Bodengrund teilweise austauschen

Henny

Mitglied
Hallo Ihr,

ich habe vor, in meinem 112er den Mittel- und Vordergrund völlig neu zu gestalten.
Die Vallisnerien-Randbepflanzung (hinten) möchte ich nicht rausreißen, weil ich sie eh in gleicher Form wieder einpflanzen würde und sie super verwachsen sind.
Die vielen und zum Teil dicken Pflanzen im Mittel- und Vordergrund rauszuholen, wird ein Megaschweinkram.
Dieses Becken war mein erstes und der Bodengrund ist noch der vom Anfang. Bis auf eine, mit einer eingelassenen Plastikmauer abgetrennten, Sandecke für die Panzerwelse ist in dem Becken runder Farbkies mit der Körnung drei bis sechs mm (gemischt 80% Anthrazit und 20% Teracotta). Diese Teracotta-Steinchen gehen mir optisch inzwischen gnadenlos auf den Keks. Ich habe schon ein paar mal eine ca. zwei cm dünne Schicht von oben abgenommen und reinen schwarzen Kies draufgestreut, aber durch die TDS und die Panzerwelse und natürlich auch durch meine Mulmaktionen kommt das Teracotta immer wieder durch. Außerdem befindet sich unter dem Kies noch Bodendünger, der jetzt fast vier Jahre alt und damit wohl ausgelutscht ist.

Bei einer Neueinrichtung würde ich heute komplett nur Sand (ohne Bodendünger - dafür mit mit Düngekugeln) nehmen.

Da ich im Vorder- und Mittelgrund sowieso alle Pflanzen rausziehen werde, stellen sich mir (und ich Euch) folgende Fragen:
1.
Haltet Ihr es für sinnvoll, nur Sand zu nehmen?

2.
Wenn ja, kann ich dann den Kies, bis auf den Rand unter den Vallisnerien, problemlos rausnehmen und mit Sand auffüllen? Natürlich wird es im Übergangsbereich Vermischungen geben. Können diese Vermischungen den Bodengrund so verhärten, dass es zu Problemen führen kann?

3.
Z.B. für Neons und Schwarze Phantomsalmler wird dunkler Bodengrund empfohlen. Aber die Aqua-Scaper benutzen fast immer hellen Bodengrund. Die kleinen Flüsse und Bäche, die ich in 'echt' kenne, haben immer hellen Sand. Je tiefer der Fluss wird, desto dunkler sieht von oben der Grund aus. Das AQ ist aber nun nicht tiefer als 40 cm bis zum Grund. Würde deswegen nicht heller Bodengrund natürlicher aussehen? Aber natürlich ist mir bei dieser Abwägung das Wohl der Fische wichtiger.

4.
Welchen (wohl dunklen) Sand könntet Ihr mir empfehlen. Ich habe schon öfters von Gümmer-Sand gelesen. Warum ist der so toll (ist ja nicht ganz preiswert)?

5.
Müssen die Fische bei dieser 'Schweineaktion' vorher raus (Belastung mit Keimen und Restdüngewirkung), oder reicht es, 'vorsichtig' vorzugehen?

Ich freue mich schon sehr auf Eure Antworten.
Viele Grüße von Henny
 


Hallo Henny,

Ganz ehrlich...... ich würde mich da nicht lange mit Teilerneuerungen aufhalten.

Ob Du nun nur den vorderen Teil oder zwei Drittel des Bodens erneuerst bleibt eigentlich vom Aufwand das gleiche.
Da kann das AQ auch gleich ausräumen und den kompletten Boden erneuern.

Verklumpen oder verdichten wird sich zwischen altem Kies und Sand nichts.

Welchen Sand?
Tja, das ist so eine Gretchenfrage......

