soll ich sauerstoff ins aq pumpen?

hallo,
bei meinen kampffischen hab ich mir da weniger gedanken gemacht aber bei meinen jetzigen besatz im 200l aquarium.
da sind 4 skalare drinnen und 18 sternflecksalmler und ...2 antennenwelse.
manchmal hab ich das gefühl, dass die fische "keine luft" bekommen.
ich hab 2 so sprudler, also womit man luft ins aquarium pumpen kann, hab sie damals (als noch keine skalare drinnen waren) ausgeschalten, weil dadurch auch immer mehr algen gebildet haben.
wie bermerk ich wieviel sauerstoff ich ins aquarium pumpen soll? oder soll ich`s ganz lassen?
wär nett wenn mir wer helfen kann - hab nämlich keinen tau :lol:
 


Hallo!

Ich hab das so gelernt, dass man keine Luftsprudler ins Becken setzen sollte. Diese treiben nur das CO2 aus dem Wasser und das brauchen ja die Pflanzen zum wachsen.

Dein Filter sollte für etwas Wasserbewegung an der Oberfläche sorgen, damit Sauerstoff aus der Luft gebunden werden kann. Und wenn dann noch genügend Pflanzen im Becken sind, dann Klappt das alles schon.


Grüße

Paul
 
Hi,

erstens: Luftsprudler "treiben" kein CO2 aus dem Wasser. Sie sorgen aber dafür, dass sich der meist höhere CO2-Anteil des Wassers dem der Luft durch die größere Oberfläche leichter anpasst.

zweitens: Wenn deine Fische apathisch sind, schnell atmen, im geschlossenen Schwarm schwimmen etc, besonders morgens, könnte eine zusätzliche Belüftung durchaus sinnvoll sein. Du kannst eine solche ja problemlos ausprobieren.

Manche Fische, besonders solche aus schnell fließenden Gewässern, brauchen hohe Sauerstoffkonzentrationen. Andere geben sich mit weniger zufrieden. Probiere es aus.

Ich betreibe einen Sprudler an einer Zeitschaltuhr. Er schaltet sich besonders nachts und morgens, wenn die Pflanzen O2 verbrauchen, ab und an ein, um den Sauerstoffgehalt nicht zu gering werden zu lassen.

Gruß

Mokantin
 
Hallo ental,

wie sieht deine Bepflanzung aus und sind die Pfanzen fit?
Hast du mal den O² (Sauerstoff) Gehalt gemessen?

Nachts könnte ein Sprudler angemessen sein,da (wie Mokantin schon sagte) die Pflanzen auch Sauerstoff "verbrauchen".

Aber ich kann mir nicht wirklich vorstellen,dass es daran liegt :| .
Ich tippe erstmal auf die Bepflanzung.

Hast du vllt mal ein Foto vom Becken?
 
hi littlebuddah
bepflanzung sieht folgendermaßen aus:
java farn
wasserpest und noch was schnell wachsendes, das aussieht wie so dicke gräser ...die vermehren sich wie s**
und noch 2 kleinere pflanzen, die ich aber nicht benennen kann ..irgendso ein 2farbiges gras (wächst sehr langsam)
aber sonst wachsen alle pflanzen gut.
den O2 gehalt hab ich noch nie gemessen und foto hab ich leider auch keins (hab keine kamera).
ist vll ein problem mit dem sauerstoff weil ich 2 schnellwachsende pflanzenarten drinnen hab?
 
Hi,

versuch es doch einfach mal wie es Mokantin beschrieben hat.
Ne Zeitschaltuhr gibt es schon für 2 € im Baumarkt. Den Sprudler in der Nacht bis es morgens hell wird ( Licht angeht ) ab und zu anmachen und schauen ob sich der Zustand verbessert.

Wie gesagt: In der Dunkelheit verbrauchen auch die Pflanzen Sauerstoff, denn sie benötigen Licht für die Photosynthese um Sauerstoff zu produzieren.

Einen Versuch ist es wert......

MfG Sven
 
... und sorg für Oberflächenbewegung.

