AQ ohne Filter

Ago

Mitglied
Ein neuer, letzter Versuch für Jochen:
Die Frage war "Welchen Bodengrund, in welcher Höhe kann ich nehmen um eine Filterung zu erzielen?"
Meine Antwort war "Der Bodengrund hat mit der Filterung erstmal nichts zutun."

Im Zusammenhang heißt das, ob Sand oder Kies ist erstmal wurscht.
 


G

Gelöschtes Mitglied 44959

Guest
Ein neuer, letzter Versuch für Jochen:
Die Frage war "Welchen Bodengrund, in welcher Höhe kann ich nehmen um eine Filterung zu erzielen?"
Meine Antwort war "Der Bodengrund hat mit der Filterung erstmal nichts zutun."

Im Zusammenhang heißt das, ob Sand oder Kies ist erstmal wurscht.
Kann ich hier einen Ausschnitt Posten? Da geht es um genau dass.
 

mraqua

Mitglied
Also, wenn wir ganz ehrlich sind, dann packen die meisten Sand oder Kies ins Becken, weil es netter aussieht als der Glasboden, und weil Pflanzen ohne Bodengrund irgendwie schwierig halten ... Die wenigsten denken darüber nach, daß der Bodengrund als Besiedlungsfläche für Bakterien geeignet sein soll.
Moin,
Aber genau das ist hier ja der Fall.

Und genauso wie man ein Aquarium durchaus komplett ohne Filter betreiben kann, ist auch Höhe und Art des Bodengrundes erstmal unerheblich für die Nitrifikation.
Glas alleine wird wohl nicht reichen um den Nitrit Abbauenden Bakterien genügend Oberfläche zu bieten (eine unbelegte Behauptung aus dem Bauch heraus).
Wenn also kein Filter vorhanden ist muss woanders die Oberfläche herkommen. Und da ist die Wahl des richtigen bodengrund schon wichtig. In einer 2mm dünnen Sandschicht wird wohl auch nicht genügend Oberfläche sein. In einer 5 cm dicken Kiesschicht vermutlich schon. Zu deiner Bodengrund bringt dann aber irgendwann auch nichts mehr weil das Wasser nicht durch den Boden kommt und somit das Nitrit nicht abgebaut werden. Ein zu hoher Bodengrund dagegen wird wohl unerwünscht viel Nitrat verbrauchen weil zu viele sauerstofffreie Zonen entstehen.
 
Hi,

öhm, blöde Frage, was soll denn in das Aquarium mal einziehen? Wenn Du Fische hast musst Du die ja mindestens jeden zweiten Tag füttern.... Somit würdest Du doch auch da immer nach der Technik gucken können/müssen.... Nur mal so als Gedankengang....
 

Ago

Mitglied
Moin,
Die Höhe und Art des Bodens spielt sehr wohl eine Rolle. Höherer Bodengrund bietet eine höhere Oberfläche. Außerdem mehr Sauerstoff Arme und freie Zonen. Kies wird insgesamt besser durchströmt als Sand.
Ein zu hoher Bodengrund kann wohl durchaus einiges an Nitrat schlucken.
Hallo Nils,

ist es nicht so, daß in den anaeroben Zonen eben keine Nitrifikation stattfindet, so daß nur die "oberste Oberfläche" relevant ist für den erwünschten Nitritabbau? Bei grobem Kies also etwas mehr, bei Sand wirklich nur der aller oberste Teil?
 
G

Gelöschtes Mitglied 44959

Guest
Hi,

öhm, blöde Frage, was soll denn in das Aquarium mal einziehen? Wenn Du Fische hast musst Du die ja mindestens jeden zweiten Tag füttern.... Somit würdest Du doch auch da immer nach der Technik gucken können/müssen.... Nur mal so als Gedankengang....
Genau steht es nicht fest.
2 Tage, sind 2 Tage lass einen Filter mal 2 Tage trocken rattern
 

Ago

Mitglied
Glas alleine wird wohl nicht reichen um den Nitrit Abbauenden Bakterien genügend Oberfläche zu bieten (eine unbelegte Behauptung aus dem Bauch heraus).
Ich finde, das kann man so pauschal nicht sagen. Der Glasboden bietet zwar die geringste Fläche (im Vergleich zu Sand und Kies), wird aber am optimalsten umspült. Rein hypothetisch - einen nackten Glasboden wollen wir wohl alle nicht haben - kann ich mir nicht vorstellen, daß ein Becken Nitritproblem bekäme, wenn ich bei nacktem Glasboden zwei kleine Fische auf 200 Litern halte.

