Geplante Anschaffung 80 oder 100cm Becken: Fragen

Hallo zusammen!

Ich habe mich schon seit einigen Jahren für ein Aquarium interessiert und bei der Planung des neuen Beckens meiner Freundin hab ich mich entschlossen, dass ich auch gerne ein Becken haben möchte.

Nach einigem Lesen in diversen Foren bin ich schliesslich hier für einen ganzen Abend hängengeblieben und hab gelesen und mich dann entschlossen mich hier anzumelden.


Nun aber zu meinen Fragen:

1.)
Ich habe gelesen: zum Einstieg eher ein grösseres Becken kaufen.
Dass sich Schadstoffkonzentrationen da langsamer steigern aufgrund des grösseren Volumens ist mir klar.
Leider ist das für mich als armen Studenten aber auch eine Preisfrage.
80cm-Becken mit 112l gibt es bei uns als Set mit Abdeckung und 2 integrierten Leuchten, Innenfilter + Heizstab zu 100€ (Waterhome)
nen 100cm-Becken mit 160l und passendem Zubehör wie oben zu 150€ (ebenfalls Waterhome)

Sind 112l für den Anfang erstmal genug, oder sollte ich lieber das größere Becken nehmen?


2.)
Ich wollte das Becken folgendermassen aufstellen:

Direkt nebeneinander stehen 2 50cm breite Schränke von IKEA (PAX-Serie) in 72cm Höhe.
Macht also eine Breit von 100cm
Da wollte ich das AQ draufstellen.
Es gibt keinen Höhenunterschied zwischen den Schränken (Aufgelegte Glasplatte liegt komplett auf beiden Schränken plan auf)
Darauf wollte ich eine Styropor-Platte legen und darauf das AQ aufstellen.
In der Waage stehen die Schränke auch.
Meine Frage nun: Halten die IKEA-Schränke das auch?
Der AQ-Händler meinte die Aquarienschränke der Markenhersteller seien in der Regel auch aus demselben Pressspan wie die IKEA-Sachen.
Allerdings wäre das unter Umständen mit dem Versicherungsschutz fraglich, wenn ein kein spezielles Aquarienmöbel benutzen würde.
Auf der Ikea-Seite hab ich nix zum Thema gefunden. Auch Tante Google schweigt sich aus.
Über die SuFu hab ich auch keine Vernünftige Aussage gefunden. Hat jemand da Ahnung/Erfahrung?
Ich würde die Rückwand noch mit einer ordenlichen Holzplatte verstärken um zu verhindern, dass der einzelne Schrank tordiert und/oder sich durchbiegt.

Soweit zu den äusseren Umständen. Nun zur Technik:

3.)
Sind die mitgelieferten technischen Einrichtungen dauerhaft benutzbar und ordentlich dimensioniert?
Ich denke mir immer folgendes:
Wenn ich hingehe und mir ein AQ zulege, übernehme ich die Verantwortung für die Lebewesen darin.
Also bin ich verpflichtet nach bestem Wissen und Gewissen für ordentliche Lebensbedingungen zu sorgen.
Daher habe ich Beratung im Fachgeschäft gesucht und folgende Erfahrungen gemacht:
In 2 AQ-Shops habe ich das Gefühl gehabt, dass es bei dem "Beratungsgespräch" um folgendes ging:
Meine preisliche Schmerzgrenze ermitteln und nochmal 50% nach oben heben.
Ich hatte dem VK ein Limit von 180-200€ genannt (welches allerdings nicht fest sein muss, wenn ich bei dieser Beckengrösse definitiv mehr für ordentliche Technik investieren muss) und sofort kam er an und meinte das würde nicht reichen. Allein schon der Kies (30kg für das 80cm-Becken zu 22€/10kg-Sack für so nen Spezialzeuch mit Eisenvorrat) würde ja 60€ Kosten + Pflanzen zu 30€ + 50€ für nen Aussenfilter + Wasseraufbereiter + Ersatzfiltereinsätze + CO²-Anlage + Kleinzeuch... Da würde man mir ein bisschen Entgegen kommen und für 300-350€ würde man ein 80cm-Becken (O-Ton) "einigermassen sparsam, ohne Fischbesatz, Einrichten" können.
Das ist doch totaler Overkill, oder?

