Wiedereinstieg:Vorüberlegungen und Vorabfragen

Hallo liebe "Leidensgenossen",
seit Jahren schon habe ich ein ungenutzes Aquarium zuhaus rumstehen, seit ein paar Wochen aber hat mich das Virus wieder gepackt :wink:
Ich bin nicht ganz unerfahren, hab aber lange Zeit aus Geld- und Zeitmagel mit diesem wunderschönen Hobby ausgesetzt.

Ich lese seit einigen Wochen nun (also seit die ersten "Symptome" aufgetreten sind) hier mit und muss sagen, ich bin unglaublich begeistert, wie viele nützliche Infos man hier auf einen Fleck bekommen kann.

Doch nun zu meinen Vorüberlegungen :lol: :
Ich habe zwar, wie bereits erwähnt, ein komplettes 112l Aquarium hier stehen, mich aber entschlossen, dieses zu veräussern und mir stattdessen ein etwas grösseres Becken anzuschaffen.
Zum Einen, weil ich die ganze Technik eh auswechseln würde und zum anderen ist ein grosses Aquarium bei weitem "befriedingender" :)

In den nächsten Monaten werde ich mir ein 200 oder 250l Becken zulegen und es auf einen "Ytong-Unterschrank" stellen.
Dazu die erste Frage: Ich wohne in einer Mietwohnung im Altbau mit Holzdecken.
Das Aquarium soll seinen Platz in einer Ecke (beide Wände Aussenwände) finden.
Wie siehts da mit der Statik aus, bekomme ich da eventuell Probleme (schliesslich kommt man da locker auf ca 300kg)..?
Macht mir doch etwas Sorgen..

Ich würde gern ein Gesellschaftsbecken mit Zwergbuntbarschen, Salmern/Barben und Welsen einrichten.
Nun gibt es recht widersprüchliche Aussagen darüber, welche Barscharten an Pflanzen knabbern und welche nicht.
In meine engere Wahl kämen Orange Buschfische, Kakaduzwergbuntbarsche oder gelbe Zwergbuntbarsche.
Kann mir dazu jemand etwas aus eigener Erfahrung sagen?
Ich möchte mein Aquarium recht abwechslungsreich gestalten, habe aber bei meiner Recherche hier festgestellt, dass die Arten Pflanzen, die eindeutig "barschfest", meist grün sind, ich hätte aber gern auch zb rote oder bräunliche.
Zudem heisst es oft, dass Salmer keinen rechten Schwarmzusammenhalt haben.Ist das bei Barben anders?
Ich möchte gern in der mittleren Zone einen schönen Schwarm haben, der auch Schwarmverhalten zeigt..

Stimmt es, dass Panzerwelse, im Gegensatz zu Antennenwelsen weniger geneigt sind, zu buddeln?
Ich hätte gern Sand als Bodenbelag und weiss nicht, inwiefern der sich aufwühlen würde.
Auch sollen sie (die Panzerwelse) sich weitaus weniger an den Pflanzen vergreifen.Stimmt das so?

Ich würde obenauf ungern eine Abdeckung, stattdessen lieber 2 oder 3 Plexiglasscheiben setzen und das Ganze dann von oben beleuchten (tut man ja eigentlich immer, aber ich glaube, ihr wisst, was ich meine :wink: )
Nun habe ich gelesen, dass man statt "teurer" spezieller Aquaristikröhren ruhig auch normale Leuchtstoffröhren in bestimmten "Farben" zur Beleuchtung nutzen kann.Ist das richtig?


Hmmm.. ich denke, das wärs fürs Erste.
Sorry, dass es so viel ist :oops:
Wie ihr seht, hab ich mich schon ein wenig selbst erkundigt und brauche nun noch den letzten Schliff für meine Planung.
Vielen Dank im Voraus für eure Antworten.
Liebe Grüsse
 


Hallo,
also ein paar Fragen kann ich dir beantworten. Ich weiß zwar nicht genau wie viel euer Boden aushällt aber ich würde auf Nummersicher gehen und jemanden fragen, der das Haus kennt. Oder sogar einen Architekten auch wenn 300 Kilo nicht so viel sind. Und dann zu den Welsen. Es stimmt schon, dass Antennenwelse sich schon mal eher an Pflanzen vergreifen aber bei guter aus abwechslungsreicher Ernährung sollte das kein allzu großes Problem sein. Das aufwühlen den Bodens stellt eigendlich bei beiden Fischen kein Problem da. Panzerwelse "buddeln" zwar aber da fliegt dann kein Sand durchs Aquarium. Man sollte Panzwerwlse aber sowieso besser in einem Aquarium mit Sand als bodengrund halten, da sie sich an steinen leicht verletzen können.
Ich hoffe das hilft dir etwas
LG
Lukas
 
Hi!

