Hallo zusammen!
Ich habe mich schon seit einigen Jahren für ein Aquarium interessiert und bei der Planung des neuen Beckens meiner Freundin hab ich mich entschlossen, dass ich auch gerne ein Becken haben möchte.
Nach einigem Lesen in diversen Foren bin ich schliesslich hier für einen ganzen Abend hängengeblieben und hab gelesen und mich dann entschlossen mich hier anzumelden.
Nun aber zu meinen Fragen:
1.)
Ich habe gelesen: zum Einstieg eher ein grösseres Becken kaufen.
Dass sich Schadstoffkonzentrationen da langsamer steigern aufgrund des grösseren Volumens ist mir klar.
Leider ist das für mich als armen Studenten aber auch eine Preisfrage.
80cm-Becken mit 112l gibt es bei uns als Set mit Abdeckung und 2 integrierten Leuchten, Innenfilter + Heizstab zu 100€ (Waterhome)
nen 100cm-Becken mit 160l und passendem Zubehör wie oben zu 150€ (ebenfalls Waterhome)
Sind 112l für den Anfang erstmal genug, oder sollte ich lieber das größere Becken nehmen?
2.)
Ich wollte das Becken folgendermassen aufstellen:
Direkt nebeneinander stehen 2 50cm breite Schränke von IKEA (PAX-Serie) in 72cm Höhe.
Macht also eine Breit von 100cm
Da wollte ich das AQ draufstellen.
Es gibt keinen Höhenunterschied zwischen den Schränken (Aufgelegte Glasplatte liegt komplett auf beiden Schränken plan auf)
Darauf wollte ich eine Styropor-Platte legen und darauf das AQ aufstellen.
In der Waage stehen die Schränke auch.
Meine Frage nun: Halten die IKEA-Schränke das auch?
Der AQ-Händler meinte die Aquarienschränke der Markenhersteller seien in der Regel auch aus demselben Pressspan wie die IKEA-Sachen.
Allerdings wäre das unter Umständen mit dem Versicherungsschutz fraglich, wenn ein kein spezielles Aquarienmöbel benutzen würde.
Auf der Ikea-Seite hab ich nix zum Thema gefunden. Auch Tante Google schweigt sich aus.
Über die SuFu hab ich auch keine Vernünftige Aussage gefunden. Hat jemand da Ahnung/Erfahrung?
Ich würde die Rückwand noch mit einer ordenlichen Holzplatte verstärken um zu verhindern, dass der einzelne Schrank tordiert und/oder sich durchbiegt.
Soweit zu den äusseren Umständen. Nun zur Technik:
3.)
Sind die mitgelieferten technischen Einrichtungen dauerhaft benutzbar und ordentlich dimensioniert?
Ich denke mir immer folgendes:
Wenn ich hingehe und mir ein AQ zulege, übernehme ich die Verantwortung für die Lebewesen darin.
Also bin ich verpflichtet nach bestem Wissen und Gewissen für ordentliche Lebensbedingungen zu sorgen.
Daher habe ich Beratung im Fachgeschäft gesucht und folgende Erfahrungen gemacht:
In 2 AQ-Shops habe ich das Gefühl gehabt, dass es bei dem "Beratungsgespräch" um folgendes ging:
Meine preisliche Schmerzgrenze ermitteln und nochmal 50% nach oben heben.
Ich hatte dem VK ein Limit von 180-200€ genannt (welches allerdings nicht fest sein muss, wenn ich bei dieser Beckengrösse definitiv mehr für ordentliche Technik investieren muss) und sofort kam er an und meinte das würde nicht reichen. Allein schon der Kies (30kg für das 80cm-Becken zu 22€/10kg-Sack für so nen Spezialzeuch mit Eisenvorrat) würde ja 60€ Kosten + Pflanzen zu 30€ + 50€ für nen Aussenfilter + Wasseraufbereiter + Ersatzfiltereinsätze + CO²-Anlage + Kleinzeuch... Da würde man mir ein bisschen Entgegen kommen und für 300-350€ würde man ein 80cm-Becken (O-Ton) "einigermassen sparsam, ohne Fischbesatz, Einrichten" können.
Das ist doch totaler Overkill, oder?
4)
Was für einen Bodengrund nehme ich am Besten?
5)
Brauche ich wirklich einen Aussenfilter?
Oder sind die Innenfilter auch gut?
Lohnt sich evtl. ein Hamburger-Mattenfilter (natürlich in Dimension ordentlich berechnet)?
