54l-AQ - Blaues Fadenfischpäärchen und Co.?

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Helly25

Guest
Guten Tag allerseits ^^

Wie ihr unschwer erkennen könnt, bin ich neu hier! Ich bin weiblich, noch längst nicht volljährig (darf man hier genau sagen, wie alt man ist? Ich denke nicht) und persönlich absoluter Neuling im Gebiet der Aquaristik, obwohl ich mich schon weitestgehend informiert habe. :study:
Meine Eltern haben mehrere Jahre, als ich noch kleiner war, ein 240l AQ gehabt, mit allerlei Fischen (unter anderem einem Fehlkauf-(Waben?)Schildwels, einer von diesen letztendlich riesigen, 50cm großen dunklen mit weißen Punkten :frech: ). Das AQ steht jetzt leer auf dem Dachboden, und mein Vater schafft es nicht, dass Ding alleine wieder runter zu holen. Da ich aber wirklich gerne mal ein Aquarium haben/pflegen möchte, haben wir mir jetzt ein 54l AQ gekauft, mit "Komplettausstattung". Auch anderes, wie Thermometer, "Wasseraufbereiter" und Co. haben wir schon gekauft.
Nun fehlen nur noch der Boden, die Pflanzen, Fische und natürlich das Wasser. Den Kies bekommen wir von der Arbeit meiner Mutter (Museum Meereskunde und Fischerei), der Rest... Naja ^^
Außerdem haben wir bei Ebay Kleinanzeigen in unserer Stadt jemanden gefunden, der uns Schneckennachwuchs schenken würde, also zum Aufbau vom ganzen "Stoffwechsel" ganz sinnvoll?

Naja, zurück zum eigentlichen Thema:
Wir haben die Einlaufphase noch nicht begonnen, jedoch möchte ich mir schonmal darüber im Klaren werden, was für Fische ich eigentlich möchte!
Mein absoluter Traum wäre ein Päärchen Trichogaster trichopterus (Blauer Fadenfisch). Ist es angemessen, diese Fische in einem 54l AQ zu halten? Wenn nicht, kennt jemand etwas vergleichbares? :)
Außerdem hatte ich an kleine Welse gedacht, welche genau weiß ich noch nicht?
Schwarmfische würden wahrscheinlich das Aquarium zu sehr "vollklatschen", darum denke ich, die lasse ich weg. Was denkt ihr? :)
Übrigens müssten sich alle Fische mit den Posthornschnecken vertragen, ich möchte kein Blutbad. Ein wenig natürliche Selektion wäre ntürlich nett, aber ich werde mir jetzt keine Kugelfische anschaffen, wenn ihr wisst was ich meine. ^^

Wäre cool, wenn ihr mir helfen könntet :)
Gruß,
Helly25 (Julia)

PS: Den Leitfaden für Anfänger habe ich aufmerksam durchgelesen und zur Kenntnis kenommen :wink:

Oh, und wir haben relativ hartes Wasser hier! Und, falls ihr es noch nicht wahrgenommen habt durch meinen Vorschlag, ein SüßwasserAQ ^^
 


H

Helly25

Guest
Falls ihr genauerer AQ-Größe braucht:
Länge: 60 cm
Breite: 30 cm
Höhe: 30 cm
 
Hallo Julia,

der blaue Fadenfisch wird einfach zu groß für dein Becken. Wenn ihr das 240er doch irgendwie runtertragen und aufstellen könntet, stünde deinem Traum zumindest von der Beckengröße her nichts im Wege.

Unter den kleiner bleibenden Fadenfischen kenn ich aus eigener Erfahrung nur den Zwergfadenfisch, Trichogaster lalius, aber die Männchen sind derart revierbildend, dass das im 54er für das Weibchen einfach nur schiefgehen kann. Ich halte sie als Trio im 240er und das ist...okay.

Zwergbuntbarsche wären dann zwar auch wieder ein toller Blickfang, 54 Liter sind jedoch abermals sehr, sehr knapp bemessen (ich würde es nicht tun) und mit Welsen zusammen wird das überhaupt nichts. Höchstens ein Paar Schmetterlingsbuntbarsche allein in diesem Becken. Aber die werden schon höllisch große Brocken, vor allem die Männchen. Würde die minimal ab 80 Litern halten, meine leben in 180 Liter.