635 Liter, 145/70/60cm (L/T/H), Boden fast weisser, ungedüngter Quarzsand 0,1-0,4mm:


Beste Grüße
Martin
 

Henny

Mitglied
Hallo Martin,

danke für Deinen Hinweis.
Okay, dann nehme ich alle Fische raus und setze das Teil völlig neu auf - Würg! :wink:

Dein Becken sieht genial aus - toll!!! Von dem hellen Sand ist da ja mal gar nix zu sehen. Du hast das Becken aber auch im Vordergrund fast völlig zugepflanzt. Echt schick.
Wie sieht es da ganz praktisch bei dazwischenfallendem Futter mit der Erreichbarkeit für die Fische aus (in meinem Fall Panzerwelse und ein LDA 67)? Kommen die da überhaupt noch vernünftig ran? Mulmen geht dann ja auch nicht mehr. Ist das ein Problem?

Viele Grüße von Henny
 
Hallo Henny,

ja, bei mir ist das alles dicht und nicht so toll für Panzerwelse.
Aber man kann ja auch Bereiche frei lassen.



Beste Grüße
Martin

PS: In dem ersten Becken fällt kein Futter auf den Boden. Egal wieviel ich füttere. :wink: :mrgreen:
 
Hallo Henny,

ich würde auch alles neu gestalten.
Im übrigen: Auch wenn Du nur einen Teil des Bodens mit Bodendünger rausnimmst gibt das wahrscheinlich eine ziemliche Trübung. Da würde ich zumindest die Fische vorher rausnehmen, mir wäre es wegen der Sauerstoffzehrung bei der Freisetzung organischer Stoffe zu heikel. Dann saut es Dir vielleicht auch noch den Filter zu.

Ich sehe keinen Nachteil im "Neumachen", die Vallis fassen schon recht schnell wieder Fuß.

Zur Farbe: Bei mir ist der Sand relativ schnell etwas dunkler geworden, also nicht mehr so strahlend, das finde ich angenehm, die Fische auch eher. Ich habe bei einem Fisch (Betta Gruppe) die Erfahrung gemacht, dass er sich auf dunklem Kiesgrund weniger schüchtern verhielt als über hellem Sand. Es gibt auch leicht gelblichen Sand, aber woher der ist weiß ich nicht.

Im Becken mit meinen Panzerwelsen habe ich darauf geachtet, dass es etwas mehr freien Schwimmraum am Boden gibt, dann gibt es feste Fütterungsplätze in den jeweiligen Ecken und somit fällt nichts zwischen die Stängel.

Bei den Panzerwelsen bin ich mit dem Mulm etwas pingeliger, ich hatte beim ersten Sandbecken aber auch Probleme (Fäulnis, stinkender Grund) - wie ich das geschafft habe weiß ich nicht, tritt in allen anderen Becken auch nicht auf. Aber klinisch rein ist es nicht und ich sauge den Mulm beim Wasserwechsel mit dem Schlauch ab. Ich finde Sand gut, da rutscht auch kein Mulm irgendwo zwischen, der liegt obenauf.

Lieben Gruß,

Maja
 

Henny

Mitglied
Hi,

ich danke Euch für Eure Antworten.
Dann werde ich also feinen hellen Quarzsand aus dem Baumarkt nehmen und ein paar Fütterungs- und Wusel- Freiflächen für die Corys lassen. Den Sand kann ich ja regelmäßig vor dem WW mit einer AQ-Pinzette aufwühlen, dann sollten eventuelle Fäulnisstellen auch verschwinden.

@ Martin:
Was schwimmt denn da in Deinem ersten Becken, dass kein Futter auf den Boden kommt? Ich kann nur relativ unten rechts einen Neon vermuten.
Dein zweites Becken sieht ja auch böse gut aus - was da wohl noch alles in Deinem Keller zu finden ist!? :mrgreen:

Viele Grüße von Henny
 
Hallo Henny,

Du machst das schon richtig mit den Freiflächen, geh einfach nach deinem Gefühl. :D

Faulstellen und sonstige Unwägbarkeiten vergiss einfach mal.
Solange Du da nicht vieles an organischen Stoffen untergräbst, passiert da so ziemlich genau gar nichts.
Das letzte Bild zeigt ein AQ welches 2002 aufgesetzt wurde, das Bild stammt von 2009 oder2010. Das Becken sieht heute anders aus, aber der Sand ist immer noch der gleiche.

