Skalar-Becken/Allgemeine Fragen

Hallo Foren-Gemeinde,

ich bin neu hier und moechte mich daher gaaaaanz kurz vorstellen und ein paar Fragen in den Raum werfen, die mir momentan teilweise wirklich Kopfzerbrechen bereiten.

Also erstmal zu mir. Ich bin maennlich, etwa 30 Jahre alt und aus dem Suedwesten der Republik. Ueber meinen NickName wundere sich bitte niemand, der hat eine eigene (> 15 Jahre alte) Geschichte, und in Zeiten von NSA & co. finde ich ihn mittlerweile recht praktisch (googelt mal "bier" ;-)). Ich bin Aquarianer seit meiner Kindheit (mit 8 Jahren hatte ich mein erstes 70cm-Becken, mit meinem Opa aufgebaut, ...), allerdings mit laengeren Pausen.

Im Laufe der Jahre hatte ich einige Becken (zuletzt eines von Juwel mit 180l, Rio irgendwas). Die liefen auch immer alle ganz gut, mal von einem im Urlaub ausgelaufenen Becken abgesehen (offenes Aquarium, der Saugknopf des Filterauslaufes hatte sich geloest, und der Filter hat saemtliches Wasser bis auf 5cm ueber Bodengrundhoehe schoen in das Zimmer auf das Parkett gepustet...).

Jetzt habe ich mir per ebay Kleinanzeigen (kann ich nur empfehlen! TOP Angebote im Gegensatz zum "direkten ebay") ein neues (naja, 2 Jahre altes) Aquarium gekauft. Es handelt sich um ein Eheim/mp smaragd 130 (LxBxH 130x60x60, also ~ 468 Liter). Und genau zu DIESEM Teil habe ich nun ein paar Fragen.

Zuerst vielleicht noch ein paar ergaenzende Angaben. Laut lokalen Wasserwerken liegen die Wasserwerte hier bei
pH ~ 7
gH ~ 8 - 9° dH

Mehr kann ich momentan noch nicht sagen, das erstandene Aquarium muss erst noch abgeholt und eigefahren werden etc.

Meiner Meinung nach passen zumindest diese Werte perfekt fuer meinen gewuenschten Besatz. Das waere auf jeden Fall ein (!) Paerchen Skalare (keine der "modernen" Zuchtformen, mir schwebt definitiv eine Wildform vor, vielleicht Rotruecken). Es muss/soll nicht unbedingt ein Wildfang sein, aber noch weniger irgend etwas xyz-fach gekreuztes. Ich hatte in dem eingangs erwaehnten Rio-Becken schonmal ein Paar, musste es aber damals leider abgeben, weil mir die Tiere "gefuehlsmaessig" zu gross wurden fuer das Becken. Dazu haette ich gerne einige (10-15) Panzerwelse. Damals hat die Kombination jedenfalls problemlos funktioniert. Welche es genau werden sollen, weiss ich noch nicht wirklich. Die sterbai gefallen mir am ehesten, vermutlich werden es diese. Sie passen IMHO auch von den geforderten Wasserwertem zu den Skalaren.

Somit waeren wir beim ersten Punkt: Bodengrund. Ich habe jetzt viel nachgelesen und recherchiert. Am geeignetsten (vor allem wegen der Welse) scheint mir Granatsand zu sein. Quarzsand hatte ich frueher schon sehr oft, aber der war mir eigentlich immer schon etwas zu grell. Dieser rot-braune Granatsand (aus Indien stammend?!) scheint mir geeigneter zu sein, und auch leichter zu bepflanzen, wegen der hoeheren spezifischen Dichte. Ich konnte leider keinen Haendler fuer Strahlmittel in meiner Region auftreiben, weswegen ich hier wohl auf ebay & co ausweichen muss. Die Preise bei den entsprechenden, bekannten Haendlern sind zwar happig (braeuchte rechnerisch wohl ~ 112 kg, zzgl. Porto etc), aber das waere es mir fuer die Panzerwelse auf jeden Fall wert.

Hat jemand dazu vielleicht Alternativen? Oder gar etwas an dem Granatsand auszusetzen? Es duerfte auch ruhig noch etwas dunkler sein, nur bitte nichts kunststoffummanteltes a la Guemmer etc. Auch wenn es bei einigen (vielen?) funktioniert, widerspricht es meiner persoenlichen Einstellung.

Der naechste Punkt waere dann das Finden von Paaren bei Skalaren. Wie gehe ich da am geschicktesten vor? 4 oder 6 Jungtiere kaufen, und den Rest spaeter wieder abgeben (wohin?!)? Oder doch lieber 60 Euro in die Hand nehmen, und ein adultes Paerchen im Zooladen kaufen? Mir ist die zweite Loesung fast lieber, denn _fast_ alle Haendler, die ich hier in der Region angefragt habe, wuerden die "ueberfluessigen" (boeses Wort, aber ist ja nunmal so) Skalare definitiv nicht zurueck nehmen. Von einer Gruppenhaltung wuerde ich eher absehen, das zeigen mir die Verluste bei meinen letzen Skalaren. Die haben sich tatsaechlich so lange verbissen, bis nur noch 1 glasklar erkennbares Paar + ein einzelner Skalar "uebrig" waren. Das wuerde ich diesmal gerne vermeiden...

Okay, naechste Frage. Womit koennte ich die Skalare denn ausser den Panzerwelsen noch gut vergesellschaften? Die Skalare sollten natuerlich schon irgendwie den Mittelpunkt bilden. Ich haette eigentlich, wenn machbar, noch gerne ein Paar Prachtbuntbarsche, bodennah, die sich mit den Skalaren dann nicht permanent verzoffen. Ausserdem haette ich gerne noch etwas Bewegung im Becken, also einen Schwarm schoener Salmler etc, die nicht zu hektisch im Becken auf und ab schwimmen. Die duerften auch (der Beckengroesse angepasst) gerne etwas groesser werden. Neons will/mag ich nicht, die sind mir zu den Skalaren etwas zu "08/15". Ansonsten begruesse ich erstmal jeden Besatzvorschlag. Ich habe frueher in diesen Bereichen leider des oefteren Fehler gemacht, und mich zum Teil auch falsch beraten lassen, weswegen ich hier fuer wirklich alle Vorschlaege dankbar waere...

Abschliessend wuerde ich auch noch darum bitten, mir mal einige Ideen zur Bepflanzung zu geben. Ich mache das1 eigentlich eher vom Besatz als von der Optik abhaengig. Fuer die Skalare dachte ich erstmal an 2, 3 breitblaettrige Pflanzen, die eben auch in dem geplanten Bodengrund (Granatsand) gut zu ziehen sind (meinetwegen auch gerne durch Zugabe von Bodenduenger, in welcher Form auch immer). das Becken verfuegt ueber 4 T5-Leuchten, der bisherige Besitzer hat nur 2 betrieben, weil es sonst "zu hell" wurde (we will see...). Co2-Anlage habe ich noch, von einem meiner alten Becken (Dennerle irgendwas 200 irgendwas, muss mal nach der genauen Bezeichnung schauen). Die soll auch auf jeden Fall wieder in dieses BEcken integriert werden, vermutlich per externem Reaktor, wo das Becken schon bodenseitigen Filterzu- und Ablauf bietet...

So, auch wenn der Text jetzt wohl relativ lang geworden ist, hoffe ich doch, dass mir jemand hierbei behilflich sein kann. Weitere Fragen ergeben sich meinerseits mit Sicherheit noch. Also vorab DANKE fuer die Geduld beim Lesen ;-)
 


Starmbi

Mitglied
Hallo!

Erst mal willkommen hier.

Zum Bodengrund:
Ich halte Skalare und C. Sterbai auf kunstoffumanteltem Kies. Keine Probleme.

Zur Pärchenbildung:
Ich habe mir 5 Stück in ein 450l Becken gesetzt.
Es bildeten sich 2 Pärchen und ein Junggeselle.
Es kam gelegentlich zu kleineren Reibereien, ansonsten standen sie ganz friedlich in einer Gruppe.
Der Junggeselle durfte sogar beim Besamen des Geleges "mithelfen".