An Welsen gehen ein paar Corydoras-Arten (mir bekannt Corydoras panda), Otocinclus (sind aber Nahrungsspezialisten und im Handel meist nur im schlechten Zustand zu bekommen) und Zwergpanzerwelse. Bitte keinen Antennenwels, der oft als Scheibenknutscher oder Algenfresser angeboten wird, auch wenn sein Bewegungsdrang eher als gering einzustufen ist, so wird er mit 12-15 cm dennoch recht groß und wenn er sich mal in Bewegung setzt, bietet ihm ein 54er einfach nicht genügend Platz.

Zu den Welsen würden übrigens wunderbar Bärblinge passen, die zwar zumeist einen hohen Bewegungsdrang haben, aber recht klein bleiben und sich somit im 54er richtig schön austoben könnten. Vom Verhalten her finde ich sie auch viel interessanter als Salmler, von denen auch einige Arten in dein Becken passen würden.

Wie wäre es also mit der Kombination Zwergpanzerwels und Perlhuhnbärbling? Falls sie sich überhaupt vermehren sollten (bei vielen kommt da sowieso nichts hoch), ist es so wenig, dass du keine "Plage" wie bei Lebendgebärenden befürchten müsstest. Wenn du jetzt nicht gerade vorhast, nur zwei, drei Büschel Pflanzen zu verteilen und das wars, wirkt das Becken auch nicht vollgeklatscht. 80% der Bodenfläche mit Pflanzen zugesetzt und selbst mein 54er mit ungefähr 120 Endlerguppys wirkt absolut ruhig und harmonisch, weil man nie mehr als - fix durchgezählt - 14 auf einmal sieht.
Als Farbkleckse kannst du dann auch Garnelen der Gattung Neocaridina davidi einsetzen. Wenn, dann aber nur eine Farbe, da sich die verschiedenen Farbzüchtungen untereinander vermehren und sich nach einiger Zeit die Wildform (bräunlich) durchsetzt.
Schnecken kannst du bei den von mir vorgeschlagenen Arten auch wunderbar halten.

Wenn du Bakterienstarter verwendest, könntest du einige Fische auch sofort einsetzen. Vorher einfach einen großen Wasserwechsel machen, 5 Tiere einer Art einsetzen und aufmerksam beobachten. Sollte sie oder sollten sie öfter als gewohnt zur Wasseroberfläche steigen und nach Luft schnappen, fix einen Wasserwechsel machen. Denn selbst nach einer wochenlangen Einlaufphase haben sich einfach nicht genügend Nitrobacter gebildet, die das fischgiftige Nitrit in Nitrat umwandeln. Die Bakterien passen sich dem Besatz an. Das heißt, hast du 10 Schnecken drin, bilden sich so viele Bakterien, wie es nötig ist, um die Hinterlassenschaften der Schnecken abzubauen (mal vereinfacht ausgedrückt). Setzt du dann zwei dutzend Fische dazu, KÖNNTE es sein, dass die Bakterien nicht hinterher kommen und es so zu einer Nitritspitze kommt.
Bakterienstarter bringen insofern etwas, als dass der Vorgang durch künstlich eingebrachte Bakterien beschleunigt wird, aber auch die müssen gefüttert werden, weshalb Bakterienstarter ohne Besatz einfach mal nichts bringt, da die Bakterien dann verhungern.

Bitte entschuldige den Roman, wenn ich erstmal ins schreiben komme....

LG, Melanie
 
H

Helly25

Guest
Danke für deine ausführliche Antwort. :)
Ja, hatte ich schon befürchtet mit den Fadenfischen, aber gut ^^
Perlhuhnbärbling, Rückenstrichgarnele und Zwergpanzerwels klingt super, ich gucke mal, ob und wie das bei mir funktioniert! :thumleft:
Was schlägst du vor, wie viel von jedem, damit das "angemessen" ist? :)

Was hältst du übrigens von Zwerg-Schmerlenpanzerwelsen (Aspidoras pauciradiatus)? Denkst du, sowas würde Probleme bereiten? :)

Bakterienstarter, hm. Wo kriege ich die her? ^^
Und ich soll also einmal eine große Menge Wasser wechseln, ein paar Fische reinpacken, und wenn die sehr oft an der Wasseroberfläche "rumhecheln" (bin Hundemensch, daher passender Vergleich) nochmal Wasser wechseln? Und das dann immer wieder, bis alle drin sind? *verwirrt*
 
Hallo Julia,

Aspidoras pauciradiatus kenn ich leider nicht, sie sehen interessant aus, aber ob sie für dein Becken gehen, müsstest du hier bei anderen erfragen oder dich einfach mal durchgooglen, um so viel als möglich über den Fisch in Erfahrung zu bringen.

