Passt noch ein Krebs in mein Becken?

Hallo zusammen,

ich habe seit ca 6 Monaten ein 125 Liter Aquarium, hier bereits oft aufgetaucht weil reichlich Anfängerfehler - Asche auf mein Haupt...

drin sind derzeit bei guter Gesundheit:

2 Zwergfadenfische
15 Keilfleckbärblinge
4 marmorierte Panzerwelse
2 gebänderte Zwergschilderwelse
10 Amanogarnelen
8 Otocynclus

Nun steigt aber stetig meine Begeisterung für Krebse aller Art, unheimlich faszinierend finde ich aber auch Fächergarnelen.

Meine Überlegung ist jetzt:

1. Ein zweites Mini-Becken (evtl NanoCube) mit Krebsen oder Garnelen, wobei sie schon etwas eindrucksvoller und größer als die Amanos sein sollen. Nachteil: Ich habe eigentlich keinen Platz...
Wenn aber ein eigenes Becken, dann sicher der 30L NanoCube, oder so ein kleines Becken von Tetra. Hm?
2. Oder eben ob es eine Art gibt, am liebsten Krebse, die noch (als Paar evtl?) in mein Becken passen würden. Wobei es mit den Amanos recht voll ist oder? Stören die sich gegenseitig? Wird der Boden zu voll?

Den orangen Zwergkrebs find ich sehr schön, nur werden die ja nicht sehr alt, das stört mich etwas...

Habt Ihr ein Paar Tipps für mich?

Danke Euch!
ClaudiKet
 


bierteufel

Mitglied
Hi

Ich hab 4 Cpos in einen 30 Liter Cube gesetzt. Jetzt sind es mehr ;)

Ich würde heute nurnoch 1 Paar reinsetzen, aber ich denke, wenn er schön gestaltet ist, spricht absolut nichts gehen ein Paar CPO im 30 Liter Cube. Schoen viele Pflanzen drinnen, das sie auch den Raum krabbelnder Weise nutzen können, und das passt gut. CPOs können nicht wirklich schwimmen, wie z.B. Garnelen. Sie brauchen also Oberflächen auch den Raum / das Volumen nutzen zu können.

Ich hab ne Wurzel und Hornkraut und Javamoos im Becken und es scheint ihnen zu gefallen.

Gruß Arne
 
Ok, danke Dir.
Also heißt das im Umkehrschluss, dass ich Fächergarnelen im Cube nicht halten kann ja? Ab welcher Beckengröße gingen die?

Dank Dir...

PS.: Meinen Panzerwelsen scheints, bis auf die kleinen Rauferei-Spuren von den Schilderwelsen, gut zu gehen! Uff. Die sinjd aber auch sau-frech beim Füttern...
 
Hi!

Fächergarnelen sind generell eher etwas für Jemanden, der in diesem Bereich mehr Erfahrung hat.
Viele Leute, die sich nicht reichlich informieren und sich nicht entsprechend um sie kümmern, müssen sie nach nicht allzu langer Zeit aus bem Becken fischen.

Sie brauchen ein sehr strömungsreiches Becken und auch kein standard-Futter, sondern etwas, was sie mit den Fächern aus dem Wasser filtern können.
Klar, sie können mit ihren Fächern auch etwas aus dem Boden aufpicken, das machen sie aber nur wenn sie wirklich hungrig sind. Außerdem sind die Fächer recht fragil, d.h. sie sind nicht gezielt zum aufsammeln ausgebildet und halten ein Aufsammeln der Nahrung vom Boden nicht allzu lange aus.

Fazit: Fächergarnelen brauchen speziell eingerichtete Becken, weswegen ich sie einem Anfänger in diesem Bereich nicht empfehlen würde.

Grüße,
Mateusz
 
Hallo,
oh man das ist wirklich krass mit den Fehlinformationen!!!
Ich habe mir vor einigen Tagen ein Buch über Wirbellose zugelegt. Da steht ganz explizit drin, dass Fächergarnelen ganz problemlos sind und ab 60 cm überall gehalten werden können!!!! Das ist doch total irre, ist das eine Frage der Sichtweise oder schreibt da einer ein Buch der keine Ahnung hat?? Ich verstehe das nicht! Was bringt dem das?
Ich würde für 2 bis 3 dieser tollen Tiere gerne mein altes 60-Liter AQ in Gang setzen, aber wem soll ich da nun trauen??
Im Handel sagte man mir zB es würde absolut reichen einige Futtertabletten ins Becken zu werfen, die lösen sich auf und die Tiere filtern sie aus dem Wasser. Hört sich nicht unlogisch an, aber stimmt es auch?

Unglaublich.

ClaudiKet
 


Hi!

Im Garnelenforum (http://www.garneleforum.de) findest du reihenweise Menschen, die sich über Fehlinformatoinen bezüglich der Fächgarnelen aufregen.

Die Fehlinformationen liegen einfach darin, dass der Bereich "Wirbellose", explizit Garnelen, noch nicht wirklich erforscht ist und aus aquaristischer Sicht noch relatives Neuland ist.
Selbst die Garnelengurus, die Logemänner, schreiben in ihrem Buch "Garnelenfibel": "Über die Fächergarnele, auch Radar-, oder Molukkengarnele, ist noch recht wenig bekannt."
Es gibt nur wenig wissenschaftliche Informationen, Belege oder Untersuchungen, somit berufen sich die meisten Informationen auf Erfahrungen.

Da Erfahrungen nunmal verschieden sind, sagen einige "Ich halte meine Fächergarnelen seit Jahren ohne spezifische Einrichtung des AQ's und ihnen geht es gut"
Leider ist die Formulierung "Ihnen geht es gut" sehr subjektiv und unnachweisbar, denn man kan die Garnele schlecht fragen. Derselbe Aquarianer stutzt nicht schlecht wenn er erfährt, dass dieselben Garnelen in spezifisch eingeichteten Becken um einiges länger leben und sich regelmäßig vermehren.
Was ziemlich sicher ist: einer Garnele geht es gut wenn sie sich vermehrt, denn dann hat man sich ihrem natürlichen Lebensraum wenigstens leicht angepasst. Vermehren tuen sie sich aber nur unter vorher beschriebenen Verhältnissen.

Grüße,
Mateusz
 
Hi Mat,
ja, OK, danke... Irgendwie sollte man auch im Handel die Tiere besser schützen. Ich habe gestern bei Obi Fächergarnelen gesehen, im leeren Becken und alle versuchten im Boden zu buddeln... Also nicht genug Nahrung ja?

Ich werde mir auf keinen Fall überstürzt solche Tiere zulegen, werde mal weiter das Netz durchpflügen...

Dankeschön!
ClaudiKet
 
Hi!

Ich habe im Handel auch nur selten Fächergarnelen gesehen, die das Wasser durchfiltern.
Wenn du genau hinsiehst solltest du bei solchen Garnelen auch manchmal Wunden, Einrisse und Rückbildungen bei den Fächern finden, je nachdem wie llange sie sich in dem Becken befindet.

Ich habe ein mal bei meinem AQ-Händler ein Becken gesehen, welches nur auf Fächergarnelen abgestimmt war.
Relativ groß, starke Strömung und zahlreiche Garnelen, die nur auf den Steinen saßen und die Luft filterten.

In der Natur leben Fächergarnelen übrigens in reißenden Flüssen. (habe ich vielerorts gelesen, aber keinen wissenschaftlichen Beleg für gefunden, womit wir zurück beim Thema "Aquaristisches Neuland" wären.

Grüße,
Mateusz
 


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