Filterreinigung

Hallo
Bin neu hier und hoffe ich bin hier richtig :stille:
Ich bin in der Aquaristik noch recht frisch dabei.
Ich betreibe seit gut 6 Monaten ein kleines Garnelenbecken mit Red Fire und ein paar Posthornschnecken.
Ist ein 30 Liter Nanocube.
Darin ist ein Eckfilter von "Dennerle" XL Modell.
Also der mit den 2 Filterelementen.
Da ich immer wieder gelesen habe das man den Filter nur dann säubern sollte,
wenn der Durchfluß nicht mehr so gut ist, habe ich ihn bisher noch nie gereinigt.
Die beiden Elemente sehen aber mittlerweile ziemlich braun aus, so als wäre rdentlich Mulm auf ihnen.
Könnten die auf Dauer das Wasser belasten oder kann ich die bedenkenlos drin lassen ?
In der Anleitung welche beim Filter dabei war, heisst es jedenfalls man soll nach 6 Monaten die Elemente erneuern.
Da ich plane evtl noch "Nanofische" dazu zu setzen möchte ich da vorher auf Nummer sicher gehen.

MfG
Stefan
 


Henny

Mitglied
Hallo Stefan,

Du brauchst die Filterelemente wirklich erst zu reinigen oder zu ersetzen, wenn der Durchfluss merklich schwächer wird. Dem Wasser schadet der Dreck/Mulm gar nicht, ganz im Gegenteil. Auf dem Filtermaterial haben sich die wichtigen Bakterien angesiedelt. Je mehr davon, desto besser.

Mit dem Neukauf der Filterpatronen ist das so eine Sache. Auf jeden Fall nützt er dem Hersteller und dem Händler. Solange die Filterpatronen noch intakt sind, kannst Du sie auch einfach säubern. Einfach ein wenig AQ-Wasser in einen Eimer geben und die Patrone darin ausspülen. In dem XL sind ja zwei Patronen vorhanden, also kannst Du sie im Abstand von ca. zwei Wochen reinigen. Dann bleiben immer genügend Bakterien vorhanden. Wenn Du sie ganz ersetzt, würde ich das mit einem Abstand von vier Wochen machen.

Wenn Du jetzt noch zusätzlich Fische reinsetzt, so wird natürlich mehr Dreck/Mulm entstehen. Diese Originalpatronen sollen sich ziemlich schnell zusetzen. Das wurde nicht nur hier im Forum berichtet, sondern mir sogar von meinem Händler bestätigt. Deswegen habe ich sie nie eingesetzt. Ich, und viele andere, haben die Originalpatronen einfach durch selber zugeschnittenes Filtermaterial ersetzt. Ich habe dafür die Filterpatronen von Eheim 2252/3451 genommen. Da ist das Loch von der Größe identisch mit dem Loch der Dennerle-Patronen. Wenn Du mit den Dennerle-Patronen allerdings gut zurechtkommt, kannst Du sie natürlich weiterhin nutzen. Bei Dir scheint es mit der Standzeit bis jetzt ja gut zu klappen.

Viele Grüße von Henny
 
Danke Henny :)
Ich denke ich werde es dann erstmal so lassen wie es ist.
Mich macht gerade das Thema Mulm nur immer sehr stutzig, da sich daran offenbar die Geister Scheiden.
Die einen schwören drauf und entfernen ihn nie, auch nicht vom Kies.
Die anderen geben meist zu bednken das zu viel Mulm Krankheitserregend sein kann.
Thema Keimdichte. :?
 

Z-Jörg

Mitglied
Wenn dich der Dreck im Filter stört, kannst du ihn einfach mit kaltem Wasser ausspülen, das sollte den Bakterien nicht schaden.
Aber pack keine Neons in 30 liter.
 
Hallo Jörg

Neons wollte ich da nicht reinsetzen. Ein wenig habe ich mich schon über die möglichen Arten informiert
und weiß das Neons nicht in Frage kommen. :wink:
Ich favorisiere zur Zeit Honigguramis.
Habe dazu auch hier einen extra Thread verfasst auf den nur leider noch niemand geantwortet hat. :(

MfG
Stefan
 

fischolli

R.I.P.
Moin Stefan,

solange der Durchfluss stimmt, können die Patronen auch schwarz werden, das ist völlig egal. Wenn die ordentlich voll Mulm sitzen, funktioniert die Nitrifikation richtig gut.