4)
Was für einen Bodengrund nehme ich am Besten?

5)
Brauche ich wirklich einen Aussenfilter?
Oder sind die Innenfilter auch gut?
Lohnt sich evtl. ein Hamburger-Mattenfilter (natürlich in Dimension ordentlich berechnet)?
Das Konzept dahinter hat mich sehr überzeugt.
Und ich könnte meinen Basteltrieb ein wenig befriedigen ;-)

6)
Macht es Sinn sein Becken stark zu bepflanzen? Oder ist weniger hier Mehr?
Mehr Pflanzen bedeuten mehr Photosynthese --> Mehr Sauerstoff für die Fische. Soweit klar.
Allerdings brauchen die Pflanzen dann aber auch mehr CO², was wieder für eine CO²-Anlage sprechen würde. (Mit ständigem Auffüllen der Flasche und einmaligen Mehrkosten)
Ein Teufelskreis. *grrr*

7)
Was setze ich am besten ein?
Für den Besatz dachte ich an 3-4 Welse für den Grund, und einen kleinen (10 - 12 Stück) Schwarm Neons. Beim Rest bin ich relativ offen für (natürlich hübsch anzusehende) sinnvolle Kameraden.
Dass die Fische einigermassen robust sein sollen, um mir die kleinen Anfängerfehler, die ich sicherliche machen werde zu verzeihen, versteht sich wohl auch, oder? :)

Was würdet ihr im Preisbereich 200-250€ (wenn überhaupt sinnvoll möglich) für einen Komplettanfänger empfehlen?

80cm/112L oder 100cm/160L? Oder doch ganz was anderes?

Wenn es in dem Preisrahmen nicht vernünftig möglich ist sich ein Becken artgerecht einzurichten, sagt mir das bitte auch. Dann spar ich lieber noch ein paar Wochen und mach dann Nägel mit Köpfen.

Auf jeden Fall schonmal danke an alle, die bis hierher gelesen haben, für's Durchhalten und auf jeden Fall auch schon für die hoffentlich Zahlreichen Antworten.
Ist ja doch ein langer Text geworden.
Scheint also an dem Gerücht, dass Aquaristen (oder solche, die es werden wollen) sehr kommunikative Menschen sind. :)

Einen schönen Abend noch!
Jan

p.S.: Ein gebrauchtbecken kommt für mich nicht in Frage.
Da halte ich es lieber, wie mit gebrauchten Autoreifen: Man weiss nie, was der schon alles Durchgemacht hat!
 


uih uih, ganz schön viel...

Sicher dass ein gebrauchtees nicht in Frage kommt ? Musst ja keins nehmen, was schon dreimal aufm Schrottplatz lag.

hab mein 200er äußerst günstig (!) ( 9 Monate benutzt, mit Rechnung) für 114 € mit Technik (Fluval, Außenfilter, Heizer, Bodenfluter usw ) dazu jede Menge kleinkram (futterautomat usw ) bekommen.

Boden bist du relativ frei. Nimm ausm Baumarkt ganz normalen Quarzsand, kostet dich dein Boden gute 10 € insgesamt... Pflanzen kaufst du am besten über Privat, z.bb. hier über sforum oder meineFischbörse.de ....

Wenn du selbst den Eindruck hast, die Verkaufer wollen dir was aufschwaztne, warum willst du dann da kaufen und das praktisch unterstützen ? (auch wenn du vielleicht weniger kaufst als sie wollen)


Für gewöhnlich ist das Zubehör dauerhaft nutzbar. Was wäre denn genau dabei ? Zwingend nen Außenfilter brauchst du nicht. Innenfilter reicht auch. HMF ist auch bei derartigen Becken ne gute Alternative. Wenns dir gefällt - nimm so einen. :)


Ja, es macht Sinn das Becken sehr stark zu bepflanzen. Es sei denn du gehst auf Malawi oder andere Afrikanischen Seen. Kannst zur Bio Co2 anlage greifen - Kostenpunkt je nach Beckengröße wenn dus selber bauchst 10 €. Nachfüllung für einige Cent. Kannste über paff´ schale/rinne gehen und du hast auch keine Probleme mit zu hoher Dosierung.
 
