Amerikanische Flusskrebse

Hallo an alle hier,
ich bin ein neuer und hab auch gleich mal ne Frage an die Experten hier, ich bin schon seit Jahren Aquarianer und habe auch einige Teiche im Garten. Mich haben schon immer Amerikanische Flusskrebse interessiert nur waren sie immer draußen untergebracht und nun will ein oder zwei in einem Kaltwasserbecken pflegen, nur ab welcher Größe des Aquariums kann mann Anfangen?

mfg

Schmerle
 


Hallo Schmerle,

Bei den Amerikanischen Flusskrebse kommt es auf die Art an.
Bei Cambarellus ( CPO´S )reicht meist ein Becken von 60 cm Länge,( größer schadet auch nicht, es kommt auch da auf die Besatzstärke an )vobei Procambarus Arten nach meiner persönlichen Meinung ,diese nicht unter einen Meter sein sollten.Obwohl manche behaupten das auch da 60 cm reichen würden.Das finde ich selbst für ein Pärchen zu viel zu klein.
Über die Temperatur brachst du dir keine Sorgen zu machen ,da diese Arten auch kurzfristig 28 -30 Grad aushalten.Stelle sie nur nicht direkt in die Sonne.Die beste Temperatur liegt bei 25 Grad da fühlen sich meine am wohlsten. Bei dieser Temperatur sind sie sehr viel im Becken unterwegs.

Gruß Jochen
 
Hallo Jochen,
Danke für die Antwort: hier erstmal der Lateinische name: Oronectes Limosus. Das mit den Temperaturen und so ist mir nicht neu hatte auch schon Welche nur ab welcher Aquariengröße war mir unbekannt da sie bei mir in einer 200 l Badewanne oder im Teich lebten das letzte war keine gute Idee da sich da einer auf seine letzte Wanderschaft ins freie Begab.

mfg

Sven
 

Pagan

Mitglied
Hi,

also bei Orangen Zwerflusskrebsen und Marmorkrebsen bin ich mir ziemlich sicher, dass 60 Liter reichen für ca. 4 Tiere. Ich selber halte Marmorkrebse als Lebendfutterzucht in 60 Liter, und die großen Tiere arrangieren sich ganz gut, benutzen "Laichhöhlen" abwechselnd, sind sehr aktiv, mit einigen Lavasteinen im Becken...

Bei den aller meisten anderen amerikanischen Flusskrebsen wird meistens eine Mindestbeckengröße von 100 Litern, also 80cm Breite angegeben, pro Tier! Grade viele Procambarus-Arten sind untereinander sehr aggressiv, da alle einen sozusagen eigenen Charakter haben. Auch als sehr friedlich zu Fischen angegebene Arten, z.B. Procambarus clarkii haben es meinen Goldfischen so sehr gezeigt, dass ich meinen Krebs in 60L separieren musste. Dort ist er dann aber leider nach ca. 5 Monaten ganz plötzlich eingegangen, obwohl nicht einmal richtig ausgewachsen. Ich habe keine Ahnung warum. Sah gesund aus, war sehr lebhaft, hat ausreichend zu fressen bekommen, war "handzahm"... Vermutlich war das Becken einfach zu klein, so dass er verkümmert ist.

Wenn du Krebse zu Fischen setzen möchtest, dann brauchst du auf jeden Fall einen Platz zum separieren, falls es schief geht. Das kann auch erst nach 2-6 Monaten sein, dass die Tiere "durchdrehen", und scheinbar zum Spaß Fische morden.
Hälst du sie einzeln, dann am besten ab 100L, bei mehreren noch größer mit vielen Steinen und Ästen als Verstecke. Auch habe ich öfters gelesen, dass sie mit groberem Kies als Bodengrund besser klarkommen. Die buddeln auch wie die Weltmeister und gestalten sich die Becken wie sie wollen. Das gibt einen schön natürlichen Look der Becken, den nicht jeder Aquarianer mag. ;) Steinaufbauten sollten doppelt und dreifach gesichert sein!!!

Informier dich doch einfach ein bisschen auf www.wirbellose.de :)

Gruß
Seb
 
Danke Seb,
auch für deine Antwort und es geht hier um die wirklich etwas größeren aber fürs Kaltwasser die man bei uns so schön eingeschleppt hat sollte es nicht Funktionieren dann stehen im Ausenbereich 400 l Wasser zur Verfügung und sollte es immer noch nicht funktioniere dann gebe es eine Zwangsversetzung zu den Spiegelkarpfen mit behaglichen 14 Kubikmetern Wasserinhalt.

mfg

Sven
 
A

Anonymous

Guest
Moin,

was bedeutet denn: "draussen untergebracht"? Ich hoffe, Du hast die nicht im Teich gehalten? Und ich hoffe, Du hast Dich ausreichend über das Wanderverhalten von Kamberkrebsen und deren Gefahr der potentiellen Krebspestinfektion informiert?

