60L ... wie geht es weiter...

Hallo zusammen!

Als Anfänger habe ich mich erst einmal stundenlang im Internet zu dem Thema Aquaristik "schlau gemacht". Nun bin ich aber auf eine Frage gestoßen, zu der unterschiedliche Ansichten vertreten werden. Bevor ich zu der Frage kommen kann, möchte kurz berichten, was ich bisher gemacht habe und was ich noch plane.

Mit dem Bewusstsein, dass 60L klein und für Anfänger schwierig zu "handeln" sind, habe ich mich trotzdem für diese Größe entschieden, da die Umkehrung der Feststellung ist, dass jemand der ein 60L-Becken erfolgreich betreibt, auch problemlos in der Lage ist ein Größeres zu betreiben, wobei in der 60L-Variante nicht so viel auf dem Spiel steht...

Ich habe gestern das Becken bepflanzt und in Betrieb genommen. Bisher ist nur folgendes vorhanden:

Javamoos
Vallisnerie
Grasartige Schwertpflanze
Pogostemon helferi
hygrophila corymbosa
Zwergspeerblatt
Teichlebermoos

Boden: Teilstrecke mit Kies ansonsten Quarzsand

Soviel zum IST.

Der gewünschte Besatz sieht so aus:
6-8 * Red Fire Garnele
4-6 * Gefleckter Ohrgitterharnischwels
4 * Zebrarennschnecke

Der bisherige Plan sieht vor, dass ich in den nächsten Tagen schon mal die
Schnecken einsetzen möchte. Nach 2-3 Wochen dann die Welse und wenn die Wassequalität immer noch stimmt, die Garnelen.

Nun komme ich auch zu meiner Frage:
Ich möchte gerne noch einen Schwarm Roter Perlhuhnbärblinge einsetzen (ca. 12 stk.). Wenn ich aber der Regel für den Maximalbesatz eines AQ nachgehe, bekomme ich damit Probleme:

60L stehen zur Verfügung

- ca. 10 L für Boden, Pflanzen, Einrichtung
- 8 * 2,5 cm (Red Fire Garnele) = 20L
- 6 * 5 cm (Gefleckter Ohrgitterharnischwels ) = 30L
- 4* 3,5 cm (Zebrarennschnecke) 14L

= -14L ---> Überbesetzt (Ohne die Perlhuhnbärblinge)

Andererseits tummeln sich die eingesetzten Arten vorwiegend auf dem Boden. Womit die höheren Etagen leer wären.

Also nun die Kernfrage:
Worauf bezieht sich die Fausformel?

a) Auf den benötigten Freiraum, den ein Lebewesen braucht?
oder b) Auf das was 60L biologisch verkraften können?
oder c) beides

Wie würdet ihr das Problem lösen? (Ohne ein größeres Becken) ;)

Gruß, Randor
 


A

Anonymous

Guest
Hallo Randor,

Du siehst das mit der Formel viel zu dogmatisch! ;-)

Die paar Otos zählen irgendwie nicht richtig, Schnecken sowieso nicht.
Allerdings würde ich mir an Deiner Stelle gut überlegen, ob Du wirklich 4 Zebrarennschnecken haben willst. :shock:
Die Mistviecher kleben ihre Eier überall hin, vorzugsweise aber an die Stellen, die sich blöd wieder davon säubern lassen, wie z.B. Wurzeln, was mit der Zeit irgendwie dämlich aussieht.
Schlüpfen tut da nix, dazu braucht's Brackwasser, aber das Zeug ist verdammt hartnäckig, weswegen wir uns jetzt z.B. wieder von den Zebras trennen werden.

Gruss,
Britta
 
Hi, also ich sehe da überhaupt kein problem. ich würde dir sogar empfehlen die garnelen aufzustocken, da diese ja auch sehr günstig zu beziehen sind (hier im forum oft ab 0,50€ das stück). damit du auch überhaupt einige zu gesicht bekommst würde ich 20-30 empfehlen. die perhuhnbärblinge machen da auch nicht wirklich was aus, kannste auch ein paar reintun. wenn du das so verwirklichst würde ich sagen ist das ein sehr schöner besatz.
 
