CO2 Carbo Plus

JoKo

Mitglied
Thomas77 hat diese Quelle zitiert:

Zudem wissen wir nicht, wie elektrische Felder im Aquarium auf unsere Fische wirken.

Der ganze Rest klingt für mich als Nicht-Chemiker schon logisch. Aber wenn wir von elektrischen Feldern reden, sollte jeder wissen, dass die Heizung ein vielfaches an elektrischem Feld produziert. Wer also Angst hat, dass der Carbo die Fische durch ein elektrisches Feld schädigt, sollte sofort die Heizung ausschalten :wink:
 


Hallo Thomas!

Ja,eine detaillierte Aufschlüsselung aller chemischen Vorgänge wäre schon interessant,vielleicht erbarmt sich ja ein Wissender hier im Forum. :)
Durch die verschiedenen Meinungen und Erfahrungen der Aquarianer habe ich hier im Forum trotz 20 Jahren Erfahrung mit diesem wunderschönen Hobby doch noch sehr viel Neues und Interessantes erfahren.Gerade den netten und freundlichen Umgang miteinander empfinde ich hier bei "aquaristik-live.de" als sehr angenehm und beispielhaft.
Deshalb war ich da schon etwas verwundert,wie es auf bewußter Seite so zugeht.
Jeder benutzt halt die Technik,welche er für richtig hält.Bei mir war der Grund für meine Kaufentscheidung,daß ich mich mit einer Druckgasflasche in selbem Raum in welchem ich auch schlafe, nicht so recht wohl fühlen würde.

Viele Grüße!
Heiko
 
Hallo Leute

Ich habe auch ein Zeit lang auch denn Carbo Plus benutzt.

Bei mir war folgendes problem : Nach spätestens 8 bis 10 Monaten war bei mir immer das Sandwich kaputt , so dass es im laufe der zeit teurer wurde , als ein System mit Flasche.

Gruß FrOstasch
 
Hallo!

Ja,das Problem trat wohl früher oft auf,weshalb Zajac die neuen Geräte mit einer überarbeiteten Sandwich-Version ausgestattet hat, um das Problem zu beheben. Ich habe den Carbo erst 4 Wochen in Betrieb und kann deshalb noch keine Aussage machen,ob die neuen Sandwiches haltbarer sind.

Viele Grüße!
Heiko
 
A

Anonymous

Guest
Hallo hier nur meine unbescheidene Meinung zum Thema:

1) wer was chemisches zur Sache lesen möchte, der sollte sich das Zitat vom Thomas ganz oben auf dieser Seite genau durchlesen. Bin zwar kein Chemiker, habe aber genug Chemie in der Schule und auf der Uni gehabt um die Ausführungen dort nachvollziehen zu können.
Es wird sich also mehr Wasserstoff und Sauerstoff bilden als CO2 und vor allem werden sich die Karbonathärtebildner auflösen, so dass die KH sinkt. Es stellt sich nur die Frage wie weit das geht....bis KH 0 ? Theoretisch ja!
Durch die fallende KH wird auch CO2 frei für die Pflanzen. Passiert ja beim Ionenaustauscher auch. Da muß man auch aufpassen, wenn man die KH senkt, dass nicht zuviel Co2 auf einmal aktiviert wird (vorher austreiben)!

Daher halte ich das Gerät für nicht ganz schlüssig. Der hersteller scheut sich ja auch offenbar eine unabhängige Untersuchung durchführen zu lassen, der die Funktionsweise genau aufklären würde.

Aber für mich sprechen viel trivialere Gründe gegen ein solches Gerät. Es soll nur für Becken bis 500l was bringen bei niedriger KH. (Die dann noch niedriger wird!!) Aber eher noch für Becken bis 200/300l.
Für mein Becken (720l) müßte ich mir dann aber 2 Geräte kaufen. Eine Co2-anlage mit 2kg Vorrat kostet mich aber nur 170€!
Und das Auffüllen der Co2 Flasche ist kaum teurer, als die Kohleplatten zu tauschen. Und das Co2 aus der Druckflasche ist exakt dosierbar ohne irgendwas anderes zu ändern.

Daher kommt die Carbotechnik für größere Becken auch wirtschaftlich kaum in Betracht, abgesehen von den (evtl.) unerwünschten Begleitprodukten.

Ansonsten steh ich neuen Techniken per se offen gegenüber und würde das im Zweifel (bei einem kleineren Becken) einfach mal ausprobieren. Wir können da ja auf die Erfahrungen derjenigen warten, die es im Einsatz haben hier im Forum.....
 
A

Anonymous

Guest
Hallo,

michaellang schrieb:
Der hersteller scheut sich ja auch offenbar eine unabhängige Untersuchung durchführen zu lassen, der die Funktionsweise genau aufklären würde.
Das heißt allerdings nicht, daß es solche Gutachten nicht gibt. Ich habe hier eines vorliegen (nein, nicht von Zajac in Auftrag gegeben), von einem Chemischen Sachverständigen Labor.

Als vielleicht wichtigster Punkt: das Gutachten bestätigt durchaus die prinzipielle Richtigkeit der CO2-Erzeugung an der Kohleelektrode. Die Sachverständigen beschreiben die an den Elektroden ablaufenden Reaktionen mit:

Katode: 4 H2O + 4 e- --> 2 H2 + 4 OH-
Anode: C + 2 H20 --> CO2 + 4 H+ + 4 e-

Ein Vergleich des gemessenen Gesamtvolumengasstroms mit dem theoretischen Wert bestätigt lt. Gutachten dieses prinzipielle Reaktionsschema.

Die am Carbo Plus anliegende Spannung reicht dabei aus, um die Mindest-Redoxspannung zu überwinden, damit die Reaktion so abläuft, so das Gutachten.

Das entstehende Gasgemisch wurde gaschromatographisch untersucht und besteht aus (Mittel von 3 Messungen nach 2, 8 und 29 Tagen Betriebsszeit): Wasserstoff 62,3 %, Sauerstoff 2,8 %, CO2 23,3 %, CO 3,2 % und Rest 8,4 %

Allerdings beschreibt das Gutachten auch, daß das Gerät in Nebenreaktionen die KH knackt und Kohlenmonoxid erzeugt.

Ich bin kein Freund des Carbo Plus. Das Gerät erzeugt zwar CO2, volumenmäßig aber mehr als doppelt so viel Wasserstoff, und ganz nebenbei auch noch giftiges Kohlenmonoxid. Es beeinflusst auf elektrochemischem Wege die Wasserhärte, die ich allerdings ganz gerne unter meiner eigenen Fuchtel habe. Es ist bei der Anschaffung nicht gerade billig, und der Nachkauf der Kohleelektroden geht auch ins Geld.

Ich bleibe beim Flaschen-CO2.

Viele Grüße
Robert
 


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