Aber immer dieses Brimborium um die Reinigung. Nur in Aquarienwasser, nicht zu doll ausspülen, dann sind alles Bakkis tot usw.....

Alles Blödsinn.

Wenn die Patronen dicht sind, spül sie richtig ordentlich unter kaltem Wasser a´m Wasserhahn aus und zwar solange, bis da so gut wie nix mehr an "Brühe" rauskommt.

Ich nehm mal an, die Patronen sind aus Schaumstoff. Die brauchst du erst dann ersetzen, wenn sie zerbröseln, bis dahin ist sicher der Filter sleber an Altersschwäche gestorben. Dieses "Erneuern" ist ein reiner Marketing-Trick der Hersteller, sonst verkaufen die ja nicht genug.

Gruß
 

Henny

Mitglied
fischolli schrieb:
Ich nehm mal an, die Patronen sind aus Schaumstoff.

Hallo Olli,

die Patronen im Dennerle-Eck sind eben nicht aus Schaumstoff. Die bestehen aus einem Plastikgehäuse mit einem Loch in der Mitte, um das eine dünne Schicht Flies gespannt ist.

Viele Grüße von Henny
 


fischolli

R.I.P.
Hi Henny,

und was ist in dem Plastikgehäuse? Kann man das aufmachen?

Wenn das so eine GElddruckmaschine für die Firma ist, würd ich die wegschmeissen und durch Schaumstoff ersetzen. Dann allerdings wirklich erst den einen und nach ein paar Wochen das andere Teil austauschen.

Gruß
 

Henny

Mitglied
Hallo Olli,

in der Mitte ist eine Plastikröhre, oben und unten eine dreieckige Platte mit Loch. An den Ecken sind Stäbe. Um das ganze Gebilde ist der dünne Flies gespannt.

So wie diese Dinger aussehen, macht das für mich nicht den Eindruck, als wenn sie viele Reinigungsgänge überstehen, deswegen habe ich sie ja, wie schon geschrieben, auch von Anfang an durch Schaumstoff ersetzt. Das Geld für immer wieder neue Patronen investiere ich lieber woanders in meine Aquas.

Viele Grüße von Henny
 

bierteufel

Mitglied
Hi

Ich hab so einen Dennerlefilter seit Anfang 2009 am Laufen, immernoch mit dem ersten Filtermedium.
Man kann Sie sehr wohl reinigen. Das muß ich im Mittel auch alle 2-4 Wochen.

Gruß Arne
 

Henny

Mitglied
fischolli schrieb:
Aber immer dieses Brimborium um die Reinigung. Nur in Aquarienwasser, nicht zu doll ausspülen, dann sind alles Bakkis tot usw..... Alles Blödsinn.
Wenn die Patronen dicht sind, spül sie richtig ordentlich unter kaltem Wasser a´m Wasserhahn aus und zwar solange, bis da so gut wie nix mehr an "Brühe" rauskommt.

Hallo Olli, (hallo Ihr),

ich will Deinen Tipp gar nicht in Zweifel ziehen, sondern nur mal von einer meiner (Anfänger-) Erfahrungen berichten:

Mein erstes AQ war ein 112-Liter Komplettset mit einem Eheim Innenfilter mit einer durchgehenden Schaumstoffpatrone. Ich habe vorher natürlich immer brav Bücher gelesen und damit auch, wie vorsichtig man mit der Filterreinigung wegen der Bakterien sein soll. Folglich habe ich immer ein bisschen AQ-Wasser in einen Eimer getan und vorsichtig den Schaumstoff ausgedrückt. Mit Stäbchentests habe ich immer schön Wasserwerte gemessen - alles gut. Nach ca. drei oder vier Monaten hatte ich auch nach der regelmäßigen Reinigung so gut wie keinen Durchfluss mehr. Vermutlich habe ich damals zu viel gefüttert, der Filter war auch zu klein dimensioniert und ich habe aus Angst mit Sicherheit zu wenig ausgedrückt. Also habe ich die Patrone kräftig unter fließendem, kalten LW ausgespült. Danach war die Strömung wieder super. Ein paar Tage später habe ich mal wieder einen Teststreifen reingesteckt - tiefrosa! :shock: Also noch einen Streifen: Gleiches Ergebnis! Damals hatte ich noch keine Tropfentests, also zum Händler gefahren: Mit Tropfentest Todesgrenze (hatte er damals so gesagt, ich weiß heute nicht mehr, wie hoch der Wert wirklich war). Zum Glück haben alle Fische überlebt. Ich hätte die Patrone ja auch gut durchschneiden können und mit Abstand spülen, auf die Idee bin ich aber damals gar nicht gekommen.

