NO2 (Nitrit) ist zu hoch, NH4 geht noch. Nitrit wird vom Fisch über die Kiemen aufgenommen, heftet sich statt Sauerstoff an die roten Blutkörperchen und behindert so den Sauerstofftransport im Blut. Man könnte jetzt tagelang Wasser wechseln aber das wird nicht viel bringen, Starterbakterien bringen auch nichts, denn das was Du brauchst ( Nitrobacter) ist da gar nicht drin, sondern ein Bakteriengemisch aus verschiedenen Keimen die letztlich absterben, und das Problem eher verschlimmern. Das kam raus als jemand, der es kann, Nährböden impfte und die entstandenen Bakterienkulturen bestimmte. Keine Sorge die Nitrobacter sind schon vorhanden, es sind nur zu wenige weil sie sich langsamer vermehren, als die Nitrosomas (oxidieren Ammonium zu Nitrit). Die Zeit bis sie soweit sind muss man überbrücken, im Normalfall bleibt das Aquarium solange unbesetzt. Fische scheiden Ammonium mittels der Kiemen aus, für Nachschub ist also eh gesorgt, deswegen vermeidet man alles was noch mehr Ammonium ins Becken bringt, vor allem Futter.
Auf dem Bild sehen die Fische normal aus, wenn das stimmt und solange es so bleibt, würde ich gar nichts machen. Auf keinen Fall füttern. Wenn die Fische Anzeichen von Unwohlsein zeigen Flossenklemmen, Schaukeln, unkontrollierte Bewegungen, Luft schnappen usw., kann man um die Fische zu unterstützen Kochsalz (jodfrei) ins Becken geben (vorher auflösen), das verhindert die Aufnahme von Nitrit. Für den Anfang würde ich 0,5 Gramm/Liter Aquarienwasser (tatsächlicher Inhalt, nicht die schöngerechneten Aussenmaße des Herstellers) verwenden, das kann man bis auf 1 Gramm/Liter steigern, noch höher müsste man dann die Fischarten wissen. Keine Sorge Meerwasser enthält ca. 35 Gramm/Liter. Dabei solltest Du den Nitritwert täglich messen, wenn er unter 0,2 mg/l ist kannst Du mit normalen Wasserwechseln anfangen damit das Salz mit der Zeit aus dem Becken kommt und vorsichtig anfangen zu füttern.