Krebse vergesellschaften

Moin,

gibts eigentlich eine Krebsart die man gut mit Fischen oder Garnelen vergesellschaften kann und die auch die Pflanzen in Ruhe lassen.

Im Web gehen die Meinungen stark auseinander, daher wuerden mich vor allem Erfahrungsberichte interessieren.

lg
Sascha
 


Hi,

Also mit Echis konnten meine Krebse noch nie was anfangen.
Auch Fische wurden noch nie gejagt, wobei ich nur robuste Arten habe.

Hab Yukatan-Gelbbandkrebse ca. 30 Stk...
 
Hi,

also bei mir ist's zwar ein etwas größeres Becken, möchte nicht ausschließen, dass es daran liegt.
Beckengröße 160x60x60

Besatz:
Blackmollys
Guppies
Antennenwelse
Red Fire
(jeweils massig :? )
1 Paar CPO
1 Paar blauer Floridakrebs

Becken ist sehr dicht bepflanzt und viele Verstecke.

Keine Probleme.

Wobei ich meine Hand nicht ins Feuer legen würde, dass sich die Krebse nicht doch mal nen Jungfisch oder ne Garnele gönnen.

Grüße
Axel
 
Ich mache derzeit gute Erfahrungen mit den Procambarus Allenii. Bei den Pflanzen sollte man nach meinen Erfahrungen darauf achten, dass diese keine Wurzelballen haben und einen robusten stiel. An meinem Tabak haben sie bisher noch nie geknabbert.

Mit den Fischen wird es da schon problematischer und du musst in jedem Falle mit ausfällen rechnen. Fischarten die ihre Ruhephasen in Bodennähe geniessen wollen wie z.B.: Neons eignen sich bei mir gar nicht. Von 20 Neons waren nach 2 wochen noch 4 übrig.

Im gegensatz dazu scheinen sich ausgewachsene Panzerwelse zu eignen, hier ist nur ab und zu mal eine kleine Macke in der Schwanzflosse zu erkennen. Ein Fransenlipper ist bei mir auch mit dabei, eignet sich aber erst ab einer gewissen größe und ist teilweise vom Charakter zu neugierig. Guppys gehen bei mir gut. Ein Streifenhechtlingspärchen ist ebenfalls sehr gut zur Vergesellschaftung geeignet.

Ich denke die logischen Faktoren auf die man bei einer Krebs - Fisch Vergesellschaftung achten sollte, sind die Schwimmeigenschaften wie bspw. der bevorzugte Aufenthaltsort im Becken und die Robustheit, Schnelligkeit/Reaktionsfähigkeit der ausgewählten Fische.
 
Hatte Cpo's und kann dadruch sagen es gibt solche und solche
Zu den anderen Krebsarten kann ich leider nichts sagen. ( nur das es sehr aggressive - weniger aggressive gibt )
Aber Jungfische sind eine Delikatesse und werden gerne mal gefressen.
Daraufhin kommt es auf die Gestaltung deines Beckens an, wenn man es gut strukturiert hat man bessere Chancen, dass zB: Jungfische durchkommen.
Noch zu den Cop's weil ich über die Berichten kann.
Sie gehen Nachts auch auf die großen Fische zb an deren Schwänze :mrgreen: nicht 2 deutig denken.
 
Tobi1982 schrieb:
Ich mache derzeit gute Erfahrungen mit den Procambarus Allenii. Bei den Pflanzen sollte man nach meinen Erfahrungen darauf achten, dass diese keine Wurzelballen haben und einen robusten stiel. An meinem Tabak haben sie bisher noch nie geknabbert.

Mit den Fischen wird es da schon problematischer und du musst in jedem Falle mit ausfällen rechnen. Fischarten die ihre Ruhephasen in Bodennähe geniessen wollen wie z.B.: Neons eignen sich bei mir gar nicht. Von 20 Neons waren nach 2 wochen noch 4 übrig.

Im gegensatz dazu scheinen sich ausgewachsene Panzerwelse zu eignen, hier ist nur ab und zu mal eine kleine Macke in der Schwanzflosse zu erkennen. Ein Fransenlipper ist bei mir auch mit dabei, eignet sich aber erst ab einer gewissen größe und ist teilweise vom Charakter zu neugierig. Guppys gehen bei mir gut. Ein Streifenhechtlingspärchen ist ebenfalls sehr gut zur Vergesellschaftung geeignet.

Ich denke die logischen Faktoren auf die man bei einer Krebs - Fisch Vergesellschaftung achten sollte, sind die Schwimmeigenschaften wie bspw. der bevorzugte Aufenthaltsort im Becken und die Robustheit, Schnelligkeit/Reaktionsfähigkeit der ausgewählten Fische.