Beckengröße sollte für Kamberkrebse bei Paaren und mehr mindestens 80 cm betragen, besser wären 100 cm. Sie sind, wie beinahe alle Nordamerikaner nicht unbedingt friedlich untereinander, vor Allem nicht, wenn sie sich häuten.

Das Becken sollte gut mit Wurzeln, Steinen und Höhlen strukturiert werden, damit sie sich aus dem Weg gehen können. Ausserdem freie Sichtfläche zwischendrin, damit sie sich bereits von Weitem sehen und ausweichen können. Sonst kommts gehäuft zu Verletzungen und fehlenden Gliedmaßen.

Temperatur sollte zwischen 15 - 24° liegen, für kürzere Zeit vertragen sie auch höhere Temperaturen.
 


Pagan

Mitglied
Du sprichst also von Edelkrebsen? Die gelten ja als Delikatesse unter den Feinschmeckern und sind hierzulande schon wieder stark bedroht, durch Gourmets und durch andere eingeschleppte Arten.
Die aller meisten Flusskrebse sind eher an Kaltwasser angepasst. Über 25°C sollte die Wassertemperatur dauerhaft nicht steigen, allerdings auch nicht unter 6 im Winter sinken. Es gibt also keine bestimmten Kaltwasser-Krebse, weil die aller meisten Arten in Kaltwasser leben.

Es wäre aber wirklich hilfreich wenn du sagst welche Art du halten möchtest! ;)
 
Hallo erstmal,
der Artennahme steht etwas weiter oben aber hier nochmal: Oronectes Limosus.
Temperaturen und Wanderverhalten sind mir nicht unbekannt wie gesagt ich hatte auch mal vor Jahren Welche.
bei den Teichen handelt es sich einmal um einen Kübelteich und einmal um einen umfunktionierten Swimmingpool aber ich werd die dann wahrscheinlich imm Sommer über erst mal draußen lassen.
Bisher hab ich ja noch keine da sollte die Elbe erst mal etwas an Wasser verlieren.

mfg

Sven
 
A

Anonymous

Guest
Hi Acid,

Orconectes Limosus = Kamberkrebs, nordamrikanischer Flußkrebs.

Sven, auch wenn die Elbe leider auch schon verseucht mit den Viechern ist, haben die im Gartenteich oder nem ausgedienten Swimmingpool nix zu suchen, weil sie da auch wieder ausbüchsen und dadurch das nächstgelegene Gewässer auch noch verseuchen. Also tu allen die Liebe und halte sie im Aquarium, aber bitte nicht draussen, wo Du sie nicht unter Kontrolle hast.
 
Hallo,
leider kann ich mir beim besten willen nicht vorstellen das sie nach der Wasseroberfläche weitere 20 cm vertikal nach oben Klettern, und das nächste Gewässer ist ein Bach der in die Elbe mündet und ein halbes Jahr Wasser führt nein im ernst bei uns gibt's in den umliegenden Gewässer auch diese Invasoren daher wäre es kein unterschied, auch bin ich der Meinung das die Flusskrebse keinen Km Landgang vertragen in einem Alten Teich von mir wo mal einer gelebt hat ist er nicht weiter als 10m gekommen. Wenn es sich um den Roten Sumpfkrebs handeln würde wäre das ja ne ganz andere Geschichte die sollen ja wirklich ein Stückchen weit kommen.

mfg

Sven
 

Pagan

Mitglied
Die klettern... Das kannste glauben. ;) Nur mit glatten Glaswänden würden sie so ihre Probleme haben...
In sonem Teich würdet du sie dann ja nicht mehr sehen...
 
Im Kübelteich könnte ich mir es vorstellen aber im Swimmingpool würde ich ganz Stark bezweifeln da sie nirgends einen Halt finden. Ja im Swimmingpool würd ich die nicht mehr sehen aber wenn glaub ich das ihnen die 400 l doch reichen auch hab ich schon früher beobachten können das der ein oder andere an diesen glatten Wänden hoch wollte aber es ist nur beim versuch geblieben.
Eine Sache Frag ich mich eigentlich braucht man nenn Angelschein um diese bei uns nicht schützenwerte Art zu Fangen?

mfg

Sven
 

Pagan

Mitglied
Ich denke nicht, da sie eben nicht schützenwert ist, sondern eher als Schädlich geahndet wird.
Ich bin mir aber nicht sicher. Bei uns in Bremen gibt es das Stockangelrecht...
Du brauchst ja auch keinen Angelschein um Stichlinge zu keschern. Das ist ganz einfach nur verboten. ;)
Wenn du aber eine Reuse, Angel oder Senke dafür benutzt, dann brauchst du den entsprechenden Schein.
 
