25l filterlos, Besatzanzahlfrage

Hallo,

es ist wieder so weit, eine neue Pfütze ist da :mrgreen:
und die Größe würde auch diverse Fischarten zulassen, aber wieviele wären möglich?

Das Becken läuft bis auf Heizung und Licht techniklos, soll sehr mulmig werden und viele Pflanzen und Moose beeinhalten. Bisher habe ich damit gute Erfahrungen gemacht und in solch einem Becken nebst Garnelenmassen auch kurzzeitig Fische einquartiert ohne Einbußen. Als Bodengrund dient feiner Kies (2mm).
Auf jeden Fall kommt an Besatz rein: eine Horde Mini Japonica Garnelen und Anetome helena (+Nachwuchs und Futterschnecken).


Für eine dieser Arten möchte ich mich entscheiden, was meint ihr wie viele Tiere jeweils möglich wären?

Ringelhechtlinge
Perlhuhnbärblinge
Boraras brigittae
Corydoras hastatus (brauche ich für die Sand?)
Dario dario


LG, Pia
 


Moin Pia,

Du hast ein interessantes Projekt vor Dir.
Als Artenbecken funktioniert es sicherlich unter einem kritischen Blick. Aber es sind halt nur 25 Liter. Ich denke, es ist sinnig sich entweder für Wirbellose oder für Fische zu entscheiden: auch unter dem Aspekt des Platzes und der Fütterung. Aber auch, da praktisch alle kleinen Fischarten auch sehr junge Garnelen fressen.

Das Becken läuft bis auf Heizung und Licht techniklos, soll sehr mulmig werden und viele Pflanzen und Moose beeinhalten. Bisher habe ich damit gute Erfahrungen gemacht und in solch einem Becken nebst Garnelenmassen auch kurzzeitig Fische einquartiert ohne Einbußen. Als Bodengrund dient feiner Kies (2mm).
Wir haben seit vier Monaten auch ein Garnelenbecken in den Dimensionen und ich entnehme täglich einige Futtertiere. Das System in einem sol kleinen Becken kann gut was ab. Low-Tech-Becken habe ich in verschiedenen Größen betrieben, musste aber immer wieder feststellen, dass Low-Tech nicht gleich Low-Arbeit ist.
Große Pflanzenmengen führen zu verstärkten Mulmansammlung. Diese fingen stets innerhalb eines Zeitraumens von drei Monaten oder einem Jahr an, übermäßig Sauerstoff zu zerren. Mit konsequenter Reinigung und erhöhtem Wasserwechseltonus verlängerten sich allerdings die Standzeiten.

1. Ringelhechtlinge
2. Perlhuhnbärblinge
3. Boraras brigittae
4. Corydoras hastatus (brauche ich für die Sand?)
5. Dario dario

1. Hatte ich 1/3 bzw 1/2 in solchen Beckengrößen. Jungfische konnten wir regelmäßig absammeln. Junge Garnelen haben bei ihnen keine Chance.
2. Ja, wenn man sie nie sehen will.
3. keine Ahnung
4. Auf gar keinen Fall. Sand ist sinnvoll, die brauchen es sehr sauber, verhältnismäßig große Futtermengen und trotz ihrer Größe Platz
5. mich fällt nichts ein, was dagegen spricht, außer, dass ein hohes Augenmerk auf Lefu gelegt werden muss.
 
Hallo,

ich habe auch schon diverse Erfahrungen mit techniklosen Becken (14l, 12l und 17l), jedoch nur mit Garnelenbesatz. Die Arbeit bei diesen ist mir bewusst, wobei die bis jetzt noch nie hoch ausfiel bei mir.
Ich hätte nichts dagegen wenn ab und zu mal eine Junggarnele verschwindet, da die sich sowieso wie die Karnickel vermehren.
Das mit dem Mulm werde ich beherzigen, bisher hatte ich noch keine Probleme aber ich möchte auch keine bekommen.

Ringelhechtlinge scheinen mir auch trotz der Garnelen möglich, wenn es nur 3 sind. Ich hatte schon einmal welche in 54l und ich konnte nie Übergriffe auf Garnelen beobachten. Ich habe vor viel Moos und Unterschlüpfe für die Garnelen einzubringen.

2. Ja, wenn man sie nie sehen will.
ich weis das sie scheu sind und solange sie fressen würde mir das auch nichts ausmachen (ich verbringe viel Zeit direkt neben diesem Becken, die Seitenscheibe zeigt in meine Richtung, da werde ich sie schon zu Gesicht bekommen). Aber wieviele wären hier möglich 5-6 Tiere?

geht klar

5. mich fällt nichts ein, was dagegen spricht, außer, dass ein hohes Augenmerk auf Lefu gelegt werden muss.
das mit dem LeFu hatte ich sowieso vor, da dann keine/wenige Futterreste vergammeln können.


vielen Dank für die Antworten!

