Aufzucht von Macropodus erythropterus

Henny

Mitglied
Hallo Leute,

nachdem sich die bereits neun Seiten des Vorgängers dieses Threads 'Fluid zur Aufzucht' durch die notwendige Systhemadministration in die unendlichen Weiten des Weltraums zerbeamt haben, starte ich das Thema frischauf neu.
Schade um die vielen tollen Infos, die hätten bestimmt auch andere User später gerne mal zur Verfügung gehabt, aber was soll`s (ich hoffe, dass zumindest das Backup in meinem Kopf fehlerfrei ist :mrgreen: - künftig wird alles Wichtige regelmäßig auf meinem PC gespeichert). Also wieder ran an den Speck...

Hier mal ganz kurz die Vorgeschichte für alle User, die den alten Thread nicht kennen:

Am 10.01.13 habe ich ca. 70 Macropodus erythropterus-Larven, kurz nach dem Freischwimmen, aus einem Gesellschaftsbecken entnommen und in eine kleine Dessertschale aus Glas überführt (an Plastik können zu viele Bakterien anhaften). Anfangs waren ein paar Wasserlinsen und ein Büschelchen Moos mit drin (Grund: Ein wenig Versteck und Aufwuchsfutter).
Ein Problem stellte die gezielte Fütterung der sehr kleinen Tiere dar.
Die ersten zwei Tage habe ich nur mit JBL-NobilFluid überbrückt, dann habe ich einen Artemia-Ansatz in einem JBL-Artemio-Set gestartet. Leider war die Schlupfrate sehr gering (ca. 20% - Ziel 80-90%). Allerdings beträgt meine Raumtemperatur momentan auch nur ca. 22 Grad. Das Set steht zwar vor einer Heizung, aber trotzdem.
Die Jungfische verhalten sich von Anfang an sehr apathisch, sie schwimmen kaum herum und es sind auch kaum Fressbewegungen zu erkennen. Da die Meisten aber immer noch leben, müssen sie fressen. Selten habe ich ein vereinzeltes totes Tier gefunden.
Das Wachtum empfinde ich aber im Vergleich zu den acht M. opercularis, die in einem Gesellschaftsbecken hochgekommen sind, als sehr langsam. Allerdings erhalten die Schalentiere auch nur zwei Mal am Tag Futter - morgens zwei Tropfen Fluid und abends Artemia-Nauplien. Wenn ich tagsüber zuhause bin, gibt es auch Mittagsessen und auch noch mal 'Kaffee und Kuchen'. Das ist aber leider eher weniger der Fall.
Einmal hatte ich Staubfutter gegeben, und die Schale dann mit den Futterresten ein paar Stunden stehen lassen - das hat 12 Tiere den Tod gekostet. Also ist absolut pingelige Wasserhygiene sehr wichtig.
Wenn also eine Fütterung mit Staubfutter oder Nauplien erfolgt und nicht alles gefressen wird (was bei der geringen Größe der Tiere noch sehr unwarscheinlich ist), dann muss die Schale ein bis zwei Stunden später wieder gereinigt werden. Zwei Tropfen Fluid haben über etliche Stunden keinen Schaden angerichtet (ich schätze diese Futtermenge und -art aber inzwischen als deutlich zu wenig ein).
Das Grünzeug habe ich nach und nach entnommen, weil sich daran zu viel Dreck sammelt.
Von Anfang an habe ich mindestens einmal täglich mit einer Spritze so lange Wasser abgezogen bis das Wasser optisch ganz rein war (zwischendurch natürlich wieder mit Frischwasser aufgefüllt und wieder abgesaugt). Danach habe ich die Fischlein in eine andere Glasschale umgeschüttet. Die gebrauchten Schalen habe ich gründlich mit heißem Wasser gereinigt, um die anhaftenden Bakterien zu entfernen.

