Hi,
was mich mal viel mehr interessiert ist nicht wie oft, sondern in welcher Menge gefüttert werden soll! Oft kommen Aussagen, wie z.B. "so viel, wie in 2 Minuten von den Fischen verputzt wird".
Jetzt mal ein paar Beispiele von Futterpackungen:
TetraMin Flockenfutter: Mehrmals täglich in kleinen Portionen füttern.
Sera vitoformo Tabs: Täglich, je nach Besatz, sparsam füttern.
Sera discus granulat: Mehrmals täglich sparsam füttern, nur soviel, wie die Tiere in kurzer Zeit aufnehmen.
Tetra TabiMin Futtertabs: Füttern Sie täglich max. 1 Tablette pro Wels in Abhängigkeit der Größe des Tieres.
So ... mehrmals täglich ist ja noch recht verständlich, also mindestens 2x.
Kleine Portionen ... wie definieren die klein? Ok, in Verbindung mit 'in kurzer Zeit aufnehmen' kommen wir ja ungefähr zu der Aussage 'in 2-3 Min. verputzen' hin.
Jetzt hab ich aber Fische, die interessieren sich nicht für das Flockenfutter, was sich Guppies und Schwertträger schnappen. Granulat und Tabs sind nun mal hartnäckiger als Flocken, lassen sich halt net in 2-3 Mins verputzen. Wenn wir schon bei Tabs sind ... 'max 1 Tablette pro Tag und Wels' ... Zwerg-Cory, 7cm Antennenwels, 50cm Wabenschilderwels-Monsterbrocken? Die Händlerin, von der ich die Tabs habe meinte, dass sie abends 2 Tabs in ein Becken mit 25+ Corys, Kaliber 4-5cm wirft. Bei mir fressen aber nicht nur die Corys und Antennenwelse die Tabs. Auch wenn ich die Tablette aus sicherer Entfernung ins Aquarium werfe, muss ich wegen den Schwertträgern auf meine Finger aufpassen, die ticken total aus. Im Moment hab ich mehr Angst um Unter- statt Überfütterung. Erwachsene Tiere kommen ja angeblich auch mal ein paar Wochen mit weniger Futter zurecht, aber was ist mit meinem Nachwuchs, der ja eigentlich reichlich Mampf braucht um groß und stark zu werden? Ich hab viel gegoogelt und in Foren gesucht, so ziemlich alles ist in größtenteils übereinstimmden Grenzen geregelt. Wasserwerte, Beckenmindestgröße, Schwarmgröße, Vergesellschaftung, Bepflanzung und Beckengestaltung, aber NIRGENDWO gibt es eine halbwegs verbindliche Richtlinie zum Thema Futter. Da findet man immer nur so schwammige Aussagen wie oben beschrieben.
Bei meinen Katzen ist das ja kein Thema. Die kriegen fast ausschliesslich Trockenfutter, der Napf ist immer gefüllt, die Katzen fressen wann und wie viel sie wollen, ich muss mir dank des TroFu auch keine Sorgen machen, dass sie zu fett werden und Katzen neigen auch nicht gerade dazu in Glaskästen rumzupaddeln, wo das Futter gefährlich gammeln kann (wenn einer von euch doch so 'ne Katze hat: HABENWILL!!!). Bei meinen schwimmenden Freunden hab ich halt das Problem, dass sie mich nicht anmaulen können, wenn zu wenig da ist, besonders der Nachwuchs macht mir eben Sorgen. Wenn ich zu viel füttere merke ich das unter Umständen erst, wenn es zu spät ist und das Massensterben wegen der vermasselten Chemie beginnt, weil auf die vielzitierte Schneckenplage bei Überfütterung vielleicht auch nicht immer Verlass ist.
Könnten sich nicht mal ein paar Leute, die schon seit vielen Jahren Erfahrung haben zusammensetzen und das Ganze etwas konkreter zusammenfassen? Ich weiss, besonders um diese Uhrzeit liegt sowas schwer im Magen und geht direkt auf die Hüften, aber ich hoffe, dass jetzt mal ein paar Köpfe zu rauchen anfangen.
So und jetzt Mahlzeit sozusagen
Benni