Leider ist im Laufe von 11 Jahren nur noch ein Pärchen übrig geblieben. Und das ist, ehrlich gesagt, etwas langweilig.
Wenn Du Deinem Becken etwas Sichtschutz und Rückzugsmöglichkeiten bietest sollte auch eine Gruppe möglich sein.
Allerdings kann man nichts versprechen.
Wenn Du allerdings wirklich schöne Exemplare besitzt und einige abgeben willst, sollte es hier im "Bieten-Forum" genug Abnehmer geben (mich z.B. :mrgreen:)

Zum Beifisch:
Als Beifisch habe ich noch Colisa lalia. Einige werden meckern, daß ich sie bei 26°C halte, aber ihnen geht es gut und sie bieten einen schönen Kontrast zu den Skalaren. Bei mir sind sie die dominantere Spezies im Becken! Da wird schnell der Skalar zum Beifisch. :lol:
Habe Skalare auch mit Purpurprachtbarschen zusammengehalten. War auch kein Problem, aber bei dicht bepflanzten Becken sieht man die kaum und sie vermehren sich wie die Karnickel.

In einem Schaubecken habe ich auch mal Skalare mit Kongosalmlern zusammen gesehen. Sah auch toll aus.
Werden aber wohl ziemlich groß und brauchen auch etwas freien Schwimmraum.

Zu den Pflanzen:
Geht eigentlich alles. Feinfiedrige Pflanzen wurden schon mal zerrupft.
Bei mir wird auch auf einem 1 cm breiten Valisnerienblatt abgelaicht.

Zur Beleuchtung:
Betreibe mein Becken mit 4 54W-T5-Röhren, 3 gehen auch noch, aber 2 sind zuwenig.

Gruß
Stefan
 

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Hi,

schau mal bei dem Bodengrund nach J*L Sansibar Black. Das ist wohl ein Naturprodukt und nicht ummantelt.
Ansonsten kannst du zu den Skalaren fast alle Arten von Salmlern mit ähnlichen Ansprüchen setzten. Bei "dünnen" Salmlern (z.B. Neons) könnte es passieren, dass diese gefressen werden. Alle anderen hochrückigen Salmler gehen. Ich hab mal einen großen Schwarm Rotkopfsalmler zwischen Skalaren gesehen. Die bilden einen schönen Schwarm und waren ein guter Kontrast zu den großen Skalaren.


Mfg Sven
 
Hallo,

herzlich willkommen.

ich selbst habe mich für die Jungskalargruppe entschieden, da es in keinem Geschäft ein adultes Paar gab.
Vier Tiere, die dann zwei Paare ergaben.
Ein Paar die linke Beckenseite, das andere die rechte Seite.
Es ging und so gut wie immer waren die Fische gleichzeitig mit der Brutpflege beschäftigt.
Spannungen gab es leider immer, was mindestens einmal die Woche zu zerflädderten Flossen und ab und an weißen Punkten führte. Um der ständigen Spannung ein Ende zu bereiten, wurde ein Paar ins 300er umgesetzt.
Alle vier Fische sehen besser aus, denn je.
Also rate ich dir ein adultes Paar zu kaufen, wenn möglich. Auch wenn das Aufwachsen der Jungfische sehr interessant ist.

Welchen Sand kann ich dir nicht sagen, aber Kies würde ich nicht verwenden. Es geht zwar, aber Sand ist praktischer zum Gründeln.
Habe zwar keine Panzerwelse, aber Schwielenwelse sind ja auch nichts anderes. Könnte die mir nicht auf Kies vorstellen.

Bei den Planzen kann ich dir große Echis und Vallis ans Herz legen.
Meine leichen immer auf den Riesenblättern meiner Schwertpflanze.
Zwischen den Vallisnerien können die Tiere schön stehen.

Rotköpfe fände ich auch toll.
Die Panzerwelse paar mehr, so 20-30 Stück.
und später evtl. noch was für ganz oben? Schmetterlingsfische (wenn das geht?) oder Hechtlinge Aplocheilus lineatus.

Und Bilder wolln wir dann sehen :mrgreen:
 
Hallo,

und danke erstmal fuer eure Beitraege. Ich hoffe, es macht euch nichts aus, wenn ich einfach gezielt auf Zitate antworte... Da behalte ich den Ueberblick doch etwas besser, ich kenne mich ja... :lol:

Starmbi schrieb:
Hallo!
Zum Bodengrund:
Ich halte Skalare und C. Sterbai auf kunstoffumanteltem Kies. Keine Probleme.

Hm, ich weiss selbst nicht so genau warum, aber irgendwie stoere ich mich an kunststoffummantelten Materialien sehr. Das faellt bei mir in eine Kategorie mir Plastikwurzeln, blubbernden Schiffswracks & co. Natuerlich kann man nicht alles haben, Kompromisse muss man in einem Aquarium immer irgendwie eingehen IMHO. So denke ich beispielsweise aktuell darueber nach, eine kuenstliche Rueckwand in das Becken einzusetzen. Optisch macht das einiges her, aber mit reinen Naturmaterialien wird eine solche Rueckwand wohl kaum zu fertigen (erst recht nicht zu bezahlen) sein. Selbst basteln kommt fuer mich dabei nicht in Frage, dazu fehlt mir das kuenstlerische Geschick (nein, wirklich... Ich und zeichnen? pah! Ich kann eine Wand streichen wie ein Maler, aber das hat nix mit Kunst zu tun :mrgreen:).

Rein biologisch betrachtet ist kunststoffummantelt im Aquarium sicherlich noch OK, dagegen will ich nicht reden. Es trifft nur nicht meinen "Geschmack". Also bitte nicht falsch verstehen :roll:

Starmbi schrieb:
Zur Pärchenbildung:
Ich habe mir 5 Stück in ein 450l Becken gesetzt.
Es bildeten sich 2 Pärchen und ein Junggeselle.
Es kam gelegentlich zu kleineren Reibereien, ansonsten standen sie ganz friedlich in einer Gruppe.
Der Junggeselle durfte sogar beim Besamen des Geleges "mithelfen".

Leider ist im Laufe von 11 Jahren nur noch ein Pärchen übrig geblieben. Und das ist, ehrlich gesagt, etwas langweilig.

Wow! Das haette ich niemals geglaubt ohne Bild. Finde ich sehr interessant, dass es auch so geht (auch wenn es wohl eher die Ausnahme ist, vermute ich...). Vertragen (bzw. vertrugen) die sich zu dritt auch sonst waehrend der restlichen Laichzeit? Und ausserhalb?

Starmbi schrieb:
Wenn Du Deinem Becken etwas Sichtschutz und Rückzugsmöglichkeiten bietest sollte auch eine Gruppe möglich sein.
Allerdings kann man nichts versprechen.
Wenn Du allerdings wirklich schöne Exemplare besitzt und einige abgeben willst, sollte es hier im "Bieten-Forum" genug Abnehmer geben (mich z.B. :mrgreen:)

Ich plane (zumindest den hinteren Bereich) schon etwas dichter zu bepflanzen. Momentan ist das alles noch etwas ungewiss, weil ich mir ueber die restliche Deko noch nicht so ganz im Klaren bin. Es soll einiges an Wurzeln und Hoelzern in das Becken, allerdings finde ich in dieser Richtung aktuell leider nichts brauchbares bei den Haendlern in der Umgebung. Entweder ungeeignet (einer hatte ernsthaft Aeste von Obstbaeumen da liegen, und glaubt mir, den besuche ich auch nicht wieder), oder zu sehr kuenstlich bearbeitet (ueberall angesaegte Enden und rechtwinklige Kanten etc), oder total ueberteuert (80 Euro!! fuer eine 40cm, noch nichtmal greinigte Moorkienwurzel! Das ist Wucher IMHO).

