Verteilung des Gewichts mit Bodenplatte?

Henny

Mitglied
Hallo liebe Leute,

ich bin gerade total aufgeregt, weil ich grünes Licht für das schon lange von mir gewünschte 1,5 Meter Becken bekommen habe. Es ist ein gebrauchtes Schaubecken von einem Händler, kaum genutzt und top Zustand. Mein lieber Mann will es mir schenken - er kann ja echt nett sein :D . Ich hoffe, es ist noch da, ich werde morgen früh gleich hinfahren.
So, Sorgen macht mir aber das Gewicht des Beckens. Ich lebe hier in einem eigenen Einfamilienhaus - Bungalow, also ebenerdig (Baujahr 1974). Allerdings habe ich hier beim Heimwerken schon manche Überraschungen erlebt. Ich hoffe, noch Baupläne zu finden, ansonsten werde ich jemanden suchen, der die Stabilität beurteilen kann. Seit ein paar Jahren steht an der Stelle, wo das neue Becken hin soll, mein 200er. Das hat problemlos gehalten, aber irgendwann ist ggf. Ende im Gelände.
Falls die Beurteilung des Bodens nicht so toll ausfällt, was ich befürchte, überlege ich schon heute abend (bin halt total heiß auf das Becken), ob ggf. eine starke Bodenplatte (Küchenplatte o.ä.) das Gewicht verteilen würde. Physik ist leider nicht meine Stärke! :mrgreen:

Was meint Ihr dazu?
(Natürlich erwarte ich jetzt von Euch kein: "Stell hin oder nicht", ich hätte nur gerne eine kompetente Auskunft, ob eine Bodenplatte überhaupt helfen könnte.) Ich bin gerade total ungeduldig, weil ich das Becken soooo gerne haben möchte - Danke für Euer Verständnis!

Viele Grüße von Andrea
 


Z-Jörg

Mitglied
Hi Andrea,
um den Bodenbelag (Laminat, Parkett...) zu schonen würde eine Grundplatte, statt einzelner Füße schon helfen, wenn es aber um die gesamte Statik des Hauses geht, kommt das Gewicht der Platte noch als zusätzliche Belastung dazu.
 

Henny

Mitglied
Hallo Jörg,

so eine Antwort hatte ich schon befürchtet. Mir geht es tatsächlich nur um die Statik.
Aber warum hilft eine Bodenplatte nicht? Wenn ich mit einem Pumpsabsatz in weichen Bodengrund trete, sinkt der doch viel tiefer ein, als wenn ich mit Turnschuhen gehen. Ich weiß, dass ist jetzt ein bescheuerter Vergleich, aber ich bin echt zu blöd, um den Unterschied zu begreifen. Kannst Du vielleicht noch mal versuchen, mir das zu erklären? Wäre echt nett!

Viele Grüße von Andrea

P.S.:
Mir fällt dazu gerade noch ein Vergleich ein: Wir haben auf dem Dach einen Belag aus relativ dünnen Metallziegeln. Ein schwererer Mann kann da durchaus Dellen reintreten. Wenn man aber großflächig Holzplatten drauf legt, können auch schwere Leute problemlos hin und her gehen.
 

Z-Jörg

Mitglied
Mit deinen Pumps o. den Füßen des Aq. hast du eine größere punkuelle Belastung, aber die Statik betrifft ja auch den Unterbau deines Fußbodens (Balken,Träger...) die das gesamte Gewicht des Bodens zu tragen haben, das zählt eben das gesamte Gewicht des Aq.
So ist zum Beispiel die "Stabilität" an tragenden Wänden wesentlich höher als in der Mitte des Raumes.

War jetzt alles etwas vereinfacht, aber hoffentlich verständlich.
 