Hallo Jan,

zuerst mal: Herzlich willkommen hier im Forum! :D

Und nun zu deinen Fragen, die wie ich finde, schon deutlich zeigen, dass du dich mit der Materie auseinandergesetzt hast, finde ich super, weil es nicht für jeden so selbstverständlich ist.

Ich würde an deiner Stelle gleich das 160er nehmen, den Mehrpreis gegenüber dem 112er wirst du, denke ich, nicht bereuen. Was Bodengrund und Pflanzen angeht, so richtet sich das ein wenig nach dem Besatz.
Da du Welse angesprochen hast (ich nehme an Panzerwelse), würde ich dir auch zu Sand raten und eben auch dazu, Quarzsand aus dem Baumarkt zu kaufen (keinen Spielsand!).

Bodengranulat (Düngedepot) ist bei Sand nicht sehr ratsam, aber auch bei Kies eher unsinnig. Je nach Hersteller ist das recht schnell ausgezehrt. Co2-Anlagen sind auch nicht unbedingt nötig, diese kann man nötigenfalls gut nachrüsten. Ich würde es erstmal ohne probieren.

Pflanzen sind bei deinen "Fischwünschen" auch empfehlenswert, vor allem die Seiten und Mitte bis Hintergrund sollten bepflanzt sein mit höheren/hohen Pflanzen, möglichst Stengelpflanzen (die du, wie schon erwähnt, sehr günstig hier im Forum bekommen kannst). Im Vordergrund kannst du ein bißchen Freifläche lassen und/oder kurze Pflanzen einsetzen. Damit gewährleistest du, dass die Welse genügend Platz zum Gründeln haben und genügend Schwimmraum übrig bleibt.

Zum Filter: ich persönlich würde deine Überlegungen in Form eines HMF unterstützen. Ich finde, es geht kaum besser. Sehr effektiv, je nach Pumpe sehr leise und vor allem wartungsarm und günstig. Bei Sand als Bodengrund einfach aus Plexiglas eine Blende formen, das verhindert, dass Sand durch die Matte gesogen wird. Der Filter eines Komplettsets wäre somit zwar überflüssig, aber je nach Set kann es eh sein, dass der beiliegende nicht sooo viel taugt. ;)

Das Einzige, was mir in deinen Überlegungen bissel Bauchschmerzen macht, ist die Wahl des Unterschranks. Ich würde die IKEA-Schränke nicht nehmen. Ein teurer Aq-Unterschrank muss auch nicht sein, daher such mal hier im Forum nach "Ytong (Unterschrank)" - kostengünstig und stabil.

Dann wäre eh erstmal die Einrichtung angesagt, dann kann man sich genauer um den Besatz Gedanken machen. Mit Sand und vielen Pflanzen bist du in der Besatzwahl (auch je nach Wasserwerten) ziemlich flexibel. :)

Ich wünsche dir auf jeden Fall sehr viel Spaß beim Kaufen, Bauen und Einrichten. Es lohnt sich! Und ich würde schon sagen, dass du mit den 200-250 Euro, die du dir vorgestellt hast, schon sehr weit kommst, kannst es dir ja selbst zusammenrechnen, was du alles benötigst für HMF, Schrank und "Innenleben", aber ich denke, du wirst in deinem Rahmen bleiben und hast Sinnvolles gekauft.

Ach ja, eins noch: Achte bei den Komplettsets darauf, dass die Beleuchtung in der Abdeckung wenigstens 2 Röhren hat (T8 ), schöner wäre sogar eine T5-Beleuchtung. Daran hapert es bei vielen dieser Angebote.
 
Hallo Ihr beiden!

Danke für eure ausführlichen Antworten!

