Viel zu verschieden...
... sind die Arten der Becken, die wir pflegen. Der Amazonas weißt größtenteils so wenig Nährstoffe auf, das er kaum Pflanzen hervorbringt. So weit herunter werden wir selbst Leitungswasser kaum kriegen, es sei denn, mit Osmoseanlagen. Seen haben riesige Flächen, auf denen Bakterien ansiedeln können, die Mulmschicht auf dem Boden eines See´s besteht aus Bakterien. Auch ist ein See nicht nur ein paar Jahre eingelaufen, sondern schon ein wenig länger, alle Fische, Pflanzen und vor allem Bakterien sind an die jeweiligen Nahrungsangebote angepasst, Nitrite, Nitrate, Phosphate etc...
Auch in alten AQ´s wird es kaum Bedingungen geben, wie sie in der Natur vorhanden sind. Ein Vergleich mit den natürlichen Lebensräumen ist also kaum hilfreich und kann nur in die Irre führen. Allein der Besatz sollte schon zu Denken geben: Haltet doch mal den Kopf unter Wasser eines See´s, oder schaut Doku´s von See´n und Flüssen, da sieht man in keiner Richtung mehr als 10 Fische, und meist durchblickt man mehrere Kubikmeter Wasser. Und in unseren Aquarien? 1/5 Kubikmeter Wasser und 40 Fische? Lasst also günstigerweise die Vergleiche mit "Mutter Natur".
Gerade zu Anfang müsssen die Wasserwerte genau beobachtet werden. Bakterienstämme bilden sich immer nur nach dem Nahrungsangebot, aber längst nicht so schnell wie dieses! Also sollte man ein Becken langsam aufbauen, meiner Meinung nach kann das durchaus ein paar Monate dauern. Dann sollte man durchaus in einem wenig besetztem, großen Becken mit vielen Pflanzen auf 20% Wasserwechsel pro Monat zurechtkommen.
Gruß
Heiko