Wie siehts da mit der Statik aus, bekomme ich da eventuell Probleme (schliesslich kommt man da locker auf ca 300kg)..?
Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber wenn das AQ auf zwei Außenwänden steht sollte es eigentlich keine Bedenken geben.
Stimmt es, dass Panzerwelse, im Gegensatz zu Antennenwelsen weniger geneigt sind, zu buddeln?
Panzerwelse wühlen eher mehr im Sand als Antennenwelse.
Ich hätte gern Sand als Bodenbelag und weiss nicht, inwiefern der sich aufwühlen würde.
Panzerwelse fühlen sich auf Sand am wohlsten.
Auch sollen sie (die Panzerwelse) sich weitaus weniger an den Pflanzen vergreifen.Stimmt das so?
Sie knabbern die Pflanzen i.d.R. nicht gezielt an. Was passieren kann ist, dass sie frisch gepflanzte Pflanzen auswühlen, aber sobald die Pflanzen Wurzeln schlagen ist das sowieso kein Problem.
Ich würde obenauf ungern eine Abdeckung, stattdessen lieber 2 oder 3 Plexiglasscheiben setzen und das Ganze dann von oben beleuchten
Ich würde das AQ nicht mit Plexiglasscheiben abdecken, es würde schnell zum Sauerstoffmangel kommen. (edit: das stimmt so nicht, überlies den Satz einfach :p )
Hol dir lieber Hängeleuchten und lass das Aquarium offen, wenn du die Abdeckung nicht haben möchtest.
Nun habe ich gelesen, dass man statt "teurer" spezieller Aquaristikröhren ruhig auch normale Leuchtstoffröhren in bestimmten "Farben" zur Beleuchtung nutzen kann.Ist das richtig?
Ja.

Grüße :wink:
Mateusz
 
Hi!

upps, dann hol ich mal schnell die Glasscheiben von gut 15 Aquarien
Ja mach sonst ersticken deine Fische! :frech: :mrgreen:

Ich dachte nur, dass es mit dem Gasaustausch nicht so ganz klappt wenn das AQ komplett abgedeckt ist.
Ich dachte wohl falsch :p

Grüße,
Mateusz
 
luckylooser schrieb:
Hallo,
also ein paar Fragen kann ich dir beantworten. Ich weiß zwar nicht genau wie viel euer Boden aushällt aber ich würde auf Nummersicher gehen und jemanden fragen, der das Haus kennt. Oder sogar einen Architekten auch wenn 300 Kilo nicht so viel sind.
Na, dass ich mir Rat einhole, von jemandem, ders ganz genau weiss, falls wir hier nicht jemanden finden, ist ja gaaaanz klar.
Mag ja nich, dass meine Nachbarn bald schwimmen lernen :D

luckylooser schrieb:
Und dann zu den Welsen. Es stimmt schon, dass Antennenwelse sich schon mal eher an Pflanzen vergreifen aber bei guter aus abwechslungsreicher Ernährung sollte das kein allzu großes Problem sein. Das aufwühlen den Bodens stellt eigendlich bei beiden Fischen kein Problem da. Panzerwelse "buddeln" zwar aber da fliegt dann kein Sand durchs Aquarium. Man sollte Panzwerwlse aber sowieso besser in einem Aquarium mit Sand als bodengrund halten, da sie sich an steinen leicht verletzen können.
Ich hoffe das hilft dir etwas
LG
Lukas
Das hilft mir tatsächlich, danke.
Sand wollte ich eh nehmen, und wenns kein Problem ist mit dem Wühlen, dann ists perfekt :dance:
Welche "Art" würdet ihr mir denn eher empfehlen?
Welche ist pflegeleichter?
Ist es richtig, dass Antennenwelse diese "Scheibenknutscher" sind (sorry für den Ausdruck :oops: ) ?
Oder tun das auch Panzerwelsarten?


Mat schrieb:
Hi!
Ich will mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber wenn das AQ auf zwei Außenwänden steht sollte es eigentlich keine Bedenken geben.
Oki, hmm.. Mir scheints, als wäre der Fall hier nicht so klar.
Ich bin davon ausgegangen, dass man ab ner bestimmten Kilozahl ne Grenze zieht.
Da frage ich also dann lieber meinen Vermiter/ zur Not noch nen Statiker.