Diese Einstellung finde ich mehr als verantwortungslos. Da kann ich immer nur wieder den Kopf drüber schütteln. Klar... die einen werden (zu ihrem Glück) sofort gefressen, die anderen hatten bis JETZT das Glück, nur ihre Schwanzflossen zwischen die Krebsscheren zu bekommen und noch nicht die Schwanzwurzel.

So sieht es aus, wenn ein Cory das Glück dann gerade mal nicht mehr hatte:

schwartzi_verletzt.jpg


So etwas sollte man doch bitte nicht auch noch weiter empfehlen, wenn man schon selbst nicht bereit ist, die Konsequenzen daraus zu ziehen und die Krebse von den Fischen zu trennen.

Um einmal auf die Eingangsfrage einzugehen: zum 135 mal: Nein! Es ist keine gute Idee, Krebse mit Fischen zu vergesellschaften. Früher oder später wird der Krebs IMMER an die Fische gehen. Und dann stellt sich nur noch die Frage: hat der Fisch Glück und wird gleich getötet oder wird er langsam von hinten aufgefressen oder entwischt halb zerteilt?
 
Genau das meinte ich :D es gibt solche und solche, aber der/die arme tut mir leid :(
die schnappen sich eben alles was sie nur mit ihren Scheren greifen können.
 


Zur Erläuterung: diese Verletzung stammt von einem 2 Jahre lang völlig pazifistischen Cherax quadricarinatus. Ich habe die damals zu dritt gehalten (versehentlich zwei Männchen und ein Weibchen). Zwei Jahre lang haben die sich weder gegenseitig etwas getan, noch sind sie jemals an die Fische gegangen.

Aber... und das wusste ich damals auch nicht..... Krebse ändern mit jeder Häutung ihre "Form". Es gibt Zeiten, in denen sie völlig friedlich vor sich hindümpeln, und dann, nach der nächsten Häutung, sind sie plötzlich in "Vermehrungsstimmung", was sie 1. sehr verfressen und proteingeil macht und 2. recht aggressiv.

Die Intervalle, in denen sie von einer Form zur nächsten gehen, variieren stark. Bei meinen hat es damals eben zwei Jahre gedauert. Aber dann konnte ich live erleben, wie sich so ein Krebs von einem friedlichen Kuschelscherenträger in ein jagendes Monster verwandelt. Die Corys und auch alle anderen Fische waren absolut nicht mehr vor ihm sicher.

Deshalb ärgere ich mich immer, wenn Leute, die erst seit ein paar Wochen oder Monaten Krebse mit Fischen halten, im Brustton der Überzeugung sagen: das ist kein Problem. Die wissen, so wie ich damals, nicht, daß ein Krebs nicht so bleibt, wie es sich gerade präsentiert. Sie sind nicht nur individuell sehr unterschiedlich, sie sind auch im Verlauf ihres Lebens in sich sehr unterschiedlich.
 
Hi,

das mag ja alles zutreffen,
doch ist Krebs ja auch nicht gleich Krebs und Fisch nicht gleich Fisch.

Auf die Idee irgendeinen Krebs mit Corys zu halten, wäre ich nie gekommen.
Meine Krebse könnten nichtmal wenn sie wollten, einen Schwertträger oder Antennenwels festhalten.

Natürlich ist es immer gefährlich Krebse mit Fischen zu vergesellschaften, wenn man den Besatz gleich richtig auswählt,
kann nicht viel passieren.

Cherax hab ich nicht, aber bei den Scheren, fällt mir kein Fisch ein.
 
kalessin schrieb:
Tobi1982 schrieb:
Ich mache derzeit gute Erfahrungen mit den Procambarus Allenii. Bei den Pflanzen sollte man nach meinen Erfahrungen darauf achten, dass diese keine Wurzelballen haben und einen robusten stiel. An meinem Tabak haben sie bisher noch nie geknabbert.

Mit den Fischen wird es da schon problematischer und du musst in jedem Falle mit ausfällen rechnen. Fischarten die ihre Ruhephasen in Bodennähe geniessen wollen wie z.B.: Neons eignen sich bei mir gar nicht. Von 20 Neons waren nach 2 wochen noch 4 übrig.

Im gegensatz dazu scheinen sich ausgewachsene Panzerwelse zu eignen, hier ist nur ab und zu mal eine kleine Macke in der Schwanzflosse zu erkennen. Ein Fransenlipper ist bei mir auch mit dabei, eignet sich aber erst ab einer gewissen größe und ist teilweise vom Charakter zu neugierig. Guppys gehen bei mir gut. Ein Streifenhechtlingspärchen ist ebenfalls sehr gut zur Vergesellschaftung geeignet.

