Henny
Mitglied
Hallo Leute,
nachdem sich die bereits neun Seiten des Vorgängers dieses Threads 'Fluid zur Aufzucht' durch die notwendige Systhemadministration in die unendlichen Weiten des Weltraums zerbeamt haben, starte ich das Thema frischauf neu.
Schade um die vielen tollen Infos, die hätten bestimmt auch andere User später gerne mal zur Verfügung gehabt, aber was soll`s (ich hoffe, dass zumindest das Backup in meinem Kopf fehlerfrei ist :mrgreen: - künftig wird alles Wichtige regelmäßig auf meinem PC gespeichert). Also wieder ran an den Speck...
Hier mal ganz kurz die Vorgeschichte für alle User, die den alten Thread nicht kennen:
Am 10.01.13 habe ich ca. 70 Macropodus erythropterus-Larven, kurz nach dem Freischwimmen, aus einem Gesellschaftsbecken entnommen und in eine kleine Dessertschale aus Glas überführt (an Plastik können zu viele Bakterien anhaften). Anfangs waren ein paar Wasserlinsen und ein Büschelchen Moos mit drin (Grund: Ein wenig Versteck und Aufwuchsfutter).
Ein Problem stellte die gezielte Fütterung der sehr kleinen Tiere dar.
Die ersten zwei Tage habe ich nur mit JBL-NobilFluid überbrückt, dann habe ich einen Artemia-Ansatz in einem JBL-Artemio-Set gestartet. Leider war die Schlupfrate sehr gering (ca. 20% - Ziel 80-90%). Allerdings beträgt meine Raumtemperatur momentan auch nur ca. 22 Grad. Das Set steht zwar vor einer Heizung, aber trotzdem.
Die Jungfische verhalten sich von Anfang an sehr apathisch, sie schwimmen kaum herum und es sind auch kaum Fressbewegungen zu erkennen. Da die Meisten aber immer noch leben, müssen sie fressen. Selten habe ich ein vereinzeltes totes Tier gefunden.
Das Wachtum empfinde ich aber im Vergleich zu den acht M. opercularis, die in einem Gesellschaftsbecken hochgekommen sind, als sehr langsam. Allerdings erhalten die Schalentiere auch nur zwei Mal am Tag Futter - morgens zwei Tropfen Fluid und abends Artemia-Nauplien. Wenn ich tagsüber zuhause bin, gibt es auch Mittagsessen und auch noch mal 'Kaffee und Kuchen'. Das ist aber leider eher weniger der Fall.
Einmal hatte ich Staubfutter gegeben, und die Schale dann mit den Futterresten ein paar Stunden stehen lassen - das hat 12 Tiere den Tod gekostet. Also ist absolut pingelige Wasserhygiene sehr wichtig.
Wenn also eine Fütterung mit Staubfutter oder Nauplien erfolgt und nicht alles gefressen wird (was bei der geringen Größe der Tiere noch sehr unwarscheinlich ist), dann muss die Schale ein bis zwei Stunden später wieder gereinigt werden. Zwei Tropfen Fluid haben über etliche Stunden keinen Schaden angerichtet (ich schätze diese Futtermenge und -art aber inzwischen als deutlich zu wenig ein).
Das Grünzeug habe ich nach und nach entnommen, weil sich daran zu viel Dreck sammelt.
Von Anfang an habe ich mindestens einmal täglich mit einer Spritze so lange Wasser abgezogen bis das Wasser optisch ganz rein war (zwischendurch natürlich wieder mit Frischwasser aufgefüllt und wieder abgesaugt). Danach habe ich die Fischlein in eine andere Glasschale umgeschüttet. Die gebrauchten Schalen habe ich gründlich mit heißem Wasser gereinigt, um die anhaftenden Bakterien zu entfernen.
An dieser Stelle mache ich mit der Vergangenheitsbetrachtung einen Punkt, weil ich die Entwicklung des alten Threads mit den ganzen super hilfreichen Beiträgen im Detail eh nicht wieder herstellen kann.
An alle 'Neuleser': Denkt bitte nicht, dass das alles auf meinem eigenen 'Mist' gewachsen ist. Ich hatte mehr als reichlich Hilfe von einigen Leuten hier.
Ich danke meinen Haupt-Lehrern (Frank, Olli, Heiko - herrje, ich möchte jetzt spontan eigentlich niemanden vergessen :? ) sehr für Eure tolle und fachkundliche Unterstützung - so macht Aquaristik richtig Spaß! :danke:
Heute, nach 18 Tagen, befinden sich noch ca. 50 Jungfische (ca. zwei mm klein) in der Dessertschale.
So sah der Zustand gestern aus:
Jetzt wieder zur Gegenwart:
Olli, Deine Cysten sind echt der Hammer! Ich habe gestern zu ersten Mal geerntet - im Kaffeebecher oben eine dicke Schicht leere Eihüllen und ganz viele lebende Nauplien in der Spritze - toll! Auch waren die Viecher nicht mehr dunkelbraun sondern echt orangig - dementsprechend auch die Bäuche der Fische. 'Deine' Nauplien sind auch viel feiner als die, die ich vorher hatte. Die Schlupfrate könnte bestimmt noch besser sein, aber das liegt mit Sicherheit auch an der zu niedrigen Temperatur bei mir. Also echt ein Fortschritt! :dance:
Außerdem hat sich auch Gerd Arndt heute bei mir gemeldet - er war im Umzugsstress. Dem Gerdkasten und der Gerdschale steht also in Kürze nichts mehr im Weg.
So ist das im Leben: Das eine geht - das andere kommt. :wink:
In diesem weisen Sinne...