An dieser Stelle mache ich mit der Vergangenheitsbetrachtung einen Punkt, weil ich die Entwicklung des alten Threads mit den ganzen super hilfreichen Beiträgen im Detail eh nicht wieder herstellen kann.
An alle 'Neuleser': Denkt bitte nicht, dass das alles auf meinem eigenen 'Mist' gewachsen ist. Ich hatte mehr als reichlich Hilfe von einigen Leuten hier.
Ich danke meinen Haupt-Lehrern (Frank, Olli, Heiko - herrje, ich möchte jetzt spontan eigentlich niemanden vergessen :? ) sehr für Eure tolle und fachkundliche Unterstützung - so macht Aquaristik richtig Spaß! :danke:

Heute, nach 18 Tagen, befinden sich noch ca. 50 Jungfische (ca. zwei mm klein) in der Dessertschale.
So sah der Zustand gestern aus:


Jetzt wieder zur Gegenwart:

Olli, Deine Cysten sind echt der Hammer! Ich habe gestern zu ersten Mal geerntet - im Kaffeebecher oben eine dicke Schicht leere Eihüllen und ganz viele lebende Nauplien in der Spritze - toll! Auch waren die Viecher nicht mehr dunkelbraun sondern echt orangig - dementsprechend auch die Bäuche der Fische. 'Deine' Nauplien sind auch viel feiner als die, die ich vorher hatte. Die Schlupfrate könnte bestimmt noch besser sein, aber das liegt mit Sicherheit auch an der zu niedrigen Temperatur bei mir. Also echt ein Fortschritt! :dance:

Außerdem hat sich auch Gerd Arndt heute bei mir gemeldet - er war im Umzugsstress. Dem Gerdkasten und der Gerdschale steht also in Kürze nichts mehr im Weg.

So ist das im Leben: Das eine geht - das andere kommt. :wink:
In diesem weisen Sinne...

Viele Grüße von Henny-Andrea
 


fischolli

R.I.P.
Moin Henny,

ich hab die auf irgendeinem BSSW-Treffen in so einer 450g-Packung gekauft. Waren gegenüber Sander premium ein echtes Schnäppchen. Obwohl das bei mir wahrscheinlich Jahre reicht, war mir das egal, da die in der Tiefkühlbox quasi unbegrenzt haltbar sind.

Wenn du möchtest, kuck ich mal auf der Packung nach, welche Marke das war. Oder du bist kompromisslos und kaufst gleich Sander ein.

Gruß
 

Henny

Mitglied
Moin Olli,

ich habe gerade die Sanders Artemia-Eier mal gegoogelt. Also für 425 Gramm sind 60 Tacken schon eine Hausnummer :shock: . Dann habe ich mir allerdings das JBL-Döschen angeguckt, das beinhaltet 18 Gramm und kostet ca. fünf Euro. Umgerechnet wären das auf die 425 Gramm 118 Euro. Also ist Sanders dagegen sogar ein Schnäppchen. :wink:
Da sich die Cysten im Tiefkühlfach ja wohl gut halten, werde ich die vermutlich bestellen.
Trotzdem wäre es prima, wenn Du mal auf Deine Packung gucken würdest.

Viele Grüße von Henny
 

Henny

Mitglied
Hallo Leute,

ich fasse jetzt noch mal zusammen, was ich meine, in den ganzen letzten (verschwundenen) Beiträgen gelernt zu haben. Zum Teil geben die Punkte meine eigene Erfahrung wieder, ansonsten sind sie den Tipps meiner erfahrenen 'Lehrer' entnommen.
Einige Punkte finden sich bereits in meinem ersten Beitrag, aber ich habe den folgenden Text einfach runtergeschrieben und hier reinkopiert, also sorry für die Dopplungen. Los geht's:

Bevor man ein Aufzuchtprojekt startet, sollte man sich darüber klar sein, dass dieses tägliche Zeitinvestion erfordert. Eine Aufzucht solcher Jungfische verzeiht keine Schlamperei.

Man sollte sich auch darüber klar sein, dass die Tiere bei erfolgreicher Aufzucht wachsen und dementsprechende Behältnisse benötigen. Hat man Erfolg, so muss man den Lebensraum zur Verfügung stellen können, zumindest bis zu einer eventuellen Abgabe der Tiere.

