Hilfe Algenplage

LS904

Mitglied
Hallo
Ich brauch ganz dringend eure Hilfe. Ich bin absoluter Anfänger in der Aquaristik. Unsere Kinder wünschten sich vor einem Jahr ein Aquarium zu Weihnachten. Wer darf sich darum kümmern, klar die Mama.
Unwissend wie wir waren kauften wir anfangs ein Nanoaquarium mit 5 neons und 5 Guppys, 1 Stahlhelmschnecke und 1 Turmdeckelschnecke. Die Guppys lebten leider nicht lange, da uns niemand sagte, dass das Becken ohne Heizung zu kalt für sie ist. Die Neons begannen alle Suizid und schwammen in den Filter.
Wir haben dann ein etwas größeres Aquarium gekauft, 54 Liter mit Heizung. Darin leben nun 10 neons, unsere beiden Schnecken, 4 Amanogarnelen und 5 Otos. Ich liebe meine Otos. Wassertemperatur liegt bei 22 Grad. Für den Sommer hab ich einen Sprudelstein gekauft, der dann immer mal 1 oder 2 Stunden läuft. Ich wechsle wöchentlich 10 bis 15 Liter Wasser und sauge alles an mulm und Belägen vom Boden ab, aber ich hab trotzdem einen Urwald an Algen im Aquarium. Beleuchtung ist täglich von 7 bis 21 Uhr, wobei ich mittags für 2 bis 3 Stunden ausmache.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Im Zoogeschäft gab man uns so nen Algenkiller, der alle 4 Wochen ins Wasser soll aber auch das nützt einfach nichts. Ich füttere die Neons jeden 2. Tag und 1 mal pro Woche gibt es eine Welstablette.
Wasserwerte GH 8, KH 3, pH 6,8 , NO2 und NO3 0, Cl2 0,8
Ich würde mich sehr freuen, wenn mir jemand helfen könnte, denn schön aussehen tut es wirklich nicht.
Liebe Grüße Linda
 


Fritz5

Mitglied
Hi,

bin kein großer Algenexperte, da ich bisher immer Glück diesbezüglich hatte, aber eine Sofortmaßnahme könnte weniger - oder gar kein (je nach Pflanzen) Licht sein.

Stell mal ein Foto vom Becken ein, damit man die Bepflanzung sieht. Oft hilft es auch, wenn man viele und schnell wachsende Pflanzen im Becken hat, damit Algen nicht so aufkommen.

Je nach Algenart können auch Dunkelkuren helfen, aber das können Andere hier besser beurteilen.

Also: Foto rein, entspannt bleiben (solange es den Tieren gut geht!) und auf die hier kommenden Tipps warten, dann bin ich sehr optimistisch, dass Du das Problem in den Griff bekommen solltest.
 

aqaq

Mitglied
Hi, du hast ja kein Nitrat im becken ein wasserwert der für unsere höheren aqaurienpflanzen sehr wichtig ist.den solltest du erhöhen (mehr füttern und düngen).die pflazen im aquarium konkurieren ständig mit den algen, den niederen pflanzen.die höheren pflanzen also die die du bei der einrichten deines Aq im becken getan hast können es ab weniger licht für einige tage zu kriegen stell die beleuchtungsdauer auf ca. 6-7 h und das für 4-5 tage. Auf jeden fall solltest du auf die chemiekeule verzichten die dir da gegeben wurde!das bringt nix jedes meiner Aqusrien hat irgendwann nach der einrichtung mal ne algenphase einfach noch einige schnellwachsende aqaurienpflanzen hinzusetzen und die algen haben keine chanche mehr.also dunkdelphase und danach googelste du mal was es so für schnell wachsende aqauirienpflanzen gibt holst dir ein paar und setzt sie ein.und die algen sind geschichte.würde ich allen anfänger bei ner algenplage empfehlen meiner meinung nach ist das ne gute und schnelle variante.
 

aqaq

Mitglied
Und GUPPYS UND NEONS SIND KEINE NANOARTEN gennerel empfehle ich fische erst ab 54l.außer einige wenige ausnahmen
 


LS904

Mitglied
Erstmal vielen lieben Dank für eure schnellen Antworten. Ich dachte ich hätte 2 Bilder beigefügt, hat wohl nicht geklappt. Frauen und Technik halt. Was ich jetzt in dem Jahr mit Aquarium gelernt habe, gebe ich euch recht mit dem Nanoaquarium. Aber wenn man als dummer Anfänger in den Zooladen geht und sich beraten lässt, kauft man halt das, was einem gegeben wird.
Ich versuche jetzt nochmal mein Glück mit den Bildern.
 