Bakterienstarter gibt es quasi in jedem Zoofachhandel oder in der Zooabteilung in Baumärkten.

Wasserwechsel ist ab jetzt dein bester Freund :) Man kann nie zu oft Wasser wechseln (okay, 5 Mal pro Tag würde die Tiere dann schon stressen ;) ), denn ein Fisch mit Frischwasserallergie ist mir persönlich nicht bekannt. Zu seltene Wasserwechsel hingegen können ganz schön ins Auge gehen. Der Nitritwert kann ansteigen, was Fische bei einem langsamen ansteigen zwar noch tolerieren, aber irgendwann ists dann einfach mal zu viel und sie fangen an, zu torkeln und zu jappsen, oftmals profitieren auch Algen von zu seltenen Wasserwechseln, als einfachste Ursache ist das Nitrat zu benennen. Nitrat in Maßen dient den Pflanzen als Dünger, zuviel davon und Algen fangen an, zu wachsen, um den Nährstoffhaushalt wieder in den Griff zu bekommen. (Für mich sind Algen nichts böses, sondern nur ein Zeichen dafür, dass mit dem Becken etwas nicht stimmt. Kippt man nun Algenex hinein, könnten eventuell die Algen verschwinden, dann ist aber keiner mehr da, der beim Nährstoffabbau hilft und das kann sich unter Umständen dann auch negativ auf deinen Besatz auswirken.)
Ein zu hoher Nitratwert (ich dünge bis maximal 15 mg/l an Nitrat auf) wird auch von Garnelen nicht toleriert, die kippen dann einfach mal um.
Dumm wäre es natürlich, wenn bei dir schon ein hoher Nitratwert aus der Leitung kommt. Hier einfach mal bei deinem Wasserversorger anfragen oder danach googlen, manchmal stellen sie die Werte auch online.

Wenn dir irgendwas komisch vorkommt, wirklich einfach Wasser wechseln, selbst wenn der letzte Wasserwechsel heute morgen gewesen ist. Nicht erst irgendwas messen oder im Forum fragen, einfach nur Wasser wechseln. Falls du Kupferleitungen haben solltest, vorher auch (ich machs 2-3 Minuten lang) Wasser ablaufen lassen, da Garnelen (und auch Schnecken) sehr empfindlich auf Kupfer reagieren. Kurz ablaufen lassen empfiehlt sich aber auch bei allen anderen Arten.

Und nicht nur bis alle Fische drin sind Wasser wechseln, sondern regelmäßig. Ich fahre mit einem wöchentlichen kompletten Wasserwechsel sehr gut. Ich lasse also immer so viel Wasser raus, wie maximal geht, ohne dass die Tiere auf dem trockenen liegen. Weniger geht auch, ich würde aber mindestens 50% wöchentlich empfehlen und bei einem 54er ist das ja auch schnell gemacht.
Zum Wasser entnehmen einfach einen 10 Liter Eimer nehmen, zum wieder auffüllen eine Gießkanne mit Aufsatz, damit du dir nicht ständig den Bodengrund hochwirbelst und Pflanzen entwurzelst. Wichtig ist auch, dass alles, was fürs Aquarium ist, auch nur fürs Aquarium benutzt wird.

Ach so, Anzahl. Kommt halt auf die Art an, für die du dich letztendlich entscheidest. Garnelen würde ich mindestens 10 reinsetzen, bei den Perlhühnern würde ich erstmal auf 10-15 gehen und dann schauen, wie sie sich verhalten. Zu zehnt waren sie bei mir recht scheu, bei anderen haben sie zu zehnt kein Problem. Zwergpanzerwelse kannst du auch locker 10-15 einsetzen, bei C. panda würde ich 8-10 empfehlen, da sie doch arg wuselig und gar nicht sooo klein sind.

LG, Melanie
 
H

Helly25

Guest
Mach ich, danke! ^^ Auch für's Romanschreiben. Gute Güte, so viel hab ich noch nie gelesen xD
Ich hatte ja erst auch an einen Dreilinien-Panzerwels (Corydoras trilineatus) gedacht, aber ich weiß nicht ob unser Zooladen den hat und ob es dem Fischlein gefällt. Der mag nämlich eher sandigen Boden, wenn ich da mit Kies ankomme...

