Hallo Dominik,
nur einen Feuerschwanz in einem für seine Verhältnisse relativ kleinen Becken zu halten, halte ich für ziemlich gewagt.
Als wir mit der Planung für unseren Schneewittchensarg (576l) anfingen, hatte ich auch sehr mit diesem wunderschönen Fisch geliebäugelt und hatte daher so ziemlich alles, was ich über ihn in die Finger bekommen habe, förmlich aufgesaugt.
Allerdings bin ich, je mehr ich über ihn erfuhr, immer mehr davon abgekommen, ihn halten zu wollen, da mir eigentlich schon relativ schnell klar wurde, dass die Haltung in einem Gesellschaftsbecken nicht unproblematisch sein soll.
Als Jungtiere sind sie wohl noch relativ friedlich, im Alter können sie aber ausgesprochen ruppig werden und inzwischen ist man davon ab, sie als Einzeltierhaltung zu empfehlen, sondern rät eher dazu, sie in einer Gruppe zu halten, damit sich die Ruppigkeit auf die eigene Art konzentriert und nicht andere Tiere darunter leiden müssen.
Da sie aber ein ausgesprochen territoriales Verhalten haben, sind grosse Becken mit ausreichend Möglichkeiten der Revierabgrenzung eine Notwendigkeit und die Grösse sollte wohl 1.000l nicht unterschreiten.
Wie Terror im Becken aussehen kann, haben wir in dem immerhin 720l-Becken eines Bekannten gesehen, in dem ein Labeo für reichlich Trouble gesorgt hat, trotz vieler Versteckmöglichkeiten.
Er ist der einzige Fisch, der von seinem Besitzer mit einem Namen versehen wurden: "Mistviech" :?
Er ist ein wirklich wunderschöner Fisch und als adultes Tier wirklich atemberaubend, aber ich würde es weder ihm noch anderen Mitbewohnern zumuten wollen, in einem so kleinen Becken wie dem Deinen zu leben.
Sicherlich gibt es Ausnahmen, genauso wie es Ausnahmen gibt, Kampffisch und Guppies in einem Becken zu halten, aber darauf zu hoffen, dass man selber zu den Ausnahmen gehört, statt die relativ grosse Wahrscheinlichkeit einzukalkulieren, dass es eben nicht der Fall ist, wäre in meinem Augen naiv und ein zu grosses Risiko für die Mitbewohner.
Gruss,
Britta