Hi randor,
sehe das auch so wie meine Vorredner. Vergiss diese Rechnerei!
10-20 Red Fire
10 Otos
und dann noch etwa 12 Hühner

dann haste nen prima Besatz würde ich meinen.
 

Pagan

Mitglied
Genau. 6-8 Red Fires wirste wohl so gut wie gar nicht sehen wenn du ausreichend bepflanzt hast (die Valisneria wird höchst wahrscheinlich alleine schon gut wuchern). Da sind 20 schon eine reellere Menge, vor allem wenn du Fische hast, die den Nachwuchs fressen. Den Nachwuchst bekommt man leider erst nach 3-5 Wochen zu Gesicht, und dann ist es wohl schon zu spät...
 
Hallo Randor,

ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen. Nur solltest du meines Wissens nach bei den Ohrgitterharnischwelsen vorsichtig mit dem Einsetzen sein. Sie sind recht empfindlich. Schau mal unter zierfischverzeichnis.de nach, dort wird das auch erwähnt. Lieber später einsetzen als nach drei Wochen.
 
A

Anonymous

Guest
Moin moin,

Schnuddel schrieb:
...
ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen. Nur solltest du meines Wissens nach bei den Ohrgitterharnischwelsen vorsichtig mit dem Einsetzen sein. Sie sind recht empfindlich. Schau mal unter zierfischverzeichnis.de nach, dort wird das auch erwähnt. Lieber später einsetzen als nach drei Wochen.

nicht alles, was im Zierfischverzeichnis steht, stimmt auch ;-)

Wenn man ein paar Regeln beachtet, kann man Otos gut auch als Erstbesatz einsetzen.
Bei uns haben sie sich mit als die robustesten Fische von allen erwiesen und unserer Erstbesatz im 63er hat sich, bis auf einen Dusseligkeitsverlust, fast vollzählig erhalten.
Das AQ läuft jetzt 1 Jahr, die ersten Fische (nämlich die Otos) wurden 1 Woche nach Einrichtung eingesetzt.

Gruss,
Britta
 


Braxa schrieb:
Moin moin,

Schnuddel schrieb:
...
ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen. Nur solltest du meines Wissens nach bei den Ohrgitterharnischwelsen vorsichtig mit dem Einsetzen sein. Sie sind recht empfindlich. Schau mal unter zierfischverzeichnis.de nach, dort wird das auch erwähnt. Lieber später einsetzen als nach drei Wochen.

nicht alles, was im Zierfischverzeichnis steht, stimmt auch ;-)

Wenn man ein paar Regeln beachtet, kann man Otos gut auch als Erstbesatz einsetzen.
Bei uns haben sie sich mit als die robustesten Fische von allen erwiesen und unserer Erstbesatz im 63er hat sich, bis auf einen Dusseligkeitsverlust, fast vollzählig erhalten.
Das AQ läuft jetzt 1 Jahr, die ersten Fische (nämlich die Otos) wurden 1 Woche nach Einrichtung eingesetzt.

Gruss,
Britta

Hallo

das stimmt wohl, aber er schreibt von sich selbst als Anfänger. Ich habe auch als Anfänger zuerst Otos eingesetzt und von 11 leben noch 10. Das ist bei der Umsetzungsproblematik von Oto's denke ich kein schlechter Wert. (ich habs übrigens mit schnell versucht, halbe Stunde Eingewöhnung, nicht mehr) Mein Becken ist allerdings auch 8 Wochen eingefahren. Hat so einiges an Algen gesehen in der Zeit und alle Pflanzen bildeten schon ein gut verkrautetes Becken.

Grüße
Daniel
 
Hi,

ich habe die Ohrgitterwelse auch sehr schnell eingesetzt. Mir wurde gesagt das die auf die Wasserwertunterschiede gar nicht so empfindlich reagieren würden, sondern viel mehr den Streß nicht verkraften. Je weniger Streß desto besser. Also ist schnellereres einsetzen die bessere Methode.


Jürgen
 
Daaanke!

Hallo zusammen!

Danke für die vielen Antworten!

Ich denke, meine Frage ist ausreichend beantwortet. Was die Ohrgitterharnischwelse angeht, werde ich mich nach den Regeln richten.

Vielen Dank nochmal an alle.

Gruß, Randor
 


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