Sbb-Pärchen versteht sich nicht mehr

Hallo Leute,

ich habe seit einiger Zeit Probleme mit meinen Pärchen Mikrogeophagus ramirezi. Die beiden verstehen sich seit 2 Wochen leider garnicht. Der Bock jagt das Weibchen immer wieder fort, die beiden scheinen sich das Becken (84 Liter) in zwei Reviere aufgeteilt zu haben. Wobei er definitiv dominiert. Füher haben sie sich wunderbar verstanden. Haben sogar zweimal gelaicht, leider ist nichts daraus geworden. Im Becken selbst hat sich auch nichts geändert... Wasserwerte und Besatz sind seit Monaten gleich geblieben.

Habt ihr vielleicht eine Idee, woran es liegen könnte?

Gruß Felix

Zur Info:

Besatz:
ein Pärchen Mikrogeophagus ramirezi
8 Endler Guppys
ein brauner Antennenwels
eine Zebrarennschnecke
3 Amanogarnelen
2 Körbchenmuscheln

Wasserwerte:
pH-Wert: 6,5
Gesamthärte: 7
Karbonathärte: 4
NO2: 0
NO3: 25
 


Hallo Felix !
Das ist leider normal. Wenn das Weibchen aus irgendwelchem Grund noch keinen Laich angesetzt hat wird es von dem laichwilligen Mann gejagt. Vielleicht fühlt sich das Weibchen nicht ganz wohl. Versuche ihm gutes Futter zu bieten. Oft hilft die eine oder andere Portion Enchyträen. Sollte das Weibchen ansonsten gesund sein wird sich das Verhalten der Zweien bald wieder normalisieren.
MfG Wolfgang
 
Hallo Diskuswolf,

danke für deine Antwort! Ich werde zu sehen, dass ich das Futter wieder abwechlungsreicher gestallte. In letzter Zeit, hatte ich leider nicht oft die Möglichkeit Lebendfutter einzukaufen.

Allerdings bin ich mir nicht merh ganz so sicher, dass mein Weibchen noch ganz gesund ist. In den letzten beiden Tagen hat sie merklich an Farbei verloren und ist ganz schön abgemagert. Wenn ich es schaffe, werde ich ein Foto hier reinstellen.

gruß Felix
 
Hi,
in dem Becken bei dem Besatz stehen die eh unter (mind. leichtem) Dauerstress. So wird das nix mit denen...
 
Hi,

@Wolfgang:

Die beiden sind ca. ein Jahr alt

@FKS:

Was genau meinst du: Becken zu klein? Endler Guppys ungeeignet?

Ich plane die Guppys bald in mein Krebsbecken umzusetzen und gegen einen Schwarm Nannostomus marginatus zu ersetzen. Gibt es Gründe die dagegen sprechen würden?

gruß Felix
 
Hi,

@Frank: Es würde mich sehr freuen, von dir noch eine Antwort zu bekommen, wenn du schon schreibst, dass es nichts mit denen wird.

gruß Felix
 


Hallo Felix !
Möchte Dir nochmal antworten. Ich finde Deinen Besatz schon in Ordnung. Auch meine schwimmen mit Endler. Die Guppys sind eigentlich die optimalen Beifische da sie die mittlere und obere Wasser Region beschwimmen. Also den Ramis kaum in die Quere kommen. Ich pfleg stets mehrere Rami Paare in einem Becken zusammen. Ein Paar fühlt sich alleine. Bei zweien gibt es zwangsläufig Revierkämpfe (wobei keine Verletzungen vorkommen). Bei drei und mehreren Paaren verflüchtigten sich diese Kämpfe bis auf Ausnahmen. Für Dein 84 Liter Becken können ohne weiteres drei Paare ihre Runden ziehen. Lege in die hinteren äußeren Ecken des Aquariums flache Kieselsteine. Diese werden dann von zwei Paaren als Revier angenommen. Nun kannst Du ihre Balzspiele und Laichvorbereitungen gut beobachten. Für jedes weitere Paar versuche durch einbringen eines weiteren Steines noch ein Revier vorzubestimmen. Es gelingt Dir bestimmt. Es ist nun halt immer Leben im Aquarium und eines der Paare wir von Zeit zu Zeit ihre Gelege ablegen. Mit einer gezielte Nachzucht ist hierbei allerdings nicht zu rechnen.
Gruß Wolfgang
 

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Hi,
Es würde mich sehr freuen, von dir noch eine Antwort zu bekommen
Ok. Ansich stimm ich zu, daß dein Besatz noch relativ dezent ist. Ich hab es aber mehrfach erlebt, daß ramirezis (und ähnliche kleinere Offenbrüten) nach mehreren Anläufen zur Fortpflanzung, die dann durch zB Harnischwelse, Garnelen &Co immer wieder gestört werden, frustriert aufgeben und sich die Paare schnell zerstreiten. Generell würde ich den Tieren die Bodenregion überlassen... ich würde also (wie Wolfgang erwähnte) vielleicht die Rams aufstocken und den ganzen Nervkram am Boden ausquartieren.
 