LG, Pia
 
Moin Pia,

wir hatten 15 M. erythromicron in einem 30iger Würfel. Die ticken praktisch genauso wie die C. margaritatus. Ich weiß z.B. von einigen Erfahrungen aus dem BSSW oder aus einem Schaubecken, dass ich eingerichtet habe, sowie Biotopaufnahmen, dass sie über Wasserpflanzen rumzischen und notfalls darin in Deckung gehen- das auf nicht so kleinen Dimensionen.
Die M. erythromicron hat man in dem kleinen Becken kaum gesehen, aber wenn waren sie gut gefärbt und sie haben sich auch vermehrt. Das sind für mich elementare Faktoren um das "wohlfühlen" eines Tieres zu attestieren- insofern spricht da, wenn Dich das scheue Verhalten nicht stört- nach meinem Empfinden nichts gegen.

Die P. annulatus zeigten sich bei uns, sowie bei einigen Bekannten als nicht sonderlich langlebig. Man muss sie halt "machen". Wenn ich mich daran erinnere, könnte es sogar sein, dass die Eier für die Garnelen unattraktiv zu sein scheinen. Insofern kann man, die Wasseroberfläche beobachtend, immer mal den ein oder anderen Lütten abkeschern und in Schüsselchen, Schälchen oder anderen Kleinbecken auf Ich-werd-nicht-mehr-von-Eltern-Gefressen Größe bringen. Wobei die adulten Tiere eher nicht an den Nachwuchs gegangen sind- die Geschwister zeigten sich bei uns stets kannibalisch.

Probier es halt aus.

Zu der Mulm-Geschichte:
Ich war beim ersten längeren Versuch davon ausgegangen:
Mulm=Puffer= gut. Wir bekamen allerdings wirklich irgendwann arge Sauerstoffprobleme, die T. pumila und Apistogramma sp. "Wangenflecken" in dem Becken pumpten. In einem Gespräch mit Gerd Kassebeer erklärte er mir die Ursache. Meine Erfahrung scheint also nicht untypisch zu sein.
 
Hi

bei Fischen würd ich auf jeden Fall den Sauerstoff im Auge behalten ich habe 25l mit Heterandria formosa bis auf eine Membranpumpe techniklos auf meiner Fensterbank (auf meiner HP ist es auch aufgeführt)
Mit drinne leben b&w Bee´s
Funktioniert seit einigen Monaten super und das sogar ohne sehr häufige Wasserwechsel da ich eh jeder Woche 1-3 L verdunstungswasser auffüllen muss

Würde sagen das es grundsätzlich nicht unmöglich ist aber man die Fische genau im Auge behalten muss

LG Denise
 

Mudskipper

Mitglied
Moin Pia,

wenn Du was ungewöhnlich aber unkompliziertes suchst, kann ich nur Oryzias dancena(suche hier gucken) empfehlen :thumright: .

Ich habe mir von Kai( Buddler) eine Eitraube schicken lassen und ziehe die Tierchen grad in einem techniklosen 14l Becken hoch. Sehr unkomplizierte Gesellen, die auch feinstes Flockenfutter gut fressen.
Die Tiere ziehen bald in ein krautiges und auch technikarmes 25l Becken, da sollte gut passen.

Schreib Buddler mal an, ob er aktuell Laich hat - ansonsten 3-4monate warten und Line oder mich fragen :D .
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lg
 
Huhu,

@ Denise
Sauerstoff, ich behalte die Fische im Auge :wink:
wenns zu heiß wird hab ich noch ne Luftpumpe hier.

@ Markus
die schauen schön aus, aber werden mir mit 5cm optisch doch etwas zu groß. Aber vielen Dank für den Tip!

Ich würde schon sehr zu den Perlhühnern tendieren, meint ihr 5-6 Tiere gehen in Ordnung? Einsetzen täte ich die erst in ein paar Wochen.

LG, Pia
 


Huhu,

der Blick eines superschönen blonden Kampffischs mit hellblauen Flossen und blaugrünen Augen hat mir erstmal alle anderen Besatzgedanken aus dem Kopf verbannt :roll:

Wenns ihm zu eng wird oder er die Garnelen frisst, zieht er ins 54er um und es kommen doch Perlhühner her :wink:
Dankeschön für die ganzen Antworten, sie haben mir sehr geholfen (und wenn nicht jetzt, dann später einmal).

LG, Pia
 


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