54 Liter low tech Edelpfütze

KrisCross

Mitglied
Liebe alle,

ich würde euch gerne meine wartungsarme 54 Liter Walstad-Verschnitt / low tech Edelpfütze vorstellen! ;)

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54 Liter, Maße 60x35x35. An Technik ist nur eine Lampe verbaut: Ciano CLA60 LED Leiste in weiß, 8 Watt, 48cm lang, mittig im Deckel. Beleuchtet wird das Becken derzeit sieben Stunden am Tag (15-22 Uhr), wobei etwas Tageslicht natürlich aus dem Raum trotzdem vormittags reinfällt. Perspektivisch soll die Beleuchtungsdauer noch hoch.

Der Wasserstand im Becken beträgt in den meisten Teilen ca. 22 cm über dem Bodengrund, der Abstand von Wasseroberfläche zu Deckel sind ca. 4 cm.
Wasserwerte: Nitrit und Nitrat beides laut billigem Teststreifen bei 0. GH ca. 18° d, KH ca. 15° d, pH um die 7,5. Tröpfchentest habe ich noch nie gemacht.

Hardscape: Moorwurzel, rechte hintere Ecke "Flussufer Haufen" aus Kies, Sand, Flusskieseln.
Bodengrund in Schichten: 0,5-1cm lehmhaltiges Pflanzensubstrat, ca. 3cm feiner Kies, dann 2-3cm Sand.

Bepflanzung: im Vordergrund Eleocharis pusilla und ein Echinodorus cordifolius mini, rechts eine Vallisneria spiralis, im Mittelgrund zwei Cryptocorynen (beckettii und wendtii brown) und eine Bacopa australis, im Hintergrund Limnophila sessiliflora, Rotala H'ra, Rotala blood red, Aufsitzer auf der Wurzel zwei Anubias (barteri var. nana gold und pinto) Bucephalandra kedagang, Hydrocotyle tripartita mini, Salvinia natans.

Das Becken steht seit dem 01.03.26.

An Tag 11 (11.03.26) sind 6 Quellblasenschnecken eingezogen. Die ersten kleinen Schnecken sind zwei Wochen nach dem Einzug der großen geschlüpft. Am Anfang gab es eine ziemliche Schneckenexplosion, inzwischen hat sich aber seit ca. Mitte/Ende April die Population sehr gut eingependelt. Ich habe den Eindruck, seitdem immer ca. gleichviel Schneckchen zu sehen.

An Tag 40 (09.04.26) sind 17 Neocaridina (4 Blue Jelly, 5 Orange Fire, 8 Red Cherry) eingezogen. An Tag 4 nach dem Einsetzen war die erste Exuvie zu sehen. Ca. 10 Tage nach Einzug hatte das erste Weibchen Eier. Inzwischen hatten mehrere Weibchen Eier und das Becken wuselt schon vor Nachwuchs von halbstark bis winzig klein in unterschiedlichen Farben (manche leicht andere stark rot, einige durchsichtig).
Die Garnelen füttere ich ehrlich gesagt nach Gefühl. Es gibt eigentlich immer etwas Laub (Seemandel und Walnuss), ab und zu noch ein paar Körnchen JBL Pro Novo Shrimps Grano S (max. 1-2 mal pro Woche) manchmal aber auch ein/zwei Wochen mal nichts, wenn ich das Gefühl habe, das Becken ist ein wenig mulmig (so wie jetzt auf dem Foto, sorry), dann dürfen sie das erstmal auffuttern.

Beckenpflege: Ehrlich gesagt so gut wie garnicht. ^^ Wasser wechsele ich nach Gefühl (derzeit alle 2-4 Wochen ca. 30% und fahre damit bisher extrem gut, die ersten 4 Wochen über habe ich häufiger gewechselt). Bei jedem Wasserwechsel verwende ich Arka Xtreme Wasseraufbereiter. Gedüngt wird (bisher?) nicht. Scheiben werden auch nicht geputzt. Alle 1-2 Wochen Gärtnern bei den Stängel- und Schwimmpflanzen.

