Martin Krüger schrieb:
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Es wurden Aquarien aufgesetzt, die den gleichen Boden, die gleiche Beleuchtung und sonstige gleiche technische Ausrüstung haben.
In diese AQ wurden dann abgewogene Pflanzenmassen eingesetzt.
Die Becken wurden in Bezug auf Mikro- und Makronährstoffe gleich gedüngt.
Einziger Unterschied eben die EC Gabe in einem Teil der Becken und diese auch in unterschiedlicher Dosierung....
Gleich vorweg: ich sehe mich nicht als Werber für oder Verteidiger von EC.
Aber ich denke einen Konsenz können wir immerhin dahingehend erzielen, dass es gegen Pinsel-/Rotalgen doch ganz hilfreich ist.
Und ein weiterer Aspekt könnte gegf. unstreitig sein, nämlich dass immer die Menge das Gift macht. Genauso, wie es mir unangebracht zu sein scheint, das Zeug als CO²-Ersatz, Kohlenstofflieferant oder überhaupt als Dünger zu bewerben, erscheint es mir aber auch übertrieben, mit der Beschreibung als Desinfektionsmittel Abschreckung zu betreiben. Wenn z.B. ein Stickstoff- oder Phosphat-Zusatzdünger überdosiert wird, werden es die Lebendbewohner auch übelnehmen.
Aus Martins Bericht ist mir die rot-markierte Stelle ins Auge gesprungen. Hierzu ist anzumerken, dass die Zugabe von EC den Stoffwechsel der Pflanzen zu beeinflussen scheint. Ich hab schon an anderer Stelle gelesen, dass Pflanzen in Becken, denen EC zugegeben wurde, erhöhte Düngergaben benötigen. Das kann ich aus eigener Anschauung und anhand eigener Kontrollmessungen von FE, Po4 und NO3 nur bestätigen. Während einer rd. 3 monatigen täglichen EC-Zuführung musste ich für gleich hohe Wasser-/Messwerte insbesondere Phophat und Stickstoff erhöht zudüngen, nach Absetzen von EC konnte ich die Stickstoffzusatzdüngung ganz weglassen, die Phophatzusatzdüngung auf etwa 1/2 bis 1/3 der vorherigen Zuführung verringern. -
Von daher betrachtet verwundert es zunächst einmal nicht, wenn bei identischer Zuführung von Mikro- und Makronährstoffen einmal mit und einmal ohne EC das Pflanzenwachstum mit EC im Vergleich ohne unter dem Strich sogar negativ ausfällt.