May

Mitglied
Hallo Linda,

ich sehe da eine Menge grüner Fadenalgen, teils mit Blaualgen (das dunkelgrüne an der mittleren Pflanze) überzogen.

Ich würde als erstes mechanisch an Algen entfernen, was du erwischt. Fadenalgen kann man ganz gut mit einem Holzstäbchen aufwickeln. Einfach in die Fäden halten und ,,rühren".
Danach versuche mit dem Schlauch noch den Rest weg zu saugen.
Ganz extrem befallene Blätter kannst du auch abschneiden.

Beim Absaugen kannst du auch ruhig viel Wasser ablassen. 5 - 10cm Wasserstand können die Fische schon mal kurz aushalten.

Je nachdem wieviele Pflanzen dann noch übrig/zu retten sind, wäre es sinnvoll, wenn man Neue einsetzt.

Die Beleuchtungzeit ist mit 14h (mit Pause immer noch 11-12h) schon sehr lang. Da würde ich erst mal auf 6h runter gehen, bis das Becken stabilisiert ist.

Welche Marke ist das Becken? Die Leuchten der verschiedenen Hersteller unterscheiden sich teils sehr in der Stärke.

Was auch immer gut für die Beckenbiologie (und damit gegen Blaualgen) ist, sind Kompostaufgüsse oder Mulm aus gut eingefahrenen und stabilen Aquarien.
Manche rühren wohl auch einen halben Teelöffel aktiven Naturjoghurt ein.

Langfristig wirst du dich aber mit dem Thema Düngung auseinandersetzen müssen, um erkennen zu können, ob du düngen und wenn ja, was du düngen musst.

Gruß Astrid
 

LS904

Mitglied
Vielen Dank für deine ausführliche Antwort liebe Astrid. Ich versuche schon immer die Algen beim Wasserwechsel rauszufischen so gut es geht. Aber das mit dem Stäbchen ist eine gute Idee.das werde ich definitiv ausprobieren.
Kannst du mir bitte sagen, an was das liegt mit den Algen bzw was ich falsch mache?
Und wo bekomme ich die besten Infos zwecks Düngung her? Ich dachte bisher immer mein Wasser ist zu nährstoffreich und deshalb wächst mein Urwald so. Ich hab mal noch paar Daten bezüglich Pflanzen und AQ rausgesucht. Welche Pflanzen würdest du mir noch empfehlen bzw wäre es noch eine Möglichkeit die stahlhelmschnecken aufzustocken? Oder wird das dann zu viel?
LG
 

BeowulfAgate

Mitglied
Wie schon Astrid gesagt hat würde ich auch erstmal nicht so lange die Beleuchtung laufen lassen. Bis sich das Becken einkriegst erstmal nur 6-7 Stunden. Und dazu einmal die Woche kräftige Wasserwechsel, die 10-15 Liter sind zuwenig. Dabei so viel wie möglich der Blaualgen mit absaugen, die Mistviecher können sehr hartnäckig sein. Das mit dem Waldboden oder Kompostaufguss wäre zunächst die schonendste Methode, dadurch stärkst d

Wird da auch gedüngt, und wenn ja, mit welchem und wieviel Dünger? Ebenso wäre die Art der Beleuchtung sowie der Hersteller des Beckens noch zur Einschätzung wichtig. Mit längerer Lichtdauer kann man z.b. eine zu schwache Beleuchtung nicht kompensieren.

Sieht zwar im Moment schon schlimm aus, aber so hatte ich das früher auch schon mal, dranbleiben und das renkt sich schon ein.

Googel mal nach Waldbodenaufguss, da wirst du interessantes finden, Ziel ist, die Blaualgen, eigentlich Bakterien/Cyanobakterien zu stören und zu verdrängen.

Edit: Nach dem obersten Absatz hat mein Tablet wohl gesponnen, da fehlt das: dadurch stärkst du die Biologie im Becken.
 