Ist das geklärt, so stellt sich die erste Frage: Wie bekommt man die Larven/Jungfische aus dem Gesellschaftsbecken?
Man kann die Tierchen mitsamt den Schwimmpflanzen schwungvoll mit einer Schale abschöpfen. Ich habe sie gezielt mit einem kleinen Messbecher entnommen. Das hat sehr gut geklappt. Allerdings habe ich bei ca. 70 Larven aufgehört und den Rest im Gesellschaftsbecken gelassen.
Von den Larven im Gesellschaftsbecken habe ich nach ca. einer Woche keine Tiere mehr gesehen.

Es macht Sinn, die Larven erst in ein ganz kleines Behältnis zu überführen (bei mir eine Dessertschale). Glas ist besser als Plastik, weil Plastik rau ist und daran deswegen mehr Bakterien anhaften können. Die Schale ist offen zu halten, wenn überhaupt sollte sie maximal bis zur Hälfte mit einer kleinen Glasplatte abgedeckt werden.
Das Behältnis sollte klein sein, um eine ausreichende Futterdichte zu gewährleisten. Je kleiner allerdings das Gefäß ist, desto leichter kippt das Wasser. Deswegen muss mindestens ein Mal am Tag ein Wasserwechsel von 100% erfolgen, besser häufiger. Nicht gefressenes Futter ist ein bis zwei Stunden nach einer Fütterung zu entfernen. Zum Absaugen von Wasser und Futter eignet sich eine Spritze.
Ich nutze im Wechsel zwei Schalen. Die Fische werden ein Mal am Tag mit ein wenig sauberem Restwasser in eine frische Schale gekippt und danach dort mit temperiertem Leitungswasser aufgefüllt. Die gebrauchte Schale wird gründlich mit Schwamm und heißem Wasser gereinigt.
Die bessere Alternative zu einer Schale ist ein sogenannter 'Gerdkasten' (bestellbar bei Gerd Arndt http://www.aquarienbastelei.de/). Die Gerdkästen gibt es in verschiedenen Größen und mit unterschiedlichen Aufhängemöglichkeiten. Diese Kästen werden in ein laufendes AQ gehängt, was den Vorteil des regelmäßigen Wasseraustausches mit sich bringt. Wenn man mit der Aufhängung in seinem AQ wegen der Abdeckung Probleme hat, kann man den Gerdkasten auch an Haken hängen (z.B. diese Kleiderhaken, die man über Badezimmertüren hängt). Unten kommt dann noch ein Abstandhalter zur Glasscheibe ran, damit der Gerdkasten gerade im AQ hängt.
Gerd Arndt bietet auch eine Variante mit Saugnäpfen an. Von denen ist aber abzuraten, weil sie schnell abrutschen können. Dann landen die Larven im Becken und das ganze Projekt ist für die Katz.

Es ist sinnvoll, anfangs ein wenig Grünzeug (z.B. Wasserlinsen, ein paar Stängel Moos) mit in das Aufzuchtbehältnis zu geben. Das Grünzeug gibt den Jungtieren Sicherheit und liefert für die ersten Tage zusätzlich Futter durch den dort anhaftenden Aufwuchs. Sobald man allerdings mehr füttert, haften ungefressene Futterreste in dem Grünzeug, die man schlecht entfernen kann. Diese Futterreste können das Wasser belasten, deswegen sollte man das Grün nach ein paar Tagen entfernen.

Die Kunst ist es, die kleinen Fische ans Futter zu kriegen.
Makropodenlarven ernähren sich in den ersten wenigen Lebenstagen, während sie noch im Schaumnest sind, von ihrem Dottersack. Sobald sie freischwimmen, müssen sie fressen.
Nach Möglichkeit sollten sie täglich mehrere Mahlzeiten, verbunden mit Wasserwechseln, erhalten. Für Berufstätige ist das aber gar nicht so einfach zu realisieren.