Also auf was ich damit hinaus will: Es soll optisch schon etwas strukturiert werden, aber wie genau... Das weiss ich noch nicht. Ich weiss auch nicht, ob 130*60cm fuer 2 ausgewachsene Skalarpaare nicht zu klein sind. Meine Tendenz ist eher in die Richtung "ist zu klein, lieber 1 Paerchen". Natuerlich will ich nicht bestreiten, dass es in einem gut eingerichteten Becken auch mit 2 (oder 2,5 8)) Paerchen klappen koennte, aber ich will dabei wirklich auf Nummer sicher gehen. Andererseits habe ich nun auch schon oefter gelesen, dass sich "jugendlich zusammengezwaengte Paare" in gehobenem Alter teilweise einfach nicht mehr verstehen sollen. Also vielleicht ist es doch wirklich besser, eine kleine 6er-Gruppe einzusetzen und abzuwarten, wie sich die Tiere untereinander finden und verstehen. Das Problem ist nur: Sollte es von heute auf morgen zu Streitigkeiten kommen... Wohin mit den Unterlegenen? Klar, ich kann hier im Forum versuchen, sie abzugeben. Aber da muss sich erstmal jemand finden mit genug Platz, evtl. Fahrbereitschaft, etc.





Starmbi schrieb:
Zum Beifisch:
Als Beifisch habe ich noch Colisa lalia. Einige werden meckern, daß ich sie bei 26°C halte, aber ihnen geht es gut und sie bieten einen schönen Kontrast zu den Skalaren. Bei mir sind sie die dominantere Spezies im Becken! Da wird schnell der Skalar zum Beifisch. :lol:
Habe Skalare auch mit Purpurprachtbarschen zusammengehalten. War auch kein Problem, aber bei dicht bepflanzten Becken sieht man die kaum und sie vermehren sich wie die Karnickel.

Hm, genau das ist nicht mein Ansinnen mit dem geplanten Becken. Wie gesagt, die Skalare sollten schon den Blickfang bilden und gerne auch ihre Ruhe haben koennen. Es darf sich natuerlich schon etwas bewegen, soll auch gerne, aber dann doch lieber ein schoener Schwarmfisch.

Purpurprachtbuntbarsche hatte ich auch ueber lange Jahre. Waren auch relativ anspruchslos und sehr genuegsam. Dem Paar haben auch 2 Hoehlen genuegt, um diverse Male Junge zu zeugen, die ich (immerhin) problemlos bei einem Haendler in der Naehe abgeben konnte. Leider fand ich das Maennchen dann irgendwann halb verwest am Ansaugstutzen des Filters wieder. Meinst du nicht, dass die ihr Revierchen waehrend der Laichzeit etwas zu aggressiv verteidigen? Also zumindest mein Maennchen ging damals wirklich auf alles los, was es irgendwo erblicken konnte. Da spielte Groesse keine Rolle.

Starmbi schrieb:
In einem Schaubecken habe ich auch mal Skalare mit Kongosalmlern zusammen gesehen. Sah auch toll aus.
Werden aber wohl ziemlich groß und brauchen auch etwas freien Schwimmraum.

Danke fuer den Hinweis, die werde ich mir mal im Detail ansehen. Habe ich auch schon 1, 2 mal gesehen, allerdings auch nur im jugendlichen Alter.

Starmbi schrieb:
Zu den Pflanzen:
Geht eigentlich alles. Feinfiedrige Pflanzen wurden schon mal zerrupft.
Bei mir wird auch auf einem 1 cm breiten Valisnerienblatt abgelaicht.

Vallisnerien habe ich natuerlich bedacht, davon will ich auch einige einpflanzen. Muss nur aufpassen, dass die mir nicht wieder alles zuwuchern. Als solches eine schoene Pflanze, wie ich finde. Hatte nur einmal den Fehler gemacht, in ein viel zu kleines Becken die gigantea einzusetzen. Ging natuerlich nicht sonderlich gut. Nach einem Monat waren sie so lang, dass sie vom Boden zur Oberflaeche, und von dort an bis zur gegenueberliegenden Seite des Beckens reichten :mrgreen:.

Starmbi schrieb:
Zur Beleuchtung:
Betreibe mein Becken mit 4 54W-T5-Röhren, 3 gehen auch noch, aber 2 sind zuwenig.

Wie gesagt, da bin ich auch sehr gespannt drauf. Der bisherige Besitzer meinte, mehr als 2 Roehren waeren viiiiiel zu hell. Glaube ich noch nicht so ganz dran, gerade bei der Hoehe von 60cm. Aber das wird sicher die Zeit zeigen.


schroda schrieb:
schau mal bei dem Bodengrund nach J*L Sansibar Black. Das ist wohl ein Naturprodukt und nicht ummantelt.
Ansonsten kannst du zu den Skalaren fast alle Arten von Salmlern mit ähnlichen Ansprüchen setzten. Bei "dünnen" Salmlern (z.B. Neons) könnte es passieren, dass diese gefressen werden. Alle anderen hochrückigen Salmler gehen. Ich hab mal einen großen Schwarm Rotkopfsalmler zwischen Skalaren gesehen. Die bilden einen schönen Schwarm und waren ein guter Kontrast zu den großen Skalaren.

Danke dafuer. Sieht, was ich so ergoogeln konnte, sehr nett aus. Der Preis im 10-Liter-Sack ist natuerlich erheblich. Werde mal bei 1, 2 Haendlern lokal anfragen, ob sie das nicht bestellen koennen (JB* ist ja schliesslich ein Markenhersteller, den die alle irgendwie fuehren...). Das wuerde dann eventuell schonmal das Porto sparen. Ansonsten habe ich mich mittlerweile mit dem rot-braunen Granatsand in der Koernung 0,25-0,50mm angefreundet. Die Koernung weist von allen Angeboten wohl die geringste "Streuung" (nennt man das so?!) auf. Der Sand kann dann meinetwegen noch 2 Stunden lang seine Runden im Betonmischer drehen, zum runder werden, aber dann sollte es nach dem Waschen auch mal gut sein... ;-)

Den Vorschlag mit den Rotkopfsalmlern finde ich sehr interessant. Habe sie nie gehalten, doch auf einigen YouTube-Videos sehen sie schon sehr nach dem aus, was ich suche. Wie gross wuerdest du den Schwarm machen?


bonkers schrieb:
ich selbst habe mich für die Jungskalargruppe entschieden, da es in keinem Geschäft ein adultes Paar gab.
Vier Tiere, die dann zwei Paare ergaben.
Ein Paar die linke Beckenseite, das andere die rechte Seite.
Es ging und so gut wie immer waren die Fische gleichzeitig mit der Brutpflege beschäftigt.

Das klingt natuerlich traumhaft. Aber wie oben beschrieben, halte ich persoenlich (ohne wirklich richtig Ahnung zu haben) doch eher fuer die Ausnahme.

bonkers schrieb:
Spannungen gab es leider immer, was mindestens einmal die Woche zu zerflädderten Flossen und ab und an weißen Punkten führte. Um der ständigen Spannung ein Ende zu bereiten, wurde ein Paar ins 300er umgesetzt.
Alle vier Fische sehen besser aus, denn je.
Also rate ich dir ein adultes Paar zu kaufen, wenn möglich. Auch wenn das Aufwachsen der Jungfische sehr interessant ist.

... So aehnlich endeten dann auch meine bisherigen Versuche. Allerdings, wie oben schon geschrieben, habe ich nun schon oefter gelesen, dass sich "zusammengezwaengte Paare" im Alter doch auch mal des oefteren nicht mehr vertragen sollen. Deshalb werde ich wohl den Weg ueber eine kleine Jugend-Gruppe gehen. Da koennen sie sich selbst finden, auch wenn die Partner-Auswahl begrenzt ist ;-)

Adulte Paerchen koennte ich hier, zum entsprechenden Preis (60 Euro aufwaers, je nach Zuchtform) kaufen. Allerdings loest das dann nicht das genannte Problem. Okay, zugegeben, auch bei einem Paar, das sich in einer 6er-Truppe gefunden hat, hat man nie die Garantie, dass sie sich auf immer und ewig verstehen werden. Aber ich denke (wieder mal, ohne es wirklich zu wissen ;-)), dass die Chancen doch eher steigen.