Aber ja, wenn ich auf einen Filter verzichte, würde ich nicht noch auf den Bodengrund als vergrößerte Oberfläche gleichzeitig verzichten wollen.
 


Wolf

Moderator
Teammitglied
Also, wenn wir ganz ehrlich sind, dann packen die meisten Sand oder Kies ins Becken, weil es netter aussieht als der Glasboden, und weil Pflanzen ohne Bodengrund irgendwie schwierig halten ... Die wenigsten denken darüber nach, daß der Bodengrund als Besiedlungsfläche für Bakterien geeignet sein soll.
Hallo Anke,
Da täuscht du dich aber. Ich unterschätze den Bodengrund als Siedlungsfläche nicht mehr.
Ja, größere Oberfläche schafft mehr Besiedlungsfläche für Bakterien. Das streite ich ja gar nicht ab.
Aber wenn sich in meinem (gut eingefahrenen) Aquarium kein Nitrit bildet, dann (wie von Dir gesagt) schadet mehr Oberfläche nicht, nützt aber auch nichts.
Da stellt sich mir die Frage, ob ein Aquarium überhaupt vernünftig einfährt, wenn kein Boden vorhanden ist.
Und genauso wie man ein Aquarium durchaus komplett ohne Filter betreiben kann, ist auch Höhe und Art des Bodengrundes erstmal unerheblich für die Nitrifikation.
Es kommt halt eben auf die Besatzdichte an. Viel Fisch ohne Bodengrund, funktioniert nicht, auch mit dem besten Filter nicht. Ich habs getestet.
L. G. Wolf
 

Ago

Mitglied
Genau steht es nicht fest.
2 Tage, sind 2 Tage lass einen Filter mal 2 Tage trocken rattern
Und was ist, wenn Deine Fische schon zwei Tage an der Oberfläche japsen nach Luft?


der Gedankengang ist schon der richtige. Technik mag einem, dass Lebe erleichtern aber es bleibt Technik die anfällig ist und bleibt.
Anfällig ist vor allem das künstliche Biotop, daß wir schaffen, um lebende Wesen darin zu halten.

Wenn ich im Haus bin, würde ich auch regelmäßig nach den Fischen (und der Technik) sehen. Wenn mir die zwei Etagen zu mühsam sind, würde ich da kein Aquarium aufstellen. Man will ja auch was vom Becken haben ....

Versuch macht klug.
Meiner Meinung nach, und das ist nur meine Meinung, gehört zu einem techniklosen Becken etwas Aquaristik-Erfahrung. Einem Anfänger würde ich das Experiment nicht empfehlen, aber schon mal gar nicht, wenn man nicht regelmäßig ein Auge darauf hat.
 

Ago

Mitglied
Hallo Wolf,

Da täuscht du dich aber. Ich unterschätze den Bodengrund als Siedlungsfläche nicht mehr.
Du bist ja auch nicht "die meisten"!

In einem anderen Thread hier hieß es die Tage, daß sich die wenigsten mit einem Aquarium so viel Mühe geben und sich in die Materie einlesen und Wissen anhäufen, wie der harte Kern hier es versucht. Du zählst also nicht ...
c020.gif


Viel Fisch ohne Bodengrund, funktioniert nicht, auch mit dem besten Filter nicht. Ich habs getestet.
Das glaube ich Dir sofort!

