Die Wirkung von Seemandelbaumblättern

Kardinal68

Mitglied
Ich überlege ob es Sinn macht einige Seemandelbaumblällter in meinen Betta Tank zu geben.
Gute Idee, Huminstoffe sind nie verkehrt. Man kann auch einheimisches Laub nehmen, z.Bsp. Buche, Ahorn, Weide, Eiche, Nußbaum, alle Obstgehölze.
Worauf müsste man achten
Erstmal mit wenig beginnen.
wie lange halten die im Becken ca., 3 Wochen?
Seemandelbaumblätter halten recht lange
Das Wasser färbt sich leicht bräunlich?
Ja.
Diese Färbung ist dann aber logischerweise reversibel nach weiteren Wasserwechseln und wenn das Blatt aufgebraucht ist?!
Ja.
 


percarius

Mitglied
Super, danke für eure Antworten. Auf meine Pflanzen hat das Ganze ausschließlich positive Effekte, oder? Sollte ich das nach der Einfahrzeit machen oder würde das diese sogar beschleunigen?
 

percarius

Mitglied
Würde das einen Wasseraufbereiter beim Wasserwechsel dauerhaft sicher ersetzen? Wenn ich so 1 mal pro Monat das Blatt austausche?
 

cheraxfan2

Mitglied
Würde das einen Wasseraufbereiter beim Wasserwechsel dauerhaft sicher ersetzen?
Die Wirkungen sind unterschiedlich. Wasseraufbereiter sollen vor allem unerwünschte Stoffe binden und unschädlich machen. Seemandelbaumblätter fügen dem Wasser Huminstoffe und andere Pflanzenstoffe hinzu, das färbt das Wasser bräunlich und wirkt u.a. antibakteriell.
 


Moderlieschen

Moderator
Teammitglied
Ja, kannst du weglassen.
Wenn du ihn aber schon gekauft hast, kannst du ihn auch benutzen. Schadet auch nicht.
Ich habe in meinen früheren Aquaristik-Jahren regelmäßig Wasseraufbereiter benutzt (weil man das damals halt so gemacht hat) ohne sichtbare positive oder negative Folgen.
 

Wotilas

Mitglied
Wenn ich sie brauche. Besser ist natürlich im Herbst / Anfang des Winters an einem trockenen Tag welche mitzunehmen, wenn sie noch nicht durch Schnee und Regen ausgespült sind. Ich denke, dann sind noch mehr Gerbstoffe enthalten.

Buchenblätter zupfe ich gern direkt ab, alle anderen muss man aufsammeln, weil Laub nunmal runterfällt, wenn es welk wird. An die Erlen kommt man oft nicht gut dran, daher sammel ich die Zäpfchen vom Boden auf. Aber das ist ja auch keine große Sache: es dauert ein paar Wochen, bis so ein Buchenblatt verrottet ist, also brauche ich eigentlich nicht viel, heißt, wenn ich dran denke, nehm ich mir was beim Hundespaziergang mit. Leute, die in Städten wohnen, müssen halt im November einen Ausflug in den Wald machen und da was mitnehmen.
 

Moderlieschen

Moderator
Teammitglied
Ich sammle die Walnussbaumblätter im Herbst, teils die welken vom Baum, teils auch die , die schon am Boden liegen. Die hab ich immer in allen Becken.
Man kann aber auch im Sommer schon die grünen Blätter pflücken und trocknen, muss dann aber vorsichtiger dosieren wegen des Zuckergehalts in den Blättern. Allerdings sind in den grünen Blättern auch mehr von den gewünschten Wirkstoffen vorhanden.
Ich hab auch schon Blätter nach dem ersten weggeschmolzenen Schnee gesammelt, weil ich den richtigen Zeitpunkt verpasst hatte. Aber die sahen dann nach dem Trocknen nicht mehr wirklich gut aus und hab ich dann auch nicht verwendet.
Eichenblätter z.B. kann man im Herbst/Winter direkt vom Baum pflücken, die halten sich dort (und später im AQ) sehr lange.
 

Wotilas

Mitglied
Das kommt aber auf die Eiche (Sorte) an. Nicht alle behalten tlw. Blätter über den Winter.
Ändert nichts daran, dass das Zeug so gut wie unverrrottbar ist. Wir haben hier sehr viele Eichen, sehr viele ... Ich schleppe im Herbst gern mal so an die 20 Säcke voll weg, und das ist noch lang nicht alles. Und sie haben so viel Gerbstoffe, dass darunter und darüber wenig wächst. Insofern würde ich davon ausgehen, dass Eichenlaub auch noch im März vom Boden aufgesammelt genug Tannine usw. enthält, um im Aquarium nützlich zu sein.
 


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