Ich denke die logischen Faktoren auf die man bei einer Krebs - Fisch Vergesellschaftung achten sollte, sind die Schwimmeigenschaften wie bspw. der bevorzugte Aufenthaltsort im Becken und die Robustheit, Schnelligkeit/Reaktionsfähigkeit der ausgewählten Fische.

Diese Einstellung finde ich mehr als verantwortungslos. Da kann ich immer nur wieder den Kopf drüber schütteln. Klar... die einen werden (zu ihrem Glück) sofort gefressen, die anderen hatten bis JETZT das Glück, nur ihre Schwanzflossen zwischen die Krebsscheren zu bekommen und noch nicht die Schwanzwurzel.

So sieht es aus, wenn ein Cory das Glück dann gerade mal nicht mehr hatte:

schwartzi_verletzt.jpg


So etwas sollte man doch bitte nicht auch noch weiter empfehlen, wenn man schon selbst nicht bereit ist, die Konsequenzen daraus zu ziehen und die Krebse von den Fischen zu trennen.

Um einmal auf die Eingangsfrage einzugehen: zum 135 mal: Nein! Es ist keine gute Idee, Krebse mit Fischen zu vergesellschaften. Früher oder später wird der Krebs IMMER an die Fische gehen. Und dann stellt sich nur noch die Frage: hat der Fisch Glück und wird gleich getötet oder wird er langsam von hinten aufgefressen oder entwischt halb zerteilt?

Du solltest dir nochmal genau durchlesen, was ich geschrieben habe.

Ich möchte hier ja nun keine Grundsatzdiskussionen lostreten, aber aus was soll ich denn meine Konsequenzen ziehen? Ich persönlich verfüttere viel Lebendfutter an meine Fische und Krebse. Die Krebse fressen auch in ihren natürlichen Habitaten Fische und andere Lebewesen. Wo da jeder seine Grenze zieht, sollte da auch jedem selbst überlassen bleiben.

Ich habe ja nicht geschrieben das es absolut unproblematisch ist, sondern lediglich darauf hingewiesen bei der Fischauswahl auf bestimmte Faktoren zu achten.
 
Hey,
solche Threads sind mal was für mich :) Also, Ich halte CPOs und da muss man nun wirklich sagen das hier keine Probleme mit Beifischen sind. Ich hatte immer das problem das ich angst um meinen betta hatte ihn in ein CPO becken schwimmen zu lassen. aber, da habe ich keine probleme mit gehabt auch wenn mir immer wieder erzählt wurde das der zerrupfte flossen bekommt durch attacken der CPO aber selbst wenn er auf dem boden liegt rennen die CPO an ihm vorbei in die nächste röhre.

Also, mit CPOs habe ICH keine Probleme.

Alex
 
Zurica, ja, hat sie. Und sie lebt immer noch. Aber es ging ihr verdammt lange sehr beschissen. Man konnte sehen, daß sie üble Schmerzen hatte und sich kaum bewegen konnte. Ich hab arg mit ihr gelitten und zu dem Zeitpunkt ist auch die Entscheidung gefallen, mich von meinem letzten Quadri zu trennen.

@Alex
hier war aber nicht die Frage nach zu breit geratenen Garnelen, sondern nach Flußkrebsen. Und mein Beitrag bezog sich auf den alleni, der nun gerade zu den aggressiveren Arten gehört. Aber selbst Cheraxe wie C. peknyi oder C. holthuisi, denen man immer gern nachsagt, sie seinen ausgesprochen friedlich, schlachten z.B. Skalare oder Fadenfische in minutenschnelle.

@Tobi
Der Unterschied von natürlichen Habitaten zum Aquarium ist der Platz. Der ist im Aquarium so begrenzt, daß ein Fisch kaum eine Ausweichmöglichkeit hat. Mein Quadri hat seinen ersten Cory bei einem Wasserwechsel geschlachtet, weil der Cory ihm vor Schreck mitten in die Schere geschwommen ist. Das war weder Absicht vom Krebs noch von mir, aber der Cory hats bezahlt, indem er genüsslich von hinten her aufgefressen wurde....

Und gerade Procambarus entwickeln sich ab einer gewissen Größe zu richtigen Schlächtern. Da kannst Du noch soviel Frostfutter füttern, früher oder später wird der alleni zum Jäger. Und ich für mein Teil, die ich wirklich nicht zimperlich bin, Fische zu verfüttern, halte nicht so viel davon, diese Fische auf üble Art verstümmeln zu lassen.
 


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