Dass man regelmäßig Wasser wechselt, gut, das wusste ich vorher schon, war bloß verwirrt, so oft täglich kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen :roll:
Wegen dem Nitratwert habe ich mal geguckt: 1,8 mg/l
Nitrit ist angegeben: 0,0022 mg/l
Gesamthärte ist: 2,6 °dH / 4,03 mmol/l
pH: 7,24 pH
Ich denke mal, das ist so ziemlich alles. Ob es gut oder schlecht ist, hm, muss ich mich noch reinlesen :)

Also mein AQ könnte so aussehen, richtig?:
- Posthornschnecken (mehr als 10 nicht, oder?)
- 10 Rückenstrichgarnelen
- 10-15 "Perlhühner"
- 10-15 Zwergpanzerwelse, wenn C. panda so 8-10

Lg, Julia
 
Hallo Julia,

KÖNNTE, ganz genau :) Zwergpanzerwelse mögen Sand übrigens auch. Es ist definitiv kein Muss, abgerundeter Kies geht bei allen Arten von Panzerwelsen. Du kannst zum Beispiel eine kleine Sandkiste im Aquarium einrichten, "Sandkästen" gibt es auch fertig zu kaufen. Wenn du dann täglich eine kleine Portion Frostfutter in diesem Sand versteckst (nicht tief einbuddeln, sondern nur oberflächlich mit etwas Sand bestreuen), dann kannst du Welse mal so richtig schön gründeln sehen :)

Du kannst auch hier http://www.aquarium-guide.de/becken1.htm einfach mal ein bisschen schmökern. Gibt ja noch mehr als die von mir gehaltenen Fische ;) Ist ein guter grober Überblick, was geht und was nicht geht, auch bzgl. Wasserwerten, Temperatur etc. Ich gucke auch heute noch da immer als erstes, wenn mir ein Fisch besonders in Auge sticht, fange ich an, zu googlen und Haltungsberichte zu lesen. Aber Achtung: nicht immer gleich alles glauben! Vielfach wird auch erzählt: "Ich habe mal gehört, dass...". Die Berichte kannst du gleich vergessen. Ich habe nämlich auch mal gehört, dass die Erde eine Scheibe ist... ;)
Und dann halt schauen, was dazu passt. Oftmals habe ich dann meinen Wunschfisch in ein Becken gesetzt, beobachtet, mir eine eigene Meinung gebildet und dann erst geguckt, was ich dazusetzen möchte.

LG, Melanie
 


H

Helly25

Guest
Haha, Sandkasten, sowas hatte ich früher auch für mich selbst! :lol: Aber wenn's denen gefällt, klar :)
Ich bastele mir grade eine Liste, was geht und was nicht geht. Dann kann ich den Verkäufer so richtig blass machen, wenn der versucht, mir, wie damals meinen Eltern, nen Wabenschilderwels anzudrehen, wenn der noch klein ist sieht man das ja noch nicht, wie groß der mal wird, vor allem nicht, wenn man Null Ahnung von denen hat. :roll: (Zugegeben, bei uns sind die aber sehr kompetent. Zumindest hat der extra gesagt, keine Fische in AQs unter 54 Liter, die anderen sind nur für Wirbelllose und Pflanzen ^^)

Ist nicht schlecht, diese Seite! Knurrende Zwergguramis scheinen auch ganz witzig zu sein, aber die hebe ich mir glaube ich für ein zweites AQ auf, wenn überhaupt.^^ Meine Mutter soll sich nämlich weiterhin beschweren, wie schlecht meine erwählten Fische zu der Wohnzimmereinrichtung (hellbraun-weiß) passen :lol:

Danke für die Hilfe, ich suche dann noch ein bisschen weiter rum, vielleicht findet sich ja noch was anderes (aber deine Idee gefällt mir schonmal ^^) :)

LG, Julia
 

fischolli

R.I.P.
Moin Julia,

wie Melanie schon schrieb, gehen T. trichopterus in 54 l überhaupt nicht. Dafür wäre das 240l-Becken dann die richtige Größe. Auch T. lalius ist für so ein kleines Becken zu lebhaft und gehört nach meiner Erfahrung mind. in ein 80cm-Becken. In deinem Becken würde T. chuna passen. Leider bekommt man im Handel größtenteils totalen SChrott bei den Trichogaster geliefert. Gilt übrigens für die TRichopsis genauso. Wenn du gerne Labyrinther halten willst, solltest du unbedingt einen privaten Züchter auftun. Kuck mal bei der IGL, ob da jemand in deiner Nähe wohnt. Die kleinen Knurrer (Trichopsis pumila) sind übrigens nicht schwerer zu halten als die kleinen Trichogaster-Arten.