Die ersten Tage in der Schale habe ich erfolgreich mit JBL-NobilFluid überbrückt. Ein bis zwei Tropfen Fluid pro Malzeit sind für eine Dessertschale dicke ausreichend. Es ist sinnvoll, das Fluid nicht direkt in die Schale zu tropfen, sondern es erst z.B. auf einen Eierlöffel zu geben und dann vorsichtig auf der Wasseroberfläche zu verteilen.
Gut wären für den Anfang auch Microwürmer und Essigählichen gewesen, diese hatte ich aber leider nicht im Programm. Ein Ansatz von Essigählchen ist wohl ohne großen Pflegeaufwand über Wochen nutzbar.
Auch Sojamehl wurde mir empfohlen. Das habe ich aber noch nicht genutzt.
Von Kaffeeweißer ist eher abzuraten, weil er das Wasser schnell kippen kann und auch ansonsten für diesen Zweck nicht so gut geeignet ist (den genauen Hintergrund weiß ist nicht mehr).
Pantoffeltierchen kann man aus getrockneter Bananen gewinnen, diese sind aber sehr fein, vergleichbar mit Tümpelstaub, und nur für ganz junge Fische in den ersten Tagen geeignet. Auch damit habe ich selber keine Erfahrung gemacht.

Ca. am dritten Tag habe ich Artemias mit dem JBL-Artemio-Set gestartet. Laut Beschreibung habe ich drei Meßlöffel JBL-Salz und drei Meßlöffel JBL-Eier zugegeben. Der Schlupf der Nauplien soll nach 24- 36 Stunden erfolgen. Die Schlupfrate sollte ca. 90% betragen. Licht ist für den Schlupf nicht so wichtig, viel wichtiger ist die Temperatur (mindestens 25 Grad, gerne höher). Auch muss man ausreichend Salz zugeben - wohl eher zu viel als zu wenig. Für den Ansatz eignet sich jedes handelsübliche Salz (Speisesalz, Geschirrspülmaschinensalz, etc.) auch mit Jod und Fluor.
Meine Schlupfrate war sehr gering. Das mag zum einen an der niedrigen Raumtemperatur (ca. 22 Grad) liegen, aber auch mit meinen Artemia-Eiern hatte ich wohl Pech. Nachdem mir Olli welche von seinen Cysten geschickt hatte, war die Ernte deutlich besser. Sehr gut sollen die Artemia-Cysten von Sander sein, die gibt es aber nur in 425 Gramm-Dosen, die auch einen stattlichen Preis haben. Allerdings halten sich die Dosen jahrelang in der Tiefkühltruhe ohne dass die Schlupfrate sinkt.

Auch das Artemia-Gefäß muss vor jedem neuen Ansatz gründlich mit Schwamm und heißem Wasser gereinigt werden, um die anhaftenden Bakterien zu vernichten.
In einem Gefäß befinden sich die ungeschlüpften Cysten unten, die leeren Eihüllen treiben an der Oberfläche und die Nauplien schwimmen in der Mitte. Wenn man ein trichterförmiges Gefäß nutzt und zur Entnahme der Nauplien direkt ein Artemia-Sieb darunterhält, würden auch die ungeschlüpften Cysten mit in das Sieb gelangen. An den harten Cysten können sich die Jungfische verschlucken, was zum Tod führen kann. Deswegen empfiehlt es sich, den Inhalt des Artemia-Sets erst in ein anderes Behältnis abzufüllen (z.B. einen Kaffeebecher). Diesen stellt man unter eine Lampe, weil die Nauplien dem Licht zustreben. Dann kann man die Nauplien gut mit einer Spritze absaugen, in ein Artemia-Sieb geben, sie dort mit Leitungswasser durchspülen, um sie von dem Salz zu befreien, und dann können sie verfüttert werden.
Die Nauplien sollte man schlupffrisch verfüttern, weil sie sonst ganz schnell an Nährwert verlieren. In Süßwasser sterben sie nach ein bis zwei Stunden.