Ja das mit den Reusen das weiß ich durch nen Freund nein wenn der Wasserstand weit genug unten ist muss mann nur noch etwas größere Steine umdrehen und ruck zuck hat man da ein paar krebse gefunden hatte sie nur nie mitgenommen, meine ersten hatte ich von einem netten Fischer aus Senftenberg bekommen.

mfg

Sven
 
A

Anonymous

Guest
Moin,

also zunächst einmal hat schon so mancher Aquarianer, der vorher Stein und Bein geschworen hat, daß sein Krebs gewisse Hindernisse nicht überwinden würde, nicht schlecht gestaunt, wenn er denselben plötzlich am Boden vorfand. Sie klettern an den winzigsten Unebenheiten rauf und davon hat eine Swimmingpoolwand reichlich. Hast Du schonmal gesehen, wenn ein 20cm-Quadri sich an den Silikonnähten eines AQ hochgehangelt hat?

2. büchsen sie nicht aus, weil ihnen das Volumen nicht reicht. Sie gehen auf Wanderschaft, um nach potentiellen Geschlechtspartnern zu suchen, oder aber, wenn z.B. zu viele Männchen im gleichen Gewässer vorhanden sind und sich gegenseitig stressen und die Weiber wegschnappen.

3. ist es völlig egal, wieviele bereits in der Umgebung sind. Jeder einzelne, der wieder hinzukommt, potenziert sich innerhalb kürzester Zeit. Die Tiere sind nicht nur nicht geschützt, es ist sogar verboten, einen zufällig aus dem Wasser gefischten Kamberkrebs wieder zurückzuwerfen. Es ist ausdrücklich erwünscht, diese Tiere abzufischen und zu töten.

Ich weiß ja, daß man sich, wenn man sich in den Kopf gesetzt hat, diese Viecher im Garten zu halten, gern die Argumente schönredet. Aber es ist und bleibt eine Tatsache, daß nordamerikanische Krebse NICHTS im Freien zu suchen haben, egal, unter welchen Umständen. Selbst wenn es Dir gelingen würde, zu verhindern, daß sie sich auf Wanderschaft begeben, so kannst Du trotzdem nicht sicherstellen, daß sie z.B. durch Räuber verschleppt werden. Bei uns machen sich z.B. die Störche inzwischen gern über Gartenteiche her und fischen dort, was sie erwischen können. Mitten in der Stadt.
Hinzu kommt die Kontaminierung mit Krebspestsporen, die von landenen Wasservögeln ebenfalls weitergetragen werden. Alle Bemühungen, die entsprechenden Gewässer wieder für einheimische Krebse bewohnbar zu machen, würden unvernünftige Halter, die diese Tiere unbedingt im Garten halten wollen, zunichte machen, da sie bei der "Bearbeitung" ausser Acht gelassen würden. Also Seuchenherde, die nicht auf dem Schirm landen.

Verstehe doch bitte, daß es unbedingt notwendig ist, JEDEN Halter davon zu überzeugen, daß er mit diesen Tieren verantwortungsbewusst umgehen muß. Dazu gehört auch, nicht mit einem sauschlechten Beispiel voranzugehen und sie wider besseren Wissens im Freien zu halten und alle Risiken einzugehen, die zu einer weiteren Verbreitung der Krebspest beitragen.

Wenn es also unbedingt Kamberkrebse sein müssen, dann bitte im Haus. Ansonsten schau Dich doch bitte nach Tieren um, die keine (zusätzliche) Faunenverfälschung und Gefährdung herbeiführen.
 
Hallo Jutta,
leider kann ich deine Auffassung nicht teilen ist nicht böse gemeint, nur bei uns gibt es nicht den Kampf gegen die Amis und den versuch die Edelkrebse wieder zurück zu bekommen die Wasserqualität ist für sie nicht wirklich geeignet und ich bezweifle das mann es schaffen wird die Amis zu 100% zu vertreiben.

mfg

Sven
 
A

Anonymous

Guest
Hi Sven

sorry, aber Du machst es Dir wirklich leicht. Aber hauptsache, Du hast ein Argument gefunden, Deinen egoistischen Plänen folgen zu können. Kein Wunder, daß die Neobiota immer mehr zunehmen.
 


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