"Umzug" in größeres Aquarium

Hallo liebe Forummitglieder!

Ich hab ein kleines Problem, mein "großes" Aquarium (60*30*45)leckt, an der hinteren unteren Silikonnaht. Es ist nicht viel, aber es ist trotzdem kaputt. Gestern haben wir es von außen abdichten können (da ich zur Zeit nicht die Möglichkeit habe, das Aquarium trocken zu legen) und bis jetzt hält es auch dicht.
Besatz: 7 Platys, 8 Schmucksalmer, 2 Antennenwelse (beides w)

Wir nehmen es zum Anlass, um direkt auf ein größeres Aquarium umzusteigen. Unser Fachhändler bestellt für uns am Montag ein 160 Liter Becken (100*40*40).
Am Becken läuft ein Fluval 205 - den werde ich dann auch für das Größere Becken verwenden, so, wie er ist. Muss ich dann noch eine Einlaufphase beachten, oder kann ich die Fische dann nach der Einrichtung dirket umsetzen?

Ebenfalls finde ich den Kies, den ich zur Zeit im Becken habe nicht mehr so ansehnlich, und würde gerne auf sehr feinen Kies (ca. die Größe von Garnelenkies) umsteigen. Kann ich den Kies einfach austauschen? Man hört ja immer wieder, dass viele der wichtigen Bakterien im Boden sind. Stimmt das eigentlich?
Die Pflanzen werde ich übernehmen und noch neue dazuholen. Zur Zeit sind 12 Pflanzen in verschiedenen Größen im Becken, wie viele können/sollten/müssen denn noch dazu?

Zum späteren Besatz hab ich noch eine Frage:
Ich würde gerne meine Guppies wieder in das Becken mit dazu setzen. Es sind 5 adulte Tiere (3 w, 2 m) sowie 7 Jungtiere. Und die Salmer aufstocken, zur Zeit sind es 8, wie viele kann ich denn noch dazu holen?
Gerne würde ich auch die Antennenwelse aufstocken, aber ich weiß, dass das nicht geht, weil es denen das sonst zu eng wird - weils auch mit 2 schon knapp sein kann.

Gibt es noch etwas, was ich dazusetzen könnte?

Ganz lieben Gruß und Danke,
Julia
 


fischolli

R.I.P.
Hi Julia,

wenn der alte Filter von der Umwälzleistung ausreichend ist (ich kenn die technischen Daten nicht und bin auch zu faul, die jetzt rauszusuchen), kannst du die Fische sofort in das neue Becken setzen. Auch der Austausch Bodengrund sollte kein Problem sein.

Allerdings solltest du mit dem Aufstocken des Besatzes dann ein paar Wochen warten, damit sich ein gewisses "Klima" in dem neuen Becken einstellt. Am Anfang halt einfach bißchen mehr beobachten, wie sich die Fische verhalten und ggfs. mal mit einem grossen Wasserwechsel gegensteuern, wenn die schnell atmen und an der Oberfläche hängen.

Bepflanzung ist immer auch ein bißchen Geschmackssache. Als grobe Fausformel kannst du sagen 2/3 der Grundfläche, gibt aber Aquarianer, die kaum Pflanzen in ihren Becken haben und das läuft trotzdem gut.

Ich persönlich würde dir von der Mischung Platies & Guppies abraten, wäre mir zu wuselig mit zwei Arten Lebendgebährdenden, aber auch das ist Geschmackssache. Von der Anzahl der Fische wäre es sicher kein Problem. Auch die Aufstockung deiner Schmucksalmler ist völlig in Ordnung.

Bei der Beckengröße könntet ihr überlegen, eine "Charakter"-Art mit einzubringen. Ob das nun Zwergbuntbarsche, Fadenfische oder was ganz anderes sein soll, hängt auch wieder von euren Vorlieben ab. Macht so ein Becken aber langfristig interessanter.

Gruß
 
Hallo nochmal,

mein Freund und ich finden den Kakadu-Zwergbuntbarsch (Apistogramma cacatuoides) sehr interessant. Leider gibts im Internet sehr unterschiedliche Aussagen über ihn.
Auf manchen Websites wird gesagt, man kann ihn nur bei GH < 10° halten, auf anderen bis 18°... Ebenfalls "scheiden sich die Geister" ob man eine Paar- oder Haremshaltung bevorzugen sollte.

Hier mal unsere Wasserwerte:
Ph: 7,65
GH: 10,3
KH: 9,1

Was habt ihr da für Erfahrungen?
Danke schon mal
Julia
 

Z-Jörg

Mitglied
Hi Julia,
die Haremshaltung klappt nach meiner Erfahrung nur in größeren Becken, sonst lieber paarweise.
Bei der Gh war 13 bei mir kein Problem.
 

fischolli

R.I.P.
Hi Julia,

deine Wasserwerte sind für A. cacatoides (Kakadus sitzen auf Bäumen :wink: ) okay. Nicht optimal, aber durchaus brauchbar.

Mach erstmal Paarhaltung. Die viel gepriesene Haremshaltung ist, ausser in sehr grossen Becken, nicht der Bringer, da ein Weibchen fast immer überlegen ist und das andere weg mobbt. Das kann bis zum Tod des unterlegenen Tieres führen.

Gruß
 


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