Anbringen von selbst gebauter Einrichtung

Steff_Tirol

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Hallo zusammen!

Nach zehn Jahren Aquaristik Pause habe ich mir wieder ein Becken angeschafft. Es wurde vor einer Woche geliefert und dient als Raumteiler zwischen Wohn- und Essbereich. Es ist mit 536 Litern schon ganz ordentlich groß. Aufgrund gewisser Nervosität bezgl. des Estrichs habe ich mich dazu entschieden die Einrichtung selbst zu bauen. Es soll ein Tanganjika Becken werden und 200 Kilogramm Stein zusätzlich will ich dem Boden nicht zu muten. Die Lieferzeit zog sich auf satte 9 Monate, wodurch ich viel Zeit für den Einrichtungsbau hatte. Eine nette Lockdownbeschäftigung war es auch...

Gestern war mein Glaser bei mir um eine zusätzliche Bohrung an zu bringen und riet mir davon ab die Einrichtung einzukleben, da ich sie nie mehr rausbekomme. Das war eigentlich mein Plan seit ich die Idee gefasst habe. Die Einrichtung besteht aus Pressstyropor, überzogen mit Zement Sand Gemisch und anschließender Versiegelung. Sie hat ca. 20kg Auftrieb. Der Glaser schlug das Einkleben von Klemmplatten vor. An und für sich keine schlechte Idee, aber die Barsche Graben im Kies und dann wären die klemmungen frei gelegt, was nicht gut ausschaut. Aktuell grüble ich über eine Lösung mit Magneten. Könnt ihr euch bitte mal die Bilder anschauen und posten, wie ihr das lösen würdet? By the way: die Felsen bestehen aus drei Modulen.

Danke im Voraus

SteffAnhang anzeigen 78965Anhang anzeigen 78966Anhang anzeigen 78964Anhang anzeigen 78963
 
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Reaktionen: Ago


Ago

Mitglied
Hallo Steff,

helfen kann ich Dir nicht, aber wow, das sieht super aus!

Wie hast Du die Farbschattierungen in die "Steine" bekommen?
Und womit versiegelt man sowas?
 

Steff_Tirol

Mitglied
Hallo Ago!

vielen Dank! Bin schon gespannt wie das fertige Setup aussehen wird.

Bemalt ist das ganze mit Acrylfarben. Unterm Strich ist das ganz simple Technik. Einfach das ganze Gebilde eingestrichen und mit dem Schwamm wieder abgewischt. Hier hab ich das in 3 Farben gemacht. Dunkel begonnen ( fast schwarz), dann grau, dann noch bräunlich. Anschließend hab ich die weißen Adern gezogen und zum Schluss noch mit fast trockem Pinsel und weißer farbe (Pinsel in weiße Farbe tauchen und auf einem Tuch so lange trocken pinseln bis keine Farbe mehr abgeht) die erhöhten Stellen herausgehoben.
Versiegelt hab ich den Felsen mit transparenten zwei Komponenten Epoxidharz.

Lg
 

Snowgnome

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Hi,

zunächst mal würde mich interessieren, was für Tanganjikacichliden (DAS SIND KEINE BARSCHE) du halten möchtest. Soweitich das auf dem Bild erkennen kann, bietet das Selbstbaukonstrukt nämlich keine Versteckmöglichkeiten.

Ich hätte das ganze als hohle Module gebaut und unsichtbar (z.B. an derWandseite) mehr oder weniger offen gelassen, so das der Körper mit Wasser voll laufen kann. Das Ganze dauerhaft einkleben hat den Nachteil, dass im Notfall das Herausfangen von Fischen schwierig ist. Andererseit schweint der Aufbau ja nicht so sehr stark struktuiert zu sein, so dass daas Einkeben eventuell noch immer besser ist als die Klemmvariante (deren Umsetzung ich mir derzeitig noch nicht vorstelen kann). Unterm Strich hätte ich persönlich Bedenken, dass es zu viel Styropor ist
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo Steff und willkommen hier im Forum,
Die Steine sehen farblich super aus, nur schade das sie so glänzen, aber das verliert sich vielleicht noch.
20 kg Auftrieb ist natürlich schon eine Nummer und mir fällt außer kleben nichts ein. Silikon hält doch wie gift, da bräuchtes du doch nur ein paar Punkte setzen, an die du säter noch mit einem Teppichmesser hinkommst.
Juwelfilter sind ja auch eingeklebt und man kann sie raus schneiden.
L. G. Wolf
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Schon klar, aber denk doch was Silikon zusammen halten muss, wobei ich natürlich nicht weiß wie gut es auf Styropor bzw Farbe hält.
L. G. Wolf
 


Snowgnome

Mitglied
Ich habe da ja sellbst einiges gebaut. Meine Rückwände sind aber nicht so voluminös und sitzen zudem noch unter den Querstreben. Wenn das Ganze mehr oder weniger vollflächig eingeklebt wird, wird es warscheinlich halten, bringt aber Nachteile im Handling mit sich
 

Steff_Tirol

Mitglied
Hallo Snowgnome!