Hmm.. Bin da jetzt doch unschluessig. Einerseits Paarfindung aus der Gruppe, andererseits... wohin mit dem Rest. Vielleicht sollte ich einfach noch 2, 3 Haendler mehr anfahren, bis mir jemand garantierten kann, dass er den "Rest" zuruecknimmt, sobald sich Paare bilden. Darauf, dass mir jemand aus dem Forum den Rest abnimmt, wuerde ich mich eigentlich ungern verlassen wollen. Zumal ich ja nicht weiss, was uebrig bleiben wird. Ein Paar, 2 Maennchen, 2 Weibchen, 4 Eichhoernchen, 3 Maennchen + 1 Weibchen, ... Und wer nimmt diesen vorprogrammierten Aerger schon so auf...?!

bonkers schrieb:
Welchen Sand kann ich dir nicht sagen, aber Kies würde ich nicht verwenden. Es geht zwar, aber Sand ist praktischer zum Gründeln.
Habe zwar keine Panzerwelse, aber Schwielenwelse sind ja auch nichts anderes. Könnte die mir nicht auf Kies vorstellen.

Nein nein, Kies soll es auch ganz sicher nicht werden. Auf Kies hatte ich frueher auch schone einen "Batzen" Panzerwelse, die ich dann auf Sand umgesiedelt habe. Man sah den Tieren foermlich an, wie dankbar sie waren. Zwar waren sie anfaenglich sehr schreckhaft (wohl durch den Umstieg vom relativ dunklen Kies auf den grellen Quarzsand), aber nach kurzer Zeit sind sie auch wieder weiter vorne im Becken unterwegs gewesen. Den Kopf bis zu den Kiemendeckeln im Sand vergraben. Einfach ein herrlicher Anblick :)

bonkers schrieb:
Rotköpfe fände ich auch toll.
Die Panzerwelse paar mehr, so 20-30 Stück.
und später evtl. noch was für ganz oben? Schmetterlingsfische (wenn das geht?) oder Hechtlinge Aplocheilus lineatus.

Die Rotkopfsalmler finde ich, wie gesagt, auch ganz nett. Die werde ich mir auch sicher naeher ansehen, wenn jetzt schon 2 Stimmen dafuer sind... :D

Zu den Panzerwelsen... Sind die in der Menge (20-30) nicht auch wieder eher zuuu wuselig? Einen solch grossen Trupp hatte ich bisher nicht, aber ich habe beobachtet, dass sie mit zunehmender Gruppengroesse wuseliger werden. Nicht falsch verstehen, ich will ja auch kein Foto, auf dem alles still steht, es darf sich ruhig bewegen. Aber eben nicht so ganz extrem ;-)

Gut, den Skalaren wird das wohl nichts ausmachen, wenn es "unten" etwas mehr wuselt, schaetze ich. So, wie ich sie kenne, konzentrieren sie sich doch eher auf die Mitte und die obere Region. Habe deinen Vorschlag jedenfalls im Hinterkopf. Vielleicht fange ich mal mit 15 Stueck an, und sehe dann, ob ich noch aufstocke.

Um die Oberflaeche habe ich mir noch keine genauen Gedanken gemacht. Dachte eigentlich, dass ich mit dem geplanten Besatz dann auch so langsam an der Grenze waere, rein besatztechnisch. Werde mir deine beiden Vorschlaege aber auf jeden Fall noch ansehen.


bonkers schrieb:
Und Bilder wolln wir dann sehen :mrgreen:

Die kriegt ihr ;-)

Allerdings wird es noch etwas dauern. Die Einkaufsliste ist ellenlang, und das Becken mit dem ganzen zugehoerigen Geroedel kann ich leider erst am 21. abholen. Mein Kollege, der wegen der Tragerei (Becken hat wohl um die 90kg) mit muss zum Abholen, hat vorher keine Zeit :cry:. Aber wie sagt man so gerne: Gut Ding will Weile haben 8)

[Edit: Typos gefixt]
 
Moin,

habe gerade "Bier" gegooglet: Kam "Cerveza" bei raus.

Zum Thema Skalare kann ich nur vermelden, dass man da die dollsten Dinge erleben kann.
Das geht in der Gruppenhaltung von "Häkelkurs" bis "Guillera-Truppe".
Dazwischen sind alle Facetten möglich.

Gut ist zumindest "wildfarbene" Tiere zu halten. So ist eine innerartliche Kommunikation über das Streifenmuster möglich und bewahrt eventuell unterlegene Tiere vor größeren Schäden.

Ich hatte das Glück eine ziemlich harmonische Gruppe zu erwischen.
Das waren damals drei Paare auf 350 Liter (Juwel Trigon 350).
Die hatten sich das Becken aufgeteilt, es gab mal kleine Gefachte aber keine echten Beschädigungskämpfe.
Die Tiere waren aus dem "Peru Altum" Komplex.

In einem Messebecken hatten wir mal 21 Skalare aus dem Manacapuru See (keine Rotrüken).
Das AQ hatte 130/60/60cm und nen Nitritgehalt von 1,1mg/l.
Die Biester pumpten wie die Weltmeister und haben sich trotzdem geprügelt wie die Kesselflicker.
Unglaublich war das damals.
Selten so aggressive Tiere gesehen.

Wenn man sich nun eine Gruppe von 4-6 Tieren anschaffen will, so sollte man schon mal im Handel genau hingucken.
Und da nicht auf die kleinen Tiere mit einer Höhe von unter 10cm fokussieren.
Ab 10cm Höhe wird es interessant.
Wenn da in einer Gruppe nicht groß rumgebissen wird, dann ist die Chance groß, das das auch im eigenen Becken so bleibt.

Ich melde mich nachher noch mal zu anderen Themen hier im Thread.
Jetzt ist Cerveza Zeit und Fischfütterung. :mrgreen:
 


Hallo,

nach laengerer Zeit moechte ich hier mal ein kleines Update verfassen. Das Becken mitsamt Unterschrank, Abdeckung + Technik wurde mittlerweile abgeholt, gereinigt, sowie ausreichend lange (zwei Wochen, man weiß ja nie...) komplett befuellt im Garten auf Dichtigkeit getestet.

Am vergangenen Wochenende habe ich es dann mit einem guten Freund hochkant auf eine dick gepolsterte Sackkarre gestellt, mit diversen Spanngurten sowie 4 150kg-3-Punkt-Saughebern versehen und an seinen endgueltigen Bestimmungsort transportiert. "Wozu der Aufwand?!", wird sich manch einer fragen... Das haengt mit der Erfahrung zusammen, die wir bei der Abholung gemacht haben. Diese hat uns naemlich ordentlich zugesetzt. Altbau, steile, alte Holztreppe, 65cm breit. Beckenbreite 60cm, Gewicht irgendwo um die 110kg :autsch: ... Und wir kamen natuerlich nicht auf die Idee, das Becken auf den Kopf zu drehen, um es besser greifen zu koennen. Dazu Temperaturen jenseits der 36°C und entsprechend schwitzige Haende... Zu Hause habe ich zwar mehr Platz und das Becken musste auch nur um das Haus, 9 Stufen hoch und durch die (breite) Haustuer, aber ein paar Punkte, an denen man gut zupacken kann, schienen mir trotzdem von Vorteil zu sein. Kurzum: fuer den naechsten Aquarien-Transport bin ich nun jedenfalls gut ausgestattet (mit Werkzeug, aber auch mit Wissen) :mrgreen: .

Gestern hat D*L den letzten, nachbestellten 25kg-Sack Granatsand (0,25-0,50mm Koernung) vorbei gebracht. Die 75kg, die ich urspruenglich bestellt habe, waren definitiv zu wenig. Mit 100kg erreiche ich jetzt eine Bodengrundhoehe von ~ 5,5-6cm. Hoeher soll es auch nicht mehr werden, um den geplanten Skalaren so viel wie moeglich von den 60cm Beckenhoehe zu ueberlassen.

Die drei großen Moorkien-Wurzeln, die ich mittlerweile auch recht guenstig bei e*ay gekauft habe (zu einem Fuenftel! des Preises, den der Aquarienladen "um's Eck" fuer seine nichtmal sonderlich schoenen Wurzeln haben wollte), waessern nun auch schon seit guten 2 Wochen. Uebrigens sollte man vorsichtig sein, wenn man Wurzeln und Aehnliches ueber das Internet kauft. Der groesste Teil der Angebote zeigt naemlich nur "Beispielbilder". Ich habe also sehr darauf geachtet, anhand von "Originalbildern" einzukaufen. Ein 5 mal abgesaegter und gebrochener Ast geht sicher auch als "Moorkien-Wurzel" durch, auch wenn er eben nicht so aussieht wie auf dem "Beispielfoto" :frech: . Das Waessern war/ist eigentlich recht unnoetig, denn die Wurzeln gingen in der Regentonne wider Erwarten sofort unter. Heute abend werde ich das Becken dann auch langsam mal mit Wasser befuellen und schonmal ein wenig nach den richtigen Stellen fuer die Wurzeln + Steine suchen.

