Gründe für TWW

Hallo!

Ich wollte einmal nachfragen, welche Gründe es für Teilwasserwechsel gibt, wenn sie nicht dazu dienen einen Nitratüberschuss zu entfernen?

- Angenommen es gibt keinerlei Beckeneinrichtung, die die Wasserwerte beeinflusst, würden diese im Becken ja stabil bleiben, sodass ein TWW diesbezüglich nicht notwendig wäre.

- Wenn im Leitungswasser nur sehr wenig Nitrat vorhanden ist, können auch keine Nährstoffe ins AQ gebracht werden, also ist auch deswegen der TWW nicht sinnvoll.

Warum sollte ich also jede Woche 20-30% Wasser wechseln, wenn diese Faktoren bei mir gegeben sind?

Danke für alle hilfreichen Antworten!

Adios, Sebastian
 


Hi,

bin kein Fachmann aber als erstes würde mir einfallen das sich ja Schadstoffe aus der Luft auf dem Wasser absetzen und dieses wiederum verunreinigen können.
Also Staub als größtes Teilchen und dann natürlich noch so die ganzen Schwebstoffe die da so rumwirbeln .....

Außerdem sind doch auch im Leitungswasser Mineralien, Schadstoffe und Kleinstlebewesen und so.

Gruß Maritta
 
Hallo,

bin ebenfalls kein Spezialist, aber habe gelesen, dass im frischen Leitungswasser wichtige Spurenelemente und andere für die Pflanzen angenehme Stoffe enthalten sind, die im Laufe einer Woche verbraucht sind.

Viele Grüße
Andreas
 
Hoi,

bin auch kein Experte. Aber ich könnte mir vorstellen, das die Fischschei.. err die Fischexkremente auch mal raus aus dem Becken sollen. So ewig kleine Becken sind ja (im Gegensatz zu großen Seen) doch wesentlich empfindlichere Ökosysteme und kippen schneller um.
 
Hallo!
Es kann natürlich klappen, fast ohne Wasserwechsel auszukommen (Altwasseraquarien, wurde hier schon diskutiert das Thema, glaube ich). Aber im Normalfall ist es einfach sicherer, regelmäßige TWW zu machen.
Selbst wenn man einen ganzen Testkoffer hat - alle Wasserwerte kannst man gar nicht im Heimlabor bestimmen. Welche Mineralstoffe haben die Pflanzen dem Wasser entzogen, welche Schadstoffe haben sich angesammelt? Du wirfst regelmäßig Futter rein, und irgendwelche Abfallstoffe bleiben immer übrig, die nicht von Bakterien und Pflanzen verbraucht werden.
 
Hallo!

Natürlich ist mir klar, dass Fischkot oder Pflanzenreste im AQ verbleiben, jedoch werden diese bei einem normalen TWW ohne Mulmglocke oder sonstiges auch nicht entfernt.
Ausserdem kümmern sich in meinen Aquarien die Schnecken um solche Dinge;)
Dank TDS ist in meinem Becken mit Sandgrund nie Kot auf dem Boden zu sehen und Pflanzenreste muss ich eg auch nie entfernen, weil sich das Problem früher oder später von alleine löst.

Es geht mir ja auch nicht darum, nie mehr TWW zu machen, oder monatlich nur 5% des Wassers auszutauschen, jedoch bin ich der Meinung, dass es doch ohne weiteres möglich sein müsste die zu wechselnde Menge auf ein Minimum, also vll 1/4 der ansonsten angestrebten 20-30% pro Woche, zu reduzieren.
Einen möglichen Nährstoffmangel, der dadurch hervorgerufen wird, dass die Pflanzen alle Nährstoffe des Leitungswassers verbraucht haben (ich weiß nicht, wie viel da wirklich drin ist), könnte man ja durch die Zugabe von Dünger ausgleichen.

Ich hoffe weiter auf kompetente Beiträge von allwissenden Forenmitgliedern ;)

adios!
 
was wohl weiterhin ein problem darstellen würde ist, dass du, wenn du nicht mit vollentsalztem wasser das verdunstete wasser auffüllen würdest irgendwann einen nährstoffüberschuss bekommen würdest, weil gelöste ionen ja nicht mitverdampfen. andererseits soll ein aquarium ja ein minibiotop darstellen, welches bei perfektem funktionieren eigentlich keine weiteren maßnahmen mehr benötigt, vermutlich aber auch nur im absolut idealen fall, der wahrscheinlich nie eintreten wird.
 


Hi Vile,

zum einen werden durch den TeilWW verbrauchte Stoffe zugeführt. Schnecken entziehen dem Wasser beispielsweise Calciumkarbonat.

Ein anderer wichtiger Grund ist, dass durch regelmässigen Wasserwechsel die Keimbelastung niedrig gehalten wird. Fische und Schnecken gehen ja nicht aufs Katzenklo :), also gegen die Ausscheidungen ins Wasser und keiner möchte in seinem eignen Dreck leben.

