Luftbläschen nach Wasserwechsel



Also am plausibelsten liest sich der Beitrag vom Knut. Ich bin zwar immer noch nicht ganz glücklich, aber mit der Erklärung kann ich leben ;)

Vielen Dank für die vielen Antworten!!! :D

lg,
Robert
 
Hey, bei 30 - 40%igen Wasserechseln sollte es aber nicht zu dem Problem des übersättigten Wassers und somit zu deiner genannten Krankheit kommen.
Da man eben nur 30-40% Auswechselt, welches sich dann sofort mit dem anderen Wasser evrmischt. Gehts um 80%ige WW denk ich da könnte was passieren, ist aber eher selten zu beobachten. Ich habs z.B. noch nie beobachtet ;)
Schönen Gruß, Jay
 
Hallo,

yay schrieb:
Hey, bei 30 - 40%igen Wasserechseln sollte es aber nicht zu dem Problem des übersättigten Wassers und somit zu deiner genannten Krankheit kommen.
solche absoluten Aussagen sind meiner Meinung nach absolut ungeeignet und können den ahnungslosen Anfänger doch vor einige Probleme stellen.
Warum erst ausprobieren?
Zumal Leitungswasser häufig kälteres Wasser ist und damit zusätzlich Gase löst/im Aquarium frei gibt.
 
Hallo,

ich bin im aquariumforum über ein ähnliches Problem gestoßen. Im Fred hat sich eine Userin mit folgendem Versuch zu Wort gemeldet:

ein beliebter Schulversuch zur Photosynthese sieht so aus:
Man nimmt drei Gefäße mit jeweils ein paar Stengeln Wasserpest. In ein Gefäß kommt abgekochtes Wasser, in eines frisches Leitungswasser und in ein anderes Selterwasser, alles mit derselben Temperatur natürlich.
Die Sauerstoffproduktion steigt in der aufgezählten Reihenfolge sehr deutlich. Dabei tritt das Gas deutlich sichtbar an den Stengelenden und nicht irgendwo an den Glaswänden aus.
Wenn der Wasserwechsel zu einem Zeitpunkt durchgeführt wird, an dem die CO2-Konzentration im Becken sehr niedrig ist, kann man das auch nach dem Wasserwechsel beobachten, auch wenn der mit temperiertem Wasser durchgeführt wird.

Und zur Erklärung:

man geht davon aus, dass im abgekochten Wasser kein CO2 mehr vorhanden ist, im Selterwasser ganz viel und im Leitungswasser ein wenig. Wenn dann alle anderen Parameter wie Temperatur, Licht, Pflanzenmenge usw. gleich sind und die Sauerstoffproduktion unterschiedlich stark ist, schließt man darauf, dass für die Photosynthese CO2 benötigt wird und auch quantitative Unterschiede eine Rolle spielen.
Zusätzlich kann noch das produzierte Gas aufgefangen und mit der Glimmspanprobe als Sauerstoff nachgewiesen werden.
Der Versuch dient als Einstieg in die Photosynthese und geht von keinerlei Vorkenntnissen aus.

Ich habe mit dem Versuch so meine Probleme, vielleicht denke ich aber auch nur in die falsche Richtung. Vielleicht kann man das hier klären...

Ich habe bei Leitungswasser und Mineralwasser das Problem, dass freies CO2 (+weitere Gase) ausgast. Ich kann also nicht unterscheiden, ob die abgegebenen Gasperlen von den Pflanzen oder von freien Gasen stammen. Letzten Endes zeigt der Versuch nur, dass sich Gase bei unterschiedlicher Sättigung unterschiedlich lösen.
Zudem habe ich das Problem, dass er fachlich flasche Assoziationen weckt, die dann ewig in den Köpfen bleiben. Ich beziehe mich hier auf den vermeintlichen Zusammenhang, dass der Sauerstoff aus dem CO2 stammt. Dem ist aber nicht so. Für die Photolyse des Wassers (und damit entstehendem O2) ist vorallem Licht notwenig.

http://www.aquariumforum.de/showthread.php?t=136881
 
Mein Vater macht es so:

Er hat ein 600 Liter Becken im Erdgeschoss, er hat unten im Keller ein 170 Liter Faß. Natürlich musste vom Becken zum Faß ein Loch in die Wand gebohrt werden wegend en Schläuchen. So, jetzt hat er eine Eheim Pumpe im Faß liegen. Natürlich eine etwas leistungsstärkere, da das gepumpte Wasser fast einen senkrechten und etwas längeren Weg nach oben zurücklegen muss. Und jeden ABend lässt er 10 Liter Wasser ins Becken pumpen. Durch das gepumpte Wasser auf dem Faß steigt natürlich der Wasserspiegel. Bei dem Becken ist oben recht so ein Rohr wo das Wasser abfließen kann. So macht er sozusagen jeden Tag einen kleinen Wasserwechsel;-).
----------------------------------------------------------------------------------------

Ich mach meinen Wasserwechsel immer so: Jede 2 Wochen tue ich Mulm absaugen,lügischerweise auch das Wasser. Ich kippe dann (sehr) trübe Suppe weg. ( sind immer so 25 Liter ).
Lass dann 2 Eimer volllaufen mit Wasser und lass es über einen normalen Schlauch ins Becken. Hatte auch noch NIE Probleme damit.
 