LaBuse schrieb:
Wenn du selbst den Eindruck hast, die Verkaufer wollen dir was aufschwaztne, warum willst du dann da kaufen und das praktisch unterstützen ? (auch wenn du vielleicht weniger kaufst als sie wollen)

Naja... was soll ich machen?
So nen Aquaristik-Laden findet man nicht an jeder Ecke.
Und die beiden, die ich jetzt besucht hab, waren die beiden grössten hier in der Ecke.
Und so lange wohn' ich hier noch nicht, dass ich die kleineren kennen würde. :wink:

LaBuse schrieb:
Für gewöhnlich ist das Zubehör dauerhaft nutzbar. Was wäre denn genau dabei ? Zwingend nen Außenfilter brauchst du nicht. Innenfilter reicht auch. HMF ist auch bei derartigen Becken ne gute Alternative. Wenns dir gefällt - nimm so einen. :)

Hmm... 100%ig weiss ich das nicht. War eher eine spontane Aktion nach der Arbeit.
"Komm wir lassen uns mal beraten!"
Kaufabsicht hatte ich da eh nicht und ich war so erschreckt vom aggressiven Verkaufsgespräch, dass ich auf die Details nicht so geachtet habe.
Waren auf jeden Fall 2 Röhren im Deckel (Modellbez.: SunGlo und AquaGlo, wenn ich mich nicht irre) und der Heizer (Regelbar, 100W oder 150W) und der Innenfilter waren von Tet**T*c

Bis auf den Filter denke ich also auch schonmal keine schlechte Ausstattung, oder?

Und je mehr ich drüber Nachdenke, desto mehr komm ich zu dem Schluss, dass ich dem HMF alleine aufgrund seines Konzeptes den Vorzug geben werde.
Der Innenfilter lässt sich dann ja ohne Filtermaterial auch als Pumpe nutzen, oder?
Oder ich leg mir den auf die Seite, falls die Pumpe des HMF mal kaputt geht, dann steh ich am WE (wo sowas nach Murphy ja immer kaputt geht...) nicht komplett im Regen. :lol:


LaBuse schrieb:
Ja, es macht Sinn das Becken sehr stark zu bepflanzen. Es sei denn du gehst auf Malawi oder andere Afrikanischen Seen.

Soweit hatte ich noch nicht geplant, bzw. mich erstmal mit der Technik befasst. Wollte mich jetzt die nächsten Tage mal einlesen, welche Arten welche Umgebung und Wasserparameter bevorzugen und danach dann mal schauen, was ich machen muss, um möglichst angenehme Bedingungen für meine beiden Wunscharten zu schaffen.
Wasserwerte wollte ich am WE mal bei einem dritten Laden testen lassen.
Ich hoffe, dass der mir eher zusagt.
Die Eltern meiner Freundin haben da auf jeden Fall schon gute Erfahrungen gemacht.

LaBuse schrieb:
Kannst zur Bio Co2 anlage greifen - Kostenpunkt je nach Beckengröße wenn dus selber bauchst 10 €. Nachfüllung für einige Cent. Kannste über paff´ schale/rinne gehen und du hast auch keine Probleme mit zu hoher Dosierung.

Die Frage ist: Ist das Tatsächlich nötig, oder sollte man nicht eher schauen, dass man Bepflanzung und Besatz so wählt, dass man nicht ständig von aussen nachhelfen muss, damit alles Funktioniert


Was den Bodengrund angeht:
Da ihr beide mir zu Quarzsand ratet und ich auch schon auf vielen Seiten im Netz gelesen habe, dass die Leute den verwenden, werde ich es wohl auch damit versuchen.

maguro schrieb:
Das Einzige, was mir in deinen Überlegungen bissel Bauchschmerzen macht, ist die Wahl des Unterschranks. Ich würde die IKEA-Schränke nicht nehmen. Ein teurer Aq-Unterschrank muss auch nicht sein, daher such mal hier im Forum nach "Ytong (Unterschrank)" - kostengünstig und stabil.

Die Y-Tong-Variante hab ich auch schon gesehen und finde die Idee eigentlich auch garnicht schlecht, allerdings habe ich das Problem, dass die beiden erwähnten Schränke schon als Schreibtischverlängerung hier stehen und ich das Becken gerne in die bestehende Einrichtung integrieren würde. Hätte nebenbei den Vorteil, dass ich das AQ direkt neben dem Schreibtisch stehen hätte und somit mein Chaos auch ein bisschen einschränken müsste. :oops:
Ich werde mich mal bei Ikea erkundigen, ob die mir nicht was sagen können.