Zuletzt bearbeitet:

LS904

Mitglied
Wie schon Astrid gesagt hat würde ich auch erstmal nicht so lange die Beleuchtung laufen lassen. Bis sich das Becken einkriegst erstmal nur 6-7 Stunden. Und dazu einmal die Woche kräftige Wasserwechsel, die 10-15 Liter sind zuwenig. Dabei so viel wie möglich der Blaualgen mit absaugen, die Mistviecher können sehr hartnäckig sein. Das mit dem Waldboden oder Kompostaufguss wäre zunächst die schonendste Methode, dadurch stärkst d

Wird da auch gedüngt, und wenn ja, mit welchem und wieviel Dünger? Ebenso wäre die Art der Beleuchtung sowie der Hersteller des Beckens noch zur Einschätzung wichtig. Mit längerer Lichtdauer kann man z.b. eine zu schwache Beleuchtung nicht kompensieren.

Sieht zwar im Moment schon schlimm aus, aber so hatte ich das früher auch schon mal, dranbleiben und das renkt sich schon ein.

Googel mal nach Waldbodenaufguss, da wirst du interessantes finden, Ziel ist, die Blaualgen, eigentlich Bakterien/Cyanobakterien zu stören und zu verdrängen.

Edit: Nach dem obersten Absatz hat mein Tablet wohl gesponnen, da fehlt das: dadurch stärkst du die Biologie im Becken.
Daten über die Beleuchtung habe ich oben als Bild eingefügt. Gedüngt hab ich bisher kaum, nur ab und an mit ferropol von jbl. Ich hab mich nicht getraut zu düngen, da ich dachte dass ich sowieso eine zu hohe nährstoffdichte habe.
Mit der waldbodenkur muss ich mich mal schlau lesen. Ich hab nur immer Angst um meine Otis.
 

May

Mitglied
Kannst du mir bitte sagen, an was das liegt mit den Algen bzw was ich falsch mache?

Im Moment gehe ich davon aus, dass die unverhältnismäßig lange Beleuchtung hauptsächlich Schuld ist und Nährstoffmangel.

Und wo bekomme ich die besten Infos zwecks Düngung her?

Tja, das ist hier die Gretchenfrage. Ich finde diesen Artikel ganz nett, aber auch sehr komplex für den Anfang.

Ich dachte bisher immer mein Wasser ist zu nährstoffreich und deshalb wächst mein Urwald so.

Das ist ein verbreiteter Irrglaube. Nicht nur Nährstoffüberschuss, sondern auch Nährstoffmangel kann Algen auslösen.

Ich hab mal noch paar Daten bezüglich Pflanzen und AQ rausgesucht.

Bei 6Watt würde ich die Lichtstärke im unteren Bereich vermuten. Genaue Lumenangabe konnte ich im Netz jetzt nicht finden.

Welche Pflanzen würdest du mir noch empfehlen bzw wäre es noch eine Möglichkeit die stahlhelmschnecken aufzustocken? Oder wird das dann zu viel?
LG

Rotala rotundifolia, Limnophila sessiliflora, Myriophyllum mattogrossense wachsen bei mir eigentlich immer recht zuverlässig.

Stahlhelmschnecken würde ich nicht mehr dazusetzen. Die ernähren sich nicht, wie oft angepriesen, von Algen, sondern von Kleinstpartikeln im Biofilm. Dieser Biofilm sollte ausreichend gereift sein und kann auch nicht unendlich viele Schnecken ernähren.
 

Enya

Mitglied
Würde da nicht zusätzlich noch ein UVC Klärer helfen der die vorbeischwebenden Sporen abtötet? ( nur zur Unterstützung ).
 

kai71

Mitglied
Hallo

Das tut wahrscheinlich nicht viel zur Sache, aber Du hast geschrieben, das du eine Temperatur von 22 Grad im Becken hast. Das finde ich für die von dir gepflegten Tiere zu wenig. Ich könnte mir vorstellen, das die Pflanzen bei ein paar Grad mehr auch besser wachsen, sobald du die Algenplage überwunden hast.

Gruß Kai
 

LS904

Mitglied
Hallo

Das tut wahrscheinlich nicht viel zur Sache, aber Du hast geschrieben, das du eine Temperatur von 22 Grad im Becken hast. Das finde ich für die von dir gepflegten Tiere zu wenig. Ich könnte mir vorstellen, das die Pflanzen bei ein paar Grad mehr auch besser wachsen, sobald du die Algenplage überwunden hast.

Gruß Kai
Aber laut Literatur ist die Temperatur von 22Grad optimal für die Fische
 


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