Mit der Bepflanzung habe ich noch so meine liebe Not. Zwar habe ich mich mittlerweile fuer ein paar Arten/Sorten entschieden, weiß aber noch nicht, wo ich sie beziehen kann. Ein Baumarkt in der Naehe hat mir auf Nachfrage angeboten, meine gewuenschten Pflanzen bei D*nn*rle mitzubestellen. Allerdings haben sie dort wohl nur Zugriff auf ein eng begrenztes Sortiment, aus dem ich dann waehlen muesste. Ob sie tatsaechlich direkt bei D*nn*rle kaufen, oder ob da noch ein Haendler dazwischen haengt, konnte mir die junge Dame leider nicht beantworten. Schwierig...

Weiß zufaellig jemand, ob man als Privatperson direkt bei D*nn*rle vor Ort kaufen/(vor)bestellen/abholen kann? Der Firmensitz ist naemlich garnicht so wahnsinnig weit von mir entfernt. Ansonsten bliebe mir wohl wieder nur das Internet und der Umweg ueber irgendeinen Online-Shop (Erfahrungen? Tipps? Muss nicht unbedingt Ware von D*nn*rle sein, aber die Qualitaet sollte passen).


Soviel erstmal zum Stand der Dinge. Ich werde natuerlich weiter berichten, wenn sich etwas ergibt :D
 
Hallo,

ich habe meine Pflanzen im Internet bei www.zoo-angel-kowolik.de gekauft. Stängelpflanzen waren im Keramiktöpfchen und nicht im Bleiband. Alle Pflanzen waren groß und sehr schön und kräftig. Versand hat bei mir von Oberhausen nach Lüneburg einen Tag gedauert. Verpackt waren sie in Plastikschalen mit Plastikfolie drumherum. Und nett waren sie auch noch, ich wieder mit Sonderwünschen...
Aber vielleicht habe ich auch wieder einmal einfach Glück gehabt.

Dir noch viel Spaß mit Deinem Becken. Ich freu mich schon auf die Bilder!
LG Alora
 
Alora schrieb:
Hallo,

ich habe meine Pflanzen im Internet bei http://www.zoo-angel-kowolik.de gekauft. Stängelpflanzen waren im Keramiktöpfchen und nicht im Bleiband.

Danke fuer diesen wirklich sehr hilfreichen Tipp! Da bekomme ich zwar leider auch nicht alles, was mir insgesamt so vorschwebt, aber ich denke, fuer die "Erstbepflanzung" ist das schonmal ganz OK. Einige schnellwachsende Sorten, aber auch einige der "langfristig" geplante Sorten, und dazu noch vergleichsweise guenstig. Gefaellt mir ganz gut :thumright: .

Leider muss ich hier auch etwas absolut negatives berichten. Der Granatsand, den ich eingebracht habe, hat mir so einige Magenschmerzen bereitet. Dumm wie ich war, habe ich diesen frisch vom Haendler ungewaschen ins Becken getan und anschliessend befuellt (Ich las, dass der Sand kaum bis garnicht trueben solle, und das so ginge). Daraus ergaben sich fuer mich 2 sehr gravierende Probleme, auf die ich erst aufmerksam wurde, als ich anfangen wollte mit Gestein zu dekorieren. Bei der Erstbefuellung gab es kaum Staub/Nebel im Wasser, was mich erstmal sehr optimistisch gestimmt hat. Als ich dann allerdings anfing, einige Steine und Wurzeln "tiefer" einzusetzen bzw. in den Bodengrund einzudruecken, umzusetzen etc., bekam ich einen regelrechten Schock. 1. ist die Luft nur aeusserst unzureichend aus dem Sand entwichen (es stiegen beim "rumwuehlen" richtig dicke Blasen auf), und ich musste sogar feststellen, dass der Sand selbst nach diversen Tagen unter Wasser stellenweise in tieferen Schichten noch genau so furztrocken war, wie ich ihn eingefuellt hatte. Ok, das alles waere kein Problem gewesen, was man nicht durch reichlich "rumwuehlen" haette loesen koennen... So dachte ich... Also alle Deko entnommen und den ganzen "Schmodder" von Bodengrund im komplett gefuellten Becken mal wirklich gruendlich durchgeruehrt, mit Gartenschlauch etc... Ich war regelrecht entsetzt, was das Ergebnis betraf: es war schlichtweg unmoeglich, tiefer als 2cm in das Becken zu schauen. Und als ich dann noch an den geplanten Besatz (im speziellen die Panzerwelse) dachte, sah ich mich dazu gezwungen, das ganze Wasser wieder abzulassen (konnte noch Pflanzen damit giessen :dance: ), den Sand komplett zu entnehmen und zu spuelen.

Gesagt, getan. Und was soll ich sagen: ich musste bisher keine anderen Bodengrund jemals so ausgiebig und wasserintensiv :oops: spuelen. Portionsweise wanderte der Sand in ein geeignetes Gefaess (Moertelwanne), in dem ich dann jede einzelne Ladung ungelogen 35 mal waschen musste. Erst danach war die Resttruebung einigermassen akzeptabel (zumindest nicht mehr knallgelb, sondern eher milchig). Zu meinem Erstaunen musste ich bei der ganzen Spuelerei auch noch feststellen, dass der Granatsand irgendwie mit einem 2., wesentlich leichteren, gold-gelb schimmernden Sand "verunreinigt" ist. Er sinkt waehrend des Spuelens wesentlich langsamer ab als der braune Granatsand, und setzt sich auf dem Granatsand "stroemungsfoermig" in regelrechten Schlieren ab. Diese "Verunreinigung" mache ich letztendlich auch fuer die enorme Truebung verantwortlich, denn diese hatte in etwa die gleiche, hellgelbe bis goldene Faerbung.

Nunja. Nachdem ich den Verkaeufer des Sandes (ich nenne ihn lieber mal nicht, aber er verkauft das Zeug seit Jahren bei e*ay als Strahlmittel UND explizit auch als Aquariensand...) angeschrieben habe, und (bisher) keine Antwort zu diesem Problem erhalten habe, blieb mir nur anzunehmen, dass das so normal ist. Ich habe also die gesamten 100 kg Sand gewaschen(6 Stunden Arbeit! Und ich will garnicht wissen, wie viel m^3 Wasser dabei im Garten versickert sind... :oops:), bis die Truebung wenigstens _halbwegs_ annehmbar war, und diesmal den Sand per kleiner Metallschuessel portionsweise in das komplett mit Wasser befuellte Becken rieseln lassen, um die unerwuenschten Lufteinschluesse zu vermeiden.

Jetzt bin ich so weit, dass das Becken mit Bodengrund befuellt, aber immer noch sehr trueb (in ertraeglichem Masse, ich sehe immerhin die Glasscheibe hinten...) ist. Morgen werde ich einfach mal noch einen Eheim-Aussenfilter an das Becken klemmen, den ich komplett mit Filterwatte bestuecke. Diesen habe ich noch "rumstehen" von einem alten 180l-Becken. Ich hoffe mal, dass ich damit einen Grossteil der Schwebeteilchen herausgefiltert bekomme. Ich werde auch den restlichen Boden noch 2, 3 Mal gut durchwuehlen. Die Filterwatte ist anschliessend sicherlich Schrott, aber Hauptsache, ich habe diesen "Schmodder" mal aus dem Granatsand raus.


