OHGOTT Torf, Eichenblätter, Regenwasser, PH, KH

Hallo alle zusammen!
So mal wieder zum leidigen Thema, und bevor ihr mich jetz alle zum Teufel schickt hab jetzt den ganzen Abend lang die Suchmaschine beglückt aber irgendwie will das nicht so ganz...
Problem:
das Wasser das aus unserer Leitung kommt ist ziemlich hart, habe vorhin alles nochmal gemessen
PH: 7,5
KH: 21
GH: 24

so, an Umkehrosmose hatte ich schon gedacht nur bin ich nunmal Schülerin, mein Geldbeutel ist dementsprechend schlank ;) weit interessanter sind für mich da also die günstigeren Alternativen wie Eichenblätter, Verschneid mit Regenwasser und ein Torfsäckchen in einer Kammer meines 3-Kammer Filters anzubringen. Ich wohne fernab jeder großen Stadt, etwa 100km in jede Richtung bis da mal was wirklich großes kommt deswegen halte ich das mit dem Regenwasser für unbedenklich, Eichen haben wir 2 im Garten stehen und Torf kostet ja auch kaum was, also denkt ihr ich könnte meine KH aus diesen Kombonenten wirksam senken oder das das bei dieser Härte doch wirklich nur über eine Umkehrosmoseanlage geht??

Für nützliche Ratschläge wären ich und meine kleinen Schuppigen euch sehr dankbar!
 


Hallo Karina,

ich habe, als ich Terasse und Zugang zu einem Garten hatte, ebenfalls Regenwasser verwendet. Allerdings habe ich es über eine saubere Plastikplane aufgefangen und nicht aus der Dachrinne entnommen.

Gruß Knut
 

Stinnes

Mitglied
HI,

Regenwasser oder Osmose ist die Lösung.
Jedoch darf das Wasser nicht über die normalen Dachrinnen abfließen. Warum, weiß ich auch nicht :oops:
 
Hallo,

doch, es kann schon von den Dächern stammen. Die Möglichkeit von Verunreinigungen ist aber sehr viel höher. Man müsste dann das erste Wasser verwerfen und erst mit dem Sammeln beginnen, wenn das Dach praktisch freigewaschen ist. Nur zur Sicherheit.
Man kann auch Daphnien (Wasserflöhe) als Bioindikatoren verwenden. Klappt nur im Winter nicht so gut, da sie bei niedrigen Temperaturen den Löffel abgeben.

Gruß Knut
 


Hallo,

eine Torfkanone angesichts eines KH Wertes von +20 ° dKH halte ich für sehr wenig sinnvoll.

Gruß Knut
 
warum nicht?

ahja, ok, damit hätte sich die Frage beantwortet, ich hab jetz einfach mal einen l Torf auf ein Säckchen und den Filter verteilt, mal schaun was sich tut, ansonsten das nächste mal halt einfach mit unserem Regenwasser verschneiden.

Noch eine Frage: wenn sich am KH schon nichts machen lässt will ich den Torf einfach wegen seiner antiseptischen Wirkung weiter verwenden, weiß jemand wo man den günstiger her bekommt als aus dem Zoofachgeschäft? (muss natürlich auch Phosphatfrei sein)


Danke an alle die geantwortet haben!!!
 
Ich hab jetzt nochmal gesucht und diese Aussage zu Baumarkttorf gefunden:

Irgendwo auf dem Torfsack wird eine Warendeklaration für Deutschland stehen. Wenn da steht: Hochmoortorf, wenig bis mäßig zersetzt, Torf ohne Zusätze, Ph-Wert 3,0 - 3,5, so ist der Torf unbedenklich und für den Einsatz in einer Torfkanone geeignet.

kann man den dann auch mit in den Filter packen, bzw in einem Säckchen im Aquarium verstecken oder ist der wirklich nur für die Kanone geeignet? Ich kann mir da nur keinen Unterschied drinn vorstellen.

könnte das evtl jemand von den Erfahreneren bestätigen?

Danke euch schonmal!
 
A

Anonymous

Guest
Hallo Karina,

ja, den kannst Du auch im Säckchen ins Becken hängen.

Eventuell steht auch Ballentorf (Ballentorf ist ohne Zusätze) statt Hochmoortorf drauf.

Um auf Nummer sicher zu gehen würde ich den Torf vorher auf NO2 und PO4 testen.

Mein Leitungswasser weist übrigens eine GH von 18°dGH und eine KH von 12°dKH auf und ich verwende trotzdem sehr erfolgreich eine Torfkanone.
Mein Torfwasser hat eine GH von 5°dGH und KH 0°dKH. Der pH-Wert liegt bei 3,2.

Bei dem geringem baulichem und finanziellen Aufwand einer Torfkanone würde ich das an Deiner Stelle trotz Knut´s Einwänden in erwägung ziehen und Dir auch Remo Wiechert´s Seite zum Bau einer Solchen empfehlen.

Meine sieht zwar Optisch etwas anders aus (was davon kommt, daß ich etwas Zeit im Geschäft hatte :D ) ist aber vom Prinzip her das selbe.
 

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Hallo Thomas,
natürlich ist der Einsatz einer Torfkanone auch bei hohen Härtegraden (KH) grundsätzlich möglich. Je nach Qualität des Torfes besitzt der Torf eine (Tauscher)Kapazität von ca. 250 Härtelitern. Das ist bei einer KH um 20° der Torf eben sehr viel schneller erschöpft und muss ausgetauscht werden oder man arbeitet mit entsprechend voluminösen Torfkanonen.

Der pH (3,2) des ablaufenden Wassers ist übrigens relativ uninteressant, da er zum großen Teil durch CO2 im KH-freien Torfwasser gebildet wird, die recht schnell ausgasen kann bzw. durch wenig KH beim Verschneiden abgepuffert wird.

Gruß Knut
 
A

Anonymous

Guest
Hallo Knut,

Du hast mit Sicherheit Recht wenn Du sagst, daß der Torf bei härterem Wasser schnell erschöpft ist, mußt aber auch zugeben, daß man, wenns Günstig sein soll, die Torfkanone durchaus empfehlen kann.
Das einzige was eventuell den einen oder anderen nervt ist, den erschöpften Torf wieder aus dem Rohr rauszuklauben und wieder neuen aufzufüllen (mir hats bislang aber nichts ausgemacht).
Der schöne nebeneffekt der Torfkanone: Meinen Salmlern bekommt das Torfwasser schon sehr gut.

Osmosewasser oder Vollentsalztes Wasser herzustellen (ich habe auch eine Osmoseanlage) ist für mich auf Dauer unwirtschaftlich.
Ich hab immer ein ungutes Gefühl, wenn ich die Menge "Abwasser" im Vergleich zum Permeat sehe, da ich ja auch nicht wirklich ne verwendung dafür habe (hab nicht viele Topfpflanzen rumstehen und zum Baden möchte ich doch schon warmes/heißes Wasser).
 


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