Hallo Leute,

erstmal vielen Dank für eure Antworten. Eure Antworten haben mich schonmal ziemlich weitergebracht, jedoch bin ich beim Stöbern im Internet und in der Literatur auf ein paar Sachen gestoßen, zu denen ich euch einfach nochmal fragen muss. Hoffe ihr seid Willens den langen Text zu lesen und mir nochmal weiter zu helfen.

Bin etwas verunsichert... drei Paare Schmetterlingsbuntbarsche erscheinen mir ein wenig viel. Ich hatte schonmal ein zweites Paar mit im Becken und das ging überhaupt nicht. Das eine Männchen war ein wenig kleiner und wurde nur gejagt, die beiden Weibchen schlossen sich dann dem anderen Männchen an und prügelten sich untereinander immer. Und bei dreien soll das anders werden? Nun gut, ich bin ja noch Anfänger und ihr werdet da mehr Erfahrung haben.
Da die Guppys bald in ein anderes Becken umziehen, habe ich mir überlegt zehn Nannostomus marginatus als kleinen Schwarmfisch einzusetzen. Der neue Besatz wäre dann also:

84 Liter/Grundfläche: 60 x 35:
6 Mikrogeophagus ramirezi (3/3)
10 Nannostomus marginatus
1 Anntennenwels (zieht dann bald aus)
3 Amanogarnelen (wie ihr schreibt, würden die wohl ständig mit den Barschen zusammengeraten, müssten dann auch raus,... sehr schade)
Körbchenmuscheln, Rennschnecke, Posthornschnecke...

Habe mal ein bisschen im Internet und in der Literatur gestöbert. Da steht überall ab mindestens 60 Liter für ein einzelnen Pärchen... wird das nicht etwas eng für drei?

Wäre es auch möglich andere kleine Buntbarsche hinzu zusetzen, anstatt nochmals Schmetterlingsbuntbarsche, z.B. ein Paar Apistogramma borellii? Oder würde das nur für weitere Agressionen sorgen, weil dann erst recht um Reviere gestritten wird und sich diese Streitigkeiten nicht auflösen, wie Diskuswolf geschrieben hat?

Ich habe hier noch ein paar kleine Schieferplatten rumstehen, haben den Vorteil, dass sie das Wasser nicht aufhärten. Davon könnte ich drei kleine ins Becken legen, dagegen spräche doch nichts, oder?

Wenn ich nun zwei neue Pärchen kaufe, sollten das eher Jungtiere oder schon ausgewachsene sein? Nicht das mein bereits ausgewachsener Sbb-Bock die Jungtiere ständig jagt, weil er das gesamte Becken als Revier beansprucht?
Dabei fällt mir ein, dass ich in der Literatur und im Internet die unterschiedlichsten Aussagen über Reviergrößen bekommen habe. Von wegen Quadratzentimetern bis hin zu einem ganzen 60 Liter Becken für ein Paar. Wenn ich meine so beobachte, haben sie kein wirklich definiertes Revier, sie haben zwar ihre Lieblingsplätze, aber die sind übers ganze Becken verteilt. Was habt ihr denn da so für Erfahrungen?

vielen Dank für lesen und für eventuelle Antworten.

Gruß Felix
 
Hallo Felix !
Dann möchte ich Dir nochmal aus meiner Erfahrung was zu dem Verhalten der SBB berichten.Voraus gesetzt Du hast in etwa gleich alte und gesunde Tiere. Die verteidigung eines laichwilligen Paares ist etwa 20 bis 25 cm um das gewählte Revier. Ein einzelnes Paar fühlt sich immer alleine. Eine Brut unwilligkeit eines Partners führt zwangsläufig zu Agressivitäten gegenüber dem anderen. Hast Du zwei gleichwertige Paare im Becken so wird jedes sein Revier verteidigen und sich in voller Farbenpracht gegenüber stehen. Es wird aber auch immer wieder zu Revierkämpfen kommen. Bei drei gepflegten Paaren verteilt sich die Revierverteidigung auch auf drei Paare. Also wird nie ein Paar alleine attakiert. Bei jedem weiter gepflegten Paar minimiert sich das Verteidigungs Verhalten gegen ein einzelnes Paar. Ist die Geschlechter Verteilung ungleich so werden die Fische ohne festen Partner immer wieder versuchen sich einen solchen durch balzen zu erobern. Es ist bei einer Haltung von mehreren Paaren allerdings nicht oder nur sehr selten mit einer Brutpflege zu rechnen.
Bei einer Pflege von mehren SBB sollte das Becken aber nicht unter 100 Liter sein.
Gruß Wolfgang
 

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Hallo Wolfgang,

vielen Dank für deine Mühe. Auch wenn ich deine Aussagen nicht so wirklich in Verbindung setzen kann:

Für Dein 84 Liter Becken können ohne weiteres drei Paare ihre Runden ziehen

und

Bei einer Pflege von mehren SBB sollte das Becken aber nicht unter 100 Liter sein.