Die Philosophie hinter dem Becken war "so stressfrei wie möglich", das ist bisher auch gut aufgegangen. :) Da ich einen kleinen (größtenteils irrationalen) Sicherheitstick habe, wollte ich das Becken von Anfang an mit so wenig Technik wie möglich betreiben. Mein schwaches Herz würde es nicht verkraften, nach der Arbeit / aus dem Urlaub heim zu kommen, festzustellen, dass die Technik unbemerkt versagt hat, und dann tote Tierchen rausfischen zu müssen. Einfach damit zumindest das schonmal nicht passieren kann, soll das Ganze ein low tech Becken sein und bleiben. Wenn man sich an den Tümpel-/Pfützenlook erstmal gewöhnt hat, kann man auch so ein sehr schönes kleines Ökosystem pflegen, auch wenn man in puncto Pflanzen- und Tierbesatz eingeschränkter ist.

Nach drei einhalb Monaten denke ich, das Becken wäre biologisch so weit, dass man nochmal über weiteren Besatz nachdenken könnte, das ist auch der Grund, warum ich mich hier im Forum angemeldet habe. :) (Soll ich dazu einen neuen Thread aufmachen oder hier meine Fragen stellen?)

Ich freue mich sehr über eure Rückmeldungen und Gedanken zu dem Projekt! :D Es ist mein erstes Aquarium, also ist wirklich jeder Input willkommen. Wenn Interesse besteht, kann ich auch gerne nochmal schildern, wie die Einfahrphase so abgelaufen ist.
 


Kardinal68

Mitglied
Hallo CrisCross,
Wilkommen im Forum. Da hast Du Dir ein schönes Aquarium eingerichtet, gefällt mir sehr gut.
Meine Aquarien laufen auch alle "Lowtech" und mit Teicherde unter dem Kies. Das klappt sehr gut.
Beim Besatz bin ich gespannt, wofür Du Dich entscheidest. Dein Wasser ist ja recht hart. Vielleicht Endlerguppys.
 

DaniJeep

Mitglied
Hallo,

Dein Becken sieht toll aus! Ich bin auch schon gespannt, wer noch einziehen darf. Was ich mir richtigf gut vorstellen könnte wären Zwergdornaugen, Pangio cuneovirgata.
Halte uns bitte auf dem Laufenden!

Viele Grüße
 

KrisCross

Mitglied
Danke ihr zwei für die Blumen, freut mich, dass es euch gefällt! :)

Wenn wir den Besatz jetzt eh schon hier besprechen, dann sage ich mal kurz, was ich mir bisher vorgestellt habe, bzw. erstmal welche Kriterien ich hätte.

1. Vor allen Dingen soll das Becken seinen Grundcharakter nicht verändern. Es soll chillig und so "idiotensicher" wie möglich bleiben. Das Problem sitzt ja bekanntlich meistens vor der Scheibe und ich will da nichts riskieren. :D Ich bin schon bereit, Arbeit in das Becken reinzustecken (ist ja auch schon viel geschehen), aber ich möchte weder mehr Technik verbauen noch Tiere haben, die z.B. mehrmals täglich gefüttert werden müssen. Also wenn ich mal zwei/drei Tage nicht dazu komme, was am Aquarium zu machen, muss es auch okay sein (realistisch sein finde ich da besser, als hinterher den Tieren nicht das bieten zu können, was sie brauchen).

2. Ich hätte gerne einen Besatz (wahrscheinlich eine Fischart), der den Garnelennachwuchs auf natürliche Weise etwas reduziert, aber die Alttiere in Ruhe lässt. In meinem Kopf habe ich auch Horrorvorstellungen von einem Becken, in dem sich am Ende nur die Nelen stapeln und dann muss man ihnen ein neues zu Hause suchen ... lieber nicht. :D Es muss kein super effizienter Räuber sein, der alle Jungtiere wegfängt, aber ein guter Teil darf schon gesnackt werden, wenn die Population stabil bei vielleicht ca. 50 Tieren liegt.

3. Vor allen Dingen wünsche ich mir mehr (sichtbare) Biodiversität im Becken und bin nicht nur auf Fische festgelegt (obwohl ich finde, eine Art Fisch könnte schon rein).


Bei Fischen habe ich bisher vor allen Dingen an eine kleine Gruppe Perlhuhnbärblinge gedacht (8-10 Stück), die vielleicht am ehesten die Nachwuchsdezimierung leisten könnten. Mein Anfangstraum waren ehrlich gesagt eine kleine Gruppe Corydoras pygmaeus, aber ich hab inzwischen ein wenig Angst, dass die mir vielleicht zu viel Unruhe im Boden machen und dadurch das Wasser in dem filterlosen Becken zu stark belasten würden. Was meint ihr dazu?

