Pinselalgenwald - Rettung oder Neustart?

Hi,

ich habe seit ca. einem Jahr ein 240l Aquarium. Das Becken ist ein Vivaline 240. In Betrieb ist der Fluval G3 Filter (mit Silikatex-Einsatz, silicarbon von aqua connect), eine Bodenheizung und eine CO2 Anlage.

Allerdings kämpfe ich seit längerer Zeit mit einer waren Pinselalgenplage.
Ich habe ein sehr großes Holzstück drin, welches von Pinselalgen bewaldet ist. Meine anderen Pflanzen sind mittlerweile auch betroffen. Die Anubias kann ich wohl komplett vergessen. Die Rückwand ist ebenfalls befallen. Sogar an meinen Schnecken habe ich Pinselalgen entdeckt. Ich habe mir sogar eine Osmose-Anlage zugelegt und verschneide das Wasser bei jedem Wasserwechsel.

Folgend ein paar Bilder:
http://www.directupload.net/file/u/51306/6iku2979_jpg.htm
http://www.directupload.net/file/u/51306/qgt22ezc_jpg.htm
http://www.directupload.net/file/u/51306/ptm2asky_jpg.htm
http://www.directupload.net/file/u/51306/rsjvua6z_jpg.htm

Folgend die Wasser-Werte:

KH: 6
PH: zw. 7 und 8
SO4: > 6
PO4: <0,02
NO2: 0,05
GH: 13
NO3: 1

Besatz:
12 Neons
3 Netz-Pinselalgenfresser
5 Pianoschnecken
einige Posthornschnecken
15 Platys
1 Antennenwels

Beleuchtung ist von 9-12 und 14 bis 20 Uhr. Die CO2 Anlage wird zusammen mit dem Licht angestellt.

Ich überlege jetzt die große Wurzel aus dem Becken zu nehmen und entweder durch eine kleinere Wurzel oder ein paar kleinere Steine und weitere Pflanzen zu ersetzen. Könnte ich dabei die Fische im Becken lassen oder müssten die raus?
Allerdings habe ich dann immer noch die Algen an der Rückwand. Ist es vielleicht sinnvoller, das ganze Becken neu zu gestalten?
Wenn ja, wie muss ich alles behandeln um die Algen auf Dauer los zu werden. Ein Notfallbecken für die Fische habe ich nebendran stehen. Allerdings ohne Beleuchtung, das sollte aber für ein oder 2 Tage kein Problem darstellen.

Wie muss ich den Bodengrund behandeln/auswaschen? Der besteht aus weißem Kies und einem Pflanzensubstrat darunter. Wenn ich das rausnehme, vermischt sich doch alles. Ist das ein Problem?

Mir hatte auch noch jemand empfohlen wegen dem Silikat nach der Osmoseanlage noch einen Vollentsalzer zu schalten. Macht das Sinn? Denn ich denke nicht, dass der Wasserdruck nach der Osmoseanlage dafür noch ausreicht.

Vielen Dank schon mal für Eure Hilfe!
 


Ebs

Mitglied
Hallo Mercian,

hättest du mal schon früher reagiert. :mrgreen:

Ich würde versuchen, das Ganze zu retten und würde folgendes ändern:

Mercian schrieb:
KH: 6
PH: zw. 7 und 8 Durch Erhöhung der CO2 -Zufuhr Senkung auf PH 6,8-6,9

Zusätzlich zur Pinselalgenbekämpfung würde ich Easy Carbo einsetzen.

Die große Wurzel evtl. herausnehmen und mechanisch reinigen (Drahtbürste)


PO4: <0,02 PO4- und NO3- Erhöhung über einen NPK -Dünger , PO4 auf ca. 0,5 mg/l

GH: 13
NO3: 1 Erhöhung auf ca. 10 mg/l

Den Fe- Wert als Bezugswert für die vorhandenen Spurenelemente solltest du auch kennen, sollte 0,05-0,1 mg/l betragen, zu erreichen über einen flüssigen Volldünger.

Die Kenntnis deiner Leitungswasserwerte (Wasserwerk) wäre auch dienlich.

Gruß Ebs
 
Hi,

nunja ist ja nicht so, dass ich nicht schon gegen gearbeitet hätte...

Die Schnecken sind ja auch erst deswegen eingezogen.

Aktuelle Werte des Leitungswassers von heute:
Zeit Wassertemperatur[°C] pH[pH] Leitfähigkeit[µs/cm]
15.03.2014 00:30 9,8 8,2 753,0

Welche Werte vom Leitungswasser brauchst du noch?

Fe messe ich gleich mal.

Gruß, Mercian
 

Starmbi

Mitglied
Hallo!

Die Pinselalgen an Deinem Holz sehen super aus, will ich auch...
An den anderen Stellen sind sie natürlich nicht so schön.

Wie Ebs es schon geschrieben hat, das ist ein Düngeproblem.
Du solltest schon ein wenig Nitrat und Phosphat im Wasser haben.
Ich dünge jetzt auch regelmäßig, Nitrat/Phosphat, Fe, obwohl auch so alles gut wuchs, Pinselalgen auf Kies sind verschwunden.
Dein Eisen ist mit 1.0 aber um Faktor 10 zu hoch, evtl. Kommastelle verrutscht ?