Wenn ich jetzt mal so die Grundfläche meines Beckens überschlage, würde ich sagen, das bei Revieren von 20 bis 25 cm, höchsten zwei Paare in mein Becken passen. Damit habe ich allerdings äußerst schlecht Erfahrungen gemacht. Naja, du hast ja selbst geschrieben, das es nicht die beste Zusammensetzung ist...
Bin mir da wirklich unsicher, was ich tun soll. Erstmal kosten Fische eine Menge Geld und zudem möchte ich nicht welche kaufen und gezwungen sein, sie zwei Wochen später wieder zurückzugeben.

Ach ja, wie siehts denn mit einem anderen Fischart aus? Würde auch ein borelli Pärchen funktionieren, die Spannungen abzubauen? Die Verteidigen ja ebenfalls ein Revier. Oder hätte ich dann schlimmsten Falls zwei Pärchen, die sich nicht ausstehen können?

Ich glaube ich werde erstmal deinem ersten Tipp folgen und die Nahrung wieder abwechlungsreicher gestallten. Zudem wird der Antennenwels bald ausziehen. Von den Amanos werd ich mich nur schwer trennen können, aber über kurz oder lang werden sie wohl auch bald eine neue bleibe finden.

Wenn es danach immer noch nicht mit der Fisch-Liebe klappen sollte, werde ich wohl noch ein oder zwei Pärchen dazu kaufen.

gruß Felix
 
Hallo Felix!
Hab mich wohl etwas unglücklich ausgedrückt. Ich meinte nicht mehrere Paare sondern mehrere Fische unterschiedlichen Geschlechts. Also Fische welche sich noch zu Paaren finden sollen.
Die Reviere der Ramis platziert man in die äußeren Ecken des Aquariums. Also in die hinteren Ecken und ein Revier in der Mitte des Beckens. Somit haben sie Platz genug sich auszubreiten.
Die Apistogramma Arten , wo auch der Borelli dazu gehört. sind polygam. Also sollten mindestens 3 besser noch 4 Weibchen zu einem Mann gegeben werden. Jedes Weibchen braucht auch ein Revier der Rami Größe. Selbst wenn die Borelli Höhlenbrüter sind wird es dann aber ziemlich eng. Da mit einer Nachzucht oder Brutpflege nicht zu rechnen ist kannst Du es Versuchen. Ob es klappt kann ich aber nicht sagen. Hab es selber nur im 500 Liter Becken versucht. Hat nicht sonderlich Spaß gemacht.
Gruß Wolfgang
 
aha... alles klar. Jetzt hab ich es kapiert. :)

Also wie gesagt, ich werde erstmal das Futter umstellen, den Besatz etwas bereinigen (die Guppys sollen ja auch gegen Zwergziersalmler ausgetauscht werden) und dann schau ich mal was meine beiden Sorgenkinder so machen.
Prinzipiell find ich die Idee garnicht schlecht, weitere paare einzusetzen... sehen ja auch ganz hübsch aus die kleinen. Nur der geringe Platz macht mir etwas sorgen. Aber ich vertrau da einfach mal deiner Erfahrung.

Danke für die Hilfe. Werde mich demnächst nochmal melden, wie es um mein Pärchen so steht.

gruß Felix
 
Hallöchen,

Wenn dass alles aber nicht klappt würde ich dir raten das Paar irgendwie auszutauschen oder das Weibchen abzugeben.

Ich dachte daals auch alles wird wieder und das Paar hatte auch gelaicht etc...

Dann hat mein Kerl das Weibchen totgebissen und totgestresst :(



Aber ich drücke dir die Daumen und hoffe, dass es mit mehreren Paaren der wunderschönen Fische besser läuft
 
Hi,

naja... bevor ich es abgebe, möchte ich es erstmal so probieren. Sonst kann ich ja einmal die Woche loslaufen und meine Fische umtauschen, weil sie nicht das tun, was ich von ihnen erwarte. Ich schau erstmal, was ich besser machen kann (Futter, Platz,... etc.).

gruß Felix
 


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