Andere Ideen: Wasserasseln, Glanzwürmer (um den Boden ein wenig zu bearbeiten), eventuell Thai Mikrokrabben (Limnopilos naiyanetri) oder sogar Zwergghostkrabben (Potamocypoda pugil). Bei Letzteren bin ich mir aber vor allen Dingen wegen der Temperatur nicht sicher. Das Becken soll ganzjährig auf Raumtemperatur laufen und ich lasse das Zimmer im Winter schon bei ca. 18/19 Grad stehen.

Eine nicht so problematische Idee wäre auch noch, vielleicht 1-2 Geweihschnecken dazu zu setzen. Meint ihr, das wäre gut und die Anzahl könnte bei dem Becken passen?

Die Endlerguppys sind leider optisch nicht so mein Fall (obwohl ich schon öfter gelesen habe, dass die sonst gut passen könnten). Die Zwergdornaugen finde ich interessant. Würden die denn prinzipiell mit meinen Bedingungen klar kommen?

Liebe Grüße
Kris
 

Kardinal68

Mitglied
Perlhuhnbärblinge und Garnelen funktioniert gut. Die Kombi hatte ich auch schon. Ich kann die mir auch gut in Deinem Aquarium vorstellen. Ich würde noch etwas Moos oder Süßwassertang einsetzen.
Für Corydoras pygmaeus sind 18/19 Grad schon etwas kühl. 1-2 Geweihschnecken soltte in Deinem Becken auch funktionieren. Die Glanzwürmer werden auch nicht schaden. Mit dem anderen kenne ich mich nicht aus.
 

Wotilas

Mitglied
Ich finde das Layout des Beckens unfassbar schön!

Corydoras halten dir jedenfalls mit ihrem Gewusel den Boden mulmfrei. Ob es allerdings welche gibt, die klein sind UND auch mit kühleren Temperaturen ein paar Monate gut klarkommen, bezweifle ich - je kleiner, desto empfindlicher? Vielleicht könntest Du dich ja doch noch zu einem Heizstab für die Wintermonate durchringen?

Ich lasse meine Becken immer mal bis zu 14 Tage allein, ohne dass bisher wer darin Schaden erlitten hätte.
Wenn es gut eingelaufen ist (Kleinstlebewesen) und die Fische gut stehen, kommen die eine Weile auch ohne extra Futter klar.
 

KrisCross

Mitglied
@Kardinal68

Vielen lieben Dank für das Feedback. Hast du zufällig Erfahrung damit, ob die Perlhühner auch mit kühleren Temperaturen im Winter klar kommen? Und kannst du sagen, ob die Garnelen vor den Perlhühnern eher Schiss haben und sich tendenziell mehr verkriechen oder ob sich ihr Verhalten eigentlich kaum ändert? Meine benehmen sich derzeit natürlich wie der König in seinem Reich und schwimmen schon auch viel im Freiwasser spazieren, das würde ich gern behalten.

Zu dem Moos: Ich nehme an, du schlägst das vor, damit der Garnelennachwuchs sich noch ein wenig besser verkriechen kann, und prinzipiell für mehr Aufwuchsfläche. Finde ich auch optisch sehr schön. Hab nur bei Moos vielleicht ein wenig irrationale Sorge vor dem Stutzen und dem entstehenden Dreck, den man irgendwie wieder rausbekommen muss, wenn man nicht will, dass das Aquarium langfristig vom Moos beherrscht wird. Eine kleine Mooskugel oder sehr langsam wachsendes Moos wären vielleicht möglich. Meinst du, die würden auch an einem schattigeren Platz unter der Wurzel überleben?

Zu dem Süßwassertang: Auch optisch sehr schön, den kannte ich noch nicht. Wahrscheinlich die selben Vorteile wie Moos. Eventuell könnte der auch noch in eine Ecke gequetscht werden. Eine Pflanze geht ja immer noch. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:


1_hajo

Mitglied
Bei den Perlhühnern und Garnelen brauchst du dir keine Sorgen machen. Höchstens allerkleinste junge Garnelen könnten mal geschnappt werden.
 

KrisCross

Mitglied
@Wotilas

Oh, vielen Dank dir! :D Das Layout hat auch so seine Geschichte. Fing an als Zeichnung, dann relativ maßstabsgetreuer Test und am Ende dieses Aquarium. :D Ja, ich bin ein wenig crazy und wollte alles "perfekt" machen. Wahrscheinlich die Anfängerkrankheit.