Das Konzept dahinter hat mich sehr überzeugt.
Und ich könnte meinen Basteltrieb ein wenig befriedigen ;-)
6)
Macht es Sinn sein Becken stark zu bepflanzen? Oder ist weniger hier Mehr?
Mehr Pflanzen bedeuten mehr Photosynthese --> Mehr Sauerstoff für die Fische. Soweit klar.
Allerdings brauchen die Pflanzen dann aber auch mehr CO², was wieder für eine CO²-Anlage sprechen würde. (Mit ständigem Auffüllen der Flasche und einmaligen Mehrkosten)
Ein Teufelskreis. *grrr*
7)
Was setze ich am besten ein?
Für den Besatz dachte ich an 3-4 Welse für den Grund, und einen kleinen (10 - 12 Stück) Schwarm Neons. Beim Rest bin ich relativ offen für (natürlich hübsch anzusehende) sinnvolle Kameraden.
Dass die Fische einigermassen robust sein sollen, um mir die kleinen Anfängerfehler, die ich sicherliche machen werde zu verzeihen, versteht sich wohl auch, oder?
Was würdet ihr im Preisbereich 200-250€ (wenn überhaupt sinnvoll möglich) für einen Komplettanfänger empfehlen?
80cm/112L oder 100cm/160L? Oder doch ganz was anderes?
Wenn es in dem Preisrahmen nicht vernünftig möglich ist sich ein Becken artgerecht einzurichten, sagt mir das bitte auch. Dann spar ich lieber noch ein paar Wochen und mach dann Nägel mit Köpfen.
Auf jeden Fall schonmal danke an alle, die bis hierher gelesen haben, für's Durchhalten und auf jeden Fall auch schon für die hoffentlich Zahlreichen Antworten.
Ist ja doch ein langer Text geworden.
Scheint also an dem Gerücht, dass Aquaristen (oder solche, die es werden wollen) sehr kommunikative Menschen sind.
Einen schönen Abend noch!
Jan
p.S.: Ein gebrauchtbecken kommt für mich nicht in Frage.
Da halte ich es lieber, wie mit gebrauchten Autoreifen: Man weiss nie, was der schon alles Durchgemacht hat!
Ich habe mich schon seit einigen Jahren für ein Aquarium interessiert und bei der Planung des neuen Beckens meiner Freundin hab ich mich entschlossen, dass ich auch gerne ein Becken haben möchte.
Nach einigem Lesen in diversen Foren bin ich schliesslich hier für einen ganzen Abend hängengeblieben und hab gelesen und mich dann entschlossen mich hier anzumelden.
Nun aber zu meinen Fragen:
1.)
Ich habe gelesen: zum Einstieg eher ein grösseres Becken kaufen.
Dass sich Schadstoffkonzentrationen da langsamer steigern aufgrund des grösseren Volumens ist mir klar.
Leider ist das für mich als armen Studenten aber auch eine Preisfrage.
80cm-Becken mit 112l gibt es bei uns als Set mit Abdeckung und 2 integrierten Leuchten, Innenfilter + Heizstab zu 100€ (Waterhome)
nen 100cm-Becken mit 160l und passendem Zubehör wie oben zu 150€ (ebenfalls Waterhome)
Sind 112l für den Anfang erstmal genug, oder sollte ich lieber das größere Becken nehmen?
2.)
Ich wollte das Becken folgendermassen aufstellen:
Direkt nebeneinander stehen 2 50cm breite Schränke von IKEA (PAX-Serie) in 72cm Höhe.
Macht also eine Breit von 100cm
Da wollte ich das AQ draufstellen.
Es gibt keinen Höhenunterschied zwischen den Schränken (Aufgelegte Glasplatte liegt komplett auf beiden Schränken plan auf)
Darauf wollte ich eine Styropor-Platte legen und darauf das AQ aufstellen.
In der Waage stehen die Schränke auch.
Meine Frage nun: Halten die IKEA-Schränke das auch?
Der AQ-Händler meinte die Aquarienschränke der Markenhersteller seien in der Regel auch aus demselben Pressspan wie die IKEA-Sachen.
Allerdings wäre das unter Umständen mit dem Versicherungsschutz fraglich, wenn ein kein spezielles Aquarienmöbel benutzen würde.
Auf der Ikea-Seite hab ich nix zum Thema gefunden. Auch Tante Google schweigt sich aus.