Ich werde natuerlich berichten, wie die Sache weiterhin verlaeuft :thumleft:
 
Hallo,

Skalar00 schrieb:
Na?
Hat alles geklappt?
Würde mich mal interresieren ob dein Becken schon steht. :thumright:

ja, das Becken steht mittlerweile und es "klappt" tatsaechlich "wie am Schnuerchen", wenn ich das so sagen kann. Samstag letzter Woche habe ich erste Pflanzen (dann doch im Laden gekauft) eingepflanzt. Javafarn auf die Wurzeln, ein paar Nadelsimse nach vorne, Schraubenvallisnerien nach hinten und an die Seiten. Ausserdem einige Echinodorus erstmal etwas verteilt, weil ich mir da noch unsicher bin mit den Groessen, die sie erreichen. Die Bepflanzung ist noch nicht komplett, wird aber nach und nach aufgestockt. Morgen werde ich noch ein paar schnellwuechsige Stengelpflanzen aus der Verwandschaft bekommen. Und dann sehen wir mal weiter. Mit den Pflanzen habe ich mir auch schon die ersten Bewohner "eingeschleppt": Blasenschnecken. Diese stoeren mich aber nicht, sie sind richtig fleissig bei der Arbeit und vermehren sich schon... :)

Die anfaenglichen Probleme mit dem Granatsand haben sich auch erledigt. Das Wasser ist nun sehr schoen klar und der Sand wirbelt kein bisschen mehr auf. Was lernen wir daraus? Nicht immer alles glauben, was man im Internet liest. Nie nie nie mehr wieder werde ich (Granat)sand ungewaschen in ein Becken fuellen. :oops:

Gestern habe ich dann mal meine Wasserwerte gemessen (Troepfchentests sind _endlich_ geliefert worden... 4 Wochen habe ich auf das Paket warten muessen) und war positiv ueberrascht. Alles passt, Nitrit ist nicht nachweisbar, aber Nitrat ist in akzeptablem Umfang bereits nachzuweisen. Meines Wissens bedeutet das doch, dass der Nitritpeak entweder ausblieb, oder aber schon ueberstanden ist... Sehe ich das richtig? Ich hatte den Filter seit der Probe-Befuellung im Garten schon immer mitlaufen, vielleicht hat das geholfen bei dieser Entwicklung...

Nunja. Ich war dann so gluecklich ueber dieses Ergebnis, dass ich mich gleich ins Auto gesetzt habe und die ersten fischigen Bewohner kaufen war. Da der Besatz ja schrittweise erfolgen sollte, habe ich erstmal (wie von euch empfohlen) 15 Rotkopfsalmler und 7 Juli-Panzerwelse (Corydoras julii) eingekauft. Diese Grueppchen sollen natuerlich noch wachsen, aber wie gesagt: nach und nach... Mittlerweile habe ich sogar einen sehr schoenen Aquaristik-Laden ganz in der Naehe aufgetan, der einen sehr sehr ordentlichen Eindruck macht. Von dort habe ich auch meine Tiere. :dance:

Zu Hause angekommen habe ich dann das uebliche Einsetz-Prozedere durchgefuehrt. Beutel in das unbeleuchtete Becken gehaengt, geoeffnet, mit Waescheklammern am Rand fixiert und erstmal die Temperatur angleichen lassen... Dann schluckweise ueber 30 Minuten Aquarienwasser in die Beutel gefuellt und die Tiere mit einem Kescher ins immer noch dunkle Becken ueberfuehrt. So liess ich Ihnen dann erstmal 2 Stunden Ruhe, bevor ich das Licht eingeschaltet habe. Sie haben den Stress bis dahin offensichtlich allesamt unbeschadet ueberstanden. Die Panzerwelse haben bereits den Sand durchgewuselt als waere es das normalste der Welt. Die Rotkopfsalmler streiften als geschlossener Trupp mit staendigen Richtungswechseln durch das Becken und zeigten auch allesamt schon ihre volle Farbenpracht. Gefuettert habe ich den restlichen Tag nichts.

Heute mittag gab's dann eine sehr nette Ueberraschung. Laut meinem Plan stand ein Standard-Teilwasserwechsel an. Ich war mir erst unsicher, ob die am Vortag erst eingezogenen Fische damit vielleicht ein Problem haben koennten... Es ging aber alles glatt ueber die Buehne. Nach dem Wasserwechsel konnte ich dann beobachten, dass der Schwarm Rotkopfsalmler ziemlich unruhig durch das ganze Becken schwamm. Hoch, runter, links, rechts, ... Sie schienen sich irgendwie gegenseitig zu jagen. Da dachte ich gerade "Oh oh, haettest doch keinen Wasserwechs....." und just in diesem Moment sehe ich den Grund fuer die Aufregung. Sie haben abgelaicht. So ziemlich ziellos ueberall hin. Ueber einer Wurzel, ueber/in den Nadelsimsen, auf den Sand, ...

Da wusste ich natuerlich, dass der Wasserwechsel keineswegs geschadet hat. Er hat die Tiere scheinbar sogar zum Laichen animiert. Eine sehr interessante Beobachtung, wie ich finde... Ich glaube zwar nicht, dass der Nachwuchs jetzt besonders gute Ueberlebenschancen hat, und beabsichtige auch nicht, die Eier abzusaugen und aufzuziehen, aber spannend ist das trotzdem irgendwie ;-)


Naechste Woche werde ich mal versuchen, endlich ein paar Bilder zu machen. So lange muesst ihr euch leider noch gedulden. 8)
 
Hallo nochmal, ...

tut mir wirklich leid, aber auch diesmal kann ich (noch) nicht mit Bildern dienen. Meine Kamera mochte es nicht, dass ich sie ueber ein Jahr in der Ecke habe liegen lassen (jepp, ich fotografiere _wirklich_ selten :oops:). Trotz stundenlangem Laden des Akkus will das Teil einfach nicht an gehen, obwohl beim Laden die entsprechenden LEDs leuchten/blinken etc... Gluecklicherweise kann ich einen Defekt des Akkus aber ausschliessen, saemtliche messbaren Spannungen passen hier. Entweder ist das irgend eine Nikon-Firmware-Problematik, oder die Kamera ist tatsaechlich defekt. Eigentlich ist das bei einem Preis von 129 Euro und nach der langen Liegezeit auch kein Wunder, aber bei diesem Thema packt mich der Ehrgeiz. Ich krieg' das schon noch gefixt, irgendwie :D . Sei's drum, wir Aquarianer sollten ja ein geduldiges Voelkchen sein. Von daher: sorry, mit Bildern dauert es wohl noch etwas...

Trotzdem wollte ich einen kurzen "Zwischenbericht" abgeben. Aus dem Laich der Rotkopfsalmler ist (wie erwartet) bis heute nichts erkennbares hervorgegangen. Dafuer balzen + laichen aber die corydoras jetzt -- mehr oder weniger -- den ganzen Tag lang. Ich sehe seit 2, 3 Tagen eigentlich fast immer, wenn ich in das Becken schaue, dass die kleineren der Truppe (wohl mannlich) an die dickeren heranschwimmen, und regelrecht belaestigend anfangen, neben ihnen "herumzuzittern" und zu "hetzen". Gestern fand ich dann ein erstes Gebilde, das auf den 2. Blick und einer Google-Bildersuche aussah wie Corydoras-Laich. Allerdings habe ich auch hier (noch) keine wirklich grossen Hoffnungen. Erstens ist es nicht viel, im Vergleich zu anderen Bildern, und zweitens werde ich mich auch darum genau so wenig kuemmern wie um die Eier der Rotkopfsalmler. Entweder es wird von alleine, oder eben nicht.

Ausserdem habe ich heute den Rest der geplanzen Bepflanzung ueber einen Webshop geordert. Bin gespannt, ob die Sachen wirklich so toll ankommen, wie es der Shop verspricht.