Deshalb meine ich aber auch, daß Besatzdichte und eigenes Fütterungsverhalten viel ausschlaggebendere Faktoren bezüglich des "Gelingens" sind als die Frage 4cm Kies oder 5cm Sand.
 

mraqua

Mitglied
ist es nicht so, daß in den anaeroben Zonen eben keine Nitrifikation stattfindet, so daß nur die "oberste Oberfläche" relevant ist für den erwünschten Nitritabbau?
Hi Anke,
Genau. Da drunter wird das Nitrat dann wieder zu Stickstoff und Sauerstoff. Das kann man wollen oder auch nicht. Sollte man nur im Kopf haben.
 

Shai

Mitglied
Hey,

ein paar Infos zum Bodengrund:

https://www.aquaristik-hilfe.de/system07.htm


Auch wenn ich jetzt nicht alles was Herr Mundt "predigt" als die beste Art akzeptieren mag, so finde ich schon das er einige interessante Ansätze hat, die halt teilweise komplett konträr zu "unsrer" klassischen Aquaristik mit großen Filtern, etc.. stehen.


Grüße,
Lars
 
Hi,

ich frag mich auch, warum Du im Keller ein Aqua aufstellen willst, wenn Du gefühlt nie unten bist. ;) Wäre mir persönlich zu schade, wenn ich mir nen Becken aufstelle, ums dann nicht zu sehen. Nur meine Meinung, am Ende musst Du das komplett für Dich selber entscheiden. ;)
 
G

Gelöschtes Mitglied 44959

Guest
Und was ist, wenn Deine Fische schon zwei Tage an der Oberfläche japsen nach Luft?
Die Frage, stellt sich erstmal nicht und wenn sie es tun, tun sie dass auch mit Filter.
Zumal ich nie gesagt habe, dass ich das Becken nicht sehe.
selbst als Anfänger, kann man den Versuch wagen, wie soll man sonst lernen?
Zumal es von Anfang an nicht um den Besat, sondern um den bodengrund ging.
 
G

Gelöschtes Mitglied 44959

Guest
Hi,

ich frag mich auch, warum Du im Keller ein Aqua aufstellen willst, wenn Du gefühlt nie unten bist. ;) Wäre mir persönlich zu schade, wenn ich mir nen Becken aufstelle, ums dann nicht zu sehen. Nur meine Meinung, am Ende musst Du das komplett für Dich selber entscheiden. ;)
Wer sagt, dass ich nie in dem Raum bin? Es geht lediglich darum ein Becken zu betreiben, dass sich selbst filtert.
 
G

Gelöschtes Mitglied 44959

Guest
Hey,

ein paar Infos zum Bodengrund:

https://www.aquaristik-hilfe.de/system07.htm


Auch wenn ich jetzt nicht alles was Herr Mundt "predigt" als die beste Art akzeptieren mag, so finde ich schon das er einige interessante Ansätze hat, die halt teilweise komplett konträr zu "unsrer" klassischen Aquaristik mit großen Filtern, etc.. stehen.


Grüße,
Lars
Hey Lars, genau da habe ich auch die Beschreibung von dem filterlosem Becken gefunden.
 

mraqua

Mitglied
Moin,
Ich würde da ehrlich gesagt eher zu nem normalen Innenfilter greifen. Wenn der 2 Tage trocken läuft hast du andere Probleme. Aber bei anfänglich stärkerer beobachtung und einem moderaten Besatz und einer Strömungspumpe sehe ich da auch kein Problem drin. Ganz ohne Wasserbewegung würde ich es dann doch nicht machen.
 
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Wolf

Moderator
Teammitglied
Die Frage, stellt sich erstmal nicht und wenn sie es tun, tun sie dass auch mit Filter.
Das würde ich nicht sagen, denn durch die Oberflächenbewegung findet ja der Gasaustausch statt. Darüber hinaus sollte sich auch das sauerstoffarme Unterwasser mit dem sauerstoffreicheren Oberwasser mischen. Ich würde wenigstens eine Strömungspumpe verwenden.
 