Naja.. ich sehe schon: Einen grossteil der Fragen beantwortet und direkt neuen Stoff zum Grübeln gefunden! ;)

Ich bin dann mal los Arbeiten.
Da hab ich bestimmt bis heute Abend ein paar neue Gedanken gesammelt. ;)
 
Hallo Jan,

Da dich das mit dem Co2 ja doch noch beschäftigt, kann ich wirklich nur nochmal sagen, warte es ab. Alle Anlagen sind auch später nachzurüsten, ob nun eine "echte" oder Bio-Co2. Wenn du anfängst mit Bepflanzen und dann irgendwann Fische dazukommen, dann stellt sich nach einer bestimmten Zeit ein gewisses Gleichgewicht ein. Es kann sein, muss aber eben nicht, dass die Bepflanzung so üppig ist, dass das vorhandende Co2 im Aquarium nicht ausreicht. Dann kann man immer noch nachrüsten. Wobei Co2 alleine kein üppiges Pflanzenwachstum verspricht, da gehört immer noch gutes Licht und weitere Nährstoffe wie Nitrat, Eisen, Phosphat usw. dazu. Wenn ein Teilbereich nicht ausreichend vorhanden ist, nützt es auch nur mäßig, von den anderen genügend zu haben.

Solche Verkaufsgespräche sind doch schonmal nicht schlecht, wenn man sich nicht überrumpeln lässt. Sie machen ganz gut deutlich, wo man auf kompetente Leute trifft und wo eher das schnelle Geld das Ziel ist. Man kann besser einschätzen, welcher Händler der "des Vertrauens" werden könnte. Wenn man außerdem weiß, was man möchte und gut vorinformiert in den Laden kommt, passiert es eher selten, dass man Dinge kauft, die man eigentlich nicht braucht.

Zur Beleuchtung: 2 Röhren sind schonmal nicht schlecht. Die 160er Becken haben ja "nur" eine 40er Höhe, im Endeffekt bleiben ca. 30cm übrig (man füllt ja nicht bis zur Oberkante Wasser ein und Bodengrund sollte auch etwa 7-10cm, je nach Empfinden, betragen). Dafür sind diese Röhren zwar immer noch nicht das Non-Plus-Ultra, aber durchaus ok. Ich habe mit den genannten Röhren eigentlich keine schlechten Erfahrungen gemacht, austauschen kann man sie bei Nichtgefallen oder Wuchsschwierigkeiten immer noch.

Ikea wird dir höchstwahrscheinlich auch keine hilfreichen Auskünfte geben. Ich nehme an, man wird dir sagen, dass die Schränke dafür nicht ausgelegt sind, du es aber auf eigenes Risiko sicher probieren kannst. Ikea wird sich nicht haftbar machen lassen, wenn es dann doch schiefgeht.
Ich weiß, dass man immer gerne vorhandene Ressourcen nutzt, aber du musst eben bedenken, dass so ein Aquarium durchaus um die 250kg wiegen wird. Die Rückwand zu verstärken, wäre eine Möglichkeit, aber wohl wäre mir persönlich dabei trotzdem nicht, auch wenn alles plan ist und Styropor einige minimale Höhenunterschiede ausgleichen würde. Das ist dann wirklich deine Entscheidung, wie du es handhabst. ;)
 
Hallo Conny!

maguro schrieb:
Hallo Jan,
[...]Wobei Co2 alleine kein üppiges Pflanzenwachstum verspricht, da gehört immer noch gutes Licht und weitere Nährstoffe wie Nitrat, Eisen, Phosphat usw. dazu. Wenn ein Teilbereich nicht ausreichend vorhanden ist, nützt es auch nur mäßig, von den anderen genügend zu haben.

Das ist mir schon klar. Ich kann noch so viel Öl in ein Auto füllen, ohne Benzin läuft es trotzdem nicht. :)

Ich werde es dann, wie ursprünglich geplant, ohne CO² versuchen.