Robert Miehle-Huang schrieb:
was macht euch denn so sicher, daß die mysteriösen Meine-Fische-sterben-trotz-alle-Wasserwerte-in-Ordnung-Geschichten hier und anderswo nicht zumindest teilweise auf eine Wasserwechsel-bedingte Gasblasenkrankheit zurückzuführen sind?

Hi,

noch ein wenig von meinem Senf...

Ich fülle auch mit Schlauch und ohne das Wasser abstehen zu lassen (wollte neben 800 kg AQ nicht auch noch ein 200 l Fass in meine Dachgeschosswohnung stellen ;-) )

Bislang hatte ich 1x den Fall eines Todesfalls nach Wasserwechsel durch Gasblasenkrankheit. Allerdings nach einer Vergiftung, also geschwächten Fischen und 5 täglichen WW von je 80%. Und dem Fisch hat man es deutlich angesehen (Glotzaugen).

Ich glaube, dass die Symptome bei Gasblasenkrankheit zumindest meist so deutlich sind, dass man sie erkennt. Daher halte ich sie nicht für eine der mysteriösen Krankheiten.

Gruß

Mokantin
 


A

Anonymous

Guest
Hallo,

Art Tatum schrieb:
Also am plausibelsten liest sich der Beitrag vom Knut.
So?

Versuch:

Man nehme ein leeres Glas mit einem Schaschlikspieß (als Nukleationskeim). Beides stelle man in einen Kühlschrank (bei 8 °C). Nach zwei Stunden fülle man das Glas mit Wasser aus der Leitung (12 °C, jedenfalls bei mir). Dann kommt alles zurück in den Kühlschrank (man erinnere sich: bei 8 °C). Nach 10 Minuten hole man das Glas aus dem Kühlschrank und betrachte das Ergebnis:

Bubbles.jpg


Man stellt fest, daß sich auf dem Schaschlikspieß Blasen gebildet haben, obwohl man während des Versuchs das Wasser kälter hielt, als es aus der Leitung kam. Ist also nix mit Erwärmung als Erklärung. Nein, das rührt schon daher, daß das Wasser übersättigt aus der Leitung kommt.

Viele Grüße
Robert
 
Ja das ist schon richtig so...!! Du hast schon recht Robert!

Ich rede ja vom kontiunierliche Ausströmen, wie man auf den Photos schwer erkennen kann (habs mit dem Handy aufgenommen); Hätts gleich reinstellen sollen.
Dort kann mans nur als "Faden" erkennen, nicht als kleine Bläschen.
Da verstehe ich die Erklärung und den Zusammenhang eher.

zum Anderen nimmt das Wasser den von den Pflanzen produzierten Sauerstoff nicht mehr auf, der perlt ebenfalls aus.

photo-0018.jpg


photo-0020.jpg


Im Prinzip wirds eh die gleiche Ursache sein. Da treibt schon ganz schön viel Gas (aus der Pflanze) aus, und das über drei-vier Stunden hinweg. Zur Abwechslung mal "sichtbar" ^.^

Gruß,
Robert
 

Stinnes

Mitglied
Hallo,

die markierte Bläschenschnur weist auf eine Pflanzenbeschädigung hin. Guck dir die Stelle mal genau an.
 
Hallo Andreas,

die markierte Bläschenschnur weist auf eine Pflanzenbeschädigung hin. Guck dir die Stelle mal genau an.
wenn die Pflanzen schon länger im Aquarium sind, würde ich von keiner Beschädigung ausgehen.
Wenn ich mir das blubbern in meinem Aquarium ansehe, dann wäre es schlecht, wenn alle Pflanzen "Bruchstellen" etc. hätten ;-).
 
Mit freiem Auge war an dieser Stelle keine Beschädigung zu sehen. Auf das hab ich gleich als erstes gekuckt... Die Pflanze hat leichten Algenbefall, sonst sieht sie aber einigermaßen gesund aus...
 

Stinnes

Mitglied
Hey Thomas,

aber in diesen durchgehenden Fäden blubbert doch nicht dein ganzes AQ oder? :shock: Wäre ja der Wahnsinn.
 
Hallo

Thomas Schmidt schrieb:
Zudem habe ich das Problem, dass er fachlich flasche Assoziationen weckt, die dann ewig in den Köpfen bleiben. Ich beziehe mich hier auf den vermeintlichen Zusammenhang, dass der Sauerstoff aus dem CO2 stammt. Dem ist aber nicht so. Für die Photolyse des Wassers (und damit entstehendem O2) ist vorallem Licht notwenig.