Henny

Mitglied
Hi Jörg,

Du schreibst verständlich, nur ich bin noch am Grübeln.
Tragende Wände gibt es hier definitiv nicht, ist ja ein Bungalow nur mit Dachboden. Das Haus ist eine amerikanische Leichtbauweise, Holzbalken, Spanplatten draufgenagelt, dazwischen Holzwolle und außen Eternitplatten. Im Haupthaus gibt es ein Fundament auf dem Holzbalken liegen mit Dämmmaterial dazwischen und obendrauf widerum Spanplatten.
Das Zimmer, in dem das AQ stehen soll, ist ein nachträglicher Anbau. Dort befindet sich vermutlich Beton/Estrich darunter - ich kenne mich da gar nicht aus.
Falls dort doch Holzbalken drunter sind, müsste sich das Gewicht des AQ's durch die Bodenplatte auf mehrere Balken verteilen. Falls dort Estrich drunter ist, müsste sich das Gewicht doch auch besser verteilen.
Wo mache ich denn den Denkfehler?

Viele Grüße von Andrea
 

Moderlieschen

Moderator
Teammitglied
Hallo Andrea,

ich habe genau das gleiche Problem mit meinem "Traum"-Aquarium (auch 1,50m...bisher 200l) und bin mir nicht sicher, ob das noch funktioniert.
Henny schrieb:
P.S.:
Mir fällt dazu gerade noch ein Vergleich ein: Wir haben auf dem Dach einen Belag aus relativ dünnen Metallziegeln. Ein schwererer Mann kann da durchaus Dellen reintreten. Wenn man aber großflächig Holzplatten drauf legt, können auch schwere Leute problemlos hin und her gehen.
So einen Dachboden haben wir auch...mit stellenweise Holzdielen drüber, damit uns der Kaminfeger nicht ins Schlafzimmer purzelt :lol: )
Ich denke, daß das Problem hier liegt: Ein schwerer Mann schon, aber wenn du einen Elefanten (= Aquarium :wink: ) drüber schicken würdest, könnten die Holzplatten oder was darunter ist, brechen. Oder geringfügig nachgeben, oder Risse bekommen.
Und ich denke, schon geringfügig nachgeben, oder Risse im Untergrund wären für ein Aquarium fatal wegen der Spannungen im Glas. Das Gesamtgewicht bleibt ja auch, selbst wenn es verteilt wird, und ich rechne mal locker mit 800-1000 Kg. Und das muß ein Boden erst mal auf dieser Grundfläche von 1,50 x 0,60 (mit Platte vielleicht 2,00 x 1,00m) aushalten :?
Verstehst du, was ich meine? Ich hoffe, das war nicht zu verwirrend ausgedrückt....


Oder denke ich falsch? Das beschäftigt mich schon seit Wochen...
Hoffentlich kann uns jemand helfen...Gibt's hier Statiker :hm: ?

Grüßle Petra
 

Henny

Mitglied
Hi Leidensgenossin,

ich denke, so ein Standard 1,50 Meter-Becken wiegt ca. 500 kg (zumindest gemäß Berechnung laut Zierfischforum).
Klar, darf sich unter dem AQ nichts absenken, deswegen dachte auch an eine stabile Küchenplatte, die das Gewicht verteilen soll. Aber anscheinend 'schnalle' ich da was nicht! :(
Moderlieschen schrieb:
...Gibt's hier Statiker :hm: ...
Es gibt hier schon Leute, die sich gut mit Statik auskennen, aber die kennen unsere individuellen häuslichen Bedingungen nicht und können uns deswegen auch leider nicht weiterhelfen. Letztendlich müssen wir uns doch jemanden ins Haus holen, der die Sache vor Ort betrachtet...
(Bei mir weiß ich gar nicht, ob 'Statik' überhaupt der richtige Begriff ist, weil es mir nur um den Bodengrund geht!)

Ich drücke uns beiden die Daumen, dass unsere Projekte klappen!

