Unterbau selbst gemacht, für 160l- Becken

Hallo alle zusammen,

da wir Aquarien- Unterschränke ziemlich hässlich finden, habe ich vor einiger Zeit im Forum gestöbert und beschlossen, einen Unterbau aus Yton und Arbeitsplatten selbst zu bauen.

Also heute ab in den Baumarkt, um das Material zu besorgen. Ich dachte an eine dicke Arbeitsplatte drunter, eine drüber und links und rechts zwei Säulen Ytong- Steine, je 20 cm breit.
Beim Holz- Zuschnitt zuständigen Mitarbeiter um seine Meinung gebeten, zwecks Dicke der Arbeitsplatte, und der, super unfreundlich, meint, dass das nicht ginge. Da würden ja die Steine zerbröseln. Und überhaupt muss ich da erst einen Statiker fragen, wegen dem Gewicht.

Bei einem Aquarium von einem Meter Länge? Also selbst, wenn ich das Gewicht sehr großzügig auslege, komme ich nie auf mehr als 250kg + Unterbau.

Auf meinen Einwand, dass ich im Internet solche Bauten auch für größere Becken gesehen habe, schnauzte er, dass ich ja nicht fragen brauche, wenn ich das alles so genau weiß.
Tja, im selben Baumarkt in der Aquaristik- Abteilung meinte der Mitarbeiter daraufhin lachen, dass er bei sich zu Hause ein 900l Becken mit 2,50 m Länge auf zwei Ytong- Säulen (17cm breit) mit dicker Arbeitsplatte stehen habe.

Nun war ich aber trotzdem so verunsichert, dass ich nix gekauft habe.
Was meint ihr denn? Soll ich oder soll ich nicht?

Ich will endlich mein neues Becken aufbauen!!!!

Danke für Ratschläge.

Liebe Grüße
Sylvia
 


Hallöchen,

ich persönlich würde kein 900L AQ auf "nur" 2 Ytongsäulen parken, aber für dein Becken sehe ich da überhaupt keine Probleme. Natürlich ist die Oberfläche etwas krümmelig, jedoch besteht keine Gefahr das dir die Steine unter Belastung "zerbröseln". Mhm, einen Statiker würde ich evtl. zu Rate ziehen, wenn ich ein 1000L AQ im Dachgeschoß eines uralten Fachwerkhauses aufstellen möchte - aber im Normalfall wohl nicht.

Katja
 
genau

Hallo,

Ja danke, damit bestätigst Du, was ich eigentlich wußte (zu wissen glaubte).
Schon blöd, wenn man sich so schnell aus der Ruhe bringen lässt.

Aber im Baumarkt sah ich vor meinem inneren Auge, wie mein Becken einstürzt, weil der Unterbau in Staub zerfällt.

Na gut, gehe ich am Wochenende nochmal los.

Danke und Grüße
Sylvia
 
Hi,
also es gibt im Baumarkt sogenannten "Haftgrund" bzw. Tief(en)grund z.B. von der Firma PCI zu kaufen!
Ich glaube für Ytong wird Tief(en)grund genommen......
Aber da kannst Du Dich ja noch mal informieren!
Gibt es aber auch von billigeren Herstellern!
Das ist je nach Hersteller eine hellblaue oder rosa milchige Flüssigkeit die Du mit breitem Pinsel oder Tapezierbürste auf dem Ytong verstreichst!
Nach ca. 1 Stunde ist das ausgehärtet....und danach bröselt oder staubt garantiert nix mehr!!!
LG Mel
 
Aus Gasbeton werden ganze Häuser gebaut, einschließlich der tragenden Wände. Wenn da unter Last was zerbröseln würde, hätte das bestimmt schon in der Zeitung gestanden... :lol:

Naja... Baumarkt-Verkäufer... deren Fachwissen ist nicht immer besonders ausgeprägt, muß man leider sagen. Also, am besten vorher anderswo wissend machen.

Ich hab mal spaßeshalber einen gefragt, was HSS-Bohrer bedeutet - er antwortete mir mit tiefer Ernsthaftigkeit, HSS stünde für Holz-Stein-Stahl... :shock:

Ich bin überzeugt, mit 17er Steinen machst Du nichts falsch, das hält schon. Allerdings ist die Oberfläche etwas krümelig, daher ist eine Oberflächenbehandlung wie von Otto empfohlen sicher sinnvoll.

Viele Grüße

Torsten
 

Joern

Mitglied
Otto schrieb:
sogenannten "Haftgrund" bzw. Tief(en)grund
Hi,

da kannst Du auch jede Acryl-Farbe nehmen. Habe hier mal "Reste" von Aldi vermalt.....

