn dann NO2 zu hoch ist wird automatisch 70 % gewechselt. Und wenn die WW ok sind nur 5 %.
In einem eingelaufenen Aquarium spielt Nitrit (NO2) keine Rolle. Und falls Du Nitrat (NO3) meintest: Mein 240er besaß eine gegen Null tendierende Nitratbilanz. Muß ich dann Deiner Meinung nach gar nicht mehr wechseln?

Viele Grüße
Robert
 
Hi,
Loong schrieb:
Deine Behauptung zeigt mal wieder, daß manchen Leute gar nicht bewusst ist, wie sich die Wasserwechselsequenz auf Dauer auswirkt.
bei rein pragmatischer Betrachtung des Wasserwechsels um eine theoretische Konzentration eines Stoffes x im Becken zu verdünnen: ok. Aber Aquaristik ist leider nicht so. Wirklich nicht. Glaube es mir.
 


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