Hast du vllt nen leichten Film auf der Wasseroberfläche?
Dieser verhindert,bzw hemmt den Gasaustausch.
 


bierteufel

Mitglied
Mokantin schrieb:
Hi,

Sie sorgen aber dafür, dass sich der meist höhere CO2-Anteil des Wassers dem der Luft durch die größere Oberfläche leichter anpasst.



Gruß

Mokantin

Wie kann man das treffender bezeichnen als "Sie treiben CO2 aus dem Wasser"? Natuerlich treiben Sprudler CO2 aus dem Wasser.


@topic.

Um beim Einschlafen ein besseres Gefühl zu haben, kannst du einen O2-Test kaufen und bei "schlechtem Bauchgefühl" machen. Das schlechte Bauchgefühl trügt selten (wenn man Fisch fleissig beobachtet), nur es muss nicht der Sauerstoff das Problem sein.

Gruß Arne
 
Hallo,
bierteufel schrieb:
Wie kann man das treffender bezeichnen als "Sie treiben CO2 aus dem Wasser"? Natuerlich treiben Sprudler CO2 aus dem Wasser.
Ja, so wie jede andere kräftige Oberflächenbewegung auch.
Die Frage bleibt, wie effektiv dieses Austreiben ist und ob das verbleibende CO2 für die Pflanzen ausreicht.
Andererseits sorgen Pumpe und Sprudler auch für Strömung und Umwälzung des Wassers und das ebenfalls notwendig um die Nährstoffe, darunter auch CO2, zu den Pflanzen zu bringen.
Aquaristik macht viele Kompromisse, man muss entscheiden, was wichtiger ist.

Gruß Knut
 
Hallo Arne,

bierteufel schrieb:
....nur es muss nicht der Sauerstoff das Problem sein....

Hast du noch einen Vorschlag,warum es sonst den Anschein hat,dass die Tiere zeitweise keine Luft bekommen?
Es scheint ja nicht permanent zu sein.

@ ental

ich würde dir erstmal zu einem O²-Tröpfchentest raten.Er ist genauer als Teststreifen,und du bekommst Gewissheit.
 
hallo, erst mal danke für eure antworten!
ich hab ja meine fische schon öfters beobachtet: das gefühl, dass sie zu wenig sauerstoff bekommen, weil die skalare oftmals nur so drinnen stehen und der eine sehr schnell atmet - so als ob er keine luft bekommen würde.
wenn ich hingegen den sprudler einschalte, dann ist im ganzen becken unruhe, die skalare schwimmen komisch durchs wasser - aber eben auch mal hin zu den luftblasen, und die sternflecksalmler werden ganz hektisch!

zeitschaltuhr hab ich ja wohl eine (auch für die lampe), aber die werd ich gegen eine analoge zeitschaltuhr austauchen (bei meiner derzeitigen hauts mir immer die programmierung raus).

dann werd ich mir wohl einen test besorgen müssen 8)
 

bierteufel

Mitglied
littlebuddah schrieb:
Hallo Arne,
Hast du noch einen Vorschlag,warum es sonst den Anschein hat,dass die Tiere zeitweise keine Luft bekommen?
Es scheint ja nicht permanent zu sein.

Hoher Nitritwert, Kiemenwürmer, andere Krankheiten oder Faktoren, die eine Aufnahme des vorhandenen Sauerstoffs behindern/verhindern. Es gibt sicherlich einige Möglichkeiten. Auch ein zu hoher CO2 Gehalt im Wasser kann schuldig sein. Ein zu niedriger eher nicht direkt.

Gruß
 
A

Anonymous

Guest
Hallo,

Mokantin schrieb:
erstens: Luftsprudler "treiben" kein CO2 aus dem Wasser.
Soso.

Sie sorgen aber dafür, dass sich der meist höhere CO2-Anteil des Wassers dem der Luft durch die größere Oberfläche leichter anpasst.
Generationen von Aquarianern beschreiben diesen Vorgang mit dem treffenden Ausdruck "Austreiben". Ich halte es für ziemlich verkehrt, im Einsteigerforum eine rein akademische Diskussion ohne praktischen Nährwert wegen dieses Begriffes anzetteln zu wollen.