Viele Grüße von Andrea
 


Moderlieschen

Moderator
Teammitglied
Hallo Andrea,

so ne Küchenplatte hab ich noch im Keller (an sowas hab ich auch schon gedacht :) ). Aber die wäre ja dann auch nur ca. 0,60m x 1,5m o. 2m o. 3m. Das verteilte Gewicht bleibt aber trotzdem auf einer relativ kleinen Grundfläche...oder verstehe ich dich falsch, was die Küchenplatte betrifft?
Und bei meinem "Traum" sind es z.B. 450l + Sand + Steine... Meinst du, daß da 500 Kg reichen? Grübel, zweifel... :schuettel:
Henny schrieb:
Es gibt hier schon Leute, die sich gut mit Statik auskennen, aber die kennen unsere individuellen häuslichen Bedingungen nicht und können uns deswegen auch leider nicht weiterhelfen. Letztendlich müssen wir uns doch jemanden ins Haus holen, der die Sache vor Ort betrachtet...
(Bei mir weiß ich gar nicht, ob 'Statik' überhaupt der richtige Begriff ist, weil es mir nur um den Bodengrund geht!)
Ich weiß schon. Habe einfach immer noch die Hoffnung, daß irgend ein Statiker mir irgendwann sagt: Ist doch überhaupt kein Problem! Was sind schon 1000 Kg für eine Decke!

Aber: Wo ein Wille ist...Wir werden das hinbekommen! (Mir fehlt u.a. auch noch das grüne Licht)

Grüßle Petra
 

Henny

Mitglied
Hi Petra,

über das ungefähre Gewicht wird uns vielleicht später noch eine hilfreiche Person aufklären, aber ich denke, dass Du zu viel ansetzt (ich erhöhe auf 550 kg).
Meine Idee mit der Platte ist nur, dass das Gewicht von acht Füßen des Unterschranks besser verteilt wird (siehe 'Pumps'). Insgesamt bleibt das Gewicht natürlich bestehen.
Ist doch irgendwie klasse, wie zwei völlig Ahnungslose sich hier unterhalten :mrgreen: ! Zumindest sind wir beide uns darüber bewusst, dass wir keinen Plan haben und quatschen uns nur gegenseitig voll - sorry an alle Mitlesenden! :wink:
Später gibt's vielleicht schon konkretere Infos.

Bis denne mit vielen Grüßen von Andrea
 
Hallo Henny,
Henny schrieb:
Klar, darf sich unter dem AQ nichts absenken, deswegen dachte auch an eine stabile Küchenplatte, die das Gewicht verteilen soll. Aber anscheinend 'schnalle' ich da was nicht! :(
Eine normale Küchenplatte wird da nicht helfen. Unter dem Gewicht entstehen durch die Füße punktuelle Lasten die das "weiche" Holz genau an den Stellen durchdrücken. Man wirds mit bloßem Auge vielleicht nicht sehen, aber die punktuellen Lasten werden nur minimal abgemindert in die Deckenplatte geleitet. Wenn du eine last verteilende Wirkung erzielen willst, brauchst du schon etwas anderes, etwas biegesteifes. Bei dem Gewicht wirds wahrscheinlich nur mit einer stahlplatte gehen. Aber ich würde mal wirklich einen Statiker bemühen.
Du sagst du wohnst ebenerdig. Wenn das Haus nicht unterkellert ist und die Substanz der Bodenplatte i. O. ist, wirds wahrscheinlich auch ohne eine last verteilende Platte gehen. Aber wie gesagt, dass kann dir nur der Fachmann vor Ort erklären.
Viel Erfolg!!!
 
A

Anonymous

Guest
Moin Andrea

Warum baust du dir Füße des Unterschrankes nicht einfach ab. Meist sind die nur gesteckt oder geschraubt. Sollte also ganz einfach sein. Dann den Unterschrank auf ein Stück Schaumstoff oder Teppich stellen. Damit gleichst du dann kleine Unebenheiten im Boden aus. Damit wäre das Problem mit der punktuellen Belastung (Pumps :wink: ) erledigt.

Wenn der Anbau nicht unterkellert ist, solltest du mal schauen ob da Beton als Untergrund ist. Wenn du einmal vorsichtig eine Fußleiste löst, solltest du es erkennen. In dem Fall hätte ich dann mit einem Becken in der Größe kein Problem.
Bei mir steht ein Becken in der selben Größe. Mein Vermieter hatte damit überhaupt kein Problem.
Ansonsten wird wohl doch nur ein Fachmann helfen können.

Gruß Thomas
 


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