Sollte ich denn dann noch irgendwas zu dem Quarzsand dabeitun?
Vielleicht sogar nur punktuell bei den Pflanzen?

maguro schrieb:
Zur Beleuchtung: 2 Röhren sind schonmal nicht schlecht. Die 160er Becken haben ja "nur" eine 40er Höhe, im Endeffekt bleiben ca. 30cm übrig (man füllt ja nicht bis zur Oberkante Wasser ein und Bodengrund sollte auch etwa 7-10cm, je nach Empfinden, betragen). Dafür sind diese Röhren zwar immer noch nicht das Non-Plus-Ultra, aber durchaus ok. Ich habe mit den genannten Röhren eigentlich keine schlechten Erfahrungen gemacht, austauschen kann man sie bei Nichtgefallen oder Wuchsschwierigkeiten immer noch.

Das sehe ich ähnlich. Werde es dann erstmal mit diesen Versuchen.
Was die Höhe angeht: Das der Bodengrund ja auch noch Höhe braucht hab ich mir heute auch noch gedacht.
Und da die Fische ja nicht mit dem Bauch auf dem Boden und mit der Rückenflosse aus dem Wasser schwimmen sollen, bin ich am Überlegen, ob ich nicht vielleicht ein Becken mit 50cm höhe nehmen soll.
Das bringt mich dann auch schon direkt zu der IKEA-Sache...
Wenn ich wirklich ein 200L-Becken nehmen sollte, kommen die Beiden Schränke weg und werd mir einen YTONG-Unterbau hinstellen.
Abgesehen von den Farben (Buche passt bei mir besser), finde ich folgende Realisierung von "Gänseblümchen" nicht schlecht:
http://www.aquaristik-live.de/viewtopic.php?t=20527#153396

Dann schauen wir doch mal, was das alles so Kosten würde und vor allem: Was gibt das Portemonnaie noch her? :twisted:

Danke nochmals für eure/deine Geduld beim Lesen und beantworten meiner Fragen!

bis dann,
Jan
 
Hallo!

Zu 1.: Mit dem größeren hast du halt mehr Möglichkeiten, aber auch aus nem 112 Liter kann man was machen. Wobei es bei den 80ern auch von MP was gibt das 126 Liter hat (ist etwas höher), nennt sich Aquapro 80. Sowas würde ich auch in Betracht ziehen. Gibts normal beim Horn bach.

Zu 2.: Ikea-Möbeln würde ich nicht trauen, hab noch nichts gesehen was mir so stabil vorkommt dass ich da ein Aquarium draufstellen würde. Dann lieber selber was bauen, z.B. eine Konstruktion aus Ytong-Steinen mit einer Küchenarbeitsplatte oben und unten. Wobei aber richtige Unterschränke in der größer auch noch nicht sooo teuer sind.

Zu 3.: Die mitgelieferten Innenfilter sind meistens nicht so toll. ich würde dir daher (wie du ja unter 5. schon fragst) nen HMF empfehlen. Die materialkosten dafür dürften bei ca. 30€ liegen und der Einbau ist auch mit 2 linken Händen zu schaffen. Den mitgelieferten Innenfilter kann mand ann ja verkaufen. Die restliche Technik ist aber OK.

Zu 4.: Wegen Bodengrund tuts auch Quarzsand aus dem Baumarkt. Ich würde dir deshalb Sand empfehlen weil du damit eine größere Fischauswahl hast.

Zu 5.: Siehe 3. Ich bin mit meinem HMF super zufrieden und würde mich jederzeit wieder dafür entscheiden. Grad wenn man ein Becken neu einrichtet bietet es sich an einen einzubauen.

Zu 6.: Einge gute Bepflanzung macht Sinn, weil dann die Gefahr von Algen niedriger ist. DIe Pflanzen nehmen den Algen die Nährstoffe weg. CO2 Anlage muss nicht unbedingt sein, ich hab auch gut bepflanzte Becken und meine Pflanzen wachsen auch ohne CO2 sehr gut.

Zu 7.: Der Besatz hängt als erstes mal von deinen Wasserwerten ab. Schau am besten mal ob du evtl die Werte auf der Homepage deines Wasserversorgers findest. Wenn nicht las dein Wasser in einer Zoohandlung testen (PH, GH und KH sind erstmal wichtig). Anhand der Werte kann man dann schauen was gehen würde Besatzmäßig.

Ein 126 Liter Becken das ich genannte habe lässt sich mit 200-250€ sicher einrichten.