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JoKo

Mitglied
Hi,

Ein neuer, letzter Versuch für Jochen:
Die Frage war "Welchen Bodengrund, in welcher Höhe kann ich nehmen um eine Filterung zu erzielen?"
Meine Antwort war "Der Bodengrund hat mit der Filterung erstmal nichts zutun."

Im Zusammenhang heißt das, ob Sand oder Kies ist erstmal wurscht.

Ebenfalls der letzte Versuch:
Zusammenhang:
"Ich will ein Aquarium ohne Filter", und:
"Welchen Bodengrund soll ich nehmen für die FIlterung?" (Filterung nach meinem Verständnis hier hauptsächlich Nitrifikation)
"Der Bodengrund hat mit der Filterung erstmal nichts zu tun" ==> halte ich für grundlegend falsch. Der Bodengrund hat immer etwas mit Filterung zu tun, auch "erstmal", und wenn so wie hier nach einem Aquarium ohne Filter gefragt wird erst recht. Dann ist der Bodengrund das wichtigste was man zur Filterung = Nitrifikation haben kann.
"Sand oder Kies", siehe weiter unten.



In einer 2mm dünnen Sandschicht wird wohl auch nicht genügend Oberfläche sein. In einer 5 cm dicken Kiesschicht vermutlich schon.

Grundsätzlich gilt: je kleiner die Partikel des Bodengrundes, umso grösser die zur Verfügung stehende Oberfläche. Bei gleicher Schichtdicke bietet ein Bodengrund mit 1mm grossen Sandkörnern eine grössere Oberfläche als 5mm Kies. Mathematisch, die Durchströmung ist dabei natürlich nicht berücksichtigt.
Natürlich muss noch Wasser eindringen/durchströmen können, ohne Sauerstoff gibt es keine Umwandlung von Nitrit nach Nitrat
Deine Aussage ist vielleicht richtig, man kann sie jedoch auch umdrehen: eine 5mm Kiesschicht (bei angenommener 5mm Korngröße geht nicht weniger) wird eine kleinere Oberfläche bieten als 5cm Sand.

Um bei gleicher Schichtdicke zu bleiben: eine 5cm Sandschicht (1mm Körnung) bietet eine grössere Oberfläche als 5cm Kies (5mm Körnung).

Meine erste Aussage, dass ich die Höhe für unwichtig für die Filter halte ist so nicht vollständig und daher missverständlich formuliert: ich ging davon aus, dass mit Filterung = Nitrifikation gemeint ist, diese findet nur in der oberen Schicht statt. Ich bin bei der Aussage nicht davon ausgegangen, dass dann von einer nur wenigen mm hohen Schicht ausgeht, mein Fehler.
Besser formuliert: ob die Höhe nun 3cm oder 10cm ist, ist für die Nitrifikation egal, dass in den unteren, sauerstoffarmen Schichten noch weitere Prozesse stattfinden ist klar.

Bei einem langsam durchströmten HMF sagt man immer dass es egal ist, ob man nun eine 3cm oder 5cm Matte nimmt, die Nitrifikation finde angeblich nur in den ersten 1-2cm statt, und das obwohl die komplette Matte durchströmt wird.





Was ich bei der letzten Neueinrichtung meines 300l Beckens beobachtet habe:
Das Aquarium wurde fast komplett geleert, im Aquarium war aber noch der Sand der noch ein paar cm mit Wasser bedeckt ist.
Die Matte des HMF wurde getauscht, d.h. definitiv keinerlei Bakterien auf der neuen Matte
Das Aquarium stand so ein paar Tage, wurde mit Wasser befüllt bepflanzt, und nach nur wenigen Tagen neu besetzt. Mit 20 Bitterlingsbarben, 20 T. espei und 10 Botia striata. Das ist aus meiner Sicht schon eher ein starker als ein schwacher Besatz für 300l

Nitritpeak? Fehlanzeige, es gab keinen. Selbst mit den JBL Tropfentest nicht messbar ==> meine persönliche Interpretation: der Bodengrund hatte noch so viel an Bakterien dass es gereicht hat mit der neuen Belastung fertig zu werden.
 


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