Der Sauerstoff stammt aus dem Wasser, nicht aus dem CO2. Da hast du schon Recht, bewiesen durch die Hill-Reaktion und Radioisotopen-Methode.

Der 02-Ausstoß bei höherer CO2-Konzentration geht auf die Dunkelreaktion zurück, die lichtunabhängig aber CO2-abhängig ist.
Die Photosynthese funktioniert effektiver, auch wenn bei diesem Versuch nur ein Faktor für die Dunkelreaktion verändert wurde.
Bei dem Versuch ist der Einfluss von CO2 auf die gesamte Photosyntheseleistung hervorzuheben (repräsentiert durch gesteigerte O2-Abgabe), obwohl CO2 eigentlich nur "passiv" für das O2 verantwortlich ist.

Zur Bläschen-schnur-Debatte: Bei mir gibts nach Wasserwechseln auch oft solche "Perlenschnüre", auch wenn die Pflanzen unverletzt sind.
Ich habe auch keine CO2-Anlage, vielleicht ist somit nach dem Wasserwechsel die Differenz des CO2-Gehalts zum vorherigen Wert besonders hoch, was den sprunghaften Anstieg der Photosyntheseleistung einiger Pflanzen (z.B. Anubias) erklären würde. Müsste mal auf CO2 vorher und nachher testen.

Gruß
Markus
 
Hallo,

Bei dem Versuch ist der Einfluss von CO2 auf die gesamte Photosyntheseleistung hervorzuheben (repräsentiert durch gesteigerte O2-Abgabe), obwohl CO2 eigentlich nur "passiv" für das O2 verantwortlich ist.
selbstverständlich hat die CO2 Konzentration einen Einfluss auf die PS-rate.
Ich frage mich allerdings, ob man das bei diesem Versuch wirklich so ablesen kann, oder ob nicht einfach deutlich wird, dass in gesättigtem Wasser die Gase schneller ausperlen.

Ich fände den Versuch ok, wenn das Wasser lediglich mit CO2 angereichert werden würde und dann Unterschiede feststellbar wären.
Ist aber auch einfach ein Versuch, den ich mir demnächst mal vorknöpfen werde :).

Ich habe auch keine CO2-Anlage, vielleicht ist somit nach dem Wasserwechsel die Differenz des CO2-Gehalts zum vorherigen Wert besonders hoch, was den sprunghaften Anstieg der Photosyntheseleistung einiger Pflanzen (z.B. Anubias) erklären würde. Müsste mal auf CO2 vorher und nachher testen.
Oder den O2 Wert testen :wink: .

aber in diesen durchgehenden Fäden blubbert doch nicht dein ganzes AQ oder? Shocked Wäre ja der Wahnsinn.
Doch. Die Mittagspause trägt allerdings dazu bei, dass sich der Sauerstoffgehalt normalisiert und erst am Ende der Beleuchtungsphase solche Schnüre zu beobachten sind.
Würde mich wundern, wenn das bei dir nicht so wäre.
 
Hallo,

ich gehöre zwar prinzipiell auch zur Eimer-Fraktion aber ohne vorheriges Abstehenlassen.

Ich habe mal erzählt bekommen, dass das Ausgasen befördert wird, wenn man die Eimer mit der Brause aus einer möglichst hohen Fallhöhe befüllt.

Ich beobachte nach einem TWW auch eine geringe Steigerung der Gasbläschen an den Pflanzen, habe das aber bisher eher auf den Innenfilter zurückgeführt, der beim TWW teilweise leerläuft und dann im Filterschwamm Luftbläschen zurückhält.

Das Brauseprinzip wäre ja prinzipiel auch für die Schlauch-Fraktion durchführbar.

Was meint Ihr dazu?


Gruß
6_freddy
 

Stinnes

Mitglied
Hallo,

6_freddy schrieb:
...

Das Brauseprinzip wäre ja prinzipiel auch für die Schlauch-Fraktion durchführbar.

Was meint Ihr dazu?

im Prinzip ginge das. Leider scheitert´s dann wohl an der sicheren Brausebefestigung über´m Becken.
Ausserdem würde es mir einen riesen Krater in den Kies hauen.
Und auf meine Pflanzen stell ich keinen Teller. :wink:
 
Hallo,

an welche Fallhöhe denkst Du denn da?

Ich glaube, die Fallhöhe ist weniger wichtig, eher die größere Austauschfläche Wasser/Luft.

Es wären ja selbstgebaute Brausevorsätze denkbar - in etwa ein Kunststoffrohr über die ganze Beckenlänge mit vielen kleinen Löchern über ein Drittel des Umfangs. Das kann ich mir Pflanzen- und Kiesfreundlich vorstellen.

Für mein kleines Becken lohnt sich das nicht aber das würde ich probieren, wenn ich ein größeres Becken hätte.


Gruß
6_freddy
 


Oben