Durch eine hohe Keimzahl im Becken sind die Bewohner anfälliger für Krankheiten.

Lieben Gruß
Wisgard
 
A

Anonymous

Guest
wisgard schrieb:
zum einen werden durch den TeilWW verbrauchte Stoffe zugeführt. Schnecken entziehen dem Wasser beispielsweise Calciumkarbonat.

ja und ?? gestorbene Schnecken deren Haus sich langsam auflöst gibt die eingesammelte Menge wieder ab...
wisgard schrieb:
Ein anderer wichtiger Grund ist, dass durch regelmässigen Wasserwechsel die Keimbelastung niedrig gehalten wird. Fische und Schnecken gehen ja nicht aufs Katzenklo :), also gegen die Ausscheidungen ins Wasser und keiner möchte in seinem eignen Dreck leben.

Durch eine hohe Keimzahl im Becken sind die Bewohner anfälliger für Krankheiten.

durch den "üblichen" TWW ist KEINE Keimreduzierung möglich! spätestens 24h später ist alles wieder auf der selben Lavel wie vorm TWW

Keimreduzierung ist "nur" mit UV-C oder O³(Ozon) zuschaffen ...
http://www.ohligers.de/UV_Entkeimer.htm

und die Fische schwimmen NICHT in ihren Dreck!
http://www.deters-ing.de/Gastbeitraege/Mulm.htm
http://www.deters-ing.de/Gastbeitraege/Altwasser.htm
http://www.deters-ing.de/Gastbeitraege/schlamm.htm

übrigens ist der Autor dieser 3 Beiträge auf Olafs Seite auch hier im Forum gelegentlich Unterwegs (als Gerd K.)

gruß rudy
 
Hallo!

Danke erstmal für die Beiträge.

Könntest du mir Gründe nennen, die für große und häufige TWW unter den gegeben Bedingungen sprechen, Enrico?
Kannst du das, im Link aufgeführte, Fazit unterstützen?

Danke, adios!
 
11.) Fazit

Das Geheimnis des Altwassers hat also mit Altwasser nichts zu tun. Das alte Wasser hat lediglich eine marginale Bedeutung als Sammelmedium für Mineralisationsprodukte. Die wichtigsten Funktionen des eingefahrenen Beckens liegen im Mulm und Schlamm, nicht im Wasser. Insofern ist der Wasserwechsel weniger wichtig als zuvor geglaubt.

Dieses;)
 
A

Anonymous

Guest
Vile schrieb:
Könntest du mir Gründe nennen, die für große und häufige TWW unter den gegeben Bedingungen sprechen, Enrico?
!

Hi

ich habe es im "großen" Becken selbst mal versucht die TWW(2005) auf Nahe Null herrunter zufahren ...
ich setzte mir da als "Grenzwerte" einmal den LW/LF bei abweichnung von mehr als 20µS/cm(+/-) ... und einmal als gegen Kontrollpunkt die KH ...

nur auf die KH geachtet sie sank mir innerhalb 4 Wochen von ~3,5°dKH auf UNTER 1°dKH

beim LW/LF ging es bis zu max. 5Wochen um dann wieder 220Liter zuwechseln(Becken hat Brutto 648Liter)

die pracktizierte ich ~ 4 Monate lang ... der Stoffwechselumsatz war/ist in meinen AQ zugroß (Flössler)

bin ABER zurück auf Wöchentlich 220Liter nicht zuletzt weil ich seit ~ 1Jahr Discus als Nebenbesatz im Becken habe ...

gruß rudy
 
Ok, danke für die Antworten!

Ich werde mal schaun, wie es meine Becken mitmachen, wenn ich die TWW Menge auf circa 50% heruntersetze.
Das wären dann also circa 30l im 240l Becken und 5l in den 54l Becken.

adios!
 
A

Anonymous

Guest
Vile schrieb:
11.) Fazit

Das Geheimnis des Altwassers hat also mit Altwasser nichts zu tun. Das alte Wasser hat lediglich eine marginale Bedeutung als Sammelmedium für Mineralisationsprodukte. Die wichtigsten Funktionen des eingefahrenen Beckens liegen im Mulm und Schlamm, nicht im Wasser. Insofern ist der Wasserwechsel weniger wichtig als zuvor geglaubt.

Dieses;)

Hi

das ist bei mir auch der Fall .... Wasser ist relativ egal entscheidend für die Stabilität des Wasser ist der Mulm/Filterschlamm <<deshalb ich auch nicht so verstehe warum gerade in Foren offte mach möglichkeiten derer Beseitigung gefragt wird ...

gruß rudy
 
Hallo!

Ich muss sagen, dass ich im Sandbecken gar keinen Mulm habe, da sich darum eben die TDS kümmern und es nicht überbesetzt ist.

Falls es den Fischen aufgrund verringerter TWW schlechter gehen sollte werde ich es wohl merken und kann geeignete Maßnahmen treffen.

adios!
 


Oben