Mat schrieb:
Sie knabbern die Pflanzen i.d.R. nicht gezielt an. Was passieren kann ist, dass sie frisch gepflanzte Pflanzen auswühlen, aber sobald die Pflanzen Wurzeln schlagen ist das sowieso kein Problem.
Na, dann denk ich, wird das ja nicht son grosses Problem werden, weil die Pflanzen ja eh erst mal ne Weile allein bleiben im neuen Aquarium.
Nach der Einlaufphase (ca. 2-3 Wochen) sollten sie doch dann festgewurzelt sein,oder?


Mat schrieb:
Ich würde das AQ nicht mit Plexiglasscheiben abdecken, es würde schnell zum Sauerstoffmangel kommen. (edit: das stimmt so nicht, überlies den Satz einfach :p )
Hol dir lieber Hängeleuchten und lass das Aquarium offen, wenn du die Abdeckung nicht haben möchtest.
Hihi, ich hab ihn gelesen :lol:
Wäre sowieso n Problem geworden, so ganz ohne Abdeckung, da ich 3 Katzen hab..
Die würden dann entweder angeln gehen oder baden :wink:

Mat schrieb:
Danke!


Markus Schulz schrieb:
Moin,

upps, dann hol ich mal schnell die Glasscheiben von gut 15 Aquarien :wink: .

lg

Dann aber mal hurtig! :D

Vielen Dank für eure Antworten.
Aber mir fallen sicher im Laufe des Tages oder der nächsten Wochen noch mehr Fragen ein ..
LG
 
Hallo an Alle :D
Nun sind ja noch einige Fragen offen..:

Kratzbuerste schrieb:
Ich würde gern ein Gesellschaftsbecken mit Zwergbuntbarschen, Salmern/Barben und Welsen einrichten.
Nun gibt es recht widersprüchliche Aussagen darüber, welche Barscharten an Pflanzen knabbern und welche nicht.
In meine engere Wahl kämen Orange Buschfische, Kakaduzwergbuntbarsche oder gelbe Zwergbuntbarsche.
Kann mir dazu jemand etwas aus eigener Erfahrung sagen?

Ich möchte mein Aquarium recht abwechslungsreich gestalten, habe aber bei meiner Recherche hier festgestellt, dass die Arten Pflanzen, die eindeutig "barschfest", meist grün sind, ich hätte aber gern auch zb rote oder bräunliche.
Zudem heisst es oft, dass Salmer keinen rechten Schwarmzusammenhalt haben.Ist das bei Barben anders?
Ich möchte gern in der mittleren Zone einen schönen Schwarm haben, der auch Schwarmverhalten zeigt..

Es sind aber (wie angedroht) noch ein paar dazu gekommen:
Zunächst einmal habe ich einige Bücher gewälzt und folgenden Tipp gelesen:
Man solle unter der Filtermatte des HMF einen Ausströmer platzieren, der mit einer Luftpumpe verbunden ist, um die angesiedelten Bakterien mit mehr Sauerstoff zu versorgen.
An sich ja eine gute Idee, ich frage mich nur, ob sich das nicht als "Schuss nach hinten" herausstellt, da man so doch auch das Co2 aus dem Wasser treibt.
Wie seht ihr das, überwiegen hierbei eher die (bereits genannten) Vor- oder Nachteile?

Setzt ihr eure neuen Fische für einige Zeit in ein Quarantänebecken, um eine Ansteckung eurer eingesessenen Fische zu verhindern?Ist das nötig?

Zudem habe ich in einem dieser Bücher über eine "Fischapotheke" gelesen.
Da ich die Erfahrung gemacht habe, dass Notfälle grundsätzlich abends oder am Wochenende auftreten, werde ich mir auch ein paar Medikamente vorausschauend besorgen.
Welche könntet ihr mir da empfehlen?
Ich hab da an ein Mittel gegen Weisspünktchenkrankheit und gegen Pilze gedacht.
Sollte ich noch ein Präparat auf Lager haben?

Vielen Dank fürs Lesen und Antworten :wink:
 


Hi!