Alternativ zu einem belüfteten Blubber-Trichter können Wenigzüchter auch eine 'Gerdschale' zur Aufzucht der Artemia-Nauplien nutzen (auch bestellbar bei Gerd Arndt). Das ist eine flache längliche Schale, die durch eingeklebte Stege das Vermischen von Cysten, leeren Eihüllen und Nauplien verhindert. Die Cysten gibt man in das große Abteil. Wenn man ernten möchte, verdunkelt man das große Abteil und beleuchtet den kleinen Bereich. Da die Nauplien dem Licht zustreben, kann man sie aus dem kleinen Abteil absaugen, ohne eine Vermengung mit Cysten und leeren Eihüllen zu haben.

So, das war's. Mehr ist mir spontan leider nicht mehr eingefallen. Ich hoffe, die wesentlichen Inhalte des Vorgänger-Theads einigermaßen vernünftig wiedergegeben zu haben.
Ergänzungen und Korrekturen sind herzlichst erbeten. :)

Viele Grüße von Henny-Andrea
 

Henny

Mitglied
Hi,

was großartig Neues gibt es nicht zu vermelden.
Gerdkasten und Gerschale sind bestellt, die sollten im Laufe der nächsten Woche kommen, genauso die Artemia-Cysten von Sander.
Die Jungfische haben nach der Artemiagabe runde orangefarbene Bäuche, so wie es sein soll. Aber das ist erst so, seit ich Ollis Nauplien nutze. Die Nauplien-Ausbeute ist auch sehr vernünftig, zumindest an der geringen Temperatur gemessen.

Allerdings tillen Ollis Dynamo-Nauplien mein JBL-Artemia-Set :mrgreen: . Seit dem ich diese Nauplien und Aldi-Salz nutze (beides zeitgleich begonnen), setzt sich der Trichter unten komplett zu. Ein Ablassen von unten ist nicht mehr möglich, ich muss die Nauplien von oben absaugen. Das Salz sollte sich ja aufgelöst haben, insofern kann ich mir nur denken, dass es an den feinen Cysten liegt. Die verstopfen den schmalen Ausfluss. Auf sowas 'Feines' :wink: ist JBL wohl nicht eingestellt.
Außerdem: Zwischen Trichter und Deckel gehört ein dünner Gummiring. Den hatte ich anfangs auch mühsam draufgepult. Leider ließ sich der Deckel damit nur mit größter Gewalt abnehmen. Zwei Befestigungen sind mir dabei abgebrochen. Als der Gummiring eines Tages abflog, habe ich ihn nicht wieder draufgezogen. So komme ich wenigstens ohne Gewaltakt ran.
Bei dem fabrikneuen Erweiterungsset waren von Anfang an drei Befestigungen abgebrochen. Ich finde also, dass die Qualität bezüglich dieses Sets etwas zu wünschen übrig lässt. Aber vielleicht hatte ich auch nur Pech...

Welchen kleinen Filter könnt Ihr mir für den 10-Liter-Glaskasten empfehlen, wenn die Fische groß genug für den Umzug sind - so dass die Fische nicht im Kreis fliegen? Den Dennerle-Eck oder einen anderen? Der Dennerle-Eck wäre vielleicht ganz gut, weil er sich gut drosseln lässt und man die Strömung gegen die Wand stellen kann, oder? Zumindest habe ich mit dem in meinem Bettabecken gute Erfahrungen gemacht.
Dann könnte ich das defekte Erweiterungsset nämlich morgen gleich gegen einen kleinen Filter tauschen.

Viele Grüße von Henny-Andrea
 

Henny

Mitglied
Hallo,

die Sachen von Gerd sind schon heute gekommen! :dance:

Soll ich den Einhängekasten mit einer Membranpumpe in das leere 10-Liter-Becken hängen? Dafür habe ich mir heute wegen des Unglücks mit der Bio-CO2 keinen kleinen Filter kaufen können. Aber ich denke, mit Membranpumpe brauche ich eigentlich momentan noch gar keinen Filter dafür. Den brauche ich doch erst, wenn die Fische direkt in dem kleinen Becken sind, oder? Oder brauche ich den doch wegen der Wasserdurchströmung des Kastens? Aber immer noch besser als die Dessertschale, oder?
Einen kleinen Filter kann ich hoffentlich Montag kaufen.