Über die SuFu hab ich auch keine Vernünftige Aussage gefunden. Hat jemand da Ahnung/Erfahrung?
Ich würde die Rückwand noch mit einer ordenlichen Holzplatte verstärken um zu verhindern, dass der einzelne Schrank tordiert und/oder sich durchbiegt.
Soweit zu den äusseren Umständen. Nun zur Technik:
3.)
Sind die mitgelieferten technischen Einrichtungen dauerhaft benutzbar und ordentlich dimensioniert?
Ich denke mir immer folgendes:
Wenn ich hingehe und mir ein AQ zulege, übernehme ich die Verantwortung für die Lebewesen darin.
Also bin ich verpflichtet nach bestem Wissen und Gewissen für ordentliche Lebensbedingungen zu sorgen.
Daher habe ich Beratung im Fachgeschäft gesucht und folgende Erfahrungen gemacht:
In 2 AQ-Shops habe ich das Gefühl gehabt, dass es bei dem "Beratungsgespräch" um folgendes ging:
Meine preisliche Schmerzgrenze ermitteln und nochmal 50% nach oben heben.
Ich hatte dem VK ein Limit von 180-200€ genannt (welches allerdings nicht fest sein muss, wenn ich bei dieser Beckengrösse definitiv mehr für ordentliche Technik investieren muss) und sofort kam er an und meinte das würde nicht reichen. Allein schon der Kies (30kg für das 80cm-Becken zu 22€/10kg-Sack für so nen Spezialzeuch mit Eisenvorrat) würde ja 60€ Kosten + Pflanzen zu 30€ + 50€ für nen Aussenfilter + Wasseraufbereiter + Ersatzfiltereinsätze + CO²-Anlage + Kleinzeuch... Da würde man mir ein bisschen Entgegen kommen und für 300-350€ würde man ein 80cm-Becken (O-Ton) "einigermassen sparsam, ohne Fischbesatz, Einrichten" können.
Das ist doch totaler Overkill, oder?
4)
Was für einen Bodengrund nehme ich am Besten?
5)
Brauche ich wirklich einen Aussenfilter?
Oder sind die Innenfilter auch gut?
Lohnt sich evtl. ein Hamburger-Mattenfilter (natürlich in Dimension ordentlich berechnet)?
Das Konzept dahinter hat mich sehr überzeugt.
Und ich könnte meinen Basteltrieb ein wenig befriedigen ;-)
6)
Macht es Sinn sein Becken stark zu bepflanzen? Oder ist weniger hier Mehr?
Mehr Pflanzen bedeuten mehr Photosynthese --> Mehr Sauerstoff für die Fische. Soweit klar.
Allerdings brauchen die Pflanzen dann aber auch mehr CO², was wieder für eine CO²-Anlage sprechen würde. (Mit ständigem Auffüllen der Flasche und einmaligen Mehrkosten)
Ein Teufelskreis. *grrr*
7)
Was setze ich am besten ein?
Für den Besatz dachte ich an 3-4 Welse für den Grund, und einen kleinen (10 - 12 Stück) Schwarm Neons. Beim Rest bin ich relativ offen für (natürlich hübsch anzusehende) sinnvolle Kameraden.
Dass die Fische einigermassen robust sein sollen, um mir die kleinen Anfängerfehler, die ich sicherliche machen werde zu verzeihen, versteht sich wohl auch, oder?
Was würdet ihr im Preisbereich 200-250€ (wenn überhaupt sinnvoll möglich) für einen Komplettanfänger empfehlen?
80cm/112L oder 100cm/160L? Oder doch ganz was anderes?
Wenn es in dem Preisrahmen nicht vernünftig möglich ist sich ein Becken artgerecht einzurichten, sagt mir das bitte auch. Dann spar ich lieber noch ein paar Wochen und mach dann Nägel mit Köpfen.
Auf jeden Fall schonmal danke an alle, die bis hierher gelesen haben, für's Durchhalten und auf jeden Fall auch schon für die hoffentlich Zahlreichen Antworten.
Ist ja doch ein langer Text geworden.
Scheint also an dem Gerücht, dass Aquaristen (oder solche, die es werden wollen) sehr kommunikative Menschen sind.
Einen schönen Abend noch!
Jan
p.S.: Ein gebrauchtbecken kommt für mich nicht in Frage.
Da halte ich es lieber, wie mit gebrauchten Autoreifen: Man weiss nie, was der schon alles Durchgemacht hat!