Welcher CO2 Tröpfchentest ist brauchbar?

Hallo!

Zur genaueren Einstelung meiner CO2anlage wollte ich mir einen CO2 Tröpfchentest zulegen.
Welcher ist da brauchbar?
Bei uns hier gibt es JBL und Tetra.
Sind die okay?
Oder doch lieber einen anderen?
 


A

Anonymous

Guest
Hallo,

OGWAD schrieb:
Bei uns hier gibt es JBL und Tetra.
Sind die okay?
Oder doch lieber einen anderen?
Soweit ich weiß, ist Tetra momentan die einzige Firma, die einen CO2-Tröpfeltest anbietet, d.h. außer Selbermachen (http://www.anton-gabriel.at/kohlendi.htm) hast Du eh keine Auswahl. Früher gab's noch von Dupla einen CO2-Test, den ich für besser halte. Falls Du jetzt allerdings noch einen Dupla-CO2-Test entdeckst: stehenlassen, das ist ein Ladenhüter, der garantiert hinüber ist.

Viele Grüße
Robert
 
Ist der Tetratest denn trotzdem brauchbar?
Ist doch sicherlich genauer als den CO2 Gehalt aus pH und KH zu berechnen, oder?
 
Hallo,
OGWAD schrieb:
Ist der Tetratest denn trotzdem brauchbar?
Ist doch sicherlich genauer als den CO2 Gehalt aus pH und KH zu berechnen, oder?
Der Tetra Tropfentest ist schon genauer, vor allem wenn man den Blindwert mit berücksichtigt, der durch andere Säuren, z.B. Huminsäuren, verursacht wird.
Die Berechnung ist nur dann ausreichend genau, wenn du die Werte pH und KH genau ermitteln kannst, dafür reichen unsere Tropfentests aber nicht aus.
Eine andere Frage ist, wie genau möchtest du den CO2 Wert ermitteln.
 
*mitfrageanflansch* :wink:

Knut schrieb:
Eine andere Frage ist, wie genau möchtest du den CO2 Wert ermitteln.

Wie genau wäre denn Sinnvoll? Ich hab z.B. einen Dauertest im AQ, der zeigt halt recht unkompliziert an, ob zuviel, "genau richtig" oder zu wenig drin ist. Das reicht doch eingentlich, oder???

Gruß
Michael
 
Hallo,
MichelR schrieb:
ob zuviel, "genau richtig" oder zu wenig drin ist. Das reicht doch eingentlich, oder???
Wie viel ist zu viel ?

Je nach Testmarke liegen die Werte für "genau richtig" zwischen 15 und 30 mg/l.
Nach meinen persönlichen Erfahrungen reichen niedrigere Werte aber bereits aus.

Gruß Knut
 
Hallo!

Wie genau sind die denn?
Will den nur zur Kontrolle haben.
Um bei meinem Dennerle Langzeittest im grünen Bereich (20 mg/l) zu gelangen muss ich 52 Blasen pro Minute in mein 160ger Becken pumpen.
Da kann doch was nicht stimmen!?
Hab nur eine sehr leichte Oberflächenbewegung.
Der Test befindet sich auf der gegenüberliegenden Seite vom Reaktor.
Um das CO2 im Wasser zu lösen benutze ich einen JBL Vario Reaktor mit einer Erweiterung.
(also theorethisch für über 300 Liter Becken geeignet)
Ströme ihn auch leicht an um die Effektivität zu erhöhen.
Das ist doch nicht normal, oder?
(KH = 12)
 


Ich hab die Erfahrung gemacht, das es etwas länger dauert, bis das Wasser mit CO2 angereichert ist. Zumindest wenn ich meinen Langzeittest zu grunde lege.

Ich hab auch etwa eine Woche etwa 60 Blasen die Minute laufen lassen und der Langzeittest hat die ganze Zeit gesagt "mehr CO2", mittlerweile bin ich bei etwa 15 Blasen die Minute und der Test zeigt jetzt schon seit gut zwei Wochen, das die Menge CO2 im Wasser nun OK ist, was auch immer das genau heist.

Vielleicht läßt du der ganzen Sache noch etwas Zeit.