Und ich habe heute auch noch etwas (je nach persoenlicher Ansicht) negatives/positives entdeckt. Auf einem einzelnen Blatt einer Valisnerie konnte ich tatsaechlich einen "Trupp" gruener Hydra ausmachen. Ich habe das Blatt abgeschnitten und die Hydren unter dem Mikroskop betrachtet, weil ich mir erst nicht sicher war, ob es nicht doch Algen sein koennten. Aber: Fehlanzeige, definitiv gruene Hydra. Ich habe daraufhin erstmal das restliche Aquarium abgesucht und noch einige weitere Hydren auf der linken Seitenscheibe sowie auf einer Wurzel gefunden. Ich vermute, dass ich mir die Hydren mit den ersten Pflanzen, oder mit TK-Mueckenlarven "eingeschleppt" habe, habe allerdings natuerlich keine Ahnung, woher sie tatsaechlich kommen. Meine Frage hierzu waere, was ihr davon haltet. Prinzipiell soll die gruene Hydra ja erstmal wesentlich kleiner bleiben als die weisse, und sich auch nicht an Fischbrut vergreifen koennen (sollte es jemals soweit kommen, ...). Also prinzipiell wuerde sie mich nicht stoeren, so lange sie nicht zur Plage wird. Ich habe auch gelesen, dass gegen die gruene Hydra eine Dunkelkur helfen soll, weil sie im Gegensatz zur weissen Hydra Photosynthese betreiben soll. Kann das jemand bestaetigen/empfehlen/davon abraten? Wuerdet ihr die Hydren unter Beruecksichtigung des geplanten Besatzes bekaempfen? Wenn ja: wie?

In den letzten Tagen hatte ich auch ein leichtes Problem mit Kieselalgen. Ich vermute, dass ich einfach fuer den Anfang zu wenig (schnellwachsend) bepflanzt habe. Das Problem haben aber zum Glueck die mittlerweile reichlich vorhandenen Blasenschnecken uebernommen, sie scheinen Kieselalgen regelrecht zu lieben. Einzelne Blaetter, die abends noch richtig dick braeunlich "verschmoddert" waren, waren am naechsten Morgen wieder schoen gruen und komplett sauber geputzt.

Und dann habe ich auch noch ein weiteres Problemchen. Die Rotkopfsalmler hatten von Anfang an keine Lust zu fressen. Flockenfutter ging garnicht, Granulat wollten sie auch nicht so wirklich haben. Gefriergetrocknete Mueckenlarven, die ich dann extra gekauft habe, nahmen sie nur sehr zoegerlich, und auch niemals von der Wasseroberflaeche, sondern nur das, was der Filter nach unten gewirbelt hat. Ich habe danach rote TK-Mueckenlarven probiert, das klappte schon etwas besser, aber auch hier waren sie _sehr_ waehlerisch (ueber 90% des viertel Wuerfels sank auf den Boden, die Corydoras haben sich darueber sehr gefreut... ratzfatz weg). Nach etwas Recherche fand ich dann heraus, dass das bei neu besetzten Rotkopfsalmlern wohl normal sein kann, und man sie einfach an das gewuenschte Futter gewoehnen sollte. Gesagt, getan... brav weitergefuettert mit "se*a vipan" und gefriergetrockneten roten Mueckenlarven. Mittlerweile habe ich sie so weit, dass sie sich ihr Flockenfutter und die gefriergetrockneten Mueckenlarven sogar direkt und sehr gierig von der Oberflaeche schnappen, dabei aber die gelben Flocken meiden wie der Teufel das Weihwasser. Sie werden zwar probiert, aber sofort wieder ausgespuckt. Diese liegen dann natuerlich irgendwann auf dem Boden und dienen den Panzerwelsen sowie den Schnecken als Nahrung. Ich achte sehr darauf, dass es nicht zu modern anfaengt und sauge lieber nach ein paar Stunden die Reste weg. Hat hier vielleicht jemand einen Tipp fuer ein anderes Futter, das die Rotkopfsalmler komplett vertilgen?


Soweit erstmal der Bericht und meine Fragen. Ich hoffe, hier liest ueberhaupt noch jemand mit :mrgreen: ...
 

fischolli

R.I.P.
Moin,

solange die grünen Hydren nicht regelrechte Teppiche bilden, kannst du sie vernachlässigen. Bei mir treten die immer nur bei Fütterung mit kleinem Lebendfutter auf. Dagegen an gehe ich nur in Zucht- oder Aufzuchtbecken. Behalt das einfach mal im Auge.

Frostfutter kannst du auch vorher auftauen in lauwarmem Wasser. Bleibt dann etwas länger in der Schwebe und du kannst es besser verteilen, damit alle Fische etwas abbekommen. Dafür eignen sich sowohl feine Teesiebe, ich selber nehme das Artemia Sieb der Firma Hobby dafür. Diese gefriergetrocknete Futter nutze ich überhaupt nicht, da ich bezweifele, dass das noch wirklich großen Nährwert hat.

Gruß
 

MOOSKUGEL

Moderator
Teammitglied
Moin,

mal etwas OT.
fischolli schrieb:
Diese gefriergetrocknete Futter nutze ich überhaupt nicht, da ich bezweifele, dass das noch wirklich großen Nährwert hat.
Warum die Abneigung gegen FD-Futter, Olli?
Gefriertrocknung ist von allen Trocknungsverfahren die schonendste Methode Lebens- / Futtermittel das Wasser zu entziehen, da mit geringen Temperaturen gearbeitet wird.
Im Gegensatz zu anderen Trocknungsverfahren, bleiben hier z.B. Vitamine erhalten.

Gruss Heiko
 

fischolli

R.I.P.
Moin Heiko,

natürlich habe ich in der Anfangszeit auch sowas verfüttert. Zumindest meine ERinnerung an getrocknete DAphnien und rote Mülas sind nicht die besten. Die sahen aus wie leere Hüllen. Mag sein, dass heute bessere Verfahren existieren. TRotzdem würde ich immer Frost-, bzw. Lebensfutter vorziehen.

Gruß
 
Heyho,

ich melde mich, nach etwas längerer Pause ( :oops: ), heute mal wieder mit einem "kleinen" Update.

Das Becken lief (mehr dazu unten) in den ersten Wochen soweit sehr gut, auch das Futterproblem mit den Rotkopfsalmlern hat sich zwischenzeitlich in Luft aufgelöst. Mittlerweile fressen sie so ziemlich alles, was ich ihnen vorsetze. Sie haben wohl tatsächlich einfach sehr lange gebraucht, um sich an das Futter zu gewöhnen. Dem Schwarm geht es bis heute prächtig, alle leben noch, es wird regelmässig gebalzt und ab und zu, bevorzugt nach dem Wasserwechsel, sogar abgelaicht. Mir ist aufgefallen, dass die Tiere sehr sehr schnell in Panik ausbrechen, wenn ich das Licht zu "unüblichen" Zeiten einschalte. Es kam einmal vor, dass sie, nachdem das Licht morgens eine Stunde früher anging als sonst, wild durch das Becken schossen und dann "halb tot", ohne sich zu bewegen, auf dem Boden lagen. Ich dachte erst garnicht daran, dass es an der Beleuchtung liegen könnte, und habe unter Vermutung einer Vergiftung in aller Panik sämtliche Wasserwerte per Streifentest überprüft - ergebnislos. Sie erholten sich nach etwa 10-20 Minuten und verhielten sich dann auch wieder ganz normal. Hinter die Ursache kam ich erst, als ich erneut das Licht zu einer sonst unüblichen Zeit eingeschaltet habe. Gleiches Verhalten. Seitdem ändere ich daran garnichts mehr, lasse "nachts" das Licht per se aus und führe nötige Kontrollen einfach mit einer Taschenlampe durch. Geht auch... Einen meiner beiden Leuchtbalken habe ich mittlerweile mit einem DALI-Vorschaltgerät versehen, die Ansteuerung dafür muss ich mir aber noch überlegen und zusammenbasteln. Vielleicht hilft es, wenn die Beleuchtung nach dem Einschalten langsam hoch/runter gedimmt wird. We will see... :eek:

Meine Suche nach den gewünschten Rotrücken-Skalaren hingegen verlief alles andere als berauschend. Wo ich auch war (diverse Läden, sogar auf 2 kleineren Messen), es war nichts zu finden. Weil ich aber unbedingt Skalare halten möchte, kaufte ich dann schlussendlich als "Kompromisslösung" einen Trupp von 6 jungen Tieren, die sehr schön gezeichnet sind und meiner Meinung nach den Wildformen zumindest sehr nah kommen. Sie sind seit Anfang Januar im Becken und fuehlen sich, nach anfänglichen Verdauungsproblemen, soweit ganz wohl. Seit ihrem Einzug sind sie deutlich gewachsen, auch wenn 2 von ihnen etwas hinter den anderen her hinken. Eine Paarbildung konnte ich bisher noch nicht wirklich beobachten, noch streifen sie, meist als geschlossener Trupp, durch das Becken.

