Hallo,
hm, dass die Lichtfarbe nicht sehr von Bedeutung ist, kann ich mir eingentlich schlecht vorstellen.
Bei den Versuchen die ich gemacht habe, kommt bei der Grünalge (die vom Lichtspektrum her den Höheren Pflanzen ähnelt) heraus, dass das Gesamtabsorptionsspektrum der Grünalge 2 große „Peaks“ zeigt. Der erste „Peak“ liegt bei ca. 431 nm und der 2te „Peak“ bei ca. 663 nm. Der erste „Peak“ ist vergleichsweise zum 2ten „Peak“ breiter und größer (siehe Bild).
Dh. die Grünalge steht auf violett-blaues und auf orange rotes licht, dh. die Pflanzen müssten auf der einen Seite hohe Farbtemperakturen von knapp unter 9000K und niedrige Farbtemperaturen von so ca. 3000K mögen. Wobei der Hauptschwerpunkt bei den hohen Temperaturen liegen müsste, da der Peak höher ist.
Wenn man das nun mit dem Absorbtionsmaximum der Rotalge vergleicht, stellt man fest (Bild), dass es zu ähnlichen Absorbtionsmaxima kommt (450nm und bei ca. 660 nm), jedoch der Peak bei ca. 660nm um einiges größer ausfällt, als der bei der Grünalge. Dh. rotes Licht würde doch die Rotalgen eher fördern als Grünalgen.
Dann müsste man doch noch überlegen, wie man am besten die Cholophyll b Produktion fördert und der Chlorphyll c Produktion schadet und ein Lichtspektrum findet, was die Phycobilliprotein und die Fucoxanthionproduktion verhindert bzw. nicht anheizt.
Denn hohe Pflanzen und Grünalgen besitzen nur folgende Photosynthesepigmente: Chl a,b; Carotinoide .
Die Rotalge dagegen auch nur a, Carotinoide UND Phycobilli-Proteine (nur bei Rotalgen).
Braunalgen haben Chl. a,c und Carotinoide UND Fucoxanthine.
Genau aus diesen Gründen ist es mir wichtig, herauszufinden, welches Licht am besten ist, für die Pflanzen und gegen die Algen. Biologisch- gesehen weiss ich das, aber technisch gesehen steh ich da total auf dem Schlauch. Und ich kann mir deshalb nicht vorstellen, dass die Lichttemperatur egal ist...
Liebe Grüße Steffi
PS. die Bilder sind beide von mir gemacht worden.