Vorher sollte die Oberfläche mit einer weichen Bürste / Besen von dem feinen und losen Sand befreit werden.
Rollen geht besser als Streichen.
 
Ytong verkleben

Hallo,

und würdet ihr die Steine untereinander bzw. mit der Arbeitsplatte verkleben?
Da habe ich bis jetzt immer ziemlich unterschiedliche Meinungen gehört. Ich kann mir zwar kaum vorstellen, dass sich da was verschiebt, wenn 250kg drauf liegen, aber sicher wissen tu ich es ja nicht.

Viele Grüße
Sylvia
 


Joern

Mitglied
Re: Ytong verkleben

Hi,

unter meinem 460er liegen vier Steine übereinander...ein "Stapel" rechts und einer links...

Es ist viel besser zu transportieren, wenn das ein "Bausatz" bleibt...(na gut. passiert nicht so oft :D )

Der einzige Sinn im Verkleben ist vielleicht, wenn man die Fugen verspachteln will und erst hinterher anmalt.
 
Hallo,
und würdet ihr die Steine untereinander bzw. mit der Arbeitsplatte verkleben?
Nö,wenn du mal aus/umziehst,kannst du alles abbauen und
wieder aufbauen. :D
Sehe das wie Jörn...
Meine Steine habe ich nicht mit Farbe/Tiefengrund behandelt und es "krümelt" nix.
 

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Joern

Mitglied
Hi,

so sieht's bei mir aus:
Das Becken hat die Maße 130x60x60cm und steht seit 1 1/4 Jahr.

hier einmal eine Stellprobe, da ist noch alles "nackt", aber man sieht ganz gut, wie es aufgebaut ist:


Unten 19mm Tischlerplatte, oben 2x 19mm Tischlerplatte verleimt, dazwischen Gasbeton-Planstein liegend

Und hier ist es mit Schubladen (Ikea Küchen) versehen und gestrichen mit einem Hammerschlag-Effekt-Lack. Da der selber eine Oberflächenstruktur hat, kommt das ganz gut mit der Struktur der Steine (bzw. kleine Brösel oder Ecken fallen nicht auf), hier vorher grundiert mit billig-Acryl.



Zwischen Ytong und "Deckel" liegen rechts und links noch verschieden dünne Sperrhölzbretter, damit es gerade ist.

Das Becken steht also nur auf zwei Säulen. Das ist genug !
Die Säulen sollten nur nicht am Ende stehen, wie man hier abschätzen kann:
http://www.deters-ing.de/Statik/sockel.htm

Danach hätten die Säulen etwas mehr mittig stehen müssen...ging aber nicht wegen der Schubladen. Der theoretische Auflagerpunkt liegt aber immer noch auf den Steinen...was bei 20cm breiten Steinen ja aber auch nicht so schwer ist...:D
Oder anders gesagt: auf diese Konstruktion hätte man auch ein 160er Becken stellen können :D (man muss ja Pläne haben....)

Was würde ich heute anders machen
eigentlich nur das Design...anstatt die 20cm Steine liegend zu verwenden, wäre ein 17cm breiter Stein (davon 2 Stück übereinander) optisch etwas "schlanker" ausgefallen---

edit:
das Ding ist nur 40cm hoch plus 3x19mm für die Holzplatten (plus "Ausgleich" )....
Man muss nicht unbedingt auf die 72cm "Fertig-Unterbau-Schrank"-Höhe kommen. Gerade bei etwas höheren Becken (hier 60cm) nicht.
 
Hi,
mein Becken ist 150/60/60 deswegen habe ich lieber 3 Säulen genommen,

Mein Unterbau ist 48 cm hoch,plus 60 cm Höhe des Beckens.
Ich bin nur 1,63 m groß,komme aber gerade noch so auf den Beckenboden ohne Leiter/Stuhl :wink:

@Jörn: Die Schubladen sind klasse,so hat man noch Stauraum. :autsch:
Wäre eine Überlegung wert.... :D
 

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Tolle Ideen hier! Da kommt man ja auf Gedanken :roll: ... ich habe noch Ytongsteine und ein leeres Becken ohne Unterschrank im Keller stehen... 8)
 
Danke schön,

Hallo alle zusammen,

ich möchte Euch ganz herzlich für Eure ausführliche Hilfe und für die Fotos Eurer Becken + Unterbau bedanken.
Da kann bei mir eigentlich ja nichts mehr schiefgehen.

Ihr seid klasse!

Viele Grüße
Sylvia
 


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