Die anderen laufenden AQ's halte ich gerade aus verschiedenen Gründen für nicht so geeignet.

Viele Grüße von Andrea
 

fischolli

R.I.P.
Moin Henny,

wenn du mit dem Geblubber des Gerdkastens leben kannst, käme für ein 10l-Becken auch ein kleiner Schwammfilter in Frage, den du auch mit der Pumpe betreibst.

Der muß m.E. auch erstmal nicht groß "einfahren", da du ja in dem kleinen Ding wohl eh hääufig genug Wasserwechsel machst. Alternativ in einem laufenden Becken mitlaufen lassen, solange die im Gerdkasten sitzen.

Gruß
 


Henny

Mitglied
Moin Olli,

danke für den Tipp. Aber ich glaube, das Geblubber nervt mich auf Dauer doch ein wenig. Da hole ich mir lieber den kleinen Dennerle-Eck. Mir reicht das Geblubber von dem Artemia-Set eigentlich schon.

Übrigens scheint Gerd die Artemia-Schale jetzt wirklich so zu bauen, dass die Cysten in das kleine Abteil gehören, so wie er es auch auf seiner HP schreibt.
Der Aufbau ist jetzt so: Kleine Kammer - Steg oben - mini Abstand (halber cm) - Steg unten - große Kammer.
Also anders rum als Du es auf Deiner Zeichnung hast.

Viele Grüße von Henny
 
Henny schrieb:
Soll ich den Einhängekasten mit einer Membranpumpe in das leere 10-Liter-Becken hängen?
ne. Das bringt gar nichts. Es ist eben das große, stabile Wasservolumen eines Aquariums, das den Effekt bringt. Den hast du ner 10-Liter-Schüssel nicht.
 

Henny

Mitglied
Hi Frank,

dass das suboptimal wäre, sehe ich natürlich ein.
Aber warum bringen 10 Liter nicht mehr Stabilität als 250 ml? Außerdem bringt die Membranpumpe zusätzlich Sauerstoff und Wasserbewegung, oder?

Viele Grüße von Andrea
 
Henny schrieb:
Aber warum bringen 10 Liter nicht mehr Stabilität als 500 ml? Außerdem bringt die Membranpumpe zusätzlich Sauerstoff und Wasserbewegung, oder?
stimmt, ja, aber du wirst das Wasser trotz allem relativ häufig wechseln und den GK öfter mal reinigen müssen.
 

Henny

Mitglied
Okay,

die Schale hat übrigens nur 250 ml, das habe ich nachträglich noch korrigiert.
Klar, spiele ich für meine Kleinen weiter die pingelige Putzfrau :mrgreen: .
Wie reinige ich den Gerdkasten denn? Rausnehmen, die Fische abkippen, saubermachen und Fische wieder rein?
Ich hab hier auch mal was von Auspinseln gelesen...Wie geht das und macht das Sinn?

Viele Grüße von Andrea
 
Wie reinige ich den Gerdkasten denn? Rausnehmen, die Fische abkippen, saubermachen und Fische wieder rein?
ne. Dreck gründlich absaugen und wenn nötig pinseln.
Ich hab hier auch mal was von Auspinseln gelesen...Wie geht das und macht das Sinn?
kleiner, weicher Pinsel. Einfach den Boden "abpinseln". Stll dir vor da ist ein schmieriger Bakterienbelag auf allen Oberflächen, den du weg putzen musst. Ist der GK bis zum oberen, gröberen Sieb gefüllt, wird das nach dem Pinseln verdreckte Wasser meistens so abgeführt. Anderenfalls genug Wasser absaugen.
 

fischolli

R.I.P.
Hi Andrea,

ich benutze zum Auspinseln einen schmalen, dafür ca. 3 cm breiten Pinsel. Damit schafft man mehr Fläche als mit einem normalen Tuschpinsel. Anschließend warte ich, bis sich der Schmodder absetzt und sauge das nochmal ab. Pinsel spül ich dann unter heissem Wasser aus.