Also, ich denke, wenn man schon relativ erfahren ist und sein AQ mit allen Komponenten gut überschauen kann, dann ist es gar kein Problem die LW-Methode durchzuführen. Für Anfänger ist es vielleicht sicherer, erst einmal die AQ-Wasser-Eimer-Ausdrück-Methode anzuwenden, aber dann 'kräftig drücken'. :wink:

Viele Grüße von Henny
 

bierteufel

Mitglied
Hallo

Was soll diese Aussage: '?
Henny schrieb:
Also, ich denke, wenn man schon relativ erfahren ist und sein AQ mit allen Komponenten gut überschauen kann, dann ist es gar kein Problem die LW-Methode durchzuführen. Für Anfänger ist es vielleicht sicherer, erst einmal die AQ-Wasser-Eimer-Ausdrück-Methode anzuwenden, aber dann 'kräftig drücken'. :wink:

Laufen Die Prozesse beim Anfänger im Becken anders ab als bei jemand Erfahrenen? Sorry aber die unterschiedliche "Handhabung" die du hier anrätst, die basiert auf deinem Unwissen, auf sonst nichts.

Lieber Themenstarter, höre da bitte nicht drauf.

Gruß Arne
 

mausilibaer

Mitglied
Hi,
bierteufel schrieb:
Ich hab so einen Dennerlefilter seit Anfang 2009 am Laufen, immernoch mit dem ersten Filtermedium.
Man kann Sie sehr wohl reinigen. Das muß ich im Mittel auch alle 2-4 Wochen.
Man könnte die Standzeiten dieses Filters immens vergrößern indem man den original Filtereinsatz rausschmeißt und ihn gegen einen zugeschnittenen Filterschwamm ersetzt. Allerdings sollte man in den Schwamm ein gut zwei cm tiefes Loch an der Stelle schneiden, die an der Pumpenöffnung anliegt.
 

fischolli

R.I.P.
Moin Henny,

Für Anfänger ist es vielleicht sicherer, erst einmal die AQ-Wasser-Eimer-Ausdrück-Methode anzuwenden, aber dann 'kräftig drücken'

Nun erklär mir mal, was in dem Aquarienwasser anders passiert als in/unter dem Leitungswasser. Da unser Leitungswasser nicht mit irgendwelchen Schadstoffen belastet ist, glaub ich nicht, dass eine andere Wirkung eintritt als beim vorhandenen Aquarienwasser. In letzterem wurd eine höhere Keimbelastung herrschen als im Leitungswasser.

Bleibt also nur noch der Grad der Reinigung. Wenn ich den Schwamm kräftig in einem Eimer mit Leitungswasser audrücke, passiert dasselbe als wenn ich das unter dem Wasserhahn mache. Eingelgerter Dreck wir ausgespült. Insofern kann ich nicht erkennen, welchen "Nutzen" die Eimer-Methode haben soll.

Dein damaliges Problem she ich mal eher in einer ineffektiven Filterung und damit auch schon vorher zu hoher Nitritbelastung (wenn die Messwerte denn gestimmt haben). Ob durhc Fehler im Filter oder genrelle Fehler wie Überbesatz etc. vermag ich nicht zu beurteilen. Aber an dem Ausspülen unter dem Wasserhahn lage es mit Sicherheit nicht.