Gruß
Michael
 

der_andy

Mitglied
OGWAD schrieb:
...
Um bei meinem Dennerle Langzeittest im grünen Bereich (20 mg/l) zu gelangen muss ich 52 Blasen pro Minute in mein 160ger Becken pumpen.
Da kann doch was nicht stimmen!?
Hab nur eine sehr leichte Oberflächenbewegung.
...
Kann durchaus stimmen. Neben dem Verlust von CO2 über die OBerfläche hast Du ja auch noch den Verbrauch durch Pflanzen! Reichlich Licht und ein bischen Dünger ... und die Post geht ab.

Die NAchfüllintervalle bei meiner CO2 Anlage unterscheiden sich deutlich je nach Oberflächenbewegung. Im Moment habe ich den Auslass und Filterleistung so eingestellt, dass die Oberfläche nicht gewellt wird und man nur anhand der Kammhaut eine leichte Wanderbewegung wahrnimmt. Klappt tadellos. Die Pflanzen produzieren reichlich O2, sodass das Wasser auch bald nach dem Aufstehen wieder gesättigt ist. Klappt prima.
Die Blasenzahlen zu vergleichen wäre schwierig, da ich mit einem Regelgerät arbeite. Aber die Zahl scheint mir jetzt überhaupt nicht unsinnig.

Zur Genauigkeit des Tetratests kann nur folgendes sagen: Ich habe damit scheinbar übertitriert. Mit dem Indikator den "richtigen" Farbumschlag zu erkennen, ist nicht leicht. Folge war übrigens, dass ich die Messergebnisse damit als Bestätigung dieses Vorschlags zur Korrektur der CO2 Formeln gesehen habe... :)
Der Test von Anton ist ja auch nichts wirklich anderes. Würde mich nicht wundern, wenn der Tetra Test nicht auch aus NaOH und Phenolphtalein besteht. Für den Hausgebrauch sollten die aber allemal ausreichen.

Wenn Du es wirklich genau haben willst, solltest Du dir mal anschauen, was z.B. Dirk Otto da macht. Er titriert auch mit NaOH. Nur eben mit größeren Mengen und benutzt ein pH-Meter. So schließt man eben diesen Spass mit dem Indikator aus.
Man sollte nur im Hinterkopf behalten, dass der Test die gleiche prinzipielle Schwierigkeit mitbringt, wie die KH Bestimmung. Man träufelt, ja auch wieder unter der Annahme, dass man es nur mit dem Karbonatgeleichgewicht zu tun hat. Andere Säuren können da auch wieder mitspielen.
Aber ich denke nach wie vor, dass man mit allen drei Möglichkeiten praktisch befriedigende Ergebnisse erziehlt.

Ich würde Dir raten, die Wahl der Waffen eher an Deinen Möglichkeiten festzumachen: Hast Du eine pH-Meter? Hast Du ggf. Nerv, ein wenig zu Rechnen?

Grüße,
Andy
 
A

Anonymous

Guest
Hi Andy,

Mit der Differenzmethode schlisst du beim Tropftest den Einfluss anderer pH-Beeinflussungen aus (sind ja nicht nur Säuren). Die Genauigkeit geht bei etwas Übung an 2mg/l und das reicht vollkommen aus - da sind keinerlei laborähnliche Methoden notwendig. Im Duchschnitt liegt man mit den Tropfen (samt 2 mal messen zur Differenzermittlung) etwa 2 bis 5 mal genauer als alle anderen Methoden im Hobbybereich.

mfG Anton Gabriel

PS: jeder der auaristischen Tropftests arbeitet mit NaOh und Umschlag eines pH-Indikators
 

der_andy

Mitglied
Hi Anton,
Anton_Gabriel schrieb:
... Die Genauigkeit geht bei etwas Übung an 2mg/l ...

Die 2mg/l hat man ja schon allein durch die Skalierung, oder? Die Korrektur des Blindwerts erkauft man sich dann aber mit einer weiteren Messung --> Also liegt man bei einem Bereich von 4mg/l.
Plus eben die Unsicherheiten des eigentlichen Verfahrens. Wie und wo die jetzt genau liegen, vermag ich nicht zu sagen... Bin halt kein Chemiker.

Grüße,
Andy
 
A

Anonymous

Guest
Hallo,

Ja - kann also auch 4 mg/l daneben liegen - immer noch besser - wenn man es mag - als vielleicht 30 daneben. Wobei die Blindwertelimination durch zweimalige Messung an sich auch bei der Berechnung gehen sollte - da sinds dann halt 4 höchstgenaue Messungen.

mfG Anton Gabriel
 


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