Gruß
 

Henny

Mitglied
Hi,

danke Euch - es wird künftig gelackpinselt.

Ich kann das kleine Becken mit dem GK und Membranpumpe doch abdecken, oder? Sonst hätte ich nämlich ein echtes bis unlösbares Problem bezüglich meines Katers.

Viele Grüße von Andrea
 

fischolli

R.I.P.
Moin Frank,

um Gottes Willen. Wer benutzt dafür so was?

ich anfangs. :oops:

Aber ich hab schnell gemerkt, dass man damit nicht genug Druck erzeugen kann und die Belege schlecht wegbekommt. Deswegen nehm ich jetzt dasselbe wie du (mir fiel bloss der Name nicht ein dafür)

Gruß
 

Henny

Mitglied
Moin,

ich habe gerade den GK in der 12-Liter-Schüssel mit allem Gedöns angebracht und in Betrieb genommen.
Natürlich kommen sofort Fragen auf:

1.: Den GK habe ich bis oben mit Wasser befüllt, richtig?
2.: Kann ich mir vorstellen, dass die Artemia-Nauplien das feine Netz des GK in Kürze verstopfen werden. Ist das bei Euch so? Wenn ja, wie reinigt ihr das?

Der neue kleine Dennerl-Eck läuft gerade in einem anderen Becken ein. Diese enthaltene Kartusche werde ich bald gegen selber zugeschnittenes Material ersetzen (wie bei meinem alten Dennerle-Eck - super Standzeit!). Aber vielleicht übersteht diese Kartusche die Aufzucht dieser Fische in dem kleinen Becken. Ich hoffe es mal. Reinigung und Erhalt von Bakterien ist ja mit den Kartuschen nicht möglich - nur kompletter Austausch.

3.: Muss ich nur den GK lackpinseln oder das gesamte Beckchen?
4.: Macht es Sinn, Blasenschnecken und TDS mit ein bischen Grün in das Becken zu geben, damit die Schnecken Bakterien abgrasen? Oder belasten die nur zusätzlich das Wasser?
5. Sollte ich jeden Tag lackpinseln? Oder gemäß Beobachtung? Können es schon zuviele Baktereien sein, wenn ich sie sehen kann?

Die Fische sitzen jetzt im GK. Den Luftheber habe ich auf ganz gering gedrosselt, weil diese Tierchen ja noch gar keine Strömung kennen.

6.: Die Strömung würde ich in den nächsten Tagen erhöhen wollen. Sollten dort kleine Steine o.ä. hinein, um strömungsfreie Zonen zu bieten?
7.: Wäre ein wenig Froschbiss im GK gut?

Wie hatte Martin es so schön in seiner Signatur: "Mach nix, dann kanst Du auch nichts falsch machen!" :mrgreen:

Viele Grüße von Henny-Andrea
 

Henny

Mitglied
Ich habe mir gerade überlegt, dass Steine, Plastikpflazen o.ä. für strömungsarme Zonen totaler Käse sind, weil man sie nicht gründlich von Bakterien befreien kann.

Aber ich könnte doch künftig am Tag die Strömung etwas höher stellen und zur Nacht drosseln, oder?

Vielleicht mache ich mir aber schon wieder zu viele überflüssige Gedanken. :mrgreen:

Gute Nacht!
 

fischolli

R.I.P.
Moin Henny,

ich setze immer einige TDS in die Gerd-Kästen. Ob es viel bringt, weiss ich nicht, aber geschadet hat es auch nie und die lutschen den ganzen Tag den Boden und die Wände ab. In das 12er würde ich auch Schnecken oder sogar ein paar Garnelen reinsetzen.

Wenn die Gaze voom Gerd-Kasten verstopft ist, kannst du die mit einem dünnen Schlauch gut einfach absaugen. Bißchen Druck und hin- und herrubbeln, dann geht das gut weg und man bekommt auch keine Fische in den Schlauch.

Ich würde auch ruhig ein paar Schwimmpflanzen in den Kasten setzen.

Gruß
 


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