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Und mhm ... der Heizer würde mir schon weh tun. Ich fürchte, dann würde ich doch eher auf die Corys verzichten. Hab mich auch schon fast damit abgefunden, dass das nichts wird, wollte nur nochmal bei euch nachfragen.

Gut zu wissen auf jeden Fall, dass es auch in Urlaubsabwesenheit bei dir funktioniert! Genau da will ich auch hin/bleiben auch mit Fischen.

Ich hab noch ein paar Fotos vom Becken angehängt ... sorry für den Spam :rolleyes: aber wo, wenn nicht hier. :D
 

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Peter1004

Mitglied
Hallo Kris,
danke für die Vorstellung deines Aquariums. Mir gefällt es auch sehr gut. Es imponiert mir, wie du es schaffst, dass es in dem kleinen AQ so viel zu sehen gibt; ich finde, auf den Bildern wirkt es größer, als es technisch ist. Dasselbe versuche ich bei meinen Becken auch zu erreichen, wenn ich auch bezüglich der Technik einen anderen Ansatz habe.
Spannend, halte uns auf dem Laufenden!
VG, Peter
 

Wotilas

Mitglied
Eine kleine Mooskugel oder sehr langsam wachsendes Moos wären vielleicht möglich. Meinst du, die würden auch an einem schattigeren Platz unter der Wurzel überleben?

Eine Mooskugel bleibt meist nicht lange schön, weil sie gerollt werden muss, um rund zu bleiben, idealerweise liegt sie in einer Strömung, immer in Bewegung. Außerdem holt man sich damit gern mal Algen ins Becken, weil die Mooskugel gar nicht aus Moos, sondern aus Algen besteht. Manche Leute breiten sie irgendwann aus und legen sie als Teppich wohin, aber ich habe nie Glück damit gehabt, sie wurden immer schnell unansehnlich und sind mir dann vergammelt..

Aber es gibt viele schöne Moose, die man u.a. auch auf die Wurzel aufbringen könnte oder einfach auf einem Stein aufgebunden oder an eine der kurzen Seiten als "Mooswand", musst Du dich mal schlau machen, welche mit den Bedingungen in Deinem Becken gut zurechtkommen.
 

Kardinal68

Mitglied
Hast du zufällig Erfahrung damit, ob die Perlhühner auch mit kühleren Temperaturen im Winter klar kommen?
Meine hatten teilweise nur 15°C im Becken, das hat ihnen nichts ausgemacht, nur vermehrt hatten sie sich nicht während der kühlen Zeit.
Die großen Garnelen wirst Du weiterhin sehen, nur die ganz kleinen müssen sich verstecken. Dafür das Moos sowie als Laichplatz für die Perlhühner.

Meine Aquarien kommen während meines Urlaubs kommplett ohne Pflege aus. Alle, die hier nach dem rechten sehen, haben striktes Fütterungsverbot. Ohne Filter muß auch kein Wasser nachgefüllt werden.

Zu den Algenbällen wurde ja schon alles gesagt. Mir kommen dienicht ins Aquarium.
Das Layout hat auch so seine Geschichte. Fing an als Zeichnung
So eine Zeichnung habe ich in meinen ersten Aquarienjahren auch immer gemacht :)

Hab nur bei Moos vielleicht ein wenig irrationale Sorge vor dem Stutzen
Ich stutze da nichts mit der Schere oder so. Ich nehme einfach den Klumpen, rupfe die Hälfte ab und leg den Rest wieder hin. Auch das Moos, was ich an der Rückwand habe, wird nur gerupft. Also das geht auch ganz easy :)
 

KrisCross

Mitglied
@Peter1004 Hallo Peter, vielen Dank! :) Ich hab mir auch mal deine Becken angeguckt - sehr schön. Da sieht man natürlich gleich, dass die auf einem ganz anderen Level / mit ganz anderem Ansatz betrieben werden als mein Pfützentümpel.

Mal an dieser Stelle ein Kompliment ans Forum, dass hier nicht die Nase gerümpft wird, wenn man ein technikarmes Projekt startet und deswegen nach Rat sucht (das habe ich leider schon anders erlebt), hier kann man sich wohl fühlen!
 

