Flagellaten oder Fräßkopfwürmer?

mcdaniels

Mitglied
Hallo zusammen,
ich betreibe zwar schon über 15 Jahre Aquarien, war aber mit einer derartigen Situation noch nicht konfrontiert. Da habe ich wohl bislang Glück gehabt. Grundsätzlich besitze ich ein 240L Becken mit 2 Schmetterlingsbuntbarschen (M/W) 3 boliv. Schmetterlingsbuntbarschen und einem Skalar (M). Der Skalar war jetzt ne Zeit lang alleine, da das zugehörige Weibchen leider gestorben ist.

Nach langer Überlegung, habe ich mir nun vor 1 Woche ein adultes Weibchen gekauft. (Nachzucht). Die zwei verstehen sich ganz gut (kein Zankereien).

Allerdings frisst mir das Weibchen jetzt seit einer Woche nichts. (ich habe div. Futtersorten probiert - von Flocken, über gefriergetrocket, bis hin zu Lebendfutter.

Das Weibchen kaut kurz darauf herum, zeigt Interesse und spuckt das Futter dann aus. Einzig die Atemfrequenz ist noch zu bemerken. Diese ist schneller wie bei allen anderen Tieren.

Vor 2 Tagen ist mir dann schließlich aufgefallen, dass am After weißer Kot (eher wie Watte) hängt und aus dem After dünne Fäden hängen. Soweit ich es richtig sehe, sind einige davon rötlich.

Können das Fräskopfwürmer sein? (oder Flagellaten?) -- der kleinere Ausschnitt ist von heute, der größere von gestern.

Nachdem das Tier ja in meinem Gesellschaftsbecken schwimmt, ist nun somit das ganze Becken kontaminiert und ich müsste -wenn ich behandle- das ganze Becken und die Tiere darin behandeln.

Habe mir heute 2 Medikamente geholt, wovon ich von einem nicht überzeugt bin -- Esha Hexamita (hat der Händler gegen Wurmbefall empfohlen) und dem anderen skeptisch gegenüber stehe, da es wohl ne rechte "Bombe" ist. (Sera - med - Nematol)

Frage 1 wäre : Sind das eurer Meinung nach Fräskopfwürmer, oder eher Flagellaten bzw. vlt. etwas Anderes?
Frage 2 : Sollte ich das ganze Becken behandeln?
Frage 3: Soweit ich weiß, killt Nematol Garnelen und Schnecken. Die Garnelen kann ich separieren, aber die unzähligen TDS nicht -- überleben die das ggf?

Danke!
 

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Hi,

sieht für mich nach Fräskopfwürmern auch. Hatte ich hier bei meinen Skalaren zu Weihnachten aus. Ich habe mit Nematol behandelt. Meine Posthörner schnecken hier noch weiterhin munter durch die Gegend. Da ich nur ein paar vereinzelte Garnelen habe/hatte, kann ich nicht sagen, ob es die umgehauen hat, da ich diese selten bis gar nicht in meiner grünen Hölle zu Gesicht bekomme. ;)
 

May

Mitglied
Hi,

für mich sieht das eindeutig nach Fräßkopfwürmern aus.

Zu den Medikamenten kann ich dir leider nichts sagen, da ich beide noch nie brauchte.

Gruß Astrid
 

kai71

Mitglied
Hallo

Ich finde auch, das sieht sehr nach Fräskopfwürmern aus.
Soweit ich weiß, legen die Fräskopfwürmer Eier sobald Sie aus dem After raushängen. Diese werden dann mit dem Futter aufgenommen. Deshalb ist es wohl besser das ganze Becken zu behandeln.
Ich habe auch mal Nematol benutzt. Gegen die Würmer hat das gut geholfen. Meine Garnelen habe ich vorher separiert und nach der Behandlung über Aktivkohle gefiltert.
TDS habe ich immer noch. Dem Bestand hat das nicht geschadet.

Gruß Kai
 

mcdaniels

Mitglied
Hallo und vielen Dank für eure Antworten. Ihr hattet recht, es waren Fräskopfwürmer. Ich habe die Behandlung des gesamten Beckens mit Nematol durchgeführt, wobei ich auf Anraten eines Aquaristik-Mitstreiters erst nach 5 Tagen einen großen Wasserwechsel durchführte. Die ersten 2 Tage hat sich nicht wirklich viel getan. Sprich, die Würmer sind nach wie vor aus dem After des Skalars heraus gehängt. Allerdings kamen sie -sozusagen- immer weiter raus. Irgendwann (ich habe es nicht gesehen) sind sie wohl abgefallen.

Ehrlich gesagt, hatte ich schwere Bedenken bzgl. des Einsatzes des Medikaments. Es gibt im Netz ja einige Stories dazu. Angefangen von komplettem Besatzverlust, bis hin zu Teilausfällen.

Meine Barsche haben die Behandlung allerdings problemlos überstanden. Einzig, die Amanos habe ich vorher aus dem Becken gefischt und werde sie wohl auch nicht wieder in das behandelte Becken setzen. Die Amanos sitzen jetzt in einem anderen Becken.

In rund 2 Wochen muss ich dann nochmals nachbehandeln, um eventuelle "Nachkommen" der Fräskopfwürmer zu killen.
 


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