Viele Grüße
Robert, der zu Zeiten seines Vollentsalzers die gut 200 mg/l CO2 aus dem VE-Wassers durch Austreiben mit einem Luftsprudler auf Nahe Null brachte.
 
Hey!

Gut das es diesen Thread gibt, sonst hätte ich heute einen eröffnen müssen.

Ich habe dieselbe Frage. Ich habe einen Aquaball 2008, der am Sonntag in mein allererstes AQ kommt. Ich konnte es nicht lassen und hab ihn in der Badewanne getestet, auch mit Diffusor und Luftschlauch und hab mal alle Einstellungen ausprobiert und mir gedacht "Ok, ich stelle ihn auf kleinste Stufe, mit voll aufgedrehtem Luftschlauch" ... allerdings hab ich dann bei google etwas gefunden, wo stand dass es gar nicht so sinnvoll ist, weil man den Pflanzen dann CO2 entzieht, welches sie natürlich brauchen...!

Und jetzt bringt ihr mich hier total durcheinander :oops: Was ist denn nun besser? Weniger (gar keine) Luftbläschen und dafür auf die Wasseroberfläche gerichtet, oder doch ein paar mehr? Vielleicht ne doofe Frage, aber ich bin kompletter Neuling!

Gruß! :?
 
A

Anonymous

Guest
Hallo,

kommt drauf an... In einem Aquarium mit vielen Pflanzen halte ich einen Luftsprudler erstens für überflüssig, weil die Pflanzen selbst genug Sauerstoff produzieren, und bei mäßigem Fischbesatz auch nachts der Sauerstoffgehalt nicht auf gefährlich niedrige Werte sinkt, so meine Erfahrung. Und zweitens für schädlich, weil diese Blubberei das CO2 bis auf den Gleichgewichtswert (um 0,5 bis 1 mg/l) austreibt.

Bei wenig oder gar keinen Pflanzen kannst Du's ruhig sprudeln lassen.

Viele Grüße
Robert
 
Hallo "Optik",

den Diffusor würde ich weglassen, der ist für gewisse Situationen sinnvoll, aber nicht im täglichen Gebrauch. Dann sollte der Filterauslass in der Regel unter dem Wasserspiegel liegen, so dass die Wasseroberfläche leicht bewegt wird.
Ein weiterer Nachteil beim Austreiben des CO2 ist nämlich, dass der pH ansteigt, was man in den seltensten Fällen möchte.

Grüße
Ingrid
 
Ich hab nun schon ca 3 Monate ein 54l Aquarium. Direkt nach dem Erstbesatz hatte ich auch Probleme mit Atemnot bei meinen damals noch 6 Platys..... ich hab dann einen kleinen Luftsprudler eingebaut der seit dem immer an ist. Mittlerweile sind es 11 Platys und die fühlen sich wohl. Die Pflanzen wachsen auch....... also kann der Sprudler ja nicht zuviel CO2 austreiben......

wenn ich nächste Woche ne 2. Zeitschaltuhr hab werd ich mal robieren wie es mit weniger Luftsprudel Tagsüber läuft...... ein wenig Stromsparen kann aj nicht verkehrt sein :)

LG
Martin
 

CarstenOL

Mitglied
Hallo!
Zunächst einmal eine einfache Frage: Ist die Atemnot wirklich Atemnot?
Das "Schnappen nach Luft" - Verhalten muss nicht zwangsläufig mit dem Co²/O²-Verhältnis im Wasser zusammenhängen. Möglich wäre auch z.B. Nitritprobleme, Krankheiten oder abweichende oder stark schwankende Werte des Wassers.
Ich selbst komme in meinen Becken ohne Luftsprudler aus - auch ohne CO²-Geräte. Einzige Ausnahme ist ein großes, eher "intensiv" besetztes Becken, in dem ein Diffusor permanent läuft. Trotzdem: Die Pflanzen wachsen wie irre, ein Mangel an CO² scheint nicht vorzuliegen...
Ich lege allerdings in allen Becken auch großen Wert auf VIELE Pflanzen.
Ein Bild des hier diskutierten "Problembeckens" wäre vielleicht für die Lösung der Probleme hilfreich...
Gruß
Carsten
 


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