Bei den Corydoras habe ich eine andere Meinung wie langläufig geschrieben. Ich finde diese 54l-Becken auch für C. Panda zu klein. Wenn ich daran zurückdenke, was für Brocken meine Panda-Weibchen gewordensind, kann ich mir einen vernünftigen Schwarm von 8-10 Tieren in so einem Minipott nicht vorstellen. Da würden C. habrosus dann doch eher reinpassen, sind aber oft schwierig zu bekommen. Die Aspidoras gingen von deer Größe auch, waren bei mir allerdings sehr hektische Schwimmer. Das ist auf Dauer schnell nervig, aber Geschmackssache.

Dieses Pauchalurteil, Ancistren gehen nicht in so einem Becken kann ich auch nicht unterschreiben. Es gibt auch kleinbleibende, dazu sehr hübsche Ancistrusarten wie z.B. die A. sp. "Rio Paraguay". Meine ausgewachsenen Männchen sind keine 10 cm lang, ein Pärchen oder ein Trio von denen sehe ich als überhaupt kein Problem an. Es gibt auch noch diverse kleinbleibende Harnischwelse, die ebenfalls passen würden, aber die benötigen alle recht hohe Temperaturen und sind auch recht teuer (L 134 oder L46 z.B.).

Was auch problemlos ginge wäre ein Paar südamerikanische Zwergbuntbarsche aus der Apistogramma-Familie. Auch hier gibt es kleiner bleibende Arten, die recht friedlich sind wie z.B. A. borellii, A. baenschi usw.

Warum Bärblinge besser als Salmler sein sollen, verstehe ich jetzt auch nicht. M.E. reine Geschmackssache. Aber, gerade die Perlhuhnbärblinge sind oft die größten Angsthasen, von denen man kaum etwas sieht. Dazu sind Bärblinge auch deutlich hektischer als Salmler (die meisten jedenfalls). Kuck dir auch mal Salmler wie Axelrodia Riesei oder Hypessobricon amandae an, super geeignet auch für kleine Becken.

Beim Bodengrund würde ich dir grundsätzlich zu Sand raten, das mögen alle Welse lieber als Kies. Dazu versifft der nicht so schnell , weil nicht so viel "Dreck" zwischen die Körner einsinken kann. Billiger ist der auch meist, weil du ganz einfachen Quarzsand ohne Zusätze im Baumarkt kaufen kannst. Und das Märchen, Pflanzen würden in Sand nicht so gut wachsen, habe ich in zig Jahren Aquaristik selber widerlegen können. Wenn es unbedingt dunkler Bodengrund (schwarz oder braun) sein soll, gibt es auch Farbsand im Handel. Der ist zwar etwas teurer, aber für ein 54l-Becken braucht man ja auch nicht so viel.

Ob man Starterbakterien benutzt oder einfach ohne arbeitet, muß jeder selber wissen. Ich habe so etwas noch nie benutzt, kann allerdings auch jedes neue Becken aus alten Filtern animpfen, was dann denselben Effekt hat. Also, ggfs. mal einen anderen Aquarianer fragen, ob er dir etwas "Schmodder" aus seinem Filtergeben kann, den dann einfach ins Becken kippen oder in den Filter. Sieht anfangs grauenvoll aus, das legt sich aber schnell. Ansonsten einfach Becken einrichten, Filter anmachen und auch ruhig sofort ein paar WENIGE Fische einsetzen. DAnn muß man einfach etwas GEduld haben und mal 1-2 Wochen warten, bis man die nächsten Fische dazusetzt.