Gruß
 

Henny

Mitglied
Hallo Ihr,

ich war der Meinung, dass durch das Ausdrücken mehr Bakterien (und natürlich leider auch mehr Dreck) im Filter zurückbleiben, als wenn man das Material unter LW richtig sauber ausspült, und dass das Risiko damit geringer ist, sich einen hohen Nitritwert einzufangen.
Aber dann ist meine Überlegung wohl Quatsch und ich entschuldige mich für meinen unsinnigen Beitrag.

Da meine Überlegung ja falsch war, habe ich nun eine Frage:
Wo im Filter siedeln sich die Bakterien denn an? Nur direkt auf dem Filtermaterial oder befinden sie sich auch in dem 'Dreck'? Befinden sich auch im Mulm auf dem Bodengrund nitritabbauende Bakterien?

Danke und viele Grüße von Henny
 

elchi07

Moderator
Teammitglied
Hallo Henny,

du must bedenken, dass sich die Bakterien auf den Oberflächen festsetzen. Wenn sie durch die Wasserströmung bei der Reinigung weggespült würden, dürften in Fließgewässern mit entsprechender Strömung auch keine Bakterien leben. Dem ist aber nicht so. Wichtiger ist, dass man nicht mit zu warmem/heißem Wasser ausspült, da das die Bakterien nicht mögen.

Viele Grüße
Roman
 
Hallo Roman,

elchi07 schrieb:
Hallo Henny,

Wichtiger ist, dass man nicht mit zu warmem/heißem Wasser ausspült, da das die Bakterien nicht mögen.

Viele Grüße
Roman

Und genau aus dem Grund finde ich den Tipp mit dem Aquarienwasser im Eimer für Einsteiger sehr gut.
Es minimiert Fehlerquellen und schafft erst einmal ein Gefühl für die eigentliche Reinigung.
Ob man das dann in alle Ewigkeit so beibehält ist ja ne andere Sache.

Beste Grüße
Martin
 

Henny

Mitglied
Hallo Roman,

danke für Deine Antwort.

Nun möchte ich es aber genau verstehen (siehe auch meine Fragen in meinem vorigen Beitrag, die ich nachträglich noch eingefügt habe):

In einem Fließgewässer kann doch eigentlich gar kein hoher Nitritwert entstehen, weil doch ständig Frischwasser zugeführt wird, oder?
In einem Fließgewässer ist die Strömung entweder sehr stark und der Bodengrund dadurch recht sauber (also viel Frischwasser). Oder die Strömung ist schwach und dann befinden sich auf dem Bodengrund tierische und pflanzliche Ablagerungen. In denen können doch wieder Bakterien siedeln, oder? (Siehe meine Frage im letzten Beitrag)

Sorry, dass ich jetzt so pingelig nachfrage, da ich bisher aber wohl falsch lag, möchte ich die Zusammenhänge nun gerne begreifen.

Viele Grüße von Henny
 
Hallo Henny,

Achtung! Falscher Denkansatz! :D

In einem Filter wird eine bestimmte Strömungsgeschwindigkeit des Wassers erreicht.
Übersteigt diese Strömungsgeschwindigkeit die Anhaltekräfte der darin sitzenden Bakterien, so werden diese zurück ins Aquarium (Freiwasser) befördert.
Wie hoch die Strömungsgeschwindigkeit dafür liegen muss weiss kein Aquaristiker.

Da wird fleissig gemusstmaßt.

Da andere ist die Kontaktzeit des Wassers mit den Filtermedien.
Strömt das Wasser zu schnell durch eben diese, ist es möglich, dass die darin sitzenden Bakterien nicht alle vorbei transportierten Stoffe oxidieren können.

Die Verweilzeit des Wassers im Filter iast also auch wieder gekoppelt an die Strömungsgeschwindigkeit.

Beste Grüße
Martin
 

Henny

Mitglied
Hallo Martin,

danke für Deine schnelle Antwort.

Die Fragen in meinem letzen Beitrag bezogen sich aber eigentlich auf ein natürliches Fließgewässer, also einen Bach oder Fluss (so hatte ich Romans Anmerkung zumindest verstanden). Könntest Du mir dazu etwas sagen und mir dann auch gleich noch meine Fragen aus meinem vorletzten Beitrag beantworten? :wink:

Viele Grüße von Henny
 


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