Geplant hab ich eine kleine Gruppe Cyphotilapia (1M4W) mit Neolamprologus brichardi als Beifisch und eine Hand voll Perticolas als Besatz.
Also Cichliden werden bei uns in der Mundart immer noch als Buntbarsche bezeichnet (auch im Fachhandel) und gehören meines Wissens nach zu den barschartigen Knochenfischen. So werden sie zumindest in meinen (ev. veralteten) Fachbüchern beschrieben. Habe bereits 20 Jahre sowohl Malawis und auch Tanganjikas gehalten...

@Versteckmöglichkeiten: Es sind zwei große und 4 kleine Höhlen (Brichardiformat) integriert. Diese sind auf den Fotos nicht ersichtlich. Der große Block an der "Rückseite" ist hinten großteils hohl und der Eingang ist verschließbar und das Gebilde nach oben offen. Das hätte ich mir als "Falle" zum eventuellen Fangen der Fische gedacht. Des Weiteren kommen ja noch ein paar echte Schieferplatten rein, welche für weitere Unterstände sorgen werden.

Zur klemmvariante, Magnetvariante oder heute geborenen Idee der Einrastvariante stelle ich bei Gelegenheit heute oder morgen mal Skizzen online.

@Wolf: Der Glanz kommt von der Epoxiversiegelung. Ich bin aber guter Dinge, dass das Wasser etwas davon bricht und auch eine gewisse gewünschte Veralgung diese Thema relativiert. Das werden die nächsten Wochen zeigen.

Genau genommen ist es kein Styropor sondern Roofmate. Das lässt sich bestens verkleben und hält bombenfest. Ich habe die Klebevariante auch noch nicht verworfen, es wäre jedoch angenehm, wenn die Elemente zur Reinigung einfach entnehmbar wären.

Grüße aus dem nun endlich verschneiten Tirol!
 

Ago

Mitglied
Hallo Steff,

ich würde gerne die weitere Entwicklung Deines Beckens mitverfolgen. Wenn Du immer mal wieder schreiben und Bilder posten würdest, machst Du mich glücklich.
 

jochenb

Mitglied
Hast Du mal ausgerechnet, wieviel schwerer das Aquarium durch eine "normale" Einrichtung würde? Ich glaube, das ist für den Boden unerheblich. Das Wasser wiegt 536 kg. Wenn 1/5 des Inhalts Einrichtung ist (vermutlich ist es aber viel weniger), dann kommen da gerade mal 80 bis 90 kg dazu. Wenn das Zimmer nur 20 qm groß ist, dann muss die Decke immerhin schon 4 Tonnen tragen können. Punktlasten sind natürlich kritisch, aber Du stellst das Aquarium sicher nicht auf einen einzelnen Mittelfuß.

Die Magnetlösung habe ich für Innenfilter schon praktiziert, weil diese Saugnäpfe schnell nicht mehr halten. Man muss aber verhindern, dass die Einrichtung nicht an den Scheiben hochrutscht. Das kann man ja mit aufgeklebten Glasleisten lösen. Das Gegenstück des Magneten an der Einrichtung muss natürlich aussen sein. Dann lässt sich das leicht lösen. Kann nur sein, dass das die Optik stört.
 

Wolf

Moderator
Teammitglied
Hallo Anke,
Das selbe dachte wie Steff ich auch. Du bist ja schnell glücklich zu machen. Soll ich dann auch mal wieder ein Bild von meinen Aquarien machen, bist du dann auch glücklich?
L. G. Wolf
 
G

Gelöschtes Mitglied 39171

Guest
Moin Steff.

Der Aufbau ist der Hammer. Sieht wirklich sehr gut aus.

Außer verklaben fällt mit da aber auch nichts ein.
 

Snowgnome

Mitglied
Hi Steff,

auch bei uns werden Cichliden Buntbarsche genannt - aber es sind eben keine Barsche:). Barsche findet man in den gemäßigten Zonen der nördlichen Hemisphäre.

Mir persönlich wäre der Steinaufbau zu klein. Ich bin aber auch in erster Linie bei den Malawifelsbewohnern/Aufwuchsfressern. Du willst doch hoffentich keine C. frontosa in der Pfütze halten???
 