KrisCross

Mitglied
@Kardinal68 Ach wunderbar, das macht die Perlhühner nur attraktiver. Bei den Fischen bin ich nicht unbedingt auf Nachwuchs aus, sondern hätte lieber eine stabile Gruppe. Sonst hätte ich Angst, dass mir langfristig vielleicht das Becken anfängt Probleme zu machen und dann doch noch ein Filter rein muss, wenn ich denke, ach komm, die zehn Fische mehr gehen schon noch und dann zack. ^^ Ich mache mir auch Gedanken, wie es sich mit dem Sauerstoff verhält, wenn ich dann mal mehr Tiere einbringe. (Außerdem frage ich mich immer noch, ob das Becken nach 3,5 Monaten biologisch schon fit genug ist, um mit Fischen zu beginnen.)

Ich hab aber bei deinem 60er gesehen, dass du mit 10 Boraras (und einem Dario) gestartet bist, dann etwas später auf 18 aufgestockt hast, dann nicht lange später nochmal 10 Vierpunktkärpflinge dazu kamen und in dem jüngsten Post schätzt du 40 Fische insgesamt, was ja bei dir prächtig zu funktionieren scheint (und mir schon wie ne ziemlich große Menge vorkommt).
Dein Becken ist aber auch nochmal deutlich stärker bepflanzt als meins und hat auch keinen Deckel, wodurch der Sauerstoffeintrag über die Wasseroberfläche vielleicht nochmal größer ist als bei mir? Andererseits wenn die Grütze dort wuchern darf, ist die Oberfläche ja auch dicht.

Also langer Rede kurzer Sinn: Was meinst du denn aus deiner Erfahrung, was bei meinem Becken sowohl ein guter Startbesatz (an Minifischen) als auch ein guter Zielwert vielleicht innerhalb des nächsten Jahres wäre? Und: Bin ich da zu vorsichtig an der Stelle? Vielen lieben Dank dir schonmal, ich hoffe, die ganzen Fragen stören nicht.

PS: Moos (ungekugelt) klingt immer attraktiver. Ich werde recherchieren.
 
Zuletzt bearbeitet:

Kardinal68

Mitglied
Sonst hätte ich Angst, dass mir langfristig vielleicht das Becken anfängt Probleme zu machen und dann doch noch ein Filter rein muss
Das ist jetzt etwas vereinfacht: Wenn man einen Filter benutzt, verlagert man nur die Abbauprozesse von den Oberflächen im Aquarium (Bodengrund, Pflanzen usw.) auf die Materialien im Filtergehäuse. Mehr macht ein Filter nicht. Die "Abbauprodukte" sind noch genauso im System wie ohne Filter.
Außerdem frage ich mich immer noch, ob das Becken nach 3,5 Monaten biologisch schon fit genug ist, um mit Fischen zu beginnen.
Das sollte reichen, Du hast ja auch schon Garnelen drin und es kommt ja nun kein Karpfen rein.
was bei meinem Becken sowohl ein guter Startbesatz (an Minifischen) als auch ein guter Zielwert vielleicht innerhalb des nächsten Jahres wäre?
Ich würde mit 10 starten und mal schauen, ob sie sich vermehren. Gerade am Anfang mit gerade geschlechtsreifen Tieren klappt das oft sehr gut. Und bei 10 Tieren hat man mit großer Wahrscheinlichkeit beide Geschlechter.
Ansonsten ist es ein bischen wie bei den Schnecken: Jedes Aquarium hat so viel Fische und Garnelen, wie es braucht. (Das gilt nur, wenn sie sich selbst vermehren.)
Ich mache mir auch Gedanken, wie es sich mit dem Sauerstoff verhält
Ich beleuchte immer über 12 Stunden. Im 80er habe ich 16 Stunden das Licht an mit Sonnenauf- und -untergang, im 60er sind es glaube 13 Stunden. Lieber nicht so hell beleuchten und dafür länger.
 

Wotilas

Mitglied
Ich mache mir auch Gedanken, wie es sich mit dem Sauerstoff verhält, wenn ich dann mal mehr Tiere einbringe.
Sauerstoff produzieren ja auch die Pflanzen, solange beleuchtet wird, und so ein kühles Becken hat immer etwas mehr Sauerstoff zu bieten als ein warmes.

Wenn Du das Becken nach und nach besetzt, kannst Du das aber eh auf dich zukommen lassen und einfach beobachten, was passiert. Vermutlich passt sich die Biologie im Becken einfach an. Ein Piezopümpchen mit Sprudelstein oder ein Minipümpchen für etwas Wasserumwälzung ist ja schnell gekauft und reingehängt, falls die Fische doch irgendwie anzeigen würden, dass sie zu wenig Luft haben.
 


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