Mfg Michi
 


Hallo Jan,

ich habe auch ein 160 Liter Becken mir vor einem Jahr gekauft
und eingerichtet. So habe ich die Kosten noch im Kopf,
ich habe unten mal eine Auflistung gemacht, die die Kosten
UNGEFÄHR (einzelne Posten sind sicherlich streitbar) widerspiegeln.
Das ist sicherlich ein guter Anhaltspunkt.
An Deiner Stelle würde ich mich vielleicht doch nach einem gebrauchten 160er Becken mal umsehen, das gut im Schuss ist. Da kannste noch einiges sparen. 200l Becken mit denselben Grundmaßen (100x40) sind um einiges teurer als die 160er Becken, wohl wegen der dickeren Glasstärke.
Ansonsten finde ich die anderen Tipps, die Du bekommen hast alle
sehr sinnig.


Dein geplantes 160l Becken: 150 €

Sand (2x 25 kg Säcke): 14 €

Besatz Fische
10 x Neonsalmler: 15 €
6 x Panzerwels: 18 €
2-3 andere Fische, z.B. Barsche: 15 €

Pflanzen aus Internetshop und Tauschbörse: 20 €

Futter, Kescher, Algenmagnet, Dünger 20 €

HMF (laut Kine): 30 €

Wassertest, Tropfen 15 €

(Optional vielleicht noch 2 Reflektoren fürs Licht für 15 €)

Macht zusammen 297 € ohne Reflektoren

Viele Grüße,
Jan
 
Hallo Jan,

Orpheus schrieb:
Sollte ich denn dann noch irgendwas zu dem Quarzsand dabeitun?
Vielleicht sogar nur punktuell bei den Pflanzen?
das hängt etwas von den Pflanzen ab. Bei einigen (z.B. Rosettenpflanzen, wie z.B. Echinodoren) ist eine Düngung über einzelne Düngekugeln (gibts zu kaufen, machen manche aus Ton aber auch selbst), die man an die Wurzeln steckt, sinnvoll. Andere Pflanzen nehmen Dünger lieber aus dem Wasser über die Blätter auf, da ist dann Flüssigdünger besser.
Meine Erfahrung mit Sand und Cryptocorynen ist, dass es da (bei mir!) kaum zusätzlicher Düngung bedarf. Das Becken ist recht gut besetzt, Licht gut, aber nicht "stark" und alles wächst.
Da sich die meisten Pflanzen (weil emers gezogen, also über Wasser) in den ersten Wochen erstmal an die neuen Gegebenheiten anpassen müssen, und da auch öfter noch Blätter schmeißen, ist es sinnvoll, sie sich erstmal eingewöhnen zu lassen. Stellt man dann fest, es wächst nicht gut, die Blätter sind blass etc., kann man langsam anfangen, aufzudüngen. Das ist aber eine "Wissenschaft" für sich. ;)

Orpheus schrieb:
[...]bin ich am Überlegen, ob ich nicht vielleicht ein Becken mit 50cm höhe nehmen soll.
Das kann ich nur unterstützen. :mrgreen: Es ist ja dieselbe Grundfläche, bietet aber eben mehr Platz, da bleiben dann effektiv ca. 40cm Schwimmraum. (Habe u.a. auch ein 200l-Becken)

Orpheus schrieb:
[...]werd mir einen YTONG-Unterbau hinstellen.
Ja, das wäre in dem Fall dann wirklich sinnvoll. Arbeitsplatten gibt es schon für 17 Euro das Stück(!), Länge ca. 2,50-2,70m. Daraus kann man sich also schon 2 Etagen zuschneiden lassen. Wie man das dann anordnet, ist relativ frei wählbar. Der Abstand zwischen den Säulen sollte halt sinnvoll gewählt sein. Ob da noch ein Brett drunter kommt, ob man 2 oder 3 Säulen macht, oder noch eine Art Rückwand einbaut, das kann man dann individuell entscheiden.

Orpheus schrieb:
Dann schauen wir doch mal, was das alles so Kosten würde und vor allem: Was gibt das Portemonnaie noch her? :twisted:
;) Wünsche eine positive Erkenntnis und gutes Gelingen. :mrgreen:
 


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