Lochkrankheit ? + Hilfe erforderlich !

richtige Behandlung bei Lochkrankheit?

Hallo,

bei meiner verzweifelten Suche bin ich hier gelandet, konnte aber leider nichts zum eigentlichen Theam finden.

Ich hatte schon mal eine Anfrage wegen der weißen Punkte im Gesicht meiner Taeniatus gehalten und den Tipp bekommen, dass es sich um die Lochkrankheit handeln könnte und nachdem ich mir Bilder angeschaut habe, dürfte es das wohl auch sein.

Da mittlerweile mehrere Tiere (nur Taeniatus und Ramirezi) erkrankt sind, frage ich mich jetzt, wie ich es am besten behandeln soll.

Zum einen soll es eine Mangelerscheinung sein. Dem lässt sich ja durch Vitamine relativ leicht abhelfen. Ich reichere die Cichlidensticks ohnehin meist mit JBL Atvitol an. Aber das reicht eindeutig nicht.

Soweit ich weiß, behandelt man die Lochkrankheit mit Metronidazol. Jetzt habe ich aber auch mehrfach was von Concurat gelesen :(

Was ist nun besser? Hat jemand Erfahrung damit?

Gruß

Sakoba
 

Anhänge

  • P2088602.JPG
    P2088602.JPG
    291,3 KB · Aufrufe: 90
  • P1148160.JPG
    P1148160.JPG
    309 KB · Aufrufe: 90


A

Anonymous

Guest
Hallo,

Da mittlerweile mehrere Tiere (nur Taeniatus und Ramirezi) erkrankt sind, frage ich mich jetzt, wie ich es am besten behandeln soll
Problem bei der Lochkrankheit ist, dass sie meistens mit anderen Krankheiten zusammenhängt - meistens mit Darmflagellaten.

Soweit ich weiß, behandelt man die Lochkrankheit mit Metronidazol. Jetzt habe ich aber auch mehrfach was von Concurat gelesen
Metronidazol ist ein Antibiotikum das die Nieren stark strapaziert und auch die Filterbakterien angreift und wird normalerweise nur bei besonders hartnäckigen Fällen von Flagellaten verwendet.
Concurat ist ein Heilmittel gegen Fräskopfwürmer.

Lies dir mal das http://www.drta-archiv.de/wiki/pmwiki.p ... hkrankheit durch, da findest du auch Vorschläge für Heilmittel.

Grüße,
Amy
 
Danke für die Antwort

Hallo Amidala,

und vielen Dank für die Antwort. Ich kenne Concurat auch nur im Zusammenhang mit Fräskopfwürmern, deswegen kam mir das etwas komisch vor.

Da mittlerweile alle Barsche in diesem Becken erkrankt sind, habe ich mich zur Behandlung mit Metronidazol entschieden. Das hat mir auch mein Händler empfohlen. Soweit ich gelesen habe, treten die Nierenschäden nur dann ein, wenn man anschliessend das Zeug nicht wieder rechtzeitig (nach 3 Tagen) aus dem Wasser entfernt. Dazu wird ein mindestens 50% Wasserwechsel und anschliessend noch über Kohle filtern empfohlen.

Ich werde es jetzt mal ausprobieren, denn eine Alternative sehe ich nicht.

Gruß

sakoba
 
A

Anonymous

Guest
Hallo sakoba,

Soweit ich gelesen habe, treten die Nierenschäden nur dann ein, wenn man anschliessend das Zeug nicht wieder rechtzeitig (nach 3 Tagen) aus dem Wasser entfernt
Ja, deswegen ist es besonders wichtig, dass genau nach Packungsbeilage behandelt wird.
Sollten die betroffenen Fische während dessen Auffälligkeiten zeigen und die Therapie nicht vertragen solltest du Wasserwechsel machen.

Ich werde es jetzt mal ausprobieren, denn eine Alternative sehe ich nicht.
Wäre fein, wenn du uns über die Ergebnisse auf dem Laufenden halten würdest :wink:

Grüße,
Amy
 
Hallo Amidala,

hier also zunächst mal der erste Bericht:

Zunächst zur Dosierung: empfohlen werden 400 mg auf 100 Liter Wasser. Eine Tablette enthält 400 mg. Mein Becken fasst laut Hersteller 190 Liter (Trigon 190), abzüglich der beiden Innenrückwände und dem Kies habe ich also ca. 150 Liter Wasser gerechnet. Entsprechend habe ich 1 1/2 Tabletten aufgelöst.

Wegen des an vielen Stellen beschriebenen Vitaminmangels habe ich Atvitol ins Wasser gegeben und reichere zusätzlich auch das Futter damit an.

Nach einem Tag geht es allen Fischen gut. An den äußeren Symptomen ist zwar noch keinerlei Veränderung zu sehen, aber das war auch nicht zu erwarten. Ich habe aber fast den Eindruck, dass sie schon ein wenig munterer sind.

Gruß

sakoba
 
weiterer Behandlungsbericht

Hallo,

hier also ein weiterer Bericht von der Behandlung mit Metronidazol:

sämtliche Fische haben das Medikament in der genannten Dosierung wunderbar vertragen. Nach drei Tagen habe ich gut die Hälfte des Wassers gewechselt und filtere seitdem über Kohle. Morgen werde ich die Kohle dann aus dem Filter nehmen, dann müsste alles raus sein.

Die Löcher bei den Taeniatus sind noch nicht ganz verschwunden. Einer scheuert sich auch noch immer manchmal. Das Ramireziweibchen scheint aber inzwischen wieder topfit und insgesamt habe ich den Eindruck, dass alle wieder etwas munterer sind.

Bis auf weiteres werde ich das Futter weiter mit Atvitol anreichern, um den Vitaminmangel auszugleichen.

Gruß

sakoba
 
Hi,

um mal meine Krankengeschichte zum Abschluß zu bringen:

Habe meinen Nannacara schon vor gut einer Woche erlöst; er schwamm nur noch sehr geschwächt im Quarantänebecken herum, fraß gar nix, obwohl ich ihm das Futter via Pinzette fast ins Maul gesteckt habe ... schlußendlich stand er fast senkrecht an der Oberfläche und da konnte ich das Elend nicht mehr mit ansehen ... :(

Sein Maul war tatsächlich befallen. Nach erneuter Bactopurgabe wurde es äußerlich sehr viel besser, aber ich hatte den Eindruck, als ob innen etwas stark angeschwollen war. Maul- und Kiemenbereich sahen recht verkrampft aus.
 


Oben