Existierende Pinselalgen nur durch Düngung zu vernichten, halte ich aber für fast unmöglich.
Da muß dann was chemisches (Easy Carbo) oder was mechanisches (Bürste) ran.
Ich habe die Pinselalgen auf dem Kies tatsächlich mit einer Pinzette einzeln eingesammelt.
Die tollen Algen am Holz würde ich aber behalten. Bei mir verbreiten die sich nach Düngerumstellung nicht mehr.
Leider habe ich an der Wurzel nicht so einen schönen dichten Bewuchs wie Du.


Gruß
Stefan
 
Die Links funktionieren irgendwie nicht :(

Bezüglich dem Fe: Der Tröpfchentest ist lila gewesen...also 1,0 laut Tabelle.

Ich versuch mal den einen Einsatz für Nitrat/Phosphat im Fluval rauszunehmen.
Bezüglich dem Aussehn. Ja es sieht nicht schlecht aus, aber da es mittlerweile so stark um sich greift möchte ich es in den Griff bekommen. Wenn ich es schaffe, dass es sich nicht ausbreitet, würde mir das ja schon reichen. Algen sind schließlich auch nur Pflanzen ;)
 


Starmbi

Mitglied
Hallo!
Mercian schrieb:
In Betrieb ist der Fluval G3 Filter (mit Silikatex-Einsatz, silicarbon von aqua connect)
Mercian schrieb:
Ich versuch mal den einen Einsatz für Nitrat/Phosphat im Fluval rauszunehmen.
Sorry, aber Informationen nur häppchenweise rauszugeben macht es den Helfen hier ziemlich schwierig.
Ersetze die Medien durch Filtermatte oder Filterwatte.
Eisen ist viel zu hoch.

Gruß
Stefan
 

Starmbi

Mitglied
Hallo!

Weißt Du nicht wie Du heisst?
Mal signierst Du mit Dave, mal mit Detlev. Machst Du nur Werbung?

Getreide-Stroh wird schon seit ca. 30 Jahren eingesetzt, ist aber nie richtig populär geworden. Warum wohl?

Ich habe es 2 x gegen Blaualgen eingesetzt, allerdings nur einmal mit Erfolg und einmal mit lebensbedrohlichen Auswirkungen. War allerdings das (evtl. behandelte?) Stroh vom Feld.

Falls es denn wirklich wirkt, werden nur die Symptome behoben und nicht die Ursache.

Allerdings scheint es auch bei Dir kein Allheilmittel zu sein, siehe hier.

Davon ab, bin ich auf jede Erfahrung mit Gerstenstroh-Pellets gespannt.


Gruß
Stefan
 
Hallo Mercian, allso bei ist alles Glasklar und keine Trübung nur wenn man die Mineralienmischung rein schüttet wird es Trüp, aber nach einen Tag ist wieder alles Glasklar.
Aber ich weiß nicht wie es in den kommenden Tagen wird, bei mir läuft das ja auch erst seit dem 12.03.

Lg
 
Hi,

ich habe mich mal weiter zu diesen Gersten-Pellets informiert. Und werde sie vorerst nicht bestellen/einsetzen.

Vielmehr werde ich erstmal versuchen meine Werte in den Griff zu bekommen.

Der hohe Fe Wert stammt von dem Ferropol-Dünger. Ich werde ihn erstmal nicht mehr einsetzen. (und ja ich habe die für meine Aquariumgröße empfohlene Menge gegeben)

Die CO2-Zufuhr habe ich bereits erhöht. Hier eine Frage: Hat es Auswirkungen wo sich der Flipper für die CO2 Einbringung im Becken befindet, oder ist das egal? Habe aktuell den Dennerle Profi-Line CO2 Flipper.

Wasserwerte für meinen Wohnort: http://mainova.de/web//wasserhaertePdf?pdfid=161.
Ich werde noch das Filtermodul Tri-Ex entfernen und das Standardmodul wieder einsetzen.

Und dann mal schauen.
 

Starmbi

Mitglied
Hallo!

Mit Deinen Maßnahmen bist Du auf dem richtigen Weg.
Achte mal auf die Blattbildung, nachdem Du den Tri-Ex herausgenommen hast.
Du solltest innerhalb von 1-3 Tagen viele kleine neue Blättchen sehen.

Dein Flipper sollte etwas Wasserströmung abbekommen.
Wenn die Blasen, die oben ankommen, wesentlich kleiner als die Blasen unten sind, ist das meiste CO2 im Wasser gelöst.

Gruß
Stefan
 
Hi,

also momentan ist der Flipper genau auf der anderen Seite...bei 120cm Aquariumlänge. Die Blasenw erden deutlich kleiner nach oben. Allerdings ist der "Auffangbehälter" oben auch voll. Sollte ich den besser auf die andere Seite unter den Filterauslass setzen?

Gruß, Mercian
 

Diddy

Mitglied
Hallo,

als zusätzliche Maßnahme würde ich noch die Eisendüngung auf die Hälfte reduzieren und eventuell sogar den Dünger wechseln. Ich hatte früher auch viele Pinselalgen mit genau diesem Dünger. Erst habe ich die Düngung etwas reduziert, das hat schon geholfen, jetzt nuze ich KramerDrak und habe keine Pinselalgen mehr.

Zu pH und CO2 wurde ja schon etwas geschrieben.

Noch was zum Phosphat: Pflanzen können das ganz gut speichern und nach und nach verbrauchen. Ich würde an deiner Stelle nicht permanent PO4 zuführen, sondern Anfangs mehr und dann erstmal nicht mehr (Stoßdüngung oder so ähnlich). Zu viel Phosphat bringt auch wieder Probleme.
 


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