Viele Grüße von Henny-Andrea
nachdem sich die bereits neun Seiten des Vorgängers dieses Threads 'Fluid zur Aufzucht' durch die notwendige Systhemadministration in die unendlichen Weiten des Weltraums zerbeamt haben, starte ich das Thema frischauf neu.
Schade um die vielen tollen Infos, die hätten bestimmt auch andere User später gerne mal zur Verfügung gehabt, aber was soll`s (ich hoffe, dass zumindest das Backup in meinem Kopf fehlerfrei ist :mrgreen: - künftig wird alles Wichtige regelmäßig auf meinem PC gespeichert). Also wieder ran an den Speck...
Hier mal ganz kurz die Vorgeschichte für alle User, die den alten Thread nicht kennen:
Am 10.01.13 habe ich ca. 70 Macropodus erythropterus-Larven, kurz nach dem Freischwimmen, aus einem Gesellschaftsbecken entnommen und in eine kleine Dessertschale aus Glas überführt (an Plastik können zu viele Bakterien anhaften). Anfangs waren ein paar Wasserlinsen und ein Büschelchen Moos mit drin (Grund: Ein wenig Versteck und Aufwuchsfutter).
Ein Problem stellte die gezielte Fütterung der sehr kleinen Tiere dar.
Die ersten zwei Tage habe ich nur mit JBL-NobilFluid überbrückt, dann habe ich einen Artemia-Ansatz in einem JBL-Artemio-Set gestartet. Leider war die Schlupfrate sehr gering (ca. 20% - Ziel 80-90%). Allerdings beträgt meine Raumtemperatur momentan auch nur ca. 22 Grad. Das Set steht zwar vor einer Heizung, aber trotzdem.
Die Jungfische verhalten sich von Anfang an sehr apathisch, sie schwimmen kaum herum und es sind auch kaum Fressbewegungen zu erkennen. Da die Meisten aber immer noch leben, müssen sie fressen. Selten habe ich ein vereinzeltes totes Tier gefunden.
Das Wachtum empfinde ich aber im Vergleich zu den acht M. opercularis, die in einem Gesellschaftsbecken hochgekommen sind, als sehr langsam. Allerdings erhalten die Schalentiere auch nur zwei Mal am Tag Futter - morgens zwei Tropfen Fluid und abends Artemia-Nauplien. Wenn ich tagsüber zuhause bin, gibt es auch Mittagsessen und auch noch mal 'Kaffee und Kuchen'. Das ist aber leider eher weniger der Fall.
Einmal hatte ich Staubfutter gegeben, und die Schale dann mit den Futterresten ein paar Stunden stehen lassen - das hat 12 Tiere den Tod gekostet. Also ist absolut pingelige Wasserhygiene sehr wichtig.
Wenn also eine Fütterung mit Staubfutter oder Nauplien erfolgt und nicht alles gefressen wird (was bei der geringen Größe der Tiere noch sehr unwarscheinlich ist), dann muss die Schale ein bis zwei Stunden später wieder gereinigt werden. Zwei Tropfen Fluid haben über etliche Stunden keinen Schaden angerichtet (ich schätze diese Futtermenge und -art aber inzwischen als deutlich zu wenig ein).
Das Grünzeug habe ich nach und nach entnommen, weil sich daran zu viel Dreck sammelt.
Von Anfang an habe ich mindestens einmal täglich mit einer Spritze so lange Wasser abgezogen bis das Wasser optisch ganz rein war (zwischendurch natürlich wieder mit Frischwasser aufgefüllt und wieder abgesaugt). Danach habe ich die Fischlein in eine andere Glasschale umgeschüttet. Die gebrauchten Schalen habe ich gründlich mit heißem Wasser gereinigt, um die anhaftenden Bakterien zu entfernen.
An dieser Stelle mache ich mit der Vergangenheitsbetrachtung einen Punkt, weil ich die Entwicklung des alten Threads mit den ganzen super hilfreichen Beiträgen im Detail eh nicht wieder herstellen kann.
An alle 'Neuleser': Denkt bitte nicht, dass das alles auf meinem eigenen 'Mist' gewachsen ist. Ich hatte mehr als reichlich Hilfe von einigen Leuten hier.
Ich danke meinen Haupt-Lehrern (Frank, Olli, Heiko - herrje, ich möchte jetzt spontan eigentlich niemanden vergessen :? ) sehr für Eure tolle und fachkundliche Unterstützung - so macht Aquaristik richtig Spaß! :danke:
Heute, nach 18 Tagen, befinden sich noch ca. 50 Jungfische (ca. zwei mm klein) in der Dessertschale.
So sah der Zustand gestern aus:
Jetzt wieder zur Gegenwart:
Olli, Deine Cysten sind echt der Hammer! Ich habe gestern zu ersten Mal geerntet - im Kaffeebecher oben eine dicke Schicht leere Eihüllen und ganz viele lebende Nauplien in der Spritze - toll! Auch waren die Viecher nicht mehr dunkelbraun sondern echt orangig - dementsprechend auch die Bäuche der Fische. 'Deine' Nauplien sind auch viel feiner als die, die ich vorher hatte. Die Schlupfrate könnte bestimmt noch besser sein, aber das liegt mit Sicherheit auch an der zu niedrigen Temperatur bei mir. Also echt ein Fortschritt! :dance:
Außerdem hat sich auch Gerd Arndt heute bei mir gemeldet - er war im Umzugsstress. Dem Gerdkasten und der Gerdschale steht also in Kürze nichts mehr im Weg.
So ist das im Leben: Das eine geht - das andere kommt. :wink:
In diesem weisen Sinne...
Viele Grüße von Henny-Andrea