Ago

Mitglied
Hallo Anke,
Das selbe dachte wie Steff ich auch. Du bist ja schnell glücklich zu machen. Soll ich dann auch mal wieder ein Bild von meinen Aquarien machen, bist du dann auch glücklich?
L. G. Wolf
Wolf, Du musst jetzt ganz stark sein! Nicht jeder Mann kann mich glücklich machen. Deine Fotos sind mir einfach zu rosastichig ...


 

Snowgnome

Mitglied
Hi
Hi Steff,

Du willst doch hoffentich keine C. frontosa in der Pfütze halten???

Cyphotilapia frontosa können über 30 cm groß werden und leben in größeren Tiefe als viele andere aquaristisch interessante Fische. Die mögen es schummerg und benötigen viel Platz. Das ist in dem - sorry - Spucknapf, der dann noch höher als breit und als Raumteiler beidseitig durchsehbar ist, absolutnicht umsetzbar. Eine seriöse Haltung dürfte erst in Becen jenseit der 1000 Liter in Frage kommen
 

Steff_Tirol

Mitglied
Hallo zusammen!

Ich sag euch was, gestern und heute hat uns in Tirol eine harte Schneewalze überrollt. Totales Chaos auf allen Straßen und stundenlanges Schneeschippen war angesagt...

Aber zurück zum Thema:

@Jochen:
Ja, ich hab das theoretische Gewicht mal überschlagen. Aber wenn man bei der Dichte von Stein (im Durchschnitt) 2,5kg /Liter ausgeht wären das bei einer Annahme von 20% des Volumens schon an die 270kg. Ich hab damals mit ca.150-200kg gerechnet. Das Becken wiegt 141kg, der Kasten 120kg, der Kies ca. 60 kg und Wasser eben 536kg. Da kommen ohne Gestein schon 857kg. Mit Einrichtung komplett aus Stein auf 1000-1100kg. Mein Raum hat 42qm^2, aber mir geht es dabei nicht um die Decke, sondern um den Estrich. Der Estrich misst 6cm (Bodenheizung darunter) und wird mit 400kg/m^2 Traglast bemessen. Allerdings habe ich Holzoptikfeinsteinfliesen mit 130x30cm verlegt, was die Auflagefläche mehr als verdoppelt. Sowohl mein Estrichleger, als auch mein Statiker mit dem ich beruflich zusammen arbeite, hat mir für 900kg auf alle Fälle grünes Licht gegeben.
Mir ist halt wichtig, dass hierbei auch das Bauchgefühl stimmt.

Ich wollte schon mich schon längst mit Einrichtungsbau beschäftigen und der Lockdown im Frühling gab mir die nötige Zeit dazu. Hab da ca. 100 Stunden dran gearbeitet und jetzt will ich es natürlich auch verwenden. :)

Wie du richtig bemerkt hast, lieg der Kasten flächig auf einer Gummimatte auf.
Zu den Magneten: Ich hätte die Blechstreifen (magnetischer Nirosta Stahl) innen eingeklebt. Ich bin da skeptisch ob das von außen aufgebracht auch aussreichend Haltekraft aufbringt. Bin leider bei meiner Montagegeschicht noch nicht wirklich weiter gekommen.



@Marco:
Ja, ich reden von Frontosas, allerdings von einer kleinen Gruppe Jungtieren (aktuell 6-7cm) , die ca. eineinhalb Jahre bei mir Asyl bekommen, während ein Freund von mir Haus baut. Der verkauft seine Eigentumswohnung und zieht während der Bauphase zurück zu seinen Eltern und will sein Becken dort nicht aufstellen. Ich bin mir ziemlich sicher dass die Tiere diese Zeit unbeschadet bei mir überstehen und natürlich hab ich mich eingehend (auch schon früher) mit den Frontis auseinandergesetzt. Mich haben die Tiere seit Ewigkeiten fasziniert und so hab ich zumindest die Gelegenheit, sie für eine Zeit lang zu halten.

Im Grunde gebe ich Dir eh recht, wenn auch nicht zu hundert Prozent.

Ich bitte Dich allerdings deine Kampfrethorik (Spuknapf, Pfütze, usw.) hinten an zu stellen. Schon klar, Du willst die Dramatik unterstreich, aber ich verstehe Dich auch wenn´s sachlich bleibt.

Gruß
 

Snowgnome

Mitglied
Hi,

als Übergangsquartier ist das natürlich was anderes. Aallerdings finde ich die Übergangsphase von eineinhalb Jahren schon bedenklich lang. Aber gut, ich weiß nicht wie schnell Frontis wachsen.

Was aber weiter im Raum steht, ist die zwar extrem gut gelungene Bastelarbeit, die aber den Ansprüchen der Tiere nicht so wirklich gerecht wird.
 


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