Beste Grüße
Martin

PS:

Zähl mal.....
Nee, tus nicht.... sind etwa 300-350 Schwertträger und 15 Neons. :mrgreen:
 


Henny

Mitglied
Hallo Martin,

das sieht wirklich insgesamt mega-cool aus!!!
Die zart- blassen sind alles Schwertträger- Nachwuchs? Fischt Du die regelmäßig raus und gibst sie ab (bzw. verkaufst sie), oder lässt Du die ihre Population selber regeln?

Viele Grüße von Henny
 
Hallo Henny,

ich denke im Moment ist es keine gute Idee die Population da einfach so laufen zu lassen.
Gerade heute habe ich versucht 150 Tiere im Handel unterzubekommen. Sieht gut aus.

Beste Grüße
Martin
 

Henny

Mitglied
Hallo Martin,

stimmt, 350 Schwertträger sind selbst bei 635 Litern kein Pappenstiel, da platzt die Hütte ja irgendwann auseinander. :wink:

Viel Glück beim Verkauf wünscht Dir mit vielen Grüßen
Henny
 
Moin,

Martin könntest du mir mal sagen welche Pflanzen du alles im Aquarium hast den dein erstes Pic was du gepostet hast gefällt mir wahnsinnig gut :thumleft:
 
Hallo Robert,

klar kann ich:

Crinum calamistratum
Hemianthum tenellum (Früher Echinodorus tenellus)
Najas guadalupensis
Ludwigia repens
Echinodorus bleherae
Eichhornia azurea
Cryptocoryne wendtii
Aponogeton ulvaceus
Microsorum pteropus
Hydrocotyle cf. tripartita (H. sp. "Japan")
Rotala rotundifolia
Cabomba caroliniana

äh, ja.... ich glaub das wars.....

Beste Grüße
Martin
 
A

Anonymous

Guest
Hallo Henny,

ich kann dir auch mal kurz von meinen Erfahrungen berichten. Ich habe mein Becken anfangs mit Dennerle Kies und darunter diese Düngerschicht eingerichtet. Es kam wie es kommen musste: ich habe mich in die kleinen Corys verguckt und mich irgendwann an dem Kies satt gesehen. Also habe ich mir die Mühe gemacht und das Becken komplett leergemacht und feinen Quarzsand (sehr feine Körnung und recht hell (nicht weiß) von einem Ebay Händler, kann ich auf Wunsch gerne raussuchen) eingefüllt.

Ich stand auch vor der Wahl schwarzen Sand, bzw ganz feinen Kies zu nehmen oder eben Quarzsand. Die Kosten unterscheiden sich hier aber doch enorm und letztendlich habe ich mich für hellen Quarzsand entschieden.

Als erstes habe ich alle Pflanzen rausgenommen, Wasser abgelassen und Fische gefangen und in einen Behälter gesetzt. Dann Kies und Dünger raus und anschließend etwas Wasser einfüllen, den Sand langsam reinrieseln lassen und dann Wasser auffüllen, Pflanzen rein und dann die Fische rein.

Ich kann dir verraten, das Fische fangen war anstrengend (Pitbull Plecos buddeln sich so schön ein :D ), den alten Kies rausholen eine riesen Sauerei aber letztendlich habe ich es bisher keine Sekunde bereut. Keine Fäulnisstellen, die Pflanzen wachsen auch prächtig und meine Corys lieben den Bodengrund. :)

Düngen tue ich meine Pflanzen über Düngekugeln. Ich habe noch ein paar Turmdeckelschnecken in den Sand gesetzt zur Auflockerung. Hin und wieder sehe ich eine aber eine Plage hat sich bisher nicht eingestellt, so wie mir von vielen prophezeit worden war.

Ich kann es also nur empfehlen :)

Beste Grüße
Jessica
 


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