Gruß
 
Schade, dass es hier keinen Danke-Button gibt. Schöner Bericht.
Nur eine kleine Anmerkung: Salmler sind nicht schlechter als Bärblinge, letztere find ich persönlich nur vom Verhalten her interessanter :)

LG, Melanie
 
H

Helly25

Guest
Dankeschön fischolli, die von dir vorgeschlagenen Arten werde ich auch mal ansehen ^^ (Das mit dem "Schmodder" muss man sehen, vielleicht darf ich sogar welchen von der Tierhandlung, meine Mutter kennt den Vize-Chef :))
 
Hallo Julia,

ich kann es nicht wirklich begründen, aber rein gefühlsmäßig wäre ich bei Mulm aus einem Verkaufsbecken vorsichtig. Das sind ja quasi Durchlaufbecken, in denen (zumindest in den Tierhandlungen bei uns) bei Neuankunft von Tieren immer wieder mit Medikamenten behandelt wird. Das für mich wahrscheinlichste ist, dass durch die Medikamente kaum etwas an nützlichen Bakterien im Mulm vorhanden ist.

Ich halte Bakterienstarter definitiv für sinnvoller, wenn du keinen Mulm von privat bekommen kannst. Beobachten musst du die Fische gerade in den ersten Wochen/Monaten sowieso genau. Bei meinem ersten Becken kam es erst nach ca. 2,5 Monaten zum Nitritpeak, dann aber so heftig, dass der Test, den ich hinterher mit zurückbehaltenem Wasser machte, eine Konzentration von über 3 mg/l anzeigte und das Wasser eher wie eine Brühe, als wie Wasser wirkte. Erst beim dritten Wasserwechsel direkt hintereinander weg, war Nitrit nicht mehr nachweisbar. Hatte übrigens keinen Starter verwendet, weiß aber nicht, ob es mit Starterbakterien nicht auch dazu gekommen wäre. Ich sehe das so: im schlimmsten Fall sind sie wirkungslos, schaden tun sie jedenfalls nicht.
(Die Fische hatten es bei mir erstaunlicherweise alle überlebt.)

LG, Melanie
 
H

Helly25

Guest
Danke Melanie, erneut sehr hilfreicher Beitrag :)
("Mulm" könnte ich natürlich auch aus nem SalzwasserAQ kriegen von der Arbeit meiner Mutter, aber... Salzwasser eben ^^)

Nach langer Diskussion am Essenstisch (bezüglich Quarzsand im AQ), haben wir Mamas Kollegen gefragt. Der sagt, geht total gut, solange der keine Zusätze hat.
Nun ist die Frage, bevor wir uns sowas holen:
Wie säubert man das AQ, ohne das der Sand herumwirbelt? :)

Für den Aspidoras Wels hab ich inzwischen Infos von einem Ex-Halter gekriegt, würde funktionieren. Wels also abgehakt, wenn unser Tierladen den nicht haben sollte, bestellen wir eben. ^^

Knurrende Zwergguramis packe ich evtl. auch ein Päärchen rein :)
 
Hallo Julia,

nur was zum Sand: ich habe in fast allen Becken Sand in der Körnung 0,4-0,8 mm, da fliegt definitiv nichts rum bzw. legt sich mein Sand innerhalb von Sekunden wieder.

LG, Melanie
 
H

Helly25

Guest
Danke Melanie!
Da bin ich mal gespannt, ob es bei uns auch so gut klappt :)

Sollte ich weitere Fragen haben, wo ich euch finde weiß ich ja ^^
 

fischolli

R.I.P.
Moin,

bevor die grosse Enttäuschung kommt bei Sand. Sand aus dem Baumarkt oder vom Baustoffhändler enthällt meist sehr viel sehr feine "Schmutzpartikel". Wenn du den ohne Auswaschen in das Becken kippst, hast du teils wochenlang Nebel im Becken. Geht zwar, aber ich mache mir schon die Arbeit und wasche neuen Sand gründlich durch, weil ich schnell klares Wasser haben will. Es gibt auch gewaschenen Sand im Zoofachhandel oder eben diesen Farbsand, der nebelt auch nicht. Ist aber entsprechend teuer.

Gruß
 
H

Helly25

Guest
Das wir das gründlich vorher auswaschen müssen, wissen wir schon von Mamas Kollegen, aber danke für's Nochmal-Erwähnen :thumleft:

Wenn man mit einer "Saugglocke" arbeitet, müsste der Sand doch eigentlich komplett mit aufgesogen werden, oder irre ich mich? Mein Vater ist der Meinung und sperrt sich deswegen erstmal wieder. Ohje. Das totale Chaos. :autsch:
 


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