Kratzbuerste schrieb:
Setzt ihr eure neuen Fische für einige Zeit in ein Quarantänebecken, um eine Ansteckung eurer eingesessenen Fische zu verhindern?Ist das nötig?
Einige machen das, ich persöhnlich [und das ist meine eigene Meinung] sehe es da nicht so eng.
Das was ich mir mit einer Quarantäne des Fisches EVTL. erspare kann ich mir beim nächsten Füttern mit Lebendfutter einholen (bzw. etwas ähnliches/äquivalentes).
Wichtiger wäre beim Händler darauf zu achten, wie die allgemeine Verfassung der Fische ist.
Am besten einmal vorher kommen und sich einfach mal die Becken anschauen, ohne etwas kaufen zu wollen. Wenn die Fische gesund aussehen und man den allgemeinen Eindruck hat, dass die Fische gesund sind, kann man dort wohl guten Gewissens einkaufen.
Wenn man aber immer wieder faulende Flossen, Pilzende Wunden und etliche tote Tiere in vielen Becken sieht, würde ich bei nem anderem Händler kaufen.
Das Problem bei einem Anfänger: er hat evtl. noch nicht ganz ein Auge dafür entwickelt, in was für einem Zustand sich die Fische befinden (bis auf offensichtliche Sachen).

Welche könntet ihr mir da empfehlen?
Du kannst sicherlich Seemandelbaumblätter und Erlenzapfen vorher kaufen. Die Huminsäuren die sie abgeben wirken desinfizierend.

Grüße,
Mateusz
 
Hi Mat.
Vielen Dank für deine Antwort.
Ich habe damals die Fische auch nie in ein Quarantänebecken gesetzt, vor allem, weil ich ihnen das nochmalige Umsetzten und den damit verbundenen Stress ersparen wollte.
Ich wusste halt nur nicht, in wie fern das vernünftig ist, da sich ja eventuelle Krankheiten (man sieht eben einfach vorher nicht alles) dann sofort im ganzen Aquarium ausbreiten und unter Umständen wirklich alles kaputt machen können.
Ein Apsekt ist auch, dass ich nur ein kleines Becken hätte (vllt 10 Liter) , das ich als Quarantänebecken umfunktionieren könnte.
Das Q.-becken kann ja ruhig klein sein, aber mir wäre nicht wohl bei dem Gedanke, die Fische dort eine Woche lang zu halten. (Platzmangel, Aggressionen)
Ich hätte Angst, dass ich sie damit noch grösserem Stress aussetze als nötig.

Die Wirkung der beiden genannten "Beilagen" :wink: sind sicher gut, um beim Heilungsprozess zu helfen, wenn wirklich mal ne Krankheit ausbricht.
Aber sowas bekomme ich sicher nicht im Zoohandel,oder? (Edit: Habs schon gefunden: Dennerle,Zooladen :D )
Wie bewahre ich sowas auf und wie lange hält das?

Ja,ja..Ich weiss, ich nerve ..
Fragen über Fragen :D
 

elchi07

Moderator
Teammitglied
Hallo,

die Seemandelbaumblätter und Erlenzapfen halten eigentlich fast ewig. Ich lagere sie immer, da sie ja absolut trocken sind, in den praktischen Tupper-Dosen, die mir meine Frau freundlicherweise dafür überlassen hat.
Desweiteren kannst Du auch Eichenlaub sammeln und trocknen - gibt dann ebenso wie Seemandelbaumblätter Huminsäure ab.
Echte Medikamente habe ich nicht zu Hause (bin seit über 30 Jahren Aquarianer). Man braucht sie nicht so oft und haltbar sind sie auch nicht ewig. Ich persönlich habe in meiner Aquarienzeit erst zweimal Medikamente eingesetzt.

Viele Grüße
Roman
 

MOOSKUGEL

Moderator
Teammitglied
Moin,
Wie bewahre ich sowas auf und wie lange hält das?
Getrocknete Blätter bzw. Erlenzapfen bewahre ich immer lichtgeschützt und luftig in einem Stoffbeutel im Keller auf.
Da ich die Erfahrung gemacht habe, dass Notfälle grundsätzlich abends oder am Wochenende auftreten, werde ich mir auch ein paar Medikamente vorausschauend besorgen.
Die dann, wenn du sie wirklich mal benötigen solltest, bestimmt das Verfallsdatum weit hinter sich haben :wink:
Würde da nix bunkern.

Gruss Heiko
 
elchi07 schrieb:
Man braucht sie nicht so oft und haltbar sind sie auch nicht ewig.

MOOSKUGEL schrieb:
Die dann, wenn du sie wirklich mal benötigen solltest, bestimmt das Verfallsdatum weit hinter sich haben :wink:

Hallo ihr beiden.
Vielen Dank für eure Antworten.
Ich hab mich noch ein bisschen zb über die Weisspünktchenkrankheit informiert.
Das ist ja richtig kompliziert und auch nicht garantiert, dass es allein mit Medikamenten weggeht. :shock:
Mit Krankheiten hatte ich nie Erfahrungen gemacht.
Also lass ich das mit den Hamsterkäufen lieber :wink:
 


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