Nicht ganz so erfreulich ist, dass ich nun schon mehrfach beobachtet habe, dass die Rotkopfsalmler doch ab und zu an den Flossen der Skalare zupfen. Meist bei der Fütterung, wohl im "Eifer des Gefechts". Es hat glücklicherweise sehr nachgelassen, aber ab und zu sehe ich immernoch, wie einzelne Rotkopfsalmler einem Skalar hinterherschiessen und diesen durch das Becken treiben. Paradox, dass sich die Skalare hier (noch?!) nicht zu wehren wissen. Ich weiss noch nicht, was ich dagegen tun werde. Es kommt nicht mehr so oft vor wie zu Beginn, schön ist es aber trotzdem nicht. Vielleicht hat hier jemand einen Tipp, oder kann aus eigener Erfahrung sagen, dass das irgendwann ganz aufhört. Sollte keine Lösung in Sicht sein, werde ich mich wohl von den Salmlern trennen muessen - so sie denn jemand nimmt (ich kenne leider niemanden, der sie momentan nehmen könnte). :roll:

Den Corydoras geht es, soweit ich das beurteilen kann, auch ganz gut. Auch hier wird regelmässig gebalzt, Eiablage konnte auch schon 2 mal beobachtet werden. Sie wuseln, und wuseln, und wuseln, und... :mrgreen:


Mit meiner Bepflanzung lief es _anfangs_ soweit auch noch ganz gut. Richtige Probleme machte mir allerdings eine als "Echinodorus spec. rot" erworbene Pflanze, die laut Verkäufer 15-25 lange Blätter haben sollte (haha!). Das Teil ist so extrem gewuchert, dass ich hier irgendwann einfach einen Schlussstrich ziehen musste. Die Blaetter waren irgendwann über 65cm lang und 15-20cm breit. Als die Pflanze dann noch damit anfing, riesige Schwimmblätter mit einer Fläche von 2 vollen Händen auszutreiben, habe ich entnervt aufgegeben und sie schlicht entsorgt. Ich empfehle für diese Pflanze ein _deutlich_ grösseres Becken. Bei mir trieb sie beinahe täglich ein neues Blatt aus. Nunja. Leider war das mit dem Ausreissen der Pflanze nicht mehr ganz so einfach. Sie hatte fast das komplette Becken, inklusive Wurzelballen anderer Pflanzen, durchwurzelt. Ich riss dabei zwangslaeufig diverse andere Pflanzen mit aus. Das Ende vom Lied: ich musste umgestalten. Das geschah nun vor einer halben Woche. Einige Pflanzen wurden ersetzt, einige kamen hinzu, und einige wurden ersatzlos gestrichen. Das Becken sieht jetzt erstmal wieder sehr kahl aus, aber ich bin vorsichtig optimistisch, dass das nicht lange so bleiben wird. Wenn die neu erworbenen Stengelpflanzen erstmal in die Pötte kommen, sollte das recht fix gehen. Ich habe diesmal bei jeder einzelnen Pflanze wesentlich ausgiebiger recherchiert und mich nicht ausschliesslich auf die Angaben der Verkaeufer verlassen - in der Hoffnung, dass mir solche "Ausreissaktionen" in Zukunft weitgehend erspart bleiben.

Bepflanzt ist das Becken jetzt mit:
Sagittaria subulata; Flutendes Pfeilkraut (neu erworben)
Anubias barteri var. nana; Zwergspeerblatt (übernommen)
Anubias barteri var. nana 'Petite' ('Bonsai'); Bonsai-Zwergspeerblatt (neu erworben, versuchsweise)
Eleocharis acicularis; Nadelsimse (neu erworben)
Aponogeton crispus; Krause Wasserähre (neu erworben)
Ludwigia repens; Kriechende Ludwigie (neu erworben)
Gymnocoronis spilanthoides; Falscher Wasserfreund (neu erworben)
Vallisneria spiralis; Gewöhnliche Wasserschraube (zum Teil neu erworben, zum Teil übernommen)
Helanthium tenellum ("Echinodorus tenellum"); ?! (übernommen)
Microsorum pteropus; Javafarn (übernommen, muss eine kleiner bleibende Art sein, wächst sehr dicht aber nicht sonderlich hoch)
Echinodorus grisebachii 'Bleherae'; Große Amazonas-Schwertpflanze (übernommen, bleibt bei mir relativ klein)
Egeria densa; Dichtblättrige Wasserpest (übernommen, wucherte zwar ebenfalls, liess sich aber durch zweiwöchentlichen Rückschnitt sehr gut unter Kontrolle halten, hat nicht übertrieben gewurzelt)
Pogostemon helferi; Daonoi, Kleiner Stern (neu erworben)
Fissidens fontanus; Quell-Gabelzahn (neu erworben)

Bei der Ludwigia repens bin ich mir noch nicht sicher, ob das so stimmt. Die kam, im Vergleich zu vielen Fotos, sehr grün mit nur seeehr leicht rötlichen Blattunterseiten vom Händler bei mir an. Wird beobachtet.

Gestrichen wurden dafür:
Echinodorus spec. rot (... :twisted:)
"Ludwigia perennsis" (hat sich als Ludwigia glandulosa entpuppt, ist sehr langsam gewachsen und war unten stets nackt wegen Lichtmangel)
Myriophyllum brasilense; brasilianisches Tausendblatt (zu sehr gewuchert, sehr stark gewurzelt)

Das liest sich alles jetzt sehr nach Mischmasch. Im Grunde ist es das auch, mit Pflanzen von vermutlich allen bewachsenen Kontinenten. Mittlerweile lege ich bei den Pflanzen aber nicht mehr so viel Wert auf ihre ursprüngliche Herkunft, sondern eher auf Optik und praktischen Pflegeaufwand. Bei der alten Bepflanzung konnte ich zweiwöchentlich - alleine von den Myriophyllum brasilense + Egeria densa - ein gutes Kilogramm Kompost-Material gewinnen.

Zum Abschluss habe ich nun sogar mal ein paar Bilder :lol:

Die "Echinodorus spec. rot", zu Zeiten, als der Wuchs gerade noch erträglich war. Mit austreibendem Blütenstand (der schaute zum Ende hin etwa einen Meter aus der Aquarienabdeckung heraus!), noch ohne Schwimmblätter, vor etwa einem Monat:


Gesamtansicht "alt", ebenfalls vor ~ 1 Monat, nach 2 Wochen ohne Gärtnerarbeiten:


Gesamtansicht "neu", mit noch nicht eingesetzten Nadelsimsen...:



Da meine Digitalkamera (hab's in einem meiner vorherigen Postings ja bereits erwähnt) nicht mehr laden wollte, und ich für das Problem keine Lösung finden konnte (Firmware-Problem), hab' ich sie neulich kurzerhand zerlegt und mit einer externen Stromversorgung versehen. Als kleines Ergebnis dieses Aufbaus entstand dann ein Zeitraffervideo, das besagte "Echinodorus spec. rot" beim Wachsen zeigt. man sieht auch, wie sich ein Schwimmblatt entwickelt und zur Oberfläche strebt, wo es dann erst richtig wächst (leider nicht zu sehen). Man kann auch gut erkennen, dass die grossen Blätter stetig weiterwachsen. Ich dachte mir, dass das mal ganz spannend zu sehen sein könnte.

Das Video ist 36 Sekunden lang, Dateigrösse beträgt etwa 31 Megabyte. Eine Sekunde Video entspricht dabei 30 Einzelbildern (Frames), zwischen den einzelnen Frames liegen jeweils 8 Minuten. So entspricht eine Sekunde Video in Wahrheit 30 Frames * 8 Minuten = 240 Minuten = 4 Stunden. Die Dunkelphasen sind rausgeschnitten, da sieht man eh nichts ;-)

Ich hoffe, ich darf das hier so verlinken:
http://helixnetworks.de/~bier/30fps_